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Ragnsir, Francisci Polaillon, hinterlassene Wittib, Marie Lu-m agile, Paris 26;8. in 4.Lcd«xä,Lrlpt.orä.krXä.rom.lI. P.717.
* Brun, (Joh. Baptist, ls) sonsten auch unter dem nah-men velmsrsttes bekannt, war gebürtig von Rouen, allwosein vatter Bonaventura 1s Brun ein buchhändler war, undward mehrentheils in dem Lort-sso^sl äes LtiLmps auferzogen,wie er denn auch allezeit in genauer freundschafft mit den ka-tribus sowol als mit andern gönnern dieses klosters gestanden»st. Er hat die priesterliche würde niemals annehmen wollen,sondern sich vergnüget in verschiedenen kirchspielen, sonder-lich zu Orleans nützliche dienste zu leisten, und verschiedenegute bücher zu verfassen. Seine frömmigkeit, gelehrtheit undklngheit hatten ihm das vertrauen des Ertz-Bischoffs vonRouen AI. Colbert, und des Cardinals Coislin Bischoffs vonOrleans erworben, wie er denn in diesen beyden Bißthümmern,vornemlich aber in dem letztem, zu verschiedenen guten Verfas-sungen vieles beygetragen hat. Er starb zu Orleans in sehrhohem alter den 19. mertz an. 2752. Man hat folgende schrif-ten von ihm r 2.) Harmonie libror. sssMm <L karslixom. in 4.zu Paris gedruckt 1691. 2.) Vo^ÄASS I.iMrAiyr,ss äs krsncs,ou reLksrebes kaltes en äiverkes villes äu Konsums, kur cettsmsttst-s. Er hat dieses stück unter dem nahmen Aloleon in 8.zu Paris an. 1718. drucken lassen. Er hatte auch eine gerau-me zeit an anmerckungen über das Alaityroloßlum Issuarä! ge-arbeitet , in der absicht eine neue ausgäbe davon zu besorgen;weil aber bey seiner gefangensetzung in die Bastille, allwo erfünf jähr aushalten muste, alle seine schritten sind weggenom-men worden, als hat er nach erhaltener freyhett, L»efe arbeitnicht wiederum für die Hand nehmen wollen, indessen ist em gu,ter theil seiner anmerckungen in die von dem Jesuit Solier be,sorqte ausgab gedachten Martyrologü eingeßossen. Übrigenswäre zu wünschen, daß die von ihm vorgehabte ausgäbe desDacktanri!, welchen er mit allen Lociicibus mamsscriptis ver-glichen hatte, möchte an das licht treten. Er hatte diese ar-beit vor seinem tod zu ende gebracht, und ist das original indie Hände seines bruders, der zu Rouen den buchhandel führet,gerathen. As/M.
* Brun, (Petrus ls) ein Priester von der Congregation des
Oratorii, war zu Brignoüe, einer in der Dioeees von Aix inProvence gelegenen stadt, den n. jun. an. i,66i. gebohren. Ergenoß von jugend aufeiner guten und sorgfältigen auferziehung,that sich auch nicht nur durch den besondern fortgang, welchener in seinen studien gehabt, sondern auch vornemlich durchsein löbliches verhalten frühzeitig hervor, und wurde an. 1678.in vorbemeldte Congregation als ein Mitglied aufgenommen.Als er nun die Theologie zu Marseille und Toulouse wohlstudiret, lehrte er eine zeitlang zu Toulon die Philosophie, nachdiesem aber die Theologie zu Grenoble, und kam von dar an.1690. nach Paris, woselbst er in dem Lsminario von St. Ma,gloire die conferentzen über die lllüonam Lcclesialiioam zu hal-ten, bestellet wurde, und endlich an. 1729. den 6. jen. mit todeabgieng. Seine schriften sind: Dsttres gui äesouvreut iMu-sion äes kkilokopkes sur 1a baZuette; Dikeours kur la Loms-äie, coutre 1s k. Lassaro , ssbeatin; la Loncoräance äu temsxvur 1'inrelligsnee äes suteurs Dselellalllgues äes VIII. Pre-miers llecles; ssxxlicatiou litsrsls, Niüorigus <L äoFmstigueäes pnsres L cersmonies äs ls Messe, davon IV. toml m 8.Heraus sind; Manuel paar Alinier L 1a Messe <L autres oüi-ces äs 1'Lgliss; Deksnke äs I'ancisn ksutiment lur 1a lvrmsäs la conlecratioir äs 1'Luckariüis, contre ls k. Lougsant,^fekuite; Deure gui äeeouvrs IMukion äes ^ournalilles ässsrevoux, äans le jugsmend, gu'ils out pvrte äs la äekeuksäs l'ancieu lentimsnt, gu! joiut la priere äs Liuvocatiousux parolss äs ss L. pour la eonkecratiou äs 1'Lucliariüie ;Ditloire criägus äes xratiguss kupeMtiersses, gui ont le-äuit les psuxles L embarasss les Lavans; Dissertation lurIss zumeaux äs Vitry; Dettrs a Nr. ssliomalin äs Alaraugues,Vreüäent au karlement äs krovenee, lür les äisssrentes ls^onsäs es passags äu ckap. X. äs la i. Lor. (^uicongue mangerace pain ou boira cs calies, sso«r»«t äe, 8-wa», 1728-
mein. tom. XI.
* Brun, (Lorentz ls) ein Jesuit, und guter Poet, wargebohren zu Nantes in Bretagne, an. 1607. Er schrieb: Llo-guense kostigus, ou les xreeextes äs 1'Art koetigue, Paris
16^;. in 4. Er hat auch viele getichte geschrieben, darunter
Virgilius Lbrissiaaus, welcher geistliche Lclogas und Oeoreieaenthaltet; wie auch Ignatias in 12. büchern. Den 1. stpt.266;. starb er zu Paris. Lorrrobr«,, äissert. III. äs
koet. jugsmens.
Brunberg, (Püntiner von) siehe Pünttner.
Brundrut, siehe pruntrut.
. Bruneau, ein vornehmes geschlecht in Flandern, allwo esdas schloß und Herrschafft Wastine besitzet, welche an. rs«;. zurV isomre.gemacht worden. Jacob Bruneau war ums jähr1640. Präsident zn Brüssel, Königlicher Spanischer Resident inEngelland, und nachgehends klemporentiarius in Teutschland.Sem söhn g elches nahmens, Schatzmeister von dem orden dessoidenen VUesses, Konrglrcher Rath und Amtmann zu Brüssel,erhielt m iahre den Vicomte - titul. ä»
Brunechild, siehe BruntchM.
Brunegk, siehe Brauneck.
bru
* Brunellus, ( Hieronyrnus) ein Iefuite von Siena gt»bürtig, war krokessor der Griechischen und Hebräischen sprächein dem LolleZio ssom-mo. Er war arisserordentlich klein, so daßseine zuhörer oft über feine statur spotteten, dabey aber wegenseiner »«gemeinen geschicklichkeit im Lateinischen Mio in sol-chem ansehen, daß ihm auch die gelehrtesten leuthe, unter de«nen Fulvius Ursinus war, ihre schriften, ehe sie an das lichttraten, zu beurtheilen gaben. Er starb an. iSi;. den 22. febr.im 6;. jähre seines alters. Er hat die Omtiones des Chrysostom»übersetzt, und die Lstenam in kropketsm Lrscluelem , auchdes Synesii Damnos heraus gegeben.
Linse. II- s. 92.
* Brunellus, (Siqismundus) ein treßicher Mus zu Pa«
dua, läse allda mit grossem apxlsulu über beyderley Rechte,und war seiner gelehrsamkeit wegen durch gantz Italien berühmt.Er fieng auch an, ein und anders gelehrtes werck zu schreiben,brachte aber ausser dem Lonlllio AlLtrimonisl!, welches znFranckfurtan. 1580. gedruckt ist, keines zustande, sonder»starb in seinen besten jähren, als er sein 42. jähr erreichet hatte,an. 254;. amsieber. äs clsr. kswv. p. 194.
* Brünett», ein altes» aus Florentz entsprossenes geschlecktdarvon sich einige im xvii. sseculo nach Schlesien gewendet,und in diesem lande zu hohen ehren gestiegen sind. Beylegenheit der Guelphifchen und Gibellinischen streitigkeiten wardasselbe aus Florentz in das Hertzogthum Massa entwiche»,und daselbst jederzeit unter die vornehmsten gezehlet worden,welches die Hertzoge von Massa selbst bey verschiedenen vorfal-len in besondern Urkunden bezeugt. LazaruS Brünett», Ritt-meister unter des Groß-Hertzogs von Florentz trouppcn, ver-rnählte sich an. 262;. an Lucreliam Guerra, die aus einer al-ten adelichen familie im Hertzogthum Massa abstammte, «nvzeugte mit ihr Angelum Mariam; Johannem Jacobum;Johannen»; Franciscum und Josephnm. Der erste ver-mählte sich an Catharinam aus dem Luccesischen Hause 2tdoni; der andre machte sich, als er auf seinen reisen auch nacyBreßlau gekommen »var, bey dein damaligen Bischofs, Fer-dinand» , Königlichen Printzen aus Polen, durch seine wiss"-schafften und geschicklichkeiten so beliebt, daß »hin derselbe gleitin den ersten tagen nach seiner ankunft zu einem Canonicat bei)dem hohen Dom - Stifte daselbst verhalf. Etliche jähre her-nach berufte dieser seinen jüngern brnder, Johannem , gleich-falls nach Breßlau, und verschaffte ihm ein Canonicat bey derCathedral-kirche, worauf diese beyde brüder die ansehnliche»geistlichen würden in dieser Dlosces besessen, indem der er-stere , welcher binnen den 4?. jähren, da er Lsnonicus «EPrälat gewesen, sieden Bischöffe erwehlen helffen, und endlichals Bischöfflicher Hof-Richter, der andre aber als Weyh-3ffschoff und Präsident zu Reiß gestorben. Der mir gedachte äl-tere brnder berief auch seines ältesten bruders ältern söhn, L»zarum Ambrostum, Freyherr« von Brunetti, nach SchleiMund ließ denselben so forgfaltig auferziehen, daß er, ob er gleitbis in sein l i. jähr in Italien gewesen, dennoch der Teutsch^sprach und schreib-art so mächtig, überhaupt aber durch s"»,Verdienste dem Kayserlichen Hofe so angenehm ward, daß»»»''ihn anfangs zum Ober-Amts-Rath machte, hernach die ObAÄmts-Cantzler-und Commercien-Präsidenten-stelle im HerWthum Schlesien auftrug, worauf er auch an. 2727. zum gW,nen Rath ernennet worden. Mit seiner gemahlin Maria A'sabeth, Freym von Zierowsky, aus einein uralten SchleiM.-geschlcchte, milderer sich an. 269;. vermählet, hat er r»ss4. söhne und 8.töchter gezeuget, die sind aber alle bis guttöchter in der jugend gestorben. Die älteste von diesen bevAJMaria Josepha, gebohren an. 2698. ist an. 27,0. anCarl Joseph von Henckeln, Freyherr» von Donners»""^Kayserlichen geheimen Rath, und Freyen Standes-Herr»«Beuthen in Schlesien vermählet worden. Die andre tocv^Maria Philipp»»»«, ist noch «nverheurathet, und wird i»?,,,ekloster St. Clarä zu Breßlau erzogen. Dieser letzt - erwev''^Freyherr von Brunetti hat gleichfalls seines bruders, MU,Antonii, welcher rn dem Rath des Hertzogs von Mass»
dent ist, seinen söhn, Johannem Jacobum, nachdemstudien zu Pisa vollendet, nach Breßlau beruffen, und »M.,j-Canonicat bey der Cathedral-kirche, auch die Probstev z»bor ausgewürcket. 8ile6o§r. VIII. 87. »om. Ü- k' ^
Europäische Fama ; 2 7. x. 4; 8. leg. .^,f
Brunetto, ist der nähme einer höhe , nebst einem ^gelegenen kort gleiches nahmens , »iahe bey der in Piemom ^genen vestung Susa.
Brunfels oderöBrunsfeld, (Otto) ein berühmter ^äleos, war gebürtig von Mayntz, eines faßbinders soh» ^, ji»wurde auf dem schlösse Brannfeis, nicht weit von Mav»y
liegende Carthäuser-kloster. Doch bald darauf verließ er^jlselbe wieder, und fieng an Luther» lehre zu predigen.aber eine kranckheit seine spräche schwächte, wüste er nickst .,»er vor eine lebens-art ergreiffen sollte; dannenheroStraßburg bey der schule gebrauchen ließ. Diesem amreer 9. jähr vor, da er sich unterdessen zugleich aufdie Med»cmbis er endlich an. 2;zu Basel darinnen DoÄor wurde. 7^.dar ward er nach Bern beruffen, und rhrn ein ansehnlichesrium versprochen; starb aber bald daraufden 2;. nov.«»' ^,»