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endlich in dem Rath ss. K. 710. iödteten;ti sonderlich die erinnerung des alten L- Iunii Bru-
r./j.sicher Tarquinium vertrieben/ und die viele von frey-Abenden bürgern täglich ausgestreute zettul: O Brute/doch lebtest: auch an ihn selbst gerichtet: L>rute,yAHsest du? rc. ihn sehr heftig sollen angetrieben haben,inni. ^ gegen der andern mitverschwsrnen meynung An-er beym leben erhalten, gerieth die fache nicht so wohl alseingebildet, und ward er von Antonio gezwungen, Rom,,i/-? 5 riassen, darauf er denn nebst Caßio eine ziemliche armeerx^^en brachte, und mit derselben sich in Macedonien setzte.^ ihnen aber das glück nicht fügen, sintemal in derbey Philippis an. 711. Caßius aus dem selbe geschlagenund obgleich Brutus, der aufseinem flügel den sieg da-^„..^stnge», sich noch einige tage tapfer gegen den feind hielte,ln,^ l^ne stotte eben der zeit die für Antönium und Octavia-5 "^ Italien ankommende hülffe auf der see geschlagen und,-!Wtet hatte, so ward doch sein kriegs-volck im andern treffen,a„^M und aufdie flucht gebracht, mehrentheils durch dierj^'Mgkeit der Caßianischen soldatm, welche noch von der vo-sLt." Dlacht erschrocken und bestürtzt waren; da Brutus seinerbeb ?'?s gethan, was von dem erfahrensten Feld-Obersten, undbe» e. . kriegsmann hätte mögen erfordert werden. Wo-dieses für ein sonderbares unglück Bruti zu rechnen ,<lan^« " ^m sieg seiner flotte, odschon nun 20. tag vorbey ge-uvcl, ""h es Antonius und Octavianus längst wüsten, den-bekanl,, ^ hat erfahren können; dann , wo ihm solcher wäreMass-« zweien, würde er die Macht nicht gewagt haben,fein!l x den nun von aller hülffe entblößten und abgeschnittenensch.o durch blosses stillsitzen hätte aufreiben können. Nach der- »M, welche sich schier mit dem tag endete, zog sich Brutusvii^'M'n seiner freunden in die höle eines felsen; da zwarleun'.'^'ge Hoffnung hätte übrig seyn können, weil sich BrutizeU/'n ihrem lager noch hielten, aber ohne daß er die gegebenesahe, oder den dahin gesandten boten zurück empfienge.gef'nun alles für verlohren schätzte, setzte er den schon langstruit fchluß sich zu todten ins werck, zeigte den anwesendentete, als »^barer großmüthigkeit, wie viel er sich glücklicher ach-glück ^ uberwinder, rühmte sonderlich biß als sein grösteslcnde'tv E seine freunde an ihm und dem vatterlande bis zuznr verblieben; gäbe auch einem, der zur flucht riethe,rnid,,'nnort : Ja, man müste fliehen, aber mit den Händen,nicht den füssen. Nachdem sind die geschichtschreiber
Straw? einig, ob er selbst in sein schwerdt gefallen, oder vonder b?!-er immer bey sich gehabt, und sich mit ihm instoch-,, !?tsamkeit geübet hatte, auf sein eigen begehren sey er-Diß geschahe ss.K. 712. 5 . lVl. ,942. ss.L. 42.sich ' ß ihm vor der schlacht ein gesicht erschienen sey, soden sichutz - geist ausgegeben, und gesagt, er solle esdieser ^'huippischen feldern wieder sehen. Im übrigen wirdzu d-»"OMus als ein lugcndhaffter mann gelobet. Die liebeer reicln,?Echiigkeit „nd seinein vatlerlande war so groß, daßlejch, und bequemlichkeit des lebens gegen derselben garxlwz Er war ein vortreflicher Redner und kbilolo-
cher ? folgte der stete der 8toisorum, atich liebte er die bü-Niisch nno hat selbst einige verfertiget, als einen auszug der Rö-rtat ,1» Glorie des Fannii und Antipatri, wie auch einen tra-duit, is, eines von der jugend , ein anders von der ge-vis, I,sthlrdene reden, darunter fürnemlich ein lob des Cato-de„ ^ -tzO andere; desgleichen sind einige briefe von ihm unterdaß er a, Liseroni? vorhanden. Sein fleiß war so groß ,gehalt-s,^ "u lager, und wenn die gefährlichsten treffen solltenr». 9 . werden, des studirens nicht vergaß. in Lru-
ein tz^/us, (Decimus) sonst auch Cäpio und Albinus genannt,welchem des jetzcerivehnten Bruti, und Cästris bester freund,bleuste den Gallischen und bürgerlichen kriegen grosse
östlich , auch sonderlich dessen flotten zum zweyten mal,die staVsÄ^ die Vensws, in dem heutigen Nieder-Bretagne umkille sie^Ä"^ wchtchM, und hernach gegen die stadt Mar-grvssen angeführet. Er wurde deswegen von ihm zukstam?«!^" E)vben, und wie es sich hernach befand, gar imiiusamwp.,'^"ibedacht, ließ sich aber nichts desto weniger in dieerschwörung mit einflechten. Er war derjenige, derantrieb - dem tage, da der mord geschahe, sonderlichWegen 'die Raths-verfammlung zu gehe», als derselbiqewar da».Übeln Vorbedeutungen zweiselhafftig war. ErMorde u-E erwehlterBürgermeister, half nach geschehenemEr Msammenverschwornen das Oapirolium einnehmen,drvvink^ das disseitige Gallien, als die ihm anvertrautelagerte ^er Antönium vertheidigen, der ihn zu Mutina de-Ward. ch, .""geachtet er nun damals durch Octavium entsetztseine a^??'Eleß ihn doch bald daraufdurch Plan« verräthereyUnd er - als er dem Antonio tn Gallien nachgesetzet hatte,lfwst ward auf der flucht vonAnton« lcuthen umgebracht.
dellc, Oall. L Liv.
Mnst/Uus , (Johann Michael) war von Venedig gebürtig,verlasse« vatterland aus Ursachen , die nicht bekannt sind,Ml Lgrar,.«. studirte zu Padua, woselbst er sich insonderheitmcum Bonamielim hielt. Hierauf sahe er sich in Spa-
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tuen, Engelland, Franckreich und Polen 7. iahe lang um , beywelcher lebens- art er doch nicht unterließ, die ttuclw zu tracti-ren. Insonderheit blieb er einige jähre zu Lion, von bannen ersich nach Basel begeben , allwo er, wie er selbst in seinen briefenrühmet, von dem berühmten Theoboro Zwinger viel ehre undgutes empfangen. An. 1^74. war er in Siebenbürgen , wohinihn der Fürst Stephanus Bathori beruffen , die Historie dieserprovintz zu schreiben. Nachdem aber Stephanus König in Po,len wurde, begleitete ihn Brutus dahin, und befand sich an.1577. zu Cracau, da dieser König den krieg wider die Preussenfuhrete; genösse auch von dem Groß-Cantzler und Cron-Feld-herrn Joh. Zamoscio , der selbst »»gemein gelehrt war, son-derbare gnade. Nach Stephani tobe begab er sich zu Wilhelmsäs St. Element, Spanischen Ambastador an dem KayserlichenHofe, und bekam von dem Kayser den littst eines üissonogra-pbi, worauf er sich an. zu Präge befand, und war, wieman aus seinen briefen schliefen kan , damals 7;. jähr alt.Wo er nachher zeit hingekommen, und wenn er gestorben, istunbekannt. Sonst war er Dudithii und Cratonis guter freund,welcher letztere den Kayser Marimstianum dahin brachte, daßer Brutum in seinen diensten behielt. Man hat von ihm Ora"
tionL8; ssxiüola8 ; IWonam sslorsntinAm ; l^orgs in liors-tium; in Oiceronem ; ÜNÄl^sm Lc varis8 1 -sKiones in Loni-mentnr. LXlüri8 und viel andere, welche, weil sie sehr rarworden, Johann Friedrich Cramer wieder heraus zu geben an-gefangen hat, davon der erstechest zu Berlin an. 1693. in 8.gedruckt ist. Auch hat er verschiedene andere historische wercke,als stirrttzol. ssscii, krsnc. Lontsteni, LMmsLlst Lxpsrientis,heraus gegeben. in ex. *
Brutus, (Stephanus Junins) ist ein ertichteter nähme ei-nes nutttorw, welcher das bekannte buch Vinstiews oontrsrsnnos heraus gegeben , siehe Languetus.
* Brutus, (Marcus) war ein berühmter Nechtsgelehrter,
welcher nach Pomponii meynung zu Rom soll krs-wr gewesenseyn , und sieben bücher von Me Livili geschrieben haben: Dahingegen andere nur von dreyen wissen wollen, cle Omr.II. 55- pro Lluent. zi. Es wird seiner in leg. 27. §. 14. AliI.. Lgnil. Isz. i;. cle in cstsm aäst. leg. 2. äe gäguir.xolk. gedacht, äs lingus tzr.NNll IV. p. 6. . cls
origine chris XXXIX. 4- p- 126. Viele hallen ihn vor den vot-ier Marci Iunii Bruti; andere aber wollen sie von einander un-terscheiden, und sagen , der vattcr des Bruti, welcher Cässremumbringen hclffen, habe Marii partey gehalten, und mit Pom-pejo sich in ein treffen eingelassen, darinnen seine reuterey inUnordnung gebracht worden, welches die infanterie auch ver-wirrt , und Pompejus also den sieg erhalten. Etliche jähre her-nach, nach Sylla tob, und ba Lepidus wieder auf Marii feitetrat, wurde Brutus von Pompejo in Modena belagert, welchersich endlich ergab, und sich in ein castell an dem Po begab, all.wo er aus Pompeji befehl durch Geminium umgebracht worden,welche that man Pompejo sehr übel ausgeleget hat.
vitW Morum in Lruw. , cle verb. lign. II. x. 167.
* Bruvere, (Johannes ste In) ein mitglied der Französischen
Academie zu Paris, war auf einem dorfe ohnweit Dourdan an.1644. gebohren. Er kaufte sich im ansang die bedienung einesSchatzmeisters von Franckreich in Caen, hatte aber dieselbekaum angetreten, als ihn der Bischoff Bossuet zu dem Her-tzog von Enguien brachte, um denselben in der Historie zu un-terrichten, da er denn eine besoldung von iooo. thalern bekam,und sich in diesem Hause seine gantze übrige lebens - zeit in dergualitat eines Gelehrten , nicht aber eines Oemstbomme orsti-nsire,wie einige vorgegeben, aufhielt. An. 169;. wurde er einmitglied der sscsäsmie , und starb zu Versailles den
10. may an. 1696. Seine Oarrustsreb äe'ibeopkrgsts, trsäuitsäu 6rec. avee les cArackeres ou les moeurs äe es steels, diean. 1637. zuerst heraus gekommen, haben einen überaus grossenbeyfall erhalten, und sind dahero gar öfters an verschiedenenorten aufgelegt worden. Nach seinem tobe sind auch seine via-logues kur le Ometilme von Nr. äu Pin heraus gegeben wor-den, ob er gleich dieselbe nicht völlig zustande gebracht.
ttiti cls l'sssaä. krnnc. Mce» 0« , msm. wm. XIX.
Bruvn, (Johannes von) ward an. 1620. oen 2s. uug. zuGorcum gebohren. Er studirte anfangs zu Leiden die Philoso-phie unter Heerbordeu, und kwchgchendöz»^ter Sam. Maresio. Zu Utrecht legte er sichdem keofss.lor Ravensberg auf die N-,ches-n, der eme io!chevor feinen schüler faßte, daß er ihn vor stmem ende den Lurs-
Lirte Er erhielt auch wurckttch uno l>w«chessc>8 kro-
ksstionsm ' und weil die dasigen krofestorsz kiulosophixs sichverglich^ hatten, daß ein jeder m stmem Hause lesen möchte,hielte unser Bruyn anatomuche lectlonen, und last auch überdes Grotii bücher äs äure LeU L kacis , ,a er machte auchObfei vaüonss Mronomisas, Und stiNL gelehrten vissertstio-ns8 äs Vi sslniLS ; äe d.mporum k-rLVlwts <L I>evitate; äe Lo-Mitioue vsi nitwrÄtt; äe ttusis Vnnstü ^ Orizine, zeugen vonseiner vielfältigen geschicklichkest. Seine frau, die er an. i 6 ;r.gcheurathet, war Dämel Elzevrrs frauen schwester, und eineskaufmanns in Utrecht tochter, mit der er r> Ander gezenget,
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