Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
277
JPEG-Download
 

buc

Otkmiis von Keffclburg gemahlin / und Hertzog Hilde,iN^s von Schwaben tochter, wie auch der Hildegard , Kay-Paroli N. gemahlin schwester, dieses kloster auf diesen platz^syaiben gestiftet, weil in einer schlacht bey Biberach mit den, ihr mann zusamt drey söhnen daselbst umgekommen.^>e M die erste Aebtißin gewesen seyn, und soll darinn mit ih-A begraben liegen. Hierauf soll das kloster von Ludo-E dotirt und privilegirt worden seyn. Allein es zeigetwyon Crustus (Z) gar gründlich, baß die genealogie der Gra-Kesselburg ein getichte sey, und Brunnerüs ( -) setzt."b Hxrmanno LontraÄo das jähr 901. darinn des Graf Ot-vms und der Adelinde söhne Beringer, Regiroth und Gerhard,lliftihre schwester Adelinde aus dem durch ihre mutier ge-L'^ten kloster zu Buchau genommen, von ihren feinden , dieiak,^ ihat ertappet, umgebracht worden. Mit welchem(r) Raderus übereinstimmet, daher zu glauben,r?n c-Adelinde wohl mag eine stiften«, des klosters seyn, de-iest man auch jährlich den -8. aug. noch begehet, und zuGedächtnis die St. Ederlins brödtlein unter das volck aus-.Wen lässet. Es mögen wol die Mönche die Adelinde alsab/* hierin in alten Urkunden gefunden haben, weil ihnendack M leriss und die zeit-rechnung gemangelt hat, haben sieriss.uvrige darzu gelichtet, und die zeit der stiftung unter Ca-Linv gesetzet. Vielleicht ist dieses getichte mit dem

yd"oausschen falschen äiplomors aus einem gehirne geflossen,in»« !ur Nachahmung desselbigen ersonnen worden, weiln,-,, Privilegien beyder Stifter von Ludovico kio herrech-"llll. Der gelehrteJesuite Brunnerushält Bruschii erzeh-^ von dem kloster Buchau vor fabelwerck, bejahet aber,vnn ^'kloster von einer, nahmens Adelinde, Graf Ottonisd" , Kesselburg gemahlin, kurtz vor dem jähr yc>i. gestiftet wor->1'" welches um so viel glaublicher ist, weil zu selbigen zeitenss, Hunnen, oder vielmehr Ungarn um diese gegend bekann-waren, als zu zeiten Caroli N. (a) Europ. Herold, wm.

- x. 601. (L) Lä Vitrisr. Ich. I. tit. i;. (-7) ö-'rz/cch

not. krvL. üb. III. L. 29. (ch , w-

V 7 ^' (ch vinälLiT clipl. sinä'-lv. x. ÜI. (s)

^ .für. Liv. lib. II. L. (Z) llnnol. 8uev. k. I. lib.niinal. Lolc. tvm. II. lib. VII. (r)A^NÄX vol. II.

dem ^ ein schloß und städtgen in Böhmen, und zwar invon ^Äe.Eeise » welches ehemals die Freyherren, Printzen

b u c

277

X„ chau, besessen.

eine stadt i

, eine stadt in der Woywodschafft Mscislau im Lit-^UMen Reussen.

Und , ein in Francken, fünf Meilen von Bamberg,

ter-a, stunden von Culmbach gelegenes altes schloß und Rit-Cvan., u^st darzu gehörigen dorfe und kirche, darinn diedie lE o'ch-Lutherifche religion gelehret wirb. Es besitzen esErjftvvfen von Giech, als ein von dem Bambergischen Hoch-

8ebv^«!^^ gehendes guth, und pfleget gemeiniglichBnchauifcher linie allhier zu residiren. U

Luch

der erst-jetzo ein Churfürst!. Cam-

wer.^ch. E' suchau, such, ietzo em ^yurjurstl. Cam-eiense? , ehemals aber ein berühmtes feld-kloster, Cisterv°n sch« - ^' bey Leißnig ander Mulde, wurde an. 1192.Clarach^m-Burggrafen zu Leißnig, und seiner gemahlinst», beyhülffe Marggraf Ottonis des reichen , zu Meis-u>als ^ '?nes bruders Dedonis an dem orte gestiftet, wo ehe-Heari>-u? dorfBucha lag. onnsl. kucbon. Kayser

Und consirmirte in eben demselben jähre die stiftung,

siädtjÄl Burggraf Henrico auf sein verlangen anstatt der Eich-Zleicb^ Parochie in Bayern die Leißnichische, so erst einwarf ' Sen war, welche dieser gleich dem neuen kloster unter-chgn, gebot bey strafe, daß niemand das kloster sollte Bu-liche,^-,."vern Ilgenthal nennen, allein der einmal gewöhn-ome yt doch geblieben, ostron. Lolclic. spud

.^om. II. rer. Lermon. p. 678. sog. Fsnesl.

Rura'ttpÄ^o. ibiä. tom. III. p. 878 . Nachricht von den^ststg„En von Leißnig, ibiä. tom. III. p. 1148. feg.^knbacb k^ kloster wurde mit Mönchen aus dem kloster Silti-w. ^ssvejetzl, deren Buchau anfangs nur 12. ernehren könn-en ^ ^ L- 179- ssqg. Nach diesem haben Albertus^vhl g, und die Freyherren von Colditz, dieses kloster^ ga„k k - Der erste lebte an. 1221. bauete solches, daÜberschwemmungen des Wassers ruinirt, und in!Aen g,,Mathen war, nebst seiner gemahlin Margaretha vonMncbe gab ihm so viel, daß von den einkünften 20.ie» >sven unterhalt haben konnten. Ihrem erempel folg-Mus. 1240. 1245. drey brüder nach, Thimv, Vvl-

Cvldjk . ,,v Ulricus oder Huldericus, Henrici, Freyherr» vondors^^lbelheit söhne, sonderlich schenckte ihm Thimov>>terh^>valbach, also, daß hernach Mönche darinnenwurden. I. c. p. ;8I. leg. 9-4. seq.

vvrus von 0 - k- 679. Es beschenckte solches auch Theo-v°n dem '.,ssvwmg, und siehet man aus dem schenckungs-briefedem in^«c^e«. I. L. tom. III. p. n;7. lbo.

wrech damals schon die dörfer Streckenwalde, Ur-

Xaysex ^.Äbenau, Kirchenow, und Lüchtenhayn zugehöret.

'vericus hat ihm laut gedachten briefs an. ,2zo. ein^n» ^ iA,Mden, daß es soll können adeliche güther besitzen,gvaf Fried^-k ischenckt wurden. An. 1^09. bekam es von Land-E»tstor?E«Theil ^ tigern an de?

Elbe, nebst dem Werder, llnnal. lorgau. apuä 1.0.

tom. II. p. 579. Henricus, Burggraf zu Leißnig, und seine ge-mahlin Adelheit, liessen auch ihre freygebigkeit gegen das klo-ster reichlich sehen, aber Henrici bruders-sohn, Henricus, griff an.1465. das kloster mit gemalt an, und steckte es in brand, davor erMarggraf Friedrich Wilhelmen und Balthasarn, bey welchensich der Abt Nicolaus darüber beschweret hatte, schloß und stadtLeißnig abtreten muste. I. c. x. 674. 1. o.

x. 897.

Buchdruckerey. Diese herrliche kunst ist gegen das mittetdes XV. lieouli in Teutschland erfunden worden. StephanusZamoscius schreibt die erfindung den Scythiern, andere aberden Chinesern mit grösserer Wahrscheinlichkeit zu, und sagen,daß diese kunst schon vor Christi geburt bey ihnen bekannt gewe-sen. Doch diesem ungeachtet bleibet den Teutschen der rühm,sintemal sie selbige weder von den Chinesern erlernet, noch glei-che art zu drucken mit ihnen haben; als welcher letztem artmehr mit den holtzschmtten und kupfer-stücken gleichet, wie dennauch ihre sprach , die eine unsägliche menge zeichen hat, keineandere manier zu drucken leiden kan. Immittelst will sich so-wol Straßburg als Mayntz desselbigen anmassen. Welche esmit Straßburg halten, und Johann Mentelin, einen einwoh-ner daselbst, vor den ersten erfinder angeben, beruffen sich aufzweyerley in ihrem stadt-archiv befindliche geschriebene chroni-cken. Die erste, so ohne nahmen des aurboris von ihnen an-geführt wird, meldet, baß an. 1440. diese so nützliche Buchdru-cker-kunst zu Straßburg durch Johann Mentelin zu erst an taggebracht worden. Dieser hätte durch seinen diener, HansGänsfleifch, welchen er sehr scharfsinnig befunden, weiter zukommen »erhoffet, und ihm also die gantze fache vertrauet.Allein dieser habe ihn schändlich betrogen, indem er mit Jo-hann Guttenberg, der aus dem nunmehro Freyherrlichen ge-fchlechte Zumjungen entsprossen war, und sich von seiner Woh-nung zu Mayntz Guttenberg nennete, auch etwas wissenschafftum des Mentelins erfindung hätte, kundschafft gemacht, undsey zu ihm nach Mayntz gezogen, allda alles ins werck zu rich-ten , wiewol GOtt endlich des Gänsfleischens untreu also ge,strafet, daß er völlig sein gesteht verlohren. Die andere, chro-nick hat Daniel Specklin, ein Baumeister zu Straßburg ver-fertiget. Dieser berichtet ausser einigen erst angeführten um-ständen , daß Mentelins schwager Peter Schefer und MartinFlach dieses kostbare werck verleget; Mentelin selbst, nachdemer von seinem diener, Johann Gänsfleifch, so arglistig wärehintergangen worden, habe sich deswegen zu tobe bekümmert,da er denn zu ehren der kunst ins Münster begraben, und ei-ne drucker-preß auf seinen grabstein gehauen worden. Gedach-ter Specklin will die erste preß, auch die buchstaben selbst gese-hen haben, die, wie auch gantze Wörter und sylben in holtz ge-schnitten , kleine löcher gehabt, und durch einen faden an einan-der gehänget worden. Die aber, so der stadt Mayntz den rühmzu behaupten suchen, und vorgeben, daß der erste erfinder Jo-hann Guttenberg, nicht aber Johann Mentelin gewesen, ant-worten hierauf, daß die angeführten chronicken weder auf öf-fentlichen befehl, noch aus publiqnen monumenten wären ver-zeichnet worden; desgleichen daß sie verschiedene confusionenbegiengen, mit andern scribenten, so zu ansang des XVI. L-culi gelebet, nicht übereinstimmten, auch endlich viel zu neuewären, als daß sie dieses, was sie sollten, beweisen könnten.Nur sind sie selbst nicht einig, ob sie die ehre der erfindung er-wehntem Guttenberger oder Johann Fausten und seinem toch-ter-mann Peter Schefer zuschreiben sollen. Zwar was Gut-tenbergern antrift, so bezeuget Trithemius , daß er aus PetriSchefers, so Johann Faustens tochter gehabt, munde vernom-men , wie diese kunst von Guttenbergern, bürger zu Mayntz,erfunden worden, welcher, nachdem er fast all sein vermögenaufgewendet, und bey nahe aus defperation das werck gar hat»te liegen lassen, sich mit Johann Fausten, auch einem Mayn-tzischen bürger eingelassen, da sie denn mit gesamter Hand zudem werck geschritten. Erstlich hätten sie die buchstaben aufhöltzerne formen ordentlich eingeschnitten, und ein vocabel-buch, (Xckolicoo genannt, gedruckt. Weil sie aber mit diesenformen nichts mehr drucken können, hätten sie eine art Armenvon allen buchstaben des Lateinischen alphabets zu gießen er-dacht » vermittelst welcher sie die buchstaben von ertz oder zumnachmals gegossen, und darauf mit dem messer zurechte ge-macht. Immittelst wäre grosse beschwerlichkeit dabey gewesen,denn es sie schon 4000. gülden gekostet, ehe sie noch denzwolf-ten bogen der Lateinischen Bibel zu ende gebracht. Wiewolnachgehends Peter Schefer durch eine leichttre art schrift zngießen, diese difficultäl wiederum gehoben- Mtt diesem stimmetüberein die dedication an Kayser Marunmanum, so dem Teut-schen Livio, welcher an. i.M. zu Mayntz gedruckt, vorge-setzt worden. Solches bekrafftiget noch mehr eme alte in Nie-der-Teutscher sprächeFoln von ^ohann Koelhoff an. 1499.gedruckte chronick, welche beruhtet, daß diese kunst an. 1440.erfunden, und in folgenden ighren mehr und mehr ausgear-beitet worden, bis man endttch an. 14^0. die Lateinische Bi-bel zu drucken angefangen. Der erste Urheber aber davon sey.gewesen Juncker Johann Gudenburch, ein bürger zu Mayntz,und gebürtig von Straßburg. Nicht weniger bezeugen diesesWimphelmgms und Johann Arnold Bergellanus, wie auchch Mayntz im Juristen-Lollegio unter der in-nern dach-rmne. ^a es können solches auch diejenigen bewei-

Aa sen,