Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
289
JPEG-Download
 

bue

Anderer weit grösserer teich, welcher einen beständigen zuflußvon frischem Wasser/ und unterschiedene gondoln oder lust-schiffe^'f stch hat. An dessen rande sind etliche von einander abgeson-derte Pavillons aufgebauet / und noch an viel andern orten die-le» thier-gartens trift man dergleichen abgesonderte gebäude miti^rzu gehörigen gärte» an / worinn die Königliche Hof-bedien-ee sich aufzuhalten pflegen. Gantz nahe bey Luen Reciro befin-den sich Mey fehr anmuthige und wohlgebauete einsiedlereyen,veren die eine von dem H. Antonio / und die andere, welche^e schönste ist, von dem H. Paulo den nahmen führt, Fo/me-äellL. cke I'Lfx. p. 2^7.

Büming, (Henricus) war zu Hannover an. 154;- geboh-een, u,w wurde anfangs Prediger zu Grano, nachmals aberSuperintendent zu Goslar. Er hat verschiedene fachen geschrie-, eu, worunter sein Iriner<rrnim 8. 8cripturk8 , LkronoloZiauuo Brannschwergische chronick vornemlich bekannt sind.

§28^' H' introä. in dilk. eLLlsk. csp. 11.

.Büntz , ist ein kleiner, aber fisch -und krebs-reicher fluß ,durch die Eydgenoßifchen Freyen Aemter herab , und durchfus Argöw in die Aar rinnet. Es liegen etliche schone dor-lickhen^" ^ Büntzen, Boßweil, Molen, Anglickhen, Dot-

Bürckhli, (Johann Jacob) war ein mann von grosserUMt - und frömmigkeit , gebürtig von Zürich. Er warstarrer zu Fläsch in Rhätien, allwo er an. r;2,. die Reli-^-Reformation hat befördern heiffen, zu welchem ende er?"ch nach Malans erfordert, und mit bewaffneter Hand dahinWeitet worden , weil der Oesterreichische Landvogt auf Ca-"5°-hm aufpassen, und ihn wollte wegnehmen lassen , wieK- denn würcklich foldaten nach Malans ausgeschicket hat.wurden aber diese von seinen predigten also gcruhret, daß>ucht nur keine Hand an ihn legen wollten , sondern sichKlarten, ihr leib und leben zu seiner beschutzung darzusetzen.A^tlngers kirchen-geschichte. Ahorns wiedergeb. Rhatisch.

,, ^üren, ist i.) ein Bernerisch städtlein und schloß an demMwmenfluß oder byronn der Aar und der Syl gelegen, z.r>' nn oberhalb Solothurn. Einige meynen, es sey das altenettiLL, oder kvrerisiLA, welches vor Tobinium oder Zoffin-W gestanden seyn soll, so dahin gestellet wird. Es gehörteov chltcm den Grafen von Straßberg , welche mit denen vonstdes stammes von Neuenburg gewesen, wie denn die-wrafschafft an. 1^64. erbs-weife an das Haus Nydau gekom-und wurde der letzte GrafRndolph an. i;?;. von dengxhMndern oder sogenannten Guglern , welche durchs Bafel-u über den Hauwenstein ins Buchs-und Argöw eingrbro-und Büren belagert hielten , als er im schloß zu einemhinaus fthauen wollen, mit einem pfeil erschossen. ErKur § 'wo schwestern, Annam und Verenam, deren die ersteden a» ^ ^ den Grafen Hartmann zu Kyburg, und die anderede^chken von Thierstein, welche denn nach einem kleinen mitRvdm lchoss Johannes zu Basel geführten kriege die Graffchafftschuld Büren zu Handen nahmen, aber selbige sogleichUi» "u-1asts wegen dem Ertz-Hertzog Leopold von Oesterreichla^Moo. st. verkauften; dieser gab sie an. l;?6. dem Engel-chxx 'wen Hertzog Ingram von Coußin für seine anspräche, wel-Än ^ stuw Engelländer in das land gesühret hatte,bvlmk ^ wahrendem Sempacher-kriege,kamen die Berner-undfeu». Wulsche völcker itn april für Büren, setzten dem orte mitlind wi.tw hart zu, nahmen es endlich mit stürmender Hand ein,Wacl,t die meiste mannschafft darinnen entweder nieder ge-^eich ku ^ verbrannt. In dem erfolgten anstand mit Oester-wst d- 'a ? der ort den beyden städtcn, und in dem an. ^92.stadtlein ^dt Solothurn gemachten thcilungs-vertrag , kam dasfex o.,,.wu aller zugehörde, jenseit der Aar, wie auch die dör-Ewe und Reiben an die stadt Bern allein, welche denn

bey daraus gemacht, und nun alle sechs jähr ei-

Uud ei«?« Hess dahin setzet. Das städtlein hat etwas freyheitspiele K-s Rath, und gehören zu seinem amt 8. kirch-büre«^.,"unde vor altem allhier eine kirche und kloster Ober-en s^,?chu»nt, wohin eine grosse wallfahrt geschahe. 2. )^udscknF und dorf in der Fürstlichen St. Gallischen altendenen M' 5« dem einfluß der Glatt in die Thür gelegen; ist^ischzdNucken von Buren oder Castel (welche sonst in demte„, ^,M-Aichstättifchen sich nunmehro als Grafen aufhal-Galier Am -40?. haben die Appenzeller und St.

bebst x-uw vurg zu Buren eingenommen. ;.) Eine kleine stadtderbvri, und zugehöriger Herrschafft in dem Stift Pa-

Uegen L dem fluß Alm, an den Sauerländischen qrentzen

Üb. V. p. 88- L lib. VII. p. 22;.

42. ^ ^wn. mtcr. k. Ü. sä snn. i;?;. L 76. n. m.27.

> « U LM1. i;88. p. m. 228. *

Weste städtlein mit einem amte an der Gleiste, eine

^achseiE/M, gegen morgen gelegen, so den Hertzogen vonster uuü Ewar zustehet. Nahe dabey liegt das ehemalige klo-' „nh Ey, so adeliche Frau, nahmens Berchta, gestif-Men ^othareus II. der an. n; 8. gestorben, mit srey-

Mkleins j Uer. An. 1682. hat ein seuer einen grossen theil desj?k, »n^ühe geleget. Lere,', geogr. Zensus, p. 106. feg..jW flom. Thüringen, p. 78. ^

"'>ror. LenE ätzest.

b u e

289

* Burckli, (Heinrich) Freyherr von Hochburg, des H. Röm.Reichs und des Hochfürstl. Brandenburg - Culmbachischen or«bens Ritter, Kayferl. würcklicher General-Feld - Marschall,Oberster und commandirender General in den Wald-städten unddependentien; wie auch des Grossen Raths Lobl. stadt Zürich ;war in dieser stadt gebohren den 2;. febr. 1647. Sein vatterwar Heinrich Bürckli, Major in Französischen diensten. Erkam schon im iz. jähre seines alters als Cadet unter die gardeKönigs Ludovici XIV. in Franckreich , und hatte drey feldzügin Flandern mit diesem regiment gemacht , bekam aber imWinter - quartier einige streitigkeiten mit jungen FranzösischenEdeüeuthen, deren folge zu vermeiden, er sich naher Haus bege-ben hat. Nach diesem hat er zu dienst Carl Ludwig, Churfürstenin der Pfaltz, eine Schweitzerische compagnie aufgerichtet, undselbige ihm zugefuhret. Denen zwey folgenden Churfürstendienete er ferner als Oberst-Wachtmeister; da aber die Chur-Pfaltz um das >ahr 1689. durch die Franzosen verwüstetward, gelangte er durch sonderbare liebe und auf hohes Vor-wort Jhro Komgl. Hoheit des Herrn Hertzogs von Lothringen ,auch als Oberst-Wachtmeister unter des General-Feld-MarschallSereinsche Kayserliche regiment zu fuß mit seiner Schweitzer-compagnie, in welcher qualitat er in Ungarn gedienet, bis umdas jähr 1691. Da wurde er Oberster über das zu diensten desKaysers Leopoldi durch dessen Botschaffter, Grafen von Lo-dron,begehrte und erhaltene Eydgenößische schirm-regiment. An.1695. wurde er General-Wachtmeister; an. 1704. General-Feld-Marschall-Lieutenant ; an. 1711. General-Feld-Zeugmei«ster unter der regicrung Kaysers Josephs. An. 172;. wurde ervon Kavser Carolo VI. zum General-Feld-Marschall ernannt,also daß er unter drey Kaysern gedienet, wurden ihm auch vonallen dreyen ihre bildnissen reich mit diamanten besetzet we-gen feiner treu - geleisteten dienste verehret. An. 1699. wurdeer in den Freyherr», - stand von Kayser Leopoldo für sich undseine descendenten erhoben, und ihm der titul : Freyherr vonHochburg gegeben. Er war auch Commendant zu Freyburq imBrißgau, desgleichen zu Costantz und in den Wald-städten undSchwartzwald, in welchem posten er sich vielen rühm erworben.Wenn erden Culmbachischen Ritter-orden überkamen, ist eigent-lich nicht bekannt. Sonderlich aber ist auch von ihm zu melden,daß er in der belagening Heidelberg zweymal ist von den Franzo-sen bleßirt worden,auch in dem Kriegs-Rath sich der Übergabe be-meldter stadt an den feind widersetzet habe, mit dem Vorschlag,dem vorgeschützten Mangel der kugeln abzuhelffen , man solledie bleyernen canals der wasser-leitung angreiffen, er wolledie Verantwortung über sich nehmen. Da er nun bey solchemVorschlag beyfall bekommen, haben sie den feind damit glück-lich abtreiben können, und damals den ort behalten , wodurcher sich bey dem Churfürsten grosse gunst erworben. Bey derbelagerung Landau an. 1702. hat er sich grossen rnhm gemacht.Uberdiß fasse er bey dem hohen Kriegs-Recht, welches an. 1704.unter dem Vorsitz des General Thüngen, über den Graf Arcoist gehalten worden, und denselben zum tobe verurtheilet, darum,daß er an. 170;. Brisach den Franzosen mit accord übergeben.An. 1^0. den 28. ocrobr. in dem 84. iahre seines alters starb erzu Trullickon in dem Canton Zürich , woselbst er stch etlichejähr vorher in die ruhe begeben. Er hatte sich vermahlet mitAnna Maria Escherin von Berg, von welcher er drey söhne unddrey töchter gezeuqet. Die söhne waren i.) Heinrich, ge-bohren an. 167z. ist als Major in Holländischen diensten unterdem Schweitzer-regiment Dona an. 1706. in der schlacht beyMalplaquet geblieben. Worüber auch Printz Eugenius eigen-händig dem vatter zugeschrieben. Der zweyte söhn hieß Caspar,und ist an. 1678- gebohren; war bestellter Rittmeister unterdem Pfaltz-Neuburgischen küraßier-regiment. Er hat seinen vat-ter überlebet, und wurde ihm nach dessen absterben der Culm-bachische Ritter-orden conferiret. Er lebte aber nur noch einhalb jähr nach desselben tobe. Der dritte söhn hieß Jacob, ge,bohren an. 168;. und war Lieutenant in dem HolländischenSchweitzer-regiment von Meteral; ist aber an. 1708. vor Lillein Flandern umkommen,

* Bürger , (Joh. Henricus) gebohren zu Hanau an. 1640.

den 6. jan. studirte zu Straßburg und Bremen, wurde an.166;. LonreÄor in der schule zu Hanau, und an. 1665. ste-ekor des zu Mannheim. Als aber daselbst die Pest

graßirte, gieng er nach Heidelberg , und war daselbst von an.1666. bis an. 1672. Lonreckor, worauf er fein voriges amt zuMannheim wieder annahm , bis er an. 1688. kNclLMMrLlizzu Schleuchtern ward. An. 1691. wurde er nach Bremen zumLehrer in den beyden obersten classen dasiger schule beruffen,und starb an. 1711. den 10. sept. Seme jchriften sind : i)i.

clAilkiLL novL promifcms trsäens vism quasvi8 ImZugz brevi cick-clifLSucli ; 6ramm»tiLa OrTcs La. LkbeNS-iaus.

* Bürgermeister, (Joh. Steph.) aus einem adelichen ge.schlechte gebohren, ward der Reichs-Ritterschafft am Neckarund Schwartzwald Constilent /hernach 87061^5 Kay-serlicher Rath, wie auchFurstltcher EisenachischerWltthnms-Rath, starb an. 1724- In.füre kublico hat er sich sonderlichgezeiget Man hat folgende schriften von ihm : 8m!°A§kkis Lssstiris L Impern, 1700. vermehrter 1700 in^ Gndlick,ist es in den Tüestmrum Lgueürem tom I /inaerücket worden -

rnts x s, L Orämem ^questrem Imxerü immsäiacum con-

B b eroverto,

1