Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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290
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iroverfo, <M. 170). Lnäex viplomstisus Lguesiris, Ulm 1704,und starck vermehrt und verändert, ib. 1721. in 4. Grafen-unvRitter-saal, an. >715. Franckf. 1721. in 4. Teutsches Lorxus^ur>8 kudlisi L kriv-ni, oder Loäex Diplomsticus der Teut-schen Staats-Lehn-Bürger-und Peinlichen Rechte und gewohn-heiten, wie auch Proceß - ordnungen an den Kayserlichen Hof-Cammer-und Land - Gerichten rc. 2. theile, Ulm 1717. in 4.Tkelsurus Zuris LguLÜris kublici <L krivsti, Ulm 1718. in 8.Libliotlress Vgueüriswm. II. Ulm 1720. in 4. Manuale Lgus-üre 1720. Teutsche 77. Gel. Zeitungen 1722.

x>. ;or. feg. Lunigs vorrede zu dem Itref. .für. der Grafenund Herren des Römischen Reichs. Mosers bibl. ^sur. kubl.I. 16. p. 71 - logg.

Bürglen, ein schloß und flecken an der Thür in der Evdge-nvßischen Landgrafschafft Thurgöw, hat vor diesem eigene Gra-fen gehabt, davon Wetzel an. 1079. von Hertzog Berchtholdvon Zaringen , weil er Kaysers Henrici partey hielte, erstochenworden ; hernach gebrauchten sie sich nur des Freyherrn-tituls,davon Eberhard an. i;i;. Reichs-Voigt zu Zürich gewesen.Diese Freyherren haben auch zu zeiten krieg mit den Grafenvon Toggenburg geführet, und ward das städtlein an. 1409.durch die Appenzeüer verbrannt/ und als es kümmerlich wiede-rum angebauen worden, verbrannte es an. 1458. zum zweytenmal. Nach ihrem abgang kamen die dortige Nieder-Gerichtean die Freyherren von Sax / und gehören selbige jetzo der stadtSt. Gallen. lik. V. p. 94. *

Büsingen , (von) ein altes adeliches geschlecht, von einemalten eine stund oberhalb Schaffhaufen am Rhein gelegenen undnunmehro der familie im Thurn zuständigen flecken also benam-set. An. 1273. bekriegte Egbrecht von Büsingen nebst andernEdlen das jenseit Rheins gelegene kloster Paradis; ihnen wur-de durch Papst Nicolaum III. das kriegen niedergelegt undfriede geboten. KriSe» mlcr. Zeneal. *

* Bütelius, (Christophorus) zu Kvritz in der Marck an.is7l- gebohren. Er brachte n. jähr auf io. Academien mithöchstem fleiß und sonderbarem nutzen zu, wurde an. 1594. zuWitteuberg Magister , an. 1600. krokessor am Lxmnslio zuThoren, nach einem jähre aber, nemlich an. i6->r. wurde erzum stecstore des Fürstlichen kseäLMgü zu Stettin, und nach6. jähriger Verwaltung an. 1607. zum stastore bey der St. Ni-colai-kirche daselbst beruffen. Als er auch dieses amt vier jährlöblich verwaltet, und an. 1609. voc'tnr Isteologi-L zu Tübin-gen worden, erhielt er an. i6n. die vocation zu der Superin-tendur nach Lübeck, starb aber, ehe er solche antrat, zu Stet-tin den 2;. dec. in eben demselben jähre, im 41. iahre seines al-ters, Lncbiriäion sthilolöpki'cum 1609. hinterlassend. Er hatauch zu Thoren wider des Hieronymi Cardani satz, guoä stomovon Ist animal, disputiret. Pommerl.^v. p. 9. n.

14 ^^, e, hiogr. Lrckiorr'M, Lrben. 6 eäan. Pag. 204.

Rramer in der grossen Pommerischen kirchen-chron. IV. p. 17.Starckens Lübeckische kirchen-historie, I. x. 571- ZerneckensThornische chron. p. 22;. Rüsters sollsäk. opuss. nist. Mgreb.illustr, IV. p. ^4. leg.

* Büchner- (Fridericus) ein berühmter Natkemarlcus, ge-bohren an. 1622. den ii. jul. zu Oputsch in Böhmen, allwofein vattcr, Adam Büchner, ein Prediger, damals im exiliolebte, studirte zu Dantzig, Breßlan, Thoren, Königsberg,Wittenberg, und Franckfurt an der Oder, wurde hierauf stectoran der Iohannis-schule in Dantzig, wie auch kroksllor Msrbe-mawm an dem Ovmnaü» daselbst, und starb an. 1701. den 1;.febr. Seine schriften sind , ausser vielen disputationen , dieer zu Königsberg / Wittenberg, Franckfurt und Dantzig gehal-ten , 8ciagrapkia Lrirkmetiew Vogisticre ; Trigonomelria LAlgebra propiria; Vogistica lexagenaria; lab. MnemonisL,Oeometrisse 6cc. lltsten. 6eäan.

Bütow, eine stadt und Herrschafft in Pommern, dem Kö-nige in Preussen gehörig. Sie liegt an dem flusse Stvlpe gegender grentze des Polnischen Preussens, zwischen Lauenburg undBelgard. Sie hat vor alters zu Pommern gehöret, ist aberan. i z io- von den Teutschen Ordens - Rittern eingenommenworden. Als an. 1460. die Polen diesen orden gedemüthiget,ist Lauenburg und Bütow wieder an die Hertzoge von Pom-mern gefallen : doch daß sie es als ein Polnisches lehn reco-qnoscirten. Da aber an. 16,7. der letzte Hertzog BogislausXIV. mit tode abgieng , wollten die Polen diese zwey Herr-schafften wieder an sich ziehen ; allein es widersetzte sich derChurfürst von Brandenburg, welchem sie hernach auch an.1657. in den Brombergischen tractaten lehens-weist überlassenworden. Es gehöret zu diesen Herrschafften auch das stadtgenLeda, und über 190. dörfer, die aber Nicht wohl bewohnetseyn können, weil an. 1698- nur 495. getauft und 421. be-graben worden, preußische und Brandenburgrsche ftaats-äeographie. Siehe das leben Churfürst Friedrich Wll-helms. cis reh. sestis ssriäer. Vl/iln.

Butzow, eine von den ältesten und vornehmsten familten inPommern, allwo sie im Wolqastischen ihre guther hat. Vonderselben ist Peter mit dem Hertzoge Bogislao X. auf der reiseins gelobte land gewesen. Willeking Bützow hat an HertzogsQttoms Hofe nms jähr izi;. in grossen ansehen gestanden.

Pommerl. üb. VI. p. 474.

Buffalmaco, (Buonainico) ein berühmter mahler, wurdevon einem andern mahler, nahmens Bruno, gefragt, wie man

den figuren eine lebendige färbe und rechten ansdruck gebensolle ? worauf er ihm die art wiese, die färbe viel schöner her-aus zu bringen, und ihm schertz - weise den rath gab , daß erden siguren zettel aus dem munde heraus mahlen sollte, wor-auf einige Worte geschrieben stünden, damit es schiene, alswenn sie mit einander redeten; welches man an etlichen stu-cken , so der Cimabue gemahlet, siehet. Bruno verstünde dtöin ernst, und gefiel diese neue obwol platte art ihm und an-dern mahlern derseldigen zeit so wohl , daß sie sich in ihrenmeisten wercken derselben bedienten. Er starb an. i;4«.

^iu- 7 , vite äs kittori. viss cisL Leint. *

* Buffier, (Claudius ) ein Jesuit, war von Französischeneltern in Polen gebohren , und nachdem sich dieselben in derNormandie niedergelassen, in Franckreich naturalisiret, da erdenn auch in seinem 19 . iahre sich in die Geseüschafft der Jesui-ten begab, und endlich zu Reuenden 17 . may an. 17 z?. im 77 'jähre feines alters , mit tode abgieng. Er besaß einen aufge-weckten verstand, und eine gute einsieht in allerley wissenschafftewdavon er sowol in seinem mündlichen vortrag, als auch vor-nemlich in seinen schriften sattsame proben gegeben. Unter die-sen find vor andern zu mercken : Louis äes bsiencss für äs«Principes nouvsaux <L simples pour Isrmer le langags, selprstv L ls L«uk ; Ilitloire nbregse äss Msisons fouver-ünes; Lle'msns cl'Uiüoire L äe deogrspdio ; 1 r. äe la Lpkere; 6 e»gmpdis universelle ; I.a Vie clu Lomte cle 8 ales, L la Vis äsl'üermlte äe Lompiegne; Verites confolsntes clu LbrilliLNU'me; «. a. m. Über dieses hat er auch an den Nemoires äsTrevoux fleißig gearbeitet, und ist einer von den ältesten gewe-sen , die dazu etwas beygetragen. Gel. Zeitungen.

Bug, ein grosser stuß in Polen, der in Roth-Reussen in deMLembergjschen Palatinat entspringet, und nordwärts bis an dwgrentzen von Mazovien läuft, so denn sich nach Westen lenckl /und zwischen Warschau und Ploczkow bey Wiessegrod sich wnder Weixel vereiniget.

Bugen, eine stadt und Königreich auf der insul Ximo in Ja-pan, liegt an dem nördlichen theile der insul, an einem meer-o»-sen, und hat Fnnay und Bungo gegen mittag.

Bugenhagen, Buggenhagen, eine adeliche familie WPommern, welche unter die schloß - gesessene gerechnet wiro'und die von Hagenoven und Everde zu after-lehnleuthen h«''Sie besitzet daselbst nebst dem Erb-Land-Marschall-amtefchiedliche güther in dem Wolgastischen , und hat sich auchden Braunschweigischen landen ausgebreitet. Wedigo d>e>^an. r;6;. den Pommerischen Hertzogcn wider die Mecklenbw.ger, und muste sich, da er gefangen worden, mit 1480. warflöthiges goldes ranzioniren. Degener reisete an. »496. mitHertzoge Bogislao X. in das gelobte land, und ward daiewzum Ritter geschlagen. Ein anderer dieses nahmens erstach U1418. Curten von Bonau ; es ließ ihn aber bald hernach ^Hertzogs Wratislai VIII. wittwe deswegen überfallen mch?,,schlagen. Wedigo II. war um die mitte des XVI. Laub ^ §Hertzogs Philippi I. vornehmster Rath, und eben diese cv"wbekleidete Andreas bey dem Hertzoge Philippo Julio. Bech.xder um das jähr 1612. Marschalk des landes Barth genena,wird , hat das geschlecht fortgepflantzet. Ponune

lib. VI. Vancial. üb. X. c. . .st, '

Bugenhagen, (Johann) sonst auch Lomsmmis von se>",jstvatterlande genannt, wurde an. 1489. den 24. jun. zugebohren, und da er zu Greiffswalde stndirt hatte, kam rr' ^190;. nachTrepto, diejugend zu unterrichten. Hier er,b"',,einen Prediger-dienst, und schrieb eine Pommerische historw, >sie aber diesen ort an. 1921. verlassen, als er Lutheri lehnst-fentlich zu vertheidigen anfieng. Er begab sich also " 5 .,,^-tenberg, allwo er krokessor IbeologiX wurde, und sichWesenheit Lutheri Carolostadio heftig'widersetzte, worauf » ^ihn an. 1922. an dessen stelle zum kattors, und endlichSuperintendenten verordnete. Nach diesem wurde er au ch .,fchiedliche orte beruffen, die kirchen - Verfassungen einzurlchwie er sich denn dieserwegen an. 1928. nach Braunschwch» ^,Hamburg, an. 1929. nach Holstein, an. 19;». nach ^und an. 1947. nach Dänemarck begab. Hier inaugch^ z,den König Christianum III. und 7. Bischöffe, wurdelleätor und krokellor IheoloZiN zu Cvppenhagen, UNveine kirchen-ordnung, welche man öffentlich einführete,auf er an. 1941. dieses Königreich verließ, und am »Vgeinchkirchen-verfassung in dem Braunschweigischen und uud

schen veränderte. Endlich kam er wieder nach Wittenver»^^,starb daselbst den 20. apr. an. 1998. Er hat Luthero wsetzung der Bibel hässliche Hand geleistet, und die jeiw

davon man ty> ^.. -»

che würde zu Schleßwig und Camin

an. 19;?. diese aber an. ,944. angetragen, nicht unn^,'^mögen. Seine schriften sind : Lxxlicstiones kfslmoruw'not. in lohum , sseremism 6c Ikrenos; it. insck iaä Lphes. acl kbilipp. sä Lyloss. Lc. 6s L^c!ssno contm Hn-rbsptitts«; Lonfelssonem publ. ckeürwrg jpcorporis 6c fgnFuinis Lkrilii ; 6s AlißrstioiübusOLLläsnt. Imperio, und viele andere. äs ltar-

in (chron. 8sxon. profopr. ?. Ill' s si,'

in vit. Icheol. 6c T'eM'ev, aääit. sux elogss toM-

Lutcher-m- üb- I. §. 42. 6cc. Krs« , in »

in vir. Ilreol. 9 -/ittsd. in tbestr. .

äs fcripLir L-,n. sc Tickst. I» Ir^pomn. sä Lsrcholin-