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Zweyter Theil. Bi - C.
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Buntsch, ( von) zugenannt Ratzbar, ein adelich geschlechtin «Schlesien , dessen stamm-haus ist Pzieber im OppelischenFürstenthnm gelegen. Friedrich, war an. 1580. Hauptmannder Herrschafft Beuthen und Tarnowitz. Ein anderer diesesnahmens, war zu ansang des 17. jahrhundert Chur-Branden-burgischer Rath und Hanptmann des Fürstenthums Jägern--orff. Lucä Schief chron. p. ,79,. *

Buntzlau , Buntzel, lat. Loleslavis, ist der nähme zweyerstädte, Ält-und Iung-Buntzel, in dem von der ersten also ge-nannten Buntzler-kreis in Böhmen. Alt-Buntzel ward an. 915.von Hertzog Wratiskao vor seinen söhn Boieslaum gebaut, vondem sie auch den nahmen führet. Vorher stunde nur eine kirchedaselbst, die dem H. Cyrillo und Methodio gewiedmet war. An.9,7. ward der ort mit einer mauer umgeben, und zur stadt ge-macht. Es liegt dieselbe an der Elbe, ;. melken von Prag,mitten in Böhmen. Nachdem sie aber in dem Hußiten-ünd her-nach im ;o. jährigen krieg sehr ruiniret worden, kam dieohn-weit davon, 7. weilen von Prag gelegene stadt Jung - oderBlem-Duntzel auf, ward an. 1600. in die zahl der Königli-chen städte aufgenommen , und ist anjetzo die vornehmste stadtin dem kreise. Sie hat vor alterS Hrobca geheissen , ist abernach dem Hertzoge Boleslao kio, so ein schloß da gehabt,,öo-keslsvia gencnnet worden. Der kreis ist einer von den grossenin Böhmen, und stößt oben, vermittelst der Riesen-gedürge,an Ober - Lausitz und Schlesien , zur rechten an den König-gräker-unten an den Caurzimer-und zur lincken an der» Leitmeri-tzer-kreis. Es werden viel edelgesteine darinn gefunden.

ckron wpogr. kobem. f »6. epit. Lc mildeU.

äec. I.'lib.UI. c. 4. §- 6 . x. <L c. 7. §.x. 74. vogteNSjetzt-ledend. Böhmen,

Buntzlau, lat. Loleslavia, eine Königliche stadt, nebst ei-nem Weichbilde, imHertzogthumIauer, aridem Bober,meilen von Breßlau, ist an. nyo. von Boleslao stlco, Hertzogevon Schlesien, oder, wie andere davor halten wollen, von Bo-leslao Lricho , Hertzoge in Polen, schon vorher fundiret, da-mals aber mit ihrer ringmauer umgeben, und nach ihm Bo-leslaw oder Buntzlau genennet worden , zu welcher zeit dieserort wegen des daselbst siorirenden bergwercks sehr berühmt war.Anfangs gehörte Buntzlau in das Glogauische; Hertzog Boles-laus aber incorporirte es durch einen vergleich mit Hertzog Cvn-rado dem Jauerischen Fürstenthum. Die alten Hertzoge hat-ten sie mit herrlichen Privilegien begnadiget, und auch nochjetzo ist sie in ziemlichem zustande. An. 1217. wurde sie von ei-ner partey ränber bey nacht-zeit überfallen, und viel darinnengeplündert, die darüber aber doch hernach mehrentheils nieder-gemacht wurden. An. 1427. erstiegen sie die Hußiten. An.1629. verzehrte das seuer die bibliocheck und das zeughaus, undan. 1642. muste sie sich an Hertzog Frantz Albrecht von Sach-sen-Lauenburg mit accord ergeben. Sie ist auch den 2z. sept.gantz im seuer aufgegangen. Den allhier befindlichen herrli-chen brunnen , der O-ueckbrunn genannt, haben verschiedenePoeten in Griechischen, Lateinischen und Teutschen versen ge-rühmet. Sonst ist auch dieser ort bekannt wegen des guten thö-uernen geschirrs , so allda gemacht wird. . 8ileliogr.

c. 7. Lucä Schles. chron. pbosnix rsstivivus Luca-

tus 8uistu. ^sur. peplu8 hon. ingsn. Loleslsv.

Buonacorsa Nonts mggno, gebürtig von Pistoja, lebtemns jähr i;6c>. und war einer voll des Petrarchä ersten undglückseligsten Nachfolgern in der Italiänischen Poesie. Seineübrig gebliebene verse sind an. iz?9. von Nicolao Pilli herausgegeben , und an. »567. nebst des Bembi, Casä und Guidic-cioni ihren zu Venedig wieder aufgelegt worden.stelle poeÜL llh. II. p. 89. lib. V. p.ziZ.

Buonacorsi , sonst Perrin stel Vag» genannt, war ein be-rühmter mahler und ein söhn Johannas Buonacorsi, welcherstets dem Könige Carolo VIII. im kriege gefolget, und darinnenauch sein leben verlohren hat. Er wurde auf dem lande er-zogen , und nachgehends nach Florentz zu einem Materialistengethan; als er aber zur kaufmannschafft nicht lust hatte, wandteer sich zu einem mahler, nahmens Andreas ste Cerii, welchermehrentheils auf wachs zu mahlen pflegte, und um dieser ur-sach willen wurde auch Perrin niit dem zunahmen cie Cerii be-leget. Dieser behielt ihn einige zeit bey sich, und als er seinvortrefliches naturel sahe, brachte er ihn zu Rudolpho Chir-landajo. Endlich nahm »hn stel Vag», ein Florentinischermahler mit nach Rom, von welcher zeit an er Perrin stel Va-go genennet wurde. Er ahmte m den gebäuden, statuen, rc.die vortreflichsten Meister nach, und der berühmte Raphaelließ ihn an den gemachern des Vaticans arbeiten, welches erdamals vor Leonen» X. ausmahlte, worauf er auch unter Ele-mente vn. an. gebraucht wurde. Julius NomanuS undJoh. Franciscus Penny besorgten, man möchte ihnen den Per-rin vorziehen, resolvirten derohalben, sich mit ihm genauer zuverewigen , und bewogen ihn, daß er des Penny schwesterheurathete, zwey jähr aber hernach verlohr er bey der belage-rung Rom alles was er hatte. Einer von seinen freundenVleche chm hierauf nach Genua zu gehen, allwo er den paüast^^^?^^ Dona mahlte, wodurch er sich auch sehr berühmtgemacht. Er kam end,ich wieder nach Rom, und weil er ei-ner der berühmtesten Meister in statuen und structur war, brauch-te man ihn hierzu in der sogenannten 8ula rsZia im Vaticanwelches werck er aber nicht vollenden konnte / indem !r jähl

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ling an. 1547« starb, vit. kit. , vier äes kein-

tres. kit. den.

Buonamico , ein mahler, flehe Buffalmaco, und B<>-namico.

* Buonanni, (Philippus) ein Jesuit, trat zu Rom be»7. jen. an. »ü;8. an das licht dieser welt. Sein valter hiesseLudovicus Buvnannj. Nachdem Philippus die Humanior»studiret, und anbey auch dem zeichnen obgelegen hatte, träteer den 4. octobr. an. »654. in seinem »7. jqhr in den Jesniter-orden, und als sein Novitiat vorbey war, kam er in das Lolle-gium Kom-mum, machte allda seine kbilosopbiLm, und er-lernte zugleich auch die Mathematic von k. Francisco Esckst-nardi. Die Optic gefiel ihm sonderlich wohs, und hatte erlust zum glas-sch!eiffen um microfcopia und fcrn-gläser machenzu können. Er ward hierauf naher Orvieto gesandt, nm all-da die Humgrüow zu lehren, und nachdem verlauf der bestimm-ten zeit gieng er wieder gen Rom, um die Theologie zu studi-ren. Nachdem er zum Priester gemachet worden, und sein ge-lübd abgelegt hatte, muste er naher Ancona gehen und die Phi-losophie daselbst lehren. Gleichwie er eine unüberwindliche be-gierde zu der Naturkunde hatte, also hat er sich allezeit m»grossem steig darin« grübet; die herrliche kunst-cammer CamiluPicht, eines Anconitanischen Edelmanns, gab ihm hiezu neuenund überflüßigen anlas, indem dieselbe mit allerhand Natura-lien und muscheln sehr reichlich versehen war. Es wüste derk. Buonanni, so lang er zu Ancona war, diese gelegenheit Msehr wohl zu nutz zumachen. An. 1676. ward er wieder gestRom beruffen, um die stelle eines Archivisten in dem dasigenProfeß-Hause auf sich zu nehmen. Von dar mnste er in das V»Rom befindliche dollegium der Maroniten gehen, und derustbden drey jähr lang als Keckor vorstehen. Endlich an. 1698'gieng er wieder in das dollegium Kom-mum, alllvo ihm mit-getragen ward, das von Alphonso Donnini dahin verehrte, »m>von k. Athan. Kirchero sehr vermehrte raritäten-cabinet in oro-nung zu bringen. Er starb an einem schlag-fluß den ;o. meryan. 1725. in seinem 8;. jähre. Seine schriften sind : dnmioßvskroviimiLrum 8oc. les. Oomorum, LoUeZiorum , Keliäentis^8emilu»rlvr. L Nilstonum, gnss in unsgusgue kroviriLMrnntur , IlomX 1679. Kecrenrio mentis <L vLuli in oblerVi«-tions ilnimslinln Telt-iLsornm , ImliLo lermone primumposttn an. 1681. nunc I.»tine reäclits <L snÄL ä k. kbil-nnnno , iloinL iü84- in 4. HiÜLÜions loprs In Helsrioneritrovumento stell' uovs stelle Lkiocciole, sti st. k. AI. inv»»^in una Isttern all' Lni. LLrstinuIe Lonti stu dostekristoberü , in llomu 168z. in 12. Oblerv-wiones ciren vivent^'guke in rebus non viventibus reperiumur, cum stlicrogrAsM.curios-l, Komss 1691. in 4. Xumilm-wa summornm Lonv»'cuin, Tempi» Vstiesni kibric!>m instiesntig Lc. Komss in rÄ'1696. dlumilmLtu Lontikeum llnmnnor. a reinpore N-utirU 'nkgus nst unnum 1699. in kni. 2. vol. Komre 1699. I-emivaXunülmstum Komkinor. kontikLum ü stlarcino V. ast lnnocaU 'XII. KomN 1694. stluüxum Lircberignum steserlptum ^ ^ 'nibus illulkrutum, HomL »709. in kol. Orstinum KslismM 'in Leelelin militsnte dntslogus, earumgue instument-r in ^nibu8 exprelln. ksrs I. compIeLkenL Viror. nrstines, ltoi

1706. in 4. k:us II. continens Virgine8 Den stie-ltub,

1707. in 4. kam III. complecken8 -stiguas in prims ^öicwomilsa8, stiverst» etiam stlumnorum LolleWu L Ismus 'dongregstioneb Lc. Komse 1710. in 4. Orstinum s.guetVN ^Lc stlilirarium dsr-sto§u3, 1mLginibu8 expositu8 Lc.

1711. in 4. Ta demrebi-» Leclellnstien eonlistemm nullessgre e eivili uläte stn guelli i gusli In comxon§ono, ^prelle e spisMts con le imsZini sti cinseun grnsto stellssteilmu^ in Koma 1720. in 4. IraNum stelln VerniceLM ,in formn sti dettern nls III. 8iZn. stbsts 8ebnltisno " ^tieri, in Koms 1720. in 8- dnbinetto strmonieo , k^eno ^8tromenti sonori, insticnti, spiegnü e sti nuova correccneeresoiuü, in Koma 172;. in 4. , memoires k

fervir a I'bist. stes bommes illustr. tom. XXX. pag. 22-

Buonarotti, siehe Bonarota. . ,

Buoncompagno, eine ansehnliche familie zu BonoM^welche viel berühmte leuthe hervor gebracht, worunter fGregorius XIII. und dessen bruders söhn Philippus, ver ^1586. in dem ;8. jähre seines alters als Cardinal verstor ^vor andern merckwnrdig. Jacobus Buoncompagno, cm ^j-türlicher söhn jetzt-gedachten Papstes, war Marggrat?"gnuvla, Hertzog zu Sora in dem Neapolitanischen, „aaii-General der kirchen, und zeugte mit seiner gemahlin, dvtia Sforza , i.) Franciscum, der an. 1641. als CardlNw ^Ertz-Bischoff von NeapoliS , mit tode abgegangen.rium, Hertzog zu Sora, welcher Hieronymum undz,lnachgelassen; jener war Cardinal wie auch Ertz -Bologna, und gesegnete a».i684- das zeitliche; dieser avcr«.^^,den titul eines Hertzogs zir Sora, und starb an. »676.ihm eine tochter Eleonora, welche an Johannem MBorghese, Hertzog von Sulmona und Rossano, v^»vorden, und an. 169;. gestorben, und folgende 4. sov^ytesren worden: ».) Gregorius II. bekam mit semergemahlin Olympia Ludovisia, an. 1700. das FMsPiombino, gieng an. 1707. mit tode ab, und hiNtE^„o,ter: Mariam, gebohren an. isss. eine erbm von