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Zweyter Theil. Bi - C.
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bonstantiam, gebohren an. 1688. und vermahlt an den Fürsten^llistmiani an. 1705. Theresiam, gebohrcn an. 1692. ver-mahlt an Urbanum Barberini , Fürsten von Palestrina an.^7-4-, und wittwe an. 1722. und Inliam/ gebohrcn an. 1695."»mahlt an Marcuin Ottobom, Hertzog von Fiaiw, an.

und wittwe an. 172?. 2.) Franciscus, starb an. 1690.ms Ertz-Bischoff zu Bologna. ;.) Iacobus erhielt gleichfallsav Ertz-Bißlhum zu Bologna, und an. 169;. den Cardinals-A«? ihm ist ein besonderer artickul unten zu finden. 4.)Automus verheurathete sich an. 1702. mit seines ältesten!.i"bers tochter Maria, welche ihm das Hertzogthum Piom-^"brachte, und ihm folgende9. kinder gebahr : 1.) An-Cajetanum, so an. 1704. gebohren, und an. 1726.milÄssa Maria, einer tochter des Fürsten Augusti Chigi, ver-worden. 2.) Pelrum Gregorium, welcher sich an. 1791.vnn Mria Francifca, einer tochter Marcii Ottobom, Fürstenö'ano, ehelich verbunden. Annam, die an. 1719. demF-Wge Johanni Vincentio Salviari beygelegt worden. 4.)

m, so an. 1722. Carolum Caraffa, Hertzog von Belve-cre, geheurathet. 9.) Ludovicam, die an. 172z. mit MarinoMccivli, Hertzoge von Castel-Sangro, vermahlet worden.^,„vatte aber Antonius an. 17--8. das unglück, daß Konig Ca-riim>°Ee feine gükher confifcirke, weil er es in dem Spa-bar 'ucceßjonsckriege mit dem Haufe Bourbon hielte. Sonstvormals noch eine familie dieses nahmens zu Rom auf-v>g"ueu, die von einem getauften Juden hergestammet. EsAde aus dem Hause Corcossa, und versprach dem PapstwsSorio XIII. der damals noch Cardinal war, ein Christ zuNun s so bald er den Apostolischen stuhl besteigen würde. Als<n vieles letztere erfolgte, hielt jener sein versprechen und ließ'^ raufen, da er denn von dem gedachten Papste, der sein7^war, den nahmenBuoncomvagno bekommen, und nach-eb-nK/iner der vornehmsten Advocaten worden. Sem söhn,Unfalls ein Advocat, wollte mit dem Cardinal HieronymomN»"wagno, zu den zeiten Alexandri VII. mit seinem ge-Mechts-nahmen in eine Pralatur treten; es brachte es aberaber .^al dahin, baß jener zwar die Prälatur erhielt, sichmehr Buoncompagno nennen, sondern den nahmenNe m ^ ^"nehmen muste, aus welchem letztem geschlechte sei-herrÄ» 5 soll entsprossen gewesen seyn. Lehmanns jetzt-^Mendes Europa. Hühners geneal. tab. 917-aus E^vtcompagno, mit dem beynahmen Mgilker, warIkLns; ventz gebürtig, und lebte in der ersten helfte des XIII.auf kp- 7^1218. wurde er nach Bologna beruffen, und lehrteihm asigen zu allererst die Humaniora, daher

tvrilis der obgedachte beynahme gegeben worden. Mura-dieäs vait thn vor den stamm-vatter der obdemeldten familie,selbe» sWuens; es bleibt aber solches ungewiß, weil man der-üs Öls/.,' ung so genau noch nicht erfahren können. Er hat'^ons Lnsonre a sopüs Lriäerisi I. Imp. an. 1172.in ^' emhus urbis Ilberutions geschrieben, welches werckIcrixt. rer. Ital. tom. VI. befindlich ist.

Hug^^Mcompagno, (Iacobus) ein Cardinal, ein söhnEhielt ^or den 9. may an. 1692. gebohren. An. 1690.dee. oas Ertz-Bißthum Bologna, und an. 1699. den i.Bischgss cknnocentio xn. die Cardinals-würde. Er ward auchUe„ a/ ^ Albano, hatte auch bey vielen Congregationen sei-'7li r» W "blich starb er an dem schlag den 24. mertz an.tig ' ä" ^vrn, nachdem er seines altern bruders tochter Ma-nen, von Sora zur erbin eingesetzet, welche mit sei-

Ner« bruder, Hertzog Antonio, vermahlet war. Hüb-« -L"pplemenr.

vrich^"7,«!7^gm, (Thomas) ein Dominicaner aus einerden, 5. ,?v adelichen familie zu Siena, trat zu Florentz inkelfos M St. Marci in den orden , ward hernach kro-fvrcht m-^oA'» daselbst, und seiner gelehrsamkeit und gottes-Mej„ ,'Mn bey dem dasigen Groß-Hertzoge, Cosmo I. unge-oyl gelitten. Er starb den 7. jan. an. 1609. und l'eß' Oümbi , Florentz 197;. in 4. Trattato äelligUslx ii si'^ riigliziL 1s äetts, lk. 1989. in 4. Oilcorlo nslVStc,, . in eüs moäo A quarräo 11 ginLLrs 11 a pss-

stituirs ?, gusgli cbs giosanäo gusäagusno son tenuti ä re-Winnelon^O' ^^89. in 4. Tr. äs Venäitions särempus, äs äi-^ oh Miisiputsm lolmionem, äs Lsmbiis,hends knsscnVüo L Älonribris, ib. IC87- in 8. welche nachqe-Nedig tali Zuccoli ins Italiänische übersetzt worden, Ve-Eorpo vvv 1991. in 8. OslcrMioiie äsllu trunslsrioiie äelsticAin in ' Urania. Florentz 1989. in 4. Orstionem Lnsoinia-ioulz 7 Vrsn8lations svrporis I). Lntonii , ik. eoä. Opu-iract. Läv^s ^^ons <L ttliFslis <Lo. Er hat auch Savonarolä'Ehen ins sttvinntricem tistronomism, aus dem Jtaliäni-gegeh-n VsEeuusche übersetzet , und mit anmerckungen heraus

- I?82. in 8. ttaxv. , äs Lcsäsm. klorsnt.wini komp. 8snenf. tit. 14. n. 94- §e»-ax/>. Kass?, huo-* ^ vri p. Z47. , scrijw. 0. V. tom.1I. p. 970. Isq.

tes Vernk^^^c», oder Bonsolas, oder Lcmrepos, ein al-ley von vrner-kloster Cisterciensir-ordens, welches einige mej-gen, jao,, entz, an der anhöhe des bergs Mont-Senario gele-*veil die »-/"'"ng dieses Müssenden stesuli berühmt worden,retorme der Abtey äs M Trappe aüda auch ist ein-

geführet worden. Als Cosinus III. Groß-Hertzog von Florentzan. 1704. die strenge lebens-art vernommen hatte, welche in derAbtey äs M Trappe in der Ilicsces von Sees in Franckreichwäre eingeführet worden, entschloß er sich die gleiche reformein dem kloster Buonsalozzo auch einzuführen. Zu diesem endeließ er sein vorhaben an den berühmten Abt äs M Trappe ge-langen , welcher ihm achtzehn, seiner Religiösen zusandte.Der vornehmste oder das Haupt dieser geistlichen Colonie warDr. Malachias Garnerin, gebürtig von Chambery; unter seinengelehrten war der bruder Arsene, der sonst unter dem nahmendes Grafen von Nosenberg bekannt ist , und der ältere bruderdes Marquis äs Ianson gewesen. Die sämtliche Colonie warddem Groß-Hertzoge vorgestellet durch Petrum AugustinumVilleneuve äs Cazeau, von Angers, Rittern der orden St. La-zarr und U. L. F. von Mont-Carmel, und vettern des berühm-ten Menagn. Es waren diese Geistliche äs M Trappe aus ih-rem kloster m mitte des winters abgereiset, und zu Marseillezu ansang des >ahrs 1709. angekommen. Sie erwarteten all-da eine von dem Groß-Hertzoge ihnen entgegen zu schickendegaleere, auf deren sie gen Livorno sollten gebracht werden.Nachdem sie nun einen gantzen monat sich zu Marseille auf-halten müssen, langten sie endlich in Toscana an , und wur.den zu Visa von dem Groß - Hertzoge aufs freundlichste empfan-gen. Bald darauf begaben sie sich nach der ihnen bestimm-ten Abtey Buonsalozzo. Dritthalb jähr hernach wurden vonder Abtey M Trappe noch zwey andere Geistliche, Dr. JacobSauvalle, ein Franzos, und bruder Alexis ä'Avia, von Bo-logna , ein nef des Cardinals ä'Avia, gen Buonsalozzo gesandt.Dr. Malachias Garnerin starb den 12. aug. an. 1709. Dr. Ja-cob Sauvalle folgte auf ihn als Vorsteher der Abtey. Der dru-der ä'Avia wurde zum Priester gemacht, und ihm die Abteyvon Casemata, einer Colonie von Buonsalozzo, aufgetragen ;er legte aber selbige bald wiederum ab , und kehrte in Franck-reich zurück. Man sagt, daß in dem jähr 1713. schon beyfünfzig Religiösen zu Buonsalozzo gewesen seyen. Als aber Dr.Jacob Sauvalle sich des lasts der Abtey auch entlediget hatte,bemeisterten sich die Jtaliäner der Abtey wiederum, und woll-ten kurtzum auf ihre weise leben. Die Französischen Mönchegaben thuen nach, und gicngen mehrentheils wieder in Franck-reich, allwo viele von ihnen an. 1799. noch lebten. I)r. Ja-cob Sauvalle war zu Mornuond, und ein anderer war Priorzu Septfond. Sieben oder acht davon, sind wiederum in dieAbtey Trappe gegangen. Die Französische Colonie soll sichdoch hernach unter dem Abt Dr. Carolo Bertaud wieder ge-bessert haben ; weil aber die Abtey Buonsalozzo nickt mehrvon der Abtey la Trappe dependirt, als ist gar kecke gemeinschasstmehr zwischen beyden klöstern. An. 1799. war Dom Malachiasä'Jnguimbert, ei» Mönch zu Buonsalozzo, wegen seiner gros-sen wiffenschafft in Italien sehr berühmt, und besässe die wür-de eines Beicht - vatters und Libliochesarii des Papsts, wieauch eines Ertz-Bischoffs von Theodosia. Er hat sowol inLateinischer und Italiänischer, als auch Französischer sprächeverschiedenes geschrieben , als: 8pssimen LarliolisL Vericstis,so zu Pistoja an. 1721. gedruckt worden ; Vim v. ttanss; sozu Rom au das licht getreten. An. 1724. ist er nach Romberuffen worden, um das leben Papst Clementis XI. zu beschrei-ben. «l« krstsLS äs la vie L äs la inort äu

srsre , Xsligieux srokes äs l'äbbsxe äs Luoiils-

1o2ro , nomms äans 1s monäe OeM-a-rna-),,

e-r Vie äu leere

Buonvist, (Franciscris I ein Cardinal, gebohren zu Luccaden 17. map an. 1629. Anfänglich war er bey dem CardinalChigi, obersten Staats-Zesrernric,, Mundschenck und nachge-hends Ceremonien-Meister. Sein Vetter Hieronymus Buon-visi , eine creatur Alexandri VII. war ihm darauf behülflich,daß er an dem Päpstlichen Hofe selbst bekannt und befördertward. Clemens X. schickte ihn als Imernuneium nach Cölln,hernach als Xuncium in Polen, allwo er nach des KönigsMichaelis tode mit dessen wittwe und dem Hertzoge von Lo-thringen eine Vermählung vermitteln half, auch bey der neuenKönigs-wahl das Oesterreichische interesse unter der Hand secun-dirte. Von bannen kam er als Xunciu.-; an den KayserlichenHof, und blieb in solcher qualität gantze 12. jähr daselbst, daer denn sowol bey der bclagerung von Wien, als auch beyder fortsetzung des Tnrcken-kricgs, dem Kaystr Leopolds gutedienste geleistet. Den i. sept. an. 1681. erhub ihn Jnnocen-tius XI. zu der Cardinals-würde, als eben deren langes aussen-bleiben ihn verleitet, seine zurückkunft zu begehren , worüberer solche ehre bey nahe verschätzet hätte. In den staats-geschäff-ten war er vollkommen wohl erfahren , gleichwie auch in derHistorie, in den ander» politischen ttnä»8, und m den amlio-iibv8 clallisis. Hingegen hatte er sich auf keine von den hö-her» wissenschafften gelegt, welches aber weniger an ihm ge-tadelt ward , als dieses, daß er allzuviel embildung von sichselbst, und allzuviel Verachtung vor, andere sehen zu lassen ge-neigt war. Hierbei) wurden auch eimge ausschweiffnngen sei-ner jüngern jähre getadelt, welche aber nachgehend^ durch einexemplarisches leben und durch eme grosse sorgfalt vor das ttunanvertraute Ertz-B-ßthum zu Lucca ersetzt worden E sta dm jetzt-crwehnter seiner geburts- stadt an. 1700. den 29. aug.

Bupa-