ZOO b u p bur
bur
Bupalus, ein berühmter bildhaner, gebürtig aus der in-sul Chio, hatte zu vor-eltern lauter bildhauer, und war einbruder Anthernn. Er lebte in der H OI^mp. um das jähr216. nach erbauung der stadt Rom. Beyde brüder bildetenden Hipponax, welcher sehr heßlich aussähe, aus schertz ab,und stellten solches bild öffentlich dar, welches den Hippona-cten bewog , eine heftige satyre wider sie zu schreiben, ja wiefast aus dem Aristophane erhellet, hat er selbige mit schlügenbezahlet, welches ihnen dermaßen nahe gieug, daß einige da-vor halten, sie hätten sich aus Verdruß erhencket, wiewolPlinius behauptet, daß sie nach diesem noch viele herrliche sta-tuen verfertiget. lid. XXXVI. c.;. üasir.»nim-
»siv. lib- I- L. 16.
Buprasium, war ein kleines abgetheiltes Königreich derlandschafft Elis, als welches aus diesen drey kleinen Königrei-chen bestand, aus dem ke^no öuprglii, kiste und Liisiis. viel.bÄi'Vs», or,A. munsii, lil). II. c. 24. §.42.
, Buquhan, oder Buchan, lat. Lucksni», eine provintzrn Schottland, grentzet gegen osten und norden an das Teut-sche meer, gegen Westen und luden an die provintzen Murrayund Mar; die vornehmsten örter darinnen sind die schlösserSlanes und Fendracht. Das land ist sehr reich an vieh-wey-den , und siehet man daselbst eine grosse menge schaafe, davondie wolle sehr ästimirt wird. Es wird in selbiger provintz keinemaus gezeuget, und wenn man sie von andern orten dahinbringet, sterben sie. Ohnweit Slanes ist eine hole, worinnendas Wasser, so heraus tropfet , in weniger zeit in stein ver-wandelt wird, dergestalt, daß einige schreiben, wenn mannicht dergleichen art steine heraus »ahme, die gantze hole da-von voll seyn würde. Wiewol diejenige, so dergleichen selt-famkeiten genauer betrachtet haben, anmercken, daß solchesdennoch in der that niemals geschehe ; weil diese steine,wo sie den boden berühren, allgemach wieder zu Wasser wer-den , und sich in die erde verstricken, wie sie erstlich aus wasser zu stein erhärtet sind. Man findet auch hier an den bächenviel gelben ambra, wovon man einsmals eine massa gesehen,welche viel grösser als ein Pferd gewesen. Die weibs-personenmachen hals-und arm-bander daraus. Oarvy-, sieLLcolle. *
Buquoy , ein schloß und flecken in Artois, z. Französischeweilen von Bapaume , an den grentzen der Picardie gelegen,hat den titul einer Grafschafft, welchen Marimilianus sie Lon-gueval, Freyherr von Vaux, der an. 1581. bey der belagerunqTournay geblieben, zuerst erlanget und auf sein geschlecht ge-bracht. Siehe Longueval. wp. LurZunsi.
not. Lroc. Imp. in msntill».
Bura , eine alte stadt in Achaja, an der feite desCorinthi-schen meer-busens, wurde durch ein erdbeben zerstöret, undwas noch übrig geblieben, heißt vorjetzo Pernitza, zwischenPatros und Basilica gelegen. Sie war sonsten durch ein Or»-eulum Herculis, dessen statue in der höle ohnweit der stadtverehret wurde, berühmt. Diejenigen, so sich bey demselbi-gen raths erholen wollten, nahmen vier würffel unter einer gros-sen anzahl heraus, wursten selbige auf einen tisch, sahen diemarquen, so auf selbigen befindlich, an, und suchten eben solchefigur in ihrer tabelle, worauf sie die deutung sahen.
«rar, in Aeduicis.
* Buraburg, Luriburgum, eine stadt, deren in den blie-sen des H. Bonifacii an den Papst Zachariam oft gedachtwird, indem er daselbst ein Bißthum angelegt. Einige hal-ten es vor Aichstätt. , k. I. »n. 8uev. XI.Andere
meynen , die stadt Erfurt habe damals diesen nahmen geführt.Ab Eckhart, toin. I. rsr. Krane. XXII. 4. XXIV. 194. be-schreibt es, daß es in Hessen unweit Fritzlar liege, wie dennder erste Bischofs Witta oder Wittanus von andern Bischoffzu Fritzlar genennt wird. , »si A. L. 742. wm. V.
x. 6i. kpise. Lura. Msrp. 1717. EckavdS
Nachricht vom Könjgl. pallaste Saltzburg in Francken, p. 20.HgSlzca»«/ > aritigg. keZni Tliur. II. 7.
Buragrav, ein fluß in dem Afticanischen Königreich Fez,entspringet aus einem berge des Atlantischen gebürges, undläuffet zwischen hohen bergen in den thälern fort, bis er issdieebene kommt, und sich endlich zwischen Cale und Rabatt indas Atlantische meer ergießet, allwo er einen Hafen macht.
Asrica Ilb. I. c. üo.
Burana, (Johannes Franciscus) ein skilosopbus in demXVI. iixeulo, von Berona gebürtig, hatte Bagolinum zumlehrmeister, der über Aristotells Logic zu Bononien last. Weiler aber im disputiren seine subtllitat zeigte, verlangten die stu-denten von ihm collegia über eben diesen theil der Philosophie,da er ihnen genug aus den Griechischen und Arabischen ans-legern vorsagte. Er legte sich auch auf das Hebräische, undpracticirte, nachdem er das lesen aufgegeben , in der Medicin,doch zeugen noch von seinen subtilitättN siristotelis Priors re-lolutoria scheÄL Lvsrrois exyosirione Lc. die auf sein begeh-ren sein lehrmeister Bagolinus nach seinem tvde übersehen, undaus licht gestehet hat.
, * Burana, (Ich. Bapt.) ein ssLrus aus Algen in Sardi-nien , aus der mitte des XVI. i^eMi, schrieb in Spanischerspräche Latalla prosiiMola entrs amor 7 stsielisiasi, Madridrs;i. Lo« obttguio« äs la Au§uüistiwa eala s lor sumor
kontistces; kspejo sie un a buena visia parasscar una feli2muerte ; Lkpejo sie l-ubernatores siel keine sie Xapoles ; Ich'inillere sie las excellentizs siel 8acramento sie la Lucbarr-üia Ac.
* Burbach, ein Nassau-Dillenburgischer flecken, schloß undamt in freyen gründe, 2. weilen von Siegen. Ob das Bem-dictincr - kloster Burbach ehemals hier gestanden, besten B»-celinus 6erm. Ler. k. II. p. 18. gedencket, daß St. Megi»-boldus Abt gewesen, kan man nicht gewiß sagen,
* Burcardus, (Franciscus) von Weimar gebürtig, allwoer gegen an. ,504. auf die weit gekommen, war ein zu horchMelanchthonis, von welchem er sehr viel gelernet hat. D«-her wurde er anfänglich krokesior der Griechischen spräche MWittenberg, und genösse von Luthers viele freundschafft, ichwurde aber nachgehends an den Chur - Sächsischen Hof gezo-gen , und zu vielen politischen gefchäfften, darunter verschie-dene Gesandtschafften waren, gebrauchet. Da Henricus Viu-König in Engelland sich mit Anna von Eleve vermähl ete, ochren schwester der Churfürst in Sachsen zur gemahlin hatte; nachste Burcardus in Engeüand gehen, und dem deylager beywoy-nen, anbey auch sich des zustands der religivn erkundigen.An. 1541. wohnte er der Versammlung zu Regenspurg, "iman. 1^4;. zu Speyer bey. An. da er eben von emchabermaligen Gesandtschafft in Engeüand zu der Königin Eli-sabeth zurückkäme, starb er den i;. jenner. Der berühmtJurist Matthäus Westnbecius war sein tochtermann, und be-schreibet dessen absterben in seinem Laxiniano.
vit. ILcor.
* Durch , (Lambertus van der) war an. 1542. zn Echeln, nicht aber, wie einige dafürhalten, zu Utrecht, geooyren. Sein vatter Adrian war init Philipps II- nach Engellanugegangen, und zu Londen gestorben. Er wurde an.
N0N1LU8, und an. r; 78. Oecsims bey St. Maria zu Iltrech 'An. 1582. muste er sich für einige zeit samt seinem bruchund andern aus der stadt begeben, weil er sich der parnodes Grafen von Leicester widersetzte. Er blieb auch imwfvest an der Catholischen religivn; daher brauchte es viel muvchihn zu bereden, daß er der linion , welche zu Utrecht an. ieingegangen worden, beytrate. Da die gebeine des BistlwllConradi, welcher die kirche St. Mariä gestiftet, von dem wbenden volck aus dem grabe genommen , und den Hunden Egeworffen wurde, sammlete er solche wiederum, schloß sie1592. in ein kästlein , und ließ ste wieder in das vorige gro.legen, mit beyfügung einer Lateinischen instription.
war er ein sehr gelehrter mann , und bey I. Lipsio in MAgeringem ansehen. Erstarb den 17. aug. an. 1617. St"schrifttn sind : Labsusiorum vueum, krincipum HisioriX »stilitiL libri II. ; sie Vim, variis succelsilms L rrilki exiru s-lsionis, Lomiris Lla^siriL; krees8 r^UunicD I/-,cin-L, ->si ^VirZinem ; Esiis D. Virginis in civil. IIIlrsieÄ. ssimiravorigo. Er hakte atlch im stnn, Kiüoriam 8tirpemgus LallekeZum zn beschreiben: welches aber nicht zum stände gekomwist. Sweertius sagt, es werde seine Historie der Grafen v .Flandern in vier bänden in manuscript zu Mecheln aufbevten. c'q/s. ssrsjeöl. erusi.
* Durch, (Adrian van der) des vorgemeldten Lambebruder, war Rathschreiber zu Utrecht um das jähr rsszycmuste aber dieses amt, als er mit seinem bruder aus der > ^gienq, niederlegen. Darr hierauf eine Zeitlang stchss"^,Hertzoqthum Eleve aufgehalten, begab er sich nach Leu ^kam aber endlich nach Utrecht zurück, und starb daftlvn1606. Er war ein gelehrter mann, und guter Poet, ""heraus gegeben: I-ausies ttieron^mL Lolnmnise, varioLarminum -e siiveriis kvetis Itslis Lcc. denen er versiM .seiner getichten beygefüget; ingleichen Lpigrsmmam
Lllsriles 8. 87IVN piorum »worum ; ki» Oeculliok»;sus Lc. Er hat auch ketri Apollonii Lollarii prLsb^cerlvurienlis sie Lxcisiio Hicrosol^miwno libros IV. mit anckungen herausgegeben. Irujeök.erusi- .^4
Burchard, Connetable unter Carolo AI. hat viel Ejst-seiner tapferkeit abgelegt. Er cvmmandirte an. 806. entt 1flotte, und erhielt eine victorie wider die Saracenen.
Burchard, Graf vonMelun, Corbie und Vendome/genannt der alte, war aus einem alten ansehnlichen vund stund bey dem Könige Hugone Capeto in Franckrei^ so-wohl. Nach dessen tobe an. 997. nahm fein nachfE» yje-bertus ihn wider seine mißgünstigen in protection. U>"sen war sonderlich Eudo, Gras von Chartres, der sich v"' Her-der stadt Melun bemächtigte, die er aber bald wiederm ^;lohr, und von Burchardo in einer schlackst überwunden "welcher, da er von einer gefährlichen kranckheit gsnev^^ ye-in den geistlichen stand, in der Abtey St. Mauri ^gab, und daselbst den 26. ftbr. an. 1012. starb. ^
, in vit. up. v« , com. IV. tiiil. kr.
* Burchardi, (Franciidus) ein Lutherischervon Lewenberg aus Schienen, muste an. i;;4- bey oe>>dristischen streitigkeiten von Riesenburg in Preussen , oadigerwar, weichen, kam an. i;;c. nach DanMg,daselbst zu St. Manen Prediger, von bannen ist er « '