Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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302
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feine commißwn überschritte, und wider -es Kaysers meynungAlexandro, einer creatur Hildebrandi , wider Honorium favori-strte, wofür er nebst vielen Versprechungen die freyheit bekam,zu gewissen zeiten ein ?Mum zu tragen, und andern Bi-schöffen bisher nicht verstatteten schmuckes sich zu bedienen.An. ic>6;. befand er sich mit zu Goslar, da bey begehung desPfingst-festes der rang-streit des Bischoffs von Hildesheim undAbtes zu Fulda ein blut-bad in der Arche anrichtete. An. 1067.that er einen zug wider die Wenden in der Laußnitz, und er-beutete unter andern ein pferd, so dieselben als ihren gott an-gebatet, auf welchem er im triumph zu Halberstadt soll einge-ritten seyn. Doch viel grössere proben seines kriegerischen gej-stes hat er in den Händeln mit dem Kayser Henrieo IV. gezei-get, indem er nicht allein der erste gewesen, der die andern,sonderlich Sächsische Bischöffe, wider denselben an. 107;. aufge-wiegelt , sondern auch die würckliche feindseligkeit durch erobe-rung und zerstörung des vhnweit Halberstadt gelegenen schlaffesHeimbnrg angefangen, und im folgenden jähr, ohnerachtet desgemachten Vergleichs, grosse graufamkeit bey dein andern schlos-st Hartzburg verüben lassen. An. 107;. den 9. jul. büßte ernebst seinem vetter, Bischofs Wezeln zu Magdeburg, in einerschlackst in Thüringen an der Unstrut sehr ein, worauf ihrland verwüstet, und sie nach freywilligcr ergebung, des Kaysersgefangene wurden. An Burchardi statt wurde unterdessen einanderer, nahmens Hemezo, gebohrner Graf von Sangerhau-sen, zu Verwaltung des Bißthums bestellet. Er sollte daraufmit des Kaysers schwester, der Königin in Ungarn, dahin wiein ein exilium gehen; fand aber auf der reise gelegenheit zuentfliehen, und kam an. 1076. wieder zu Halberstadt an, wo erdem Kayser aus das neue viel zu schaffen machte, und dessenqegner Rudolpho anhieng. Ob er auch schon an. 1078. in derWacht bey Melrichstadt in Francken wieder zu kurtz kam, rü-stete er sich doch abermals, und ließ sich durch das unglückli-che ende Rudolphi nicht abschrecken, des neuen After-KaysersHermanni von Lützelburg partey anzunehmen. Mitten unterden troublen vollzog er die stiftung des klosters Huyseburg an.,084. In den folgenden jähren fuhr er mit seiner Widerspen-stigkeit gegen den Kayser fort , und obschon der sogenannteKnoblauchs - König Hermannus zum creutze kroch , suchte erdoch den Braunschweigischen Marggrafen Eckdrecht zu anneh-mung der Kayserlichen würde zu bereden. Dieser nahm denvortraq an, besann sich aber bald eines bessern, gieng Burchar-do sechsten mit einer armee auf den hals, und nöthigte ihn, daßer versprach, einen vergleich mit dem Kayser einzugehen, wes-wegen auch an. logg. ein Convent zu Goslar angestellet wur-de , auf welchem aber Burchardus und seine keuche sich aufsneue so übel gegen die Kayserliche partey aufführten, daß eintumult entstund , worinnen der Bischofs todtlich verwundet,und heimlich in sein kirchlich reparirtes kloster Ilsebnrg ge-bracht wurde, aüwo er auch nach wenig tagen gestorben, undbegraben worden, nachdem er 1;. feldzüge wider Henricum IV.gethan, und dadurch von der Hildebrandischen partey das lobeiner besondern Heiligkeit und beständiger gedult erhalten , umwelcher willen auch kein thier sich seinem grabe nähern dörfen,welches nicht alsobald sterben müssen. Im übrigen hat er auchdas Lollegwin Lsnonioorum zu St. Pauli gestiftet, und die ar-men-häuser St. Luden und Alerii verordnet. Lx komibusin gntiguit-itibus slslberÜLäsnlikus.

Burchardus, erster Bischofs zu Meisten, war anfangs einMönch in dem kloster St. Emmeran zu Regenspurg, von darschickte ihn der Ertz-Bischoff von Mayntz nach Sachsen, hieraufward er Kayserlicher Capellan, und an. 968. von Ottone lVk.zum ersten Bischofs zu Meisten ernennet. Er schrieb sich, dieersten jähre seines amtes über, nur einen Pfarrer zu Meisten, obihm gleich die Päpstliche bulle den Bischöffüchen titul ertheilet,und stürtzte an. 972. den 1. jul. mit einem Pferde , worüberer seinen geist aufgeben muste. Meifnische land-chron.

vilL Lennonis.

Burchardus, Bischofs von Worms, gebürtig aus Hessen,wiewol ihn einige aus dem Niederländischen stadtgen Basseeherführen. Er that unter den Benedictinern in der Abtey Lobeprofeßion , wurde nachgehends Abt zu Gemblours, endlich aberzu St. Jacob in Lüttich, und succedirte an. 1012. seinem bru-der Franconi in dem Stift Worms. Er war Informator beyConrado 8ickica, einem söhn Hertzogs Hermanni von Francken,der ihm auch zu diesem Bißthum verholffen. Er wohnte an1022. dem Loncilio zu Sellgenstadt bey. Etliche jähre vorseinem tode banete er sich 2. Meilen von der stadt Worms einezelle und bät-haus in einem Walde, woselbst er in der einsam-keit gelebet, und auf anstiften Brumchonis, Probstes zu Worms,mit hülffe seines lehrmeisters Albertt, Abts von Gemblours,das grosse Volumen veoretorum angefangen , welches er ausder H. Schrift, den L-monibus Ocmoiliorum, Vecrsti8 und^pilkolis Vontikeum, VcLnitentiaIiI>U8 ckw. zusammen getragen,auch vieles aus dem Neginone genommen. Weil in selbigemwerck viel fentenci-e enthalten , so die Gelehrten folgender zel-ten fleißig gebrauchet , und diesen -wrkorem auch Brocardum zunennen pflegen , sind daher die gemeinen sententzien Lrocarckicagenennet worden. Er starb endlich den 20. aug. 1024. oderwie andere wollen, den 14. vct. an. 1026. cbron. nä

nn. 1008. ch cle virib illullr. c. 141. öe

-re«, cke loriptor. eoeles Dovrsr, Inlloirs clu üroit Lanoni-gue. lsallis. , hilf. litt. x. 41;.

von

Burchardus II. Hertzog in Schwaben, ein gebohrner GrakHelfenstein, der, wie andere wollen , ein söhn Dietbergaund Burchardi I. Hertzogs in Schwaben , und also aus derfamilie der Grafen in Buchorn war. Als Hertzog Luitolfi'Kaysers Ottonis sohn, unruhe anfieng, erklärte ihn sein eignervatter des Hertzvgthums verlustig , und sprach es an. 9^'gedachtem Burchardo II. zu. Weil sich aber Luitolff bald nmdem Kayser aussöhnete, so kam Burchardus nicht eher, an»an. 9? ?. nach Luitolfi tode zum besitz des landes , wiewol un-terschiedene schreiben , er sey noch vor Luitolfi tode an. 9^'den 10. aug. in der schlacht wider die Ungarn geblieben.Andere hingegen bKaupten , er habe sich anfangs mit Luitgar-di, einer schwester deS H. Ulrici, und hernach in,seinem altermit Hedwig, Hertzogs Henrici Ilixoü in Bayern tochter, ver-mählet , und sey an. 97;. gestorben. , n»

LLÜbus ü'Ionllü. 8. 6alI1 in fcriptor. rer. cklemsnn-

c. io. tom. I. p. 4;. cbron. Helv. IV. z8-

k. II. gnnal. 8uev. IV. 9. p. 126. V, IM. kslat. V- ?'161. VIII. p. 214. segg. excer^tri Xecro»

kuläenl. apucl tom. III. rer. örrmlmc. x. 764.

* Burchardus II. Ertz-Bischoff zu Magdeburg', gebohrnerGraf von Blanckenburg ; er trat frühzeitig in deü geistliche"stand, und wurde Lsnonicu8 zu Magdeburg, und an.

zum Ertz - Bischoff daselbst erwehlet. Papst BonifacipsVIII. schickte ihm auch das kallium. Mit der bürgerschasft wMagdeburg lebte er in guter einigkeit , also daß sie ihn auchgegen seine ungetreuen -jener, die ihn des nachts in der Archeangerissen wollten, vertheidigten. Daher er ihnen auch erlaubte , das schloß Randow zu zerstören. c>«rr,,-.

XIII. iv. x. 102. Die armen Ordens - Brüder zog er mitseine tafel. An den fest - lägen last er selbst in klöftern un«Archen die messe, und verrichtete allezeit die einweyhung ^zum gottesdienst gehörigen fachen persönlich. Er starb a«.

i zo4. cbronicon UoZclökurgense in r0 '.

Kenn. tom. II. p. z;4- Lucä Grafen-saal, x. 161. Vor-««feries ?ont. ecel. älagckeh. sxuck tom. III. lcr>k"

rer. 6erm. p. ;8y-

* Burchardus, Hertzog in Thüringen. Als an. 909. die

gärn in Thüringen einfielen , ersuchte er die andern RciciAFürsten um hülffe, welche ihm auch geschickt wurde, davAer die Ungarn bey Eistnach angriff, und dieselben schlug,selbst in der schlacht blieb, woraus Thüringen, weil er oh«:erben starb, an das Reich fiel. cbron. Umring, spu"

fcript. rer. 6erm. tom. III. p. 1249. HiNgA,schreiben andere, er sey ein söhn Graf Walachonis und E"gina gewesen, an. 892. Hertzog in Thüringen , und an. Werschlagen worden. Von seiner gemahlin Gisila, einer tEGraf Megingaudi , eines enckels Odonis Königs in Foo'",reich , habe er einen söhn gleiches nahmens, und Dedonew'einen vatter Theodorici I. des stamm-vatters der Grafen «Meisten, hinterlassen, , tom. II. rer.

XXXII. ;. 4;. r;r.

* Burchardus, ein Freyherr von Hasenburg, ward an-

1072. Bischofs zu Basel, und bekam nebst Bischoff Wern^zu Straßburg an. 1074. vom Papste cvmmißion , dieden Grafen von Egisheim zu vergleichen. , row- V

äe I'biii. ä'VIüce XV. r>. 170. In der tinrnhe wegen ^streits , zwischen dem Kayser Henrico IV. und Papste ^,5gorio VII. stund er dem Kayser treulich bey. Weil aber 0selben feinde allzustarck waren , muste er versprechen /Bischoff und andere Ministres von seinem Hofe zu sttM^welche von dem Papst sowol als der Kayser waren "'vss,bann gethan, und gezwungen worden , zu Rom die aon"tion zu holen. Doch rüste der Kayser denselben wieder'sich, als er erfuhr , daß die Italiänischen Geistliche einespiration angefangen hätten , damit er ihm beystehen y,An. 108;. hielten die Teutschen Ertz - und Bischösse in A-'«linburg ein eonoilium, darauf er samt allen dembeystehenden Bischössen ercommunicirt wurde. Er wohnete /auf einer Versammlung bey, welche der Kayser zu Mayntz 7 ensauf welcher obige hinwiederum verurtheilt wurden,

stiftete er zu Bafel das Benedictiner-kloster St. Man an,obwol das instrument erst an. noz. datirt ist. Endlicher im banne an. 1106. obwol diß eben nicht für gar ^tit,kan gesagt werden, Massen Urstisen bezeuget, daß er das c»^,.liche jähr nicht gefunden habe. , I. c. XVI. k-

Urstisens Baßler-chromck, lib. II. c. 1;. 14.

* Burchardus II. Abt zu St. Gallen, worzu er na») v,hlhardi absterben erwehlt wurde, stund dem kloster stv^yscrvor, und suchte desselben güther zu vermehren. AISHenricus II. in Italien zog, um die Saracenen au»^untersten Italien zu vertreiben , begleitete ihn auch

dus dahin. Auf der zurückreise aber kam die pest pckarmee, von der gedachter Abt auch hingerissen , unoArche des schlosses Franckenmünster begraben worden.

, cke casibu8 NonM. 8. 6olli apuaF-E, script. rer. LIem. ' ,. '

* Burchardus , (Georg Henr.) kKilosopluKund anfänglich Uiscnrms an der Haupt-kirche zu Ow'nachmals aber krXpoüws zu Segederg im XVIl, > Ils-dert , hat sich in den dainaligen streitigkeite» nm vton. Bourignon bekannt gemacht, und an. 1674.-