Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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zeln deductionen nicht zu gedencken, hat er an. 17-7. einTeutsches Lorpu8 Zuri8 kublicl L krivati IN zwey theilen in4. edirt. Die übrige schriften sind von dem unmittel-baren Reichs - Adel , alle auch in 4. I. Tbeümrub Mi8Lquekris kublici 6-: krivati in zwey theilen , 1718. Indessen erstem theil zuforderst der von ihm schon an. 1700.und wiederum an. 1709. vermehrter edirt gewesene 8 tacusLguekris Okelsris <L Imp. st. 6. ist. II. Loäex viplomati-cus Lhueüris cum conninuations , in zweyen banden , an.1721. davon die zwey erstere theile auch schon an. 1707.edirt worden. III. Libliockieca st-znsüri8 in zweyen theilen,an. 1720. hierzu ist gekommen IV. VrueauM I.ibsr UNU8 äsXobilitaee Imperü , recuü,8 an. 1722. V. Grafen-undRitter - saal, 171;. VI. Auszug und erläuterung des Grafen-,md Ritter-saals; samt anhang; und weiterm anhang , underläuterung an. 1721. VII. Beleuchtung des berichts vomAdel in Teutschland rc. an. 1722. VIII. Murmle Lguestrs,cum continusiione , an. 1720. und 1721. Unter diesenschriften hat er sich fürnemlich durch seinen Grafen - undRitter-saal starcken Widerspruch erwecket; inmassen auchunparteyische dafür gehalten , daß er die unmittelbare Reichs-Ritterschafft gegen den Grafen - und Herren - stand allzusehrerhoben habe. Was aber überhaupt gegen seine schriftenvon dem von seiner frühen jugend an durch seine viele schrif-ten sich bekannt gemachten Moser censirt worden, darinnen,wie gegen mehr andere rechtschaffene manner, hat dieser all-zu unbescheiden gehandelt, so er nunmehr», nachdem er ei-nes sanftern geistcs geworden » wol nicht mehr thun wur-de. Doch würde nicht übel gethan seyn , wann die m aü-weaen «änliche Burgermeisterische schuften in bessere Ord-nung und deutlichkeit gebracht, und noch ferner suppliretund illustriret, mithin noch nützlicher und brauchbarer ge-macht würden, wie vor einigen jähren an sämtliche löbli-che Reichs - Ritterschafften der Vorschlag gethan worden ;gestalten dem auclori die überhäuften geschaffte die darzugehörige zeit nicht gelassen haben. Beym beschluß seines le-bend an. 1722. hat er noch ein alle eitele arbeiten übertreffen-des buch auf seine kosten in 8. in den druck gegeben. Dertitul ist : Vkeosopkm Veuwuica , der Seelen Adel - Spie-gel, bestehend in geistreichen tractatlein - dreyer zu zeltenKaysers Caroli IV. und dero nachqefolgten Kayser und Kö-nige , mithin lang vor Kaysers Marimiliani I. und KayserCaroli V. zeiten in Teutschland gelebten GOtt - erleuchtetenmänner, als 1.) Ioh. Rusbrochii, 2.) Ioh. Tauten, und ;.)Ioh. Theophili; worinnen von des Seelen - Adels Ursprung,unumgänglicher Nothwendigkeit, erlang - und erhallung, ver-mittelst derselben Vereinigung mit GOtt, nach der weit, al-ler creaturen und seiner selbst gäntzlichen verlaugnung rc.schristmäßig gehandelt wird; cur-mw v. L. .1- 8. zu christli-cher Prüfung , und göttlicher bekehrung der nicht nach GOt-tes einzig - ewigem sondern nach selbsteigenem willen, leben-den Mund-Christen. Wodurch der redliche mann, wie auchin einigen vorreden seiner andern schriften, seine liebe undNeigung zum rechtschaffenen und unparteyische» wahren Chri-stenthum zu erkennen gegeben.

* Surgermeifter von De^Zistm (Wolfgang Paul) ge-bohren zu Tübingen an. 1697. Stadt-und Raths-Consulent beyder freyen Reichs- stadt Worms, von deren handeln mitdem Hoch - Stift Worms er an. 1719? in folio eine colle-ctiv« zu ediren angefangen, unter dem titul : st-bem Imps-ri-ilir >)Vormatia vrella Iulpiian8 : llÄorum XvorinatiensiumnovWmorum Volumen; cum continustione , s. volumi-ns altem. Er gedencket das werck nach anzeige der vorredefortzusetzen. Zuvor hat er zu Eßlingen an. 17; seines müt-terlichen groß - vatters Gabrielis Schweben vilputatinnss zu-sammen in zweyen tom>8 , in 4. und an.,l7;r. in median8. einen versuch einer anleitung zu einer gründlichen gelahrt-hcit in denen in Teutschland eingeführten und hergebrachtenRechten zu gelangen , edirt, welcher in den Leiptziger ge-lehrten zeitungen 17,2. X. stXXI. pag. 6zl. feg. recensiret,von dem auÄore aber , nach dem damal edirten specimine,wegen anderer Hindernissen und geschäffte dishero nicht wer.ter continniret worden. An. 1740. hat er von ihro Königl.Majestät in Danemarck den character eines Raths er-langt.

Burgensis, (Ludovicus) vornehmster Neälcu8 beyFran-cisco I. und Henrico II. war zu Blois ums jähr 1494. geboh-ren. Er war ein söhn Johanms Burgensis, welcher Neäicu8 beydem Hertzoqe Ludovicv von Orleanä und hernach bey LudovicoXII. gewesen. Als er voÄor MeclecmN zu Paris wurde, war ernur ik. jähr alt, und im 21. jähre machte ihn der Konig Francis-cus I. zu seinem Leib-Neälco. Endlich wurde er vornehmster lVIs-äicu8 bey dem Könige, zu dessen befreyung er ein grosses beytrug,als selbiger zu Madrid gefangen war. Denn er überredeteCarolum V. mit W , daß die tust in Spanien dem Königezuwider, und seine genesung allda nicht zu hoffen wäre ;welches den Kayser veranlasste, eilfertig mit dem Könige zutractiren , damit er nicht gar die ranzion verlieren mochte.Also wurde an. 1526. der tractat mit solchen conditionen,die der Kayser sonst nicht angenommen hätte, geschlossen;oder doch, worinnen der groste fehler des Kaysers bestanden,

Franciscus vor deren würcklichen erfüllung losgelassen; wor-nach er sich beständig geweigert dieselbe ins werck zu richten.Burgensis bekam bey seiner zurückkunft von dem König einegute belohnung, und erkaufte die Herrschafften Moiitgougl-ier und Mulan. Nach dem tobe Francisci I. war er auchvornehmster Meäicu» bey Henrico II. , still. äs

Lloi8.

Burgenftetn,, Burgistein, ist ein schönes schloß aufeinem lustigen Hügel, in der gemeind Wattenweil, im Berw-schen landgericht Sefftigen gelegen, und das stamm - hau»der vor altem berühmt gewesenen Edlen von Burgistein ,von denen Petermann an. 12^8. das Prediger - kloster zu Beruhat begaben helffen. Jordan war ein starcker feind der stadtBern und ein eiferiger mit - anstiftet des Lauppcn - kriegs an.n;9. Von ihm ist merckwürdig, daß er an dem tage, dadie Berner ausgezogen, um das belagerte städtlein Laut"pen zu entsetzen, einen boten hinüber gesendet, zu verneh-men , wie die fachen stünden, und wie die schlackst ablaust.Als nun dieser böte der Herren und des Adels grosse macht(dann sie bey zoooo. mann waren) und hingegen der Ver-lier geringes Häuflein ersähe, lief er geschwind zu seinemHerrn zurück, sagende, die Berner werden gewiß geschlagen-Darauf versetzte Jordan gantz freudig: Diß ist ein guterschmied, der diesen krieg geschmiedet hat. Nachdemnun die Berner die Macht mit ungemeinem Helden - m»tygewonnen, und diese rede vernommen hatten, zogen sie gleichdes folgenden tages hinauf für das schloß ; da nun Jordanzu einem fenster hinaus in die Burghalden sahe, um z» .er-fahren, was die Berner da drunten fürnehmen wollten, druck-te einer seinen armbrust auf ihn los, und traf ihn derpfeil so hart, daß er todt znr erden fiel. Da sagten, d>eBerner hinwiederum : Das ist ein guter schmied derdiesen pfeil geschmiedet hat. Das schloß wurde hierumeingenommen und verbrannt, der thurm aber und das stmster darinn sind annoch zusehen. An. 1148- lebteConradu>wPeter Jordans söhn. Die Herrschafft Burgenstein kam end-lich an. ,;2-:. an die von Wattenweil, welche ein schöne»Haus allda gebauet, und solche besessen bis auf HieronyMMwelcher an. 1717. ohne männliche erben gestorben , und die-selbe seiner tochter söhn, Emanuel von Grafenried hinterla!-sen. IIP. VIH. p. 2;i. Rcmigshofen, cstron. LerN-

nick Mcr. Gtettlers chronick.

Burgersdicius, (Franco) ein gelehrter mann, gebohrtan. i;9°-zu Lier, einem dorfe bey Delft in Holland. Semvatter, Petrus, war zwar nicht gelehrt, jedoch der Lateini-schen spräche nicht unkundig. Seine mutier hieß Cathariua'deren mutier bruder der Kayserliche LiblimKecarM HEBlotius gewesen. In dem 1;. jähre seines alters ward ^in die schule zu Amersfort, und nachdem er daselbst, »EJohanms Geiseln anführung, innerhalb 2. jähren sich stm"'in der Lateinischen und Griechischen spräche, als in der vckmusst - und redekunst vest gesetzt, auf das zu DE

geschickt, aüwo er ein jähr unter Jacobo Lassomo und D«viele Plancio studirte. Als er nachgehends zu Leiden nur eliche monat zugebracht, fieng er an, selbst die Logic anderemlehren , auch durch cstsputaeione8 und andre dergleichen E'citia sich hervor zu thun, wobey er gleichwol die Theologie mseinem Haupt-lluäio erwehlte. Nach vier jähren gieng.Xvon Leiden nach Franckreich, allwo ihm, da er ein halb «Ezn Vanmur gewesen, durch den berühmten Herrn äu PM,Mornay, die philosophische Lrokstlston auf derselben Univelst^aufgetragen ward. Fünf jähr hernach suchte er seine erlajMEdie er mit grosser muhe und mit sonderbaren gunstbezeiguMerhielt; worauf man ihn zu Leiden erstlich zum kroksssors^.LiciL und hernach auch zum krvfellore sttsticL machte,

Gilberti Jacchäi tödtlichem Hintritt ließ er die krok'essoneLdiicss fahren,,und nahm die von der Physic zugleich nebst^^von der Logic über sich. Die Academie erwehlte ihn drey Ezu ihrem Ilsckoee, und in dem geistlichen LcmMono war2. jähr Lssellor, welche ämter insgesamt er mit grMU,rühm verwaltete. Er starb nach eines stchs-monatlichenkra"heil an. i6;6. nachdem er mit seiner frau, welche desgermeisters von Leiden, Jacobi Verboom, tochter war,kinder gezeugt. Die von ihm hinterlassene schriften sind'. E.kliilosopklN XatursÜ8 AloraÜ8; LoilsUum -

äisputationihu8 wtam Xaturalem khilowpbismund InllitucionLs LoZicD , welche letztere auf beseht der Mneral - Staaten in allen Holländischen schulen müssenwerden. orasso funebri8. in not. aa

Burggemünden, ein Heßisches amt und bürg auf Ab-hoben stiftn, an der Ohm gelegen, ist mit 2. mauren U"v^

nein in dem felsen gehauenen tiefen graben versehen. JE ästbriefen wird es Burggemünde an der straffe genennet, un»den Grafen von Ziegenheim gehört, welche in ansehen der ^dieses orts von dem Kayser Carolo IV. einen zoll daselbst an»gen, erhalten. Heßische beschreibung p. 198-

Burggraf, ist ehemals ein Kayserlicher odercher Hauptmann, dem eine stadt, schloß oder bürg sti ^