bur
ten anbefohlen war, genennet worden, und hat unter den Marg-Mfen in Verrichtung gemeiner land-und kriegs-sachen gestanden.Ausser dem aber ist ein Burggrafe Richter über einen Marggra-ren rn bürgerlichen fachen gewesen; in peinlichen aber hat ernur die klage gehöret, und alsdann selbige an das Reich ge-Wteben. Vornemlich aber wurden die Burggrafen von denAaysern gesetzet, den Stiftern und kirchen, als Verwalter der^richte, welche die Bischöffe damals nicht hatten, beyzuste-yen. Bor jetzo sind vier Burggrafen im Römischen Reiche;
zu Nürnberg, Magdeburg, Stromberg und Reineck. Son-nen werden auch diejenige Burggrafen genennet, welche vonuuer jhr^ mit-erben wegen ein Ganerben-Haus und was barzuneyorig, mit der regierung, gericht und gerechtigkeit verwalten,unv diese Burggrafen sind adelichen geschlechts. Sachfen-fpie-M, lik. m. grt. 52. Gpangenbergs Adel - spiegel, lib. X.^ Meißnische land-chronick, rir. VIII. x>. 199. <7oa-
el- c. r;. §. 16. , äs Hure kubl. lib. I. rlt.
§- 7 . 6k 14. A, in not. sä b. l.
* Burggravius, (Ich. Ern.) ein voäkoi kKiiotopluDM MeäiLinN zu Simmern, aus Neustadt an der Hart nnÄMsscher, gebürtig, florirtezu ansang des XVI. Leu!!, undusx ^ Aiohclininin, dabey sich Lues morborum KisZnetics,uv omninm venenorum illexixksrmscon befindet, Leiden8. von der Ungarischen Haupt-schwachheit, Franck-1S07. 1627.1640. in 4. äs 0ILI8 äestillsris, welcher tra-M/u 3 oh. Hartmanni prsxi Lk^mistrics mit stehet, Franck-r.6;4. in 8 . Lalneum visnse , seil msMstiosm prsscorum, Olsvsrn, Leiden 1600. äs LIsÄro kkilofopbo-
össßiso-kb^stco, ibiä. i6il. Introäuäkionem in kbilofo-dbisin vitslem; ilcbillem reäivivum , Amsterdam
in 8. Lpistolsin äs äciäulis 8v's1bsLeniibu8, die Helv.Mtericus seinen Kesponlis Meäisisp. 70. emverletbet, Franck-'6;i. uberdiß hater Corn. Doppeln ssr. äs Xsmrs Lie-^worum aus dem Niederländischen rns Teutsche übersetzet,p-/6ri. in 8. kolMlk. tom. II. lib. II.
X b'U. 7 -
Surgh-userr, siehe Buvckhausen.w,iä^' 3 ^aus, eine ansehnliche Gräfliche familie in Schlesien,- von Erbvne oder Aribone, ersten Grafen zu BurghausI°iLayern und zu Skala in Oesterreich , herstammet. Derselbe(ro2o. und soll ein söhn Badonis, Grafen zu Abenspergsevn ^m man z2. söhne und 8- töchter zuschreibt) gewesen12V' Ich dessen nachkommen soll Udalricus um das ,ahrtu, k'^runburg in Oesterreich besessen , und den Gräflichen ti-fahren lassen. Dessen enckel, Wenceslaus , hat an.wen' chrch seine gemahlin die Herrschafft Rosenschutz in Boh-tic-I'iein geschlecht gebracht, und ist ein groß-vatter Fride-cbe/a^dherrn von Burghaus zu Rosenschütz, worden, wel-zuerst in Schlesien ansäßig gemacht, und in der stadtse« ,,^derg das schloß Durchaus zu seinem sitz erbauet. Des-hm,s^"Eel Johannes, so sich an. 1470. nur Edler von Burg-Äiss.Meunet, hinterließ Johannem Theobaldum, Ritter vonsm W?us» Erb-Herrn zu Kupferberq, Boltzensiein, rc. Des-bera 0 ^icolaus, Ritter zu Burghaus, Erb-Herr zu Schild-w!,i,n''aw an. ,^2. als Fürstlich - Münsterbergischer Haupt-Crb'k.- ' dem Franckenstein, und hinterließ Sigismundum,rhen L^ch zu Stoltz, Schildberg und Seifersdorf, Kayserli-FhxgEh und Landes-Hauptmann in dem Münsterbergischeni„ Dieser zeugte Nicolaum II. Landes-Hauptmann
in ^ij'.ourstenthum Münsterberg, und Canuner - Präsidentenget, welcher an. 1617. die Freyherrliche würde erlan-
ihm 1619. verstorben. Sein söhn Nicolaus HI. folgte
Wer Ä der Lands-Hauptmannschafft, war zugleich Kayserli-«b, und Cammer-Herr, und gieng an. 1640. mit tobeWartens er mit Marien Elisabeth, Caroli Freyherr» vonFrenb-?» a tochter, unter andern gezeugt Carolum Nicolaum,dvxf" M von Bnrghaus, Herrn zu Sulau , Stoltz und Giers-hinterließ von Anna Elisabeth , Burggrästn undsie si.' dvn Dohna, Nicolaum Conradum, welchen der Kay-Graf-n a x an. 1691. in den von seinen vorfahren geführtenEr ssu^aud wieder eingesetzet, worauf er an. 1697. gestorben,der aer->»Eva Maria , Freyin von Nowagen, Vierzehen kin-dus uwx-Ä' davon Carolus Henricus, Wilhelmus Ferdinan-erwack<7«^":diaüs Sylvias Jvsephus, nebst zwey töchtern zuÄslinss. u iahren gekommen. Schles. curios.
)r "r-r. renov.
zu 'Borgs, oder Borgius, (Alexander) BischofsHvNlaw^» ^^polcro, war von Modiana, einem flecken vondaher ' gebürtig, und hatte allda ein geistlich öeuesscium,da ^it unter dem nahmen des Priors von Modia-
vus wnk, Er war in sprachen und siitsris elegsntiori-
Mch,» ^fahren, welches ihm vornehme freunde zuwegesein-A"^er sonderlich der Cardinal Paleotus war, dercommunicirte. Nachgehends wurde er zumWente vnr Cardinals-LoIlLgü erwehlet, und unter Cle-Mrauchtl-' er das Bißrhum Vorgo 8. 8epoic:ro.
bur
Z09
Es
?ngelea-«s. auch der Cardinal Aldobrandini in wichtigenstn , UMen, Einige zeit hernach muste - -- - -
er den Hof verlas-er sich"m.A?.it dem Kwß-Hertzoge'von Florentz, zu welchemSwhatt-. >. retirirte, gar zu genaue correspondentz gepflo-Wey n,^'wch als der Cardinal 6s Medices unter dem nah-uw xi. an. r6o;. den Päpstlichen stuhl bestiegen, kam
er wieder empor. Doch derselbe starb ihm zu früh, und erselbst folgte ihm an. 1609. da er 6z. jähr alt war, im tobe nach.Man hat von ihm die leichen-rede, welche er den 8. may an.160;. dem letzt-erwehnten Papste gehalten. xm.I.
a. 67.
Burgius, (Annas) siehe Bourg.
* Burgius, (Johannes) einer der berühmtestenNeäico-
rum seiner zeit, aus Calatagirone gebürtig, curirte König Al«phonsum, und auch den Papst an einer gefährlichen kranck-heit, davor ihn jener zum Ertz - Bischoff zu Tarento, dieseraber zum Ertz-Bischoff von Palermo machte, ja Alphonsusverhalfihm auch an. 1449. den 12. april zum Ertz-BißthumSiponto, welches er aber, nachdem er dahin aus Manfredo-nia, wo er Gouverneur war, mit Calixti III. bewilligungviele reliqmen , und darunter auch ein stück von des ApostelsJacobe des grossem Hand schaffen lassen, an. 1458. wieder auf-gab, indem er Bischoff zu Mazzara, und Abt zu St. Anna6e Portella wurde. Hierauf gieng er in angelegenheiten dersämtlichen Capituln m Sicilien nach Spanien, und erhieltnach diesem an. 1467. den 16. nov. obgedachtes Ertz-BißthumPalermo. Er starb den 16. »an. an. 1469. zu Calatagiron. Erhat 8ecrsts sä vsrios cursnäos morbos geschrieben, so nochim manuscript liegen. bibl. 81 c. wm. I. ;4I,
Itsl. sscr. tom. VII. x. 8z6.
Burglau, siehe wensüssel.
Buralengenfeld, eine stadt im Fürstenthum Neubnrg ander Nass, zwischen Amberg und Regensburg gelegen, allwosehr gut bier gebrauet wird. roxoZr. Lsvsr.
Burgo, Burgow, lat. Lurgum, eine kleine und schönestadt in Tyrol, an der Tridentinischen straffe nach Venedig,am fluß Breyta, ;. Meilen von Trident. Es wird auch wor-chen genennet, und hat ein feines berg-schloß, darauf der Oe-sterrelchssche Lands-Hauptmann wohnet.
* Burgo, ( Augustinus Gibbon äe ) Orä. Lremit. 8. Lu°
8UÜM1, 88 . Tkeol. Dock. und zu Erfurt Professor kubl.war von geburt ein Jrrländer, aus einem adelichen geschlecht,und war ums jähr 161z. gebohren, studirte in Spanien,und bocirte ;. jähr zu Valladolid, wurde darauf wieder inJrrland geschickt, und lehrte die Theologie zu Toxm in Con-nachia, muste aber wegen der damaligen troublen nach vierjähren sein amt niederlegen, und ob er gleich hernach demLonventui Lsllinrobeissi vorgesetzt wurde, so muste er dochendlich das Königreich Jrrland verlassen. Er kam also nachWürtzburg, wurde daselbst sslmol. krof. und an. r6;6. un-ter k. Vito Ebermann sssisol. vossor. An. 1657. kam erin das Augustiner-kloster nach Erfurt, und wurde ViosrlusLsnsrslis seines ordens psr 8sxonism L Tburingism, nach-mals aber, als gedachtes kloster (weil es nur das einige indiesen beyden provintzen war) zur Rheinischen und Schwäbi-schen provintz geschlagen wurde, krovinoislis, wovon er ge-wöhnlicher Massen nachgehends den titul eines Lxproviucis-lis behalten. Anbey war er krof. sssseol. und hielt als kro-Motor an. 1659. einen LEkum Ooökorslem, da er denn dietzuLtssouem iusugursl-m aufgeworffen und Mrmstivs beant-wortet : Iltrum consultiu8 6c fscilius Lvsugslici Imtkersniunionem 6k concoräism cum Lstkolicis inirent, gusM cumLsIvirMis ? Er soll ein arbeitsamer und fleißiger, aber auchdabey schwacher und kräncklicher mann gewesen sei)», der ge-waltig mit dem steine geplaget worden. Sein tod erfolgte an.r676.de» 2. wart. Ausser verschiedenen disputationen hat ergeschrieben, äs Imtbero-Lslviiulmo, lobilmstico guläem,seä reconciliskili, Erfurt 166;. in 4. Sind 4. disputationen,darinnen der sutkor einen Irenioum abgeben will, und dieseszum fundament setzet, daß nicht die Römisch-Catholische, son-dern die Lutherische kirche Ursache an dem 8Lkssmste sey, in-dem jene bey bereinigen alten kirche geblieben wäre, welchenPunct, als das haupt-werck bey der gantzen fache, vr. Joh.Musäus in seinem tractat äs Loclslis k. II. ässp.IV. x>. ;oy.feg. fleißig untersuchet, wie er denn auch äiffi. II. p. r- 4 - leg.wider Gibbonem disputiret. s^llsb. prreci-
puorum foriptorum, gui ssomsm reconcilisbilsm volus-runt) x. 26. Ferner hat er heraus gegeben: Meologism 8cko-Islkiosm in vivum ssiiomsm , so aus VII. tomis bestehet.Der achte, welcher äs Nstrimonio und übrigen 8scrsmsntishat handeln sollen, ist nicht heraus. Motschmanns Lrsiorä.literst. I. n. 7.
* Burgo, (Galfridus äe) ein bruder Hubert!, Grafenvon Kent, und peinlichen Lord-Ober-Rlchters in Engelland,war ssrcbiäisconn8 zu Norwich, uud wurde nach dem tobeEustachii zum Bischoffvon Eli erwehlet. Allein ehe die Publi-cation solcher wähl erfolgte , hatten indessen einige der Dom-Herren einen andern, nahmens Robertum, erwehlet. DerPapst aber caßirte sowol des einen, als des andern wähl, undfetzte Johannem , Abt äs kont.bus ein. Nach dessen absterbenwurde äs Burgo an. 122 ; von neuem erwehlet, und faß ohn-gefehr 4. jähr.worauf er den 17. may an. ,229 aus diestrWelt schied, nachdem er einige zeit vorher seinen ännniciV eingrosses stück selbes gescheucht. Polyd Vwqilius rühmet ihn
sciischafftei^wch/obneffahken^ Alogischen und profan-wis-
ienssyastren^nich^oynerfchren gewesen. s-äE. äs krLü-i.
Burgos,