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Burgos , die Haupt-stadt in Alt-Castilien, an einem Hügel,auf welchem ein altes vestes schloß liegt, unten aber fließt derfluß Arlanza vorbey, über welchen zwey steinerne brücken gehen.Einige halten sie vor des Ptolemäi Braun oder Bravum, vonandern aber wird sie Burgi, Vurgnm und Marburgum genen-net. Sie ist eine der grösten stadte in Spanien, aber übel ge.bauet, wiewol dennoch die Dom-kirche nebst unterschiedlichenklöstern und pallästen darinnen sehenswürdtg sind. Das cruci-fir, so bey den Augustinern aufbehalten wird, ist sehr berühmt.Der Bischöffliche sitz ist aus der alten stadt Auca an. 1075. oder1097. dahin verleget, von dem Papst Gregorio XIII. aber, aufbegehren Philippi II. in ein Ertz-Bißthum verwandelt worden,welches i; 0. kleine städte und dorfer unter sich begreift, davones aber der Königlichen Cammer jährlich ein gewisses antheil dereinkunfte liefern muß. Die Bischöffe haben in den ,
so sie ihrer vioeces zum besten gehalten, zum öftern nräins-liones herausgegeben, 11b.VIII.
Burgos , (Antonius äs ) ein Spanier von Salamanca,war in den Rechten wohl erfahren, und lehrte, 20. jähr zu Bo-nonien in dem Spanischen LoUeZio St. Clementis, welchesder Cardinal Albornoz fundiret hat. Leo X. berief ihn nachRom, und gab ihm das amt äella ligrmwrg cli grstiÄ , welcheser auch lange zeit verwaltete, und an. 1,25. den 10. dec. im70. jähre seines alters starb. Er hat über unterschiedene nm-los üeLrersIWm geschriebell, als über den titul äs Lmtions <LVenältione, <Lc. äs slar. IsZum interpr. Ilb. III. 0.54.
bibl. //e-rär-erc/,.
Burgos , ( Paulus äs) siehe Paulus äs Burgos.
* Burgos , (Alexander) Bischoff zu Catanea in Sicilien,war zu Metzina den 26. dec, an. 1666. von bürgerlichen elterngebühren. Er begab sich bereits an. 1682. in den orden derMinoriten, und wurde wegen seiner sonderbaren geschicklich-keit von demselben gar bald zu einem Lehrer bestellet. Nach.dem er nun erstlich die scholastische Philosophie und Theologievorgetragen, gieng er an. 1722. als Professor der Kirchen-Histo-rie nach Perugia , ward aber an. 1710. „ach Rom berussen,und lehrte allda in dem LrcKiZ^mnslio nebst dem berühmtenFontanini die Rede-kunst. An. 1712. oder >7^. bestellte ihnder Rath zu Venedig zum Professors Nstaxb^sssD auf derAcademie zu Padua, «'gleichen an. 1718. zum kroksss. Hilf.LccI. extmoräilEio. welche beyde ämker er so rühmlich ver-sähe , daß er in dem folgenden jähre eine weit ansehnlichere be.soldung bekam. Endlich erhielt er an. 172?. das Bißthumzu Catanea, welches er doch nach seiner bescheidenheit erst auföftere Vorstellungen angenommen, und gieng sodann an. 1726.nach Rom, da er denn eingeweyhet, und zugleich von demPapst zu seinem Haus-Prälaten und Aßistenten des Päpstli-chen throns ernennet wurde. Allein da er hierauf, sein Biß-thum in besitz zu nehmen, sich auf die reise gemacht, ward erunterwegs kranck, und gieng wenig tage nach seiner ankunftzu Catanea mit tobe ab. Seine schriften sind: äeXecessimtsL II fu HilloriX LcclsliLÜiLL irr rsbus ssbeoloßisis ; äs IItuL XesessitLts LlogusMi-e in rebus lscris trsdksnäis; in kuriereI.eoui8 X. Orarinnes II. Inilirurlonum UreologicLruni 8ym-r-xms . exlribeus äsUnearionem mchori8 operi8 äs lluäio sstiso-logiso redke inllitusnäo ; U. a. M. bibl. Licula.
ä'axaäo/'o/I, IM. L^runLs. kutuv. tom. I. t?r'sr»ale äe, tom. XXXVIII.
Burg-Schrvalbach, ein städtgen in dem Fürstenthum Nas-sau , zwischen Wisbaden und Dietz, zwey Meilen von Langen-Schwalbach, gelegen. Das allhier befindliche schloß hat Wil-helmus V. Graf von Nassau, erbauet. Von diesem orte hatsich ehemals ein adeljches geschlecht, Roth von Burg-Gchwal-dach genennet, welches um das jähr 1572. abgegangen. Hum-brechl, v. Rhein. Adel, mb. 271.
Burgsdorff, Borgsdorff, Burckersdorff, eine uralteadeliche familie, welche in der Marck Brandenburg, in demStifte Naumburg in Schlesien und der Ober-Laußnitz floriret,und in der letzter« provintz die gülher Althausen, Möhlen undOrgeln besitzet. Ihre vorfahren haben in unterschiedenen län-dern städte,schlösser und dörfer erbauet, denen sie ihren geschlechts-uahmen beygeleget. An. 700. lebten Sintramus und Valtra-mus, Grafen zu Bmgdorff. Alhard hat an. 9;?. zu Mägde-bürg, und Wolf an. 996. dem turnier zu Braunschweig bey.gewöhnet. Petrus hat an. 14; 6. und Ludovicus an. 1486. zuLebus die Bifchöffliche wurde besessen, welcher ehre um selbigezeit Arnoldus zu Brandenburg , Dietrich aber an. 1471. zuNaumburg genossen. Conrad auf Mittelwaldau, war an.14,8. Hertzogs Henri« X. zu Glogau Rath und desFursten-thums Landes-Hauptinann. Alexander Magnus war um dasjähr 1610. Chur-Brandenburgischer Hauptmann zu Zehden,dessen söhn Conradus an. i6zo. Chur-Brandenburgischer Ober-Cämmerer, geheimer Neumärckischer RegierungS - und Cam-mer-Rath, wie auch Oberster und Ober - Commendant dersämtlichen vestungen in der Marck Brandenburg, Gouverneurzu Custrin, Dom-Probst zu Halbersiadt und Brandenburg,wie auch Comtur zu Lagow, gewesen. An. 1660. lebte HansChrrstoph, Chur-Brandenburgisther Cammer-Herr, Regierungs-Rath , Oberster und Gouverneur zu Halberstadt. An. 1714.war Christoph Ludolph, Dom-Dechant zu Naumburg, und an.1716. florute emer als Preußsscher General-Major. An. 17,9.lebte Hans Christoph von Burgsdorff auf Kurschwitz, und
Mißwitz, des Münsterbergischen Fürstenthums Landes-Aelte-ster. Von einigen werden auch die beyde gelehrte Juristen, Die-trich und Damian von Buxdorf, zu diesem geschlecht gerechnet.Siehe Buxdorf. Lucä Schles.chron. Grossers Laußnitzis-merckw. äs k. XV. Schles. curios.
* Burgsdorff, (Ernst Frtedr. von) ein Ingenieur, wel-cher in seinem buche von unüberwindlichen vestungen, U»n1682. in 8. eine neue art zu fortificiren gezeiget. Es stecke»viele gute Maximen in selbigem , die er meistens Georg Rim-plern, wiewol mit nicht allzuglücklicher application, abgebor-get. Ausser gedachter manier hak er eine andere in dem tractat:Die bcvestigte stütze eines Fürstenthums, oder neu - erfundenedefension, wider das sonst welt-bezwingende canoniren, dom-bardiren, miniren, Nürnberg 1687. in 8. angegeben. So «»auch übrigens ein buch zu Wien mit vielen kupfern von ihm her-aus gegeben worden , worinn eine ausführliche anweisung z'ssfortistcation anzutreffen ist. Besiehe hiervon ein mehrers «>Leonh. Christoph Sturms orcliitsÄ. militsr.Ii^potli. scls«.
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Burgftall, eine edle familie in Crain, welche in dem XM-ssLulo erstlich die Freyherrliche, und hernach die Gräflich^würde an sich gebracht hat. Sie wird von Siegwaldo , der z»ausgang des XIII. s-eculi gelebet, hergeführet. Joachim, einsöhn Adami, Kayserlichen Oberstens, erhielt von dem KatzstrFriderico III. die charge eines Feld-Marschalls, und hinterstesMauritium, Kayserlichen geheimen Rath. Erasmus war r»Maximiliani I. zeiten Oberster und Commendant zu Ungvar-Carl Weickard, Kavserlicher Oberst-Lieutenant, blieb an. 1672-bey Straßburg. Johann Adam, Graf, war Oberster uUCammer-Herr Kaysers Leopoldi, dessen söhn Wentzel gleichfaU»Kayserl. Caurmer-Herr worden. Das stamm-schloß dieses g»schlechts liegt;. weilen von Laybach, und gehört nunmehro denFreyherren von Apfaltern. In Tyrol ist auch ein schloß diele»nahmens unweit Meran befindlich, davon sich eine adeliche w'milie genennet, die aber an. 1,69. mitVolckmaro, ersten Burg-grafen und Landes-Hauptmann an der Etsch , ausgestorbe»'ssemm. 6erm. k. III. Vnlvasor, ehre des HertzoM'Crain. Brand. Tyrol. ehren-kr. k. II.
* Burguillos , (Thomas) ein Spanischer Poet, war MCastilien gebürtig, und lebte unter der regierung Philipp»der auch selbst ein grosser liebhaber von der Poesie und doPoeten war. Jmmitteist konnte er es doch nicht höher t>rwgen , als daß er zu Alcala, oder wie andere meynen, zu S»lamanca einen geringen dienst bekam. Seine getichte an-brachten ihn in ansehen, wie denn sonderlich seine 6acaoAckis, oder katzen-krieg, welches eine satyre wider denPhilippi IV. und selbst wider diesen Printzen ist, von den ke»nern noch heut zu tage ästimiret wird. Er soll um die m>»des XVII. H-cuIi gestorben seyn.
Burgund, Nieder - Burgund oder das HertzogtlMf,Burgund, eine provintz tn Franckreich, welche sonst den»»'eines Königreichs, hernach eines Hertzogthums und Pairie get»^ret. Es hat gegen morgen kransste-Lomts und la Bresse / s ygen Mitternacht Champagne, gegen abend Bourbonnois u'HNivernois, und gegen mittag Beaujolois. Die hanpt-stav»"Dijon, die andern stadte sind: Antun, Chülon, MLcon, L,xerre, Beaune, CHLtillon-sur-Seine, Semur, Auronne,Jean äs Laune, Tournus, Verdun, Bellegarde, Bo»^Lancy, Arnai le Duc, Avalen, Alice, Tonnere, Sauss^eRulli, Zharoles, rc. Die flüsse darinnen sind die Seine, we Adaselbst bey dem dorfe St. Seine entspringet, die Saone, we>hier die Dehune, darein die Bnrsure, Ouche, Tille und verlss.^dene andere wasser geflossen , in sich nimmt, die Loire W all-es von Bourbonnois, und fallen aus Burgund hinein dAconse, Brebince, Arrour, rc. die Ionne, welche ausnois kommt, und die flösse Cousin oder Avalon, Sezinrin und Armenson in sich nimmt, welche zu der fruchtbar»" ^ses landes ein grosses beytragen, und wird Burgund ^eine mutter von körn und wein genennet. Von mittag AApMitternacht erstrecket es sich über 50. und von morgen AA,abend auf;o. Französischemeilen. Die einwohner sind fa-lig und ehrlich, und fehlet es ihnen weder am verstand nocy" Xj,pferkeit. Von dem Ursprung des nahmens Burgund sind A paßbeuten unterschiedener meynungen. Einige halten daMV'„pedie Ost-Gothen, als sie in Italien gegangen, in dicstln ^viel schlösser erbauet hätten, welche die Teutschennennet, woraus der nähme Burgund entstanden. Arwe-gegen wollen behaupten, daß dieser nähme von einer starkmen , welche um den Ursprung der Tille an dem US A Merbauet gewesen, und Bourg-ä'Ongne geheißen. AUG ^sediese meynungen sind alber, da man ja klar weiß / d<w pje-lander nicht eher den nahmen Burgund erhalten, uis chjenige Teutsche nation sich darinnen gesetzet, welche l^hrcknige hundert jähr zuvor den nahmen der Burgundrer g ' - p,ehatte. Hierinnen sind nun die smKorsL einstimmig 'völcker, so in Burgund ungefehr zur zeit des KapserS-Ai, Eein Königreich aufgerichtet, aus Teutschland gekommendaß sie zu ansang des V. fesull durch die predigt St. Sevc , ^fchosss zu Trier, den Christlichen glauben angenommen w Ag»nige jähr hernach aber in die Arianische ketzerey versauen-erste Königreich in Burgund währte bis an. ;;4. »» t>e»zeit von 106. jähren. Hernach richtete Boso 1» bS"