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söhne Henrico III. hinterließ, welchem Henricus IV. V. rc. fol-geren ; nach welches letztem tode, weil er ohne kinder ver-stärke , und sein Nachfolger im Römischen Reich, Lotharms,selbigen nicht verwandt war, wollte Rainaldus Graf vonChalon-lur-Savne, MLcon und Salines, dessen Ober-Herr-schafft nicht mehr, wie der vorigen, erkennen , noch sich dessenVasallen nennen lassen. Wie nun dagegen Lotharins behaup-tete , Burgund wäre dem Teutschen Reich durch seine vorfah-ren einverleibt worden, so belehnte er mit der Grafschafft Bur-gund Conraden Hertzog von Zäringen Bertholdi III. söhn, undder mit dem damals verstorbenen Wilhelms Grafen von Bur-gund , Vienne und Salines, dessen länder Rainaldus eben-falls an sich gerissen, nahe verwandt war: woraus zwischenbeyden Häusern von Zäringen und Burgund, so fern dieses vonRainaldo abstammte, ein heftiger krieg entstanden, welcherbis auf die regicrung Kayfers Friderici LsrbarostL gewährt;doch so, daß dabey die Teutsche Kayser das recht der Ober-Herrlichkeit über Burgund, wenigst durch den gewalt der inn-habern, meistens verlohren haben.
Die alten Hertzoge von Burgund:
Von den zeiten Caroli Nmplicib an hat Burgund Hertzogegehabt. Buves oder Beuvo war Graf zu den zeiten Carolidslvl, und hatte Bofonem König von Arles und Burgund, Ri-chardum, welcher succedirte, und Richildem, eine gemahlin desKayfers Caroli Lslvi. Richard, zugenannt .lustMMu«, Grafvon Antun , an. 879- hernach Hertzog von Burgund an. 888.starb ums jähr 921. und hinterließ Rudolphum zu seinem nach-folaer. Bofonem Grafen von Ober-Burgund, der an. 9;;.bey belagerung St. Quintin starb; Hugonem den schwar-ten , von dem hernach; und Hermengarden, die sich mit Gil-berto, Grafen von Autun, Chalons, Beaune, und hernachHertzoge von Burgund vermählet. Rudolphus wurde an. 92;.als König in Franckreich gecrönet, und starb an. s;6. nach-dem ihm sein söhn Ludovicus an. 9)4- im tode vorgegangen.Hugo, zugenannt der schwartze, theilte das Hertzogthummit Hugone N. Hertzoge von Francken , und starb an. 9-12.ohne erben. Ihre schwester Hermengarde zeugte mit GilbertoLeugarden, eine gemahlin Ottonis, welcher den titul einesHertzogs von Burgund annahm, und an. ^oo,. den 15. oct.ohne nachkommen starb. Da denn der Konig Rodertus vonFranckreich sich Meister von Burgund machte, und selbiges sei-nem dritten söhne Roberto, dem stamm - vatter der Hertzogevon Burgund aus der ersten Königlichen linie, gab.
Die erste Rönigliche linie der Hertzoge vonBurgund:
Dieser Robertus I. von Franckreich, Hertzog von Burgund,war, wie gedacht, der dritte söhn des Königs Roberti, undstarb an. 107?. Er hatte verschiedene kinder gezeuget, unterdenen Henricus das geschlecht fortpflantzte, an. 1066. abernoch vor dem vatter mit tode abgieng. Unter seinen kindernsind zu mercken Hugo I. welcher dem groß - vatter succedirte,und als er an. 1078. Jolantam von Revers seine gemahlinverlohren, wurde er ein Mönch zu Clugny; Eudo l. welcherhierauf succedirte; Robertus Bischoff zu Langres, hernachMönch in der Abtey zuMolesme,.woselbst er an. mz. starb;Henricus ein stamm-vatter der Könige von Portngall. Eu-do I. wurde Hertzog in Burgund nach seinem bruder Hugone,that an. i,Oi. eine reise in das heilige land, und starb inCi-licien den 2z. mertz an. noz. Sein Nachfolger war sein söhnHugo II. zugenannt der friedfertige, welcher an. 1041. starb,und viel kinder hatte, darunter merckwürdig Eudo II. der ihmsuccedirec; Robertus und Henricus Beschösse zu Autun; Gual-terius Bischoff zu Langres, rc. Eudo II. starb an. 1162. undhinterließ Hugonem III. der an. 1171. eine reise ins heiligeland that, und nachdem er an. 1191. nach Hause gekommen,das jähr darauf starb. Aus der ersten ehe mit Adelheid vonLothringen zeugte er Eudonem III. seinen Nachfolger, undAlerandrum, einen stamm-vatter der Herren von Montag»,dessen nachkommen an. ,247. mit Henrico verloschen sind;wiewol die von den abgetheilten Herren entsprossene linie derervon Sombernon und Touches noch über 200. jähr länger ge-dauert. Nachdem aber Hertzog Hugo die Adelheid von Lo-thringen verstoßen, nahm er zur andern gemahlin Beatricem,Dauphine von Viennois, welche ihm Andream, genanntGuiqes XI. Dauphin von Viennois, gebohren. Eudo III.nahm an. 1209. das creutz an wider die Albigenser, comman-dirle die vor-trouppen in der schlacht bty Bovmes vor den Kö-nig Philjppum Augustum, und starb zu Lyon den 6. jul. an.1218. Ihm succedirte stin söhn Hugo IV. der ums ,ahr 1272.starb. Mit seiner ersten gemahlin Jolanta, emer tochter Ro-berti III. Grafen von Dreux, zeugte er Eudonem , Grafen vonAurerre, Revers und Tonnerre, wegen seiner gemahlin Ma-thildis von Bonrbon, die ihm nur drey töchter zur Welt ge-bracht ; Johannem, Herrn von Charolois, welcher mit Agnetevon Bonrbon Beatricem zeugte, hie an Robertum von Franck-reich , den stamm-vatter der Hertzoge von Bourdon, vermäh-let wurde; Robertum II. welcher succedirte; und zwey töch-ker. Nachgehends heurathete Hugo Beatricem von Champa-gne , welche ihm Hugonem, Herrn von Avalon und Mon-
reale nebst etlichen töchtern gebohren. Robertus II. war TiM-lar-König von Thessalonich, und starb an. i;c>8. Mit Agnesvon Franckreich, einer tochter Ludovici 8-iiicls hatte er 9. kinder,darunter Eudo IV. ihm succedirte. Er wurde Graf von Mols,und starb an. 1,46. In welchem jähre auch, und noch vorihm, sein söhn Philippus dieses zeitliche gesegnet, einen söhngleiches nahmens Philjppum und 2. töchter hinterlassende, da-von diese mwerheurathet, jener aber ohne erben von seiner ge-mahlin, Margaretha von Flandern, an. iz6i. gestorben.
Die andere Rönigliche linie der Hertzoge vonBurgund:
Nachdem nun solcher gestalt die Hertzoge von Burgund aus-gestorben, und dieses Hertzogthum als ein erledigtes lehn derCron anheim gefallen, gab es der König Johannes II. an. i;6z.seinem dritten söhne Philipps stuäsei zur appanage; worinne»ihm seine nachkommen als Hertzoge von Burgund gefolget-Denn da er an. 1404. starb, succedirte sein söhn JohannesImrepiäus; diesem an. 1419. Philippus III. Lnnus, und die-sem an. 1467. Carolus kmägx, welcher an. 1477. in der schlachtbey Nancy blieb, und nur eine tochter Mariam hinterließ, diean den Ertz-Hertzog Maxunilianum von Oesterreich vermähletwurde. Hierauf vereinigte Ludovicus XI. das HertzogthumBurgund samt den an der Saone gelegenen städten wieder M»der Cron Franckreich; jedoch nicht ohne heftiges widerspreche»aller, die vor Maria zu sorgen hatten, sonderlich aber dernachkommenden aus dem Hallst Oesterreich, , ist,. Iv-
c. 4. Hst. Ich. II. smial. 6erm. lsts-ox. äe bello V-mäiä-lib. I. /Är/o/itr,,, lib. VII. lib. XVItt'
^ XXVIII. , Ilb. VII. c. lib. IV.
, c. 12. L lib. V. ep. 9.äe Heg. äs nntiguo ÜLkn öurgunä. L
äs Lourg. strebe äe 5. /«ist« , äs Vorig, äes LvurZ-
sntig. Lurg. ^«st^, rer. Lurg. cbron.rer. Lurg. lib. VI. D« , bist. Lourg. , KiM
äe vsupk. bist. äe krov. '
bist. äe Lrests §: äs 8svo^e. Louroiure stöpsle ä'öch
, bist. äs la Äl^ison äe kr^ne. D« äroiti
äu stoi, Le. *
Burgund, (die Grafschafft) sonst auch Ober-Hoch-U»?Rlein-Burgund, genannt, auf Französisch Is kraneste-Lowre.grentzt gegen Mitternacht an Lothringen, gegen abend an Cha^pagne und an das Hertzogthum Burgund, gegen mittag a»die landschafft Bresse und an das gebieth von Genf, gEmorgen aber an die Grafschafft Mömpelgard und an d»Schweitz. Von dieser letztem wird sie durch das gebürgeabgesondert. Ihre länge soll sich auf 6c>. und ihre breite am40. Französische messen erstrecken. Heutiges tages wird sisden obern, mittlern und niedern theil unterschieben, wel<Aman 1s8 Laillllges äll klont , äu Milieu und äu Vgl zu nenn-pflegt. In diesen drey Haupt-Baillagen oder ämtern lieg-'nachfolgende kleinere, von Vesoul, von Baume, von Gran'von Dole, von Quingey, von Omans, von Arbois,Salms, von Pontarlier , von Pvligny, von Montmorot «>'von Orgelet; ingleichen folgende Vrevöte8 oder ProbMN'von Faucogney , von Port-Iur-Saone, von Jussey,Monjustin, von Mvnboson und von Cromary; bierna^'zwey sogenannte giAnäes ßuäicstures oder grosse Gerich'A-,nemlich von Luxeul, und das von St. Claude. Die Mser landschafft vorkommende flüsse sind die Saone, lele Lougnon, 1a Louve und le Dain. Die Haupt-stadt des g^tzen landes und insonderheit des mittlern theils, ist Dole.dem obern theil ist der vornehmste vrt Gray, und in demkern.theil Salins, der andern geringern städte und örter .^^
die stadt Besanqon, nebst dem dazu gehörigen Ertz-Bss^'- lo-chen gebiethe; so haben auch die Printzen von Oranien / ^gleichen die Hertzoge von Wurtemberg-Mömpelgard, Esehnliche gegenden und Herrschafften darinnen; wie dcw>^,sonderheit den ersten von diesen beyden, als Herren vo« Vbxzereth und Arley, das recht zukäme, die drey StandeGrafschafft zusammen zu berussen. Allein, da das hau» «-„c,Ions ausgestorben, und Franckreich desselben güther mgund seither an sich gezogen , ohne sie deren erben vom-^elssNassau gedeyen zu lassen, so wird dieses rechtens nE-yälekgedacht. Im übrigen ist dieselbe wegen ihrer gebürgeund walder sehr angenehm, auch mit feld-und garten-fru^i-mit wein , mit zahmen und wilden Vieh, mitchen mit allerhand andern Nothwendigkeiten überfluMhen, wozu noch eine frische und gesunde luft kommt,die geschichte dieser Grafschafft anlangt, so istgantz alten zeiten der artickul von dem Hertzogthumnachzusehen, indem dasselbe mit der kr-meke-Lowtsntheils einerley Lcs gehabt. Gleich zu anfange des xr- ^ an-findet man, daß absonderliche Grafen darinnen zugefangen , welche hernach in folgender vrbnung am„s sgekommen, i.) Otto I. 2.) Rainaldus I. ;.) Muh-»'M,-4.) Rainaldus II. ;.) Wilhelmus II. 6.) Stephanns. 7-> zV-naldus III. 8.) OttoII. 9.)Otto III. lo.lHugo. s^cu»oder Othelinus , welcher letztere zu ansang des Xir-