bu r
^cchlt zu werden pflegten, bestellet. Unterdessen aber ließ erseinem fleisse im studiren bey seinen ruhe-stunden nicht nach,'vnvern wandte alle übrige zeit, die er von seinen geschähenM hatte, aufdasselbe. In dieser bedienung verheurathete ervch mit Eva Klotterboke, eines Rathsherrn und alten Bür-germeisters in derstadt Briele tochter, mit welcher er zehen kin-gezeugt, von welchen aber achte in ihrer jugend gestorbenmw. Bon den beyden noch lebenden söhnen ist der älteste,MMtz, in kriegsdienste gegangen, und jetzo Major; der an-a.v/ Caspar, aber hat die ansehnlichsten ehren-ämter bey derd-n und Republick Utrecht bekleidet, und ist einer mit vonDeputirten bey der Versammlung der General-Staaten.rW lahre 1696. wurde er zum krakellor der beredtsamkeit undMtie, darauf auch der Griechischen spräche und nach der zeit^r jtaats-kunst zu Utrecht ernannt; welches amt er mit einerW "on der beredtsamkeit und ticht-kunst antrat. Bey dieser^coienung reisete er im jähre 1714. nach Franckreich, und hieltU Wochen lang, so lange als die academischen ferienuureten, zu Paris auf. Währender zeit durchsuchte er die»eieyrtesten büchersäle, und lernte viele rare gedruckte und un-»cvruckte bücher kennen, bekam auch eine grosse liebe und hoch-Mung für den berühmten Montfaucon. Als er wieder nachzurück gekehret, so hat er eine grosse anzahl zuhörer'ich gezogen, und dadurch die Academie in ein grossestz'^uen gebracht. Er hatte bereits damals seine abhandlung<>, hen schatznngen des Römischen volcks, wie auch die vomss'vüer heraus gegeben. Es war auch dlirch seine versorge»„.Madrus mit den anmerckungen verschiedener Gelehrtenb/"/"nen eigenen ans licht getreten. Nach diesen ließ er diedv, 1 » von den gelehrten männern Gudius und «sarraviusd^n, und gab den Petronius viel verbesserter heraus. Nachk tobe des berühmten Jacob Perizonius wurde er an des-d" stelle nach Leiden beruffen, und er trat im jähre 171;.k-s! >ul. das amt eines Lehrers der geschichte, beredtsam-und Griechischen spräche mit einer rede von der eigentlichent "M und dem amte eines öffentlichen Lehrers an. Er wand-c '^Uen fleiß sonderlich auf die sogenannten Lmstorsa claD-und gab mit seinen und anderer gelehrten anmerckungen,cus ^.^uis Paterculus , den Quintilianus, Valerius Flac-Lwidins, die kleinern Poeten, den Suetonius, und denfen k ä st^ans. Er überließ auch eine sammlung von brie-beyg-kl Justus Lipsius dem drucke, welcher er einige notenhistovi -stt, worinnen viele dinge gefunden werden, welche dieTh-o gelehrtheit angehen. So hat er auch zu demvyxJkuro itsliX L 8-cili» und andern wercken sehr gelehrteter d^u gemacht. Sein Virgilius liegt gleichfalls bereits nn-dvsh ,, presse, woran er, da er schon fertig damit gewesen,chex"W nachgelassen zu arbeiten, sondern ihn immer zierli-heit M vollkommener zu machen gesuchet. Er hat insonder-r«ne>-v^ beyden berühmten männern, Clericus und Cappe-/ eine gelehrte streitigkeit gehabt. Auch hat er vieledex U und wohlgesetzte reden auf der Leidenschen, wie aufubst.sthen Academie gehalten, und viele verse von ver-cke Eunhalte heraus gegeben, unter welchen er zwey stü-iubei d vorgelesen hat. Das erste war bey dem drittenscbk-ik.. ^r Universität zu Leiden, und das andere ist die be-landguthes Batesteyen. Zweymal ist er lle-des uohen schule gewesen, und dreymal Geheimschreiberkannt? Ewlschen Raths. Weil man seinen fleiß genugsam er-dqz^'.w. wurde ihm noch ausser den vorigen lehr-ämtern,de ,,^u^uieg Lehrers der geschichte der vereinigten Niederlan-lehrt-n klcht-kunst aufgetragen; und nach dem tode des qe-bsich^" -strvlfahrt Seeguerds die aufsticht über den academischentken ckw« ^th anvertrauet. Er hatte einen gesunden und ftar-u»le„aä. ' welchen er durch eine gute lebens-art noch mehrgrossebls er endlich theils durch alter, theils durch diew,d „ "Mkengung seines geistes die Munterkeit des cörpers nacher von ^^rlohr und immer schwächer wurde. Zuletzt wurdesey land-, schaarbocke, einer gewöhnlichen kranckheit in die-ei„x„. ',"' angegriffen, worauf er denmertz a». 1741. inben ill ^^vn 72. jähren, 8. Monaten und 2;. tagen gestor-* kehrte Zeitungen.
Utreckt^^^""us, (Franciscus) ein söhn Francisci, war zuwitnior-s"' '671. gebohren. Er studirte unter Grävio die llu-der Mng darauf nach Leiden , und hörete Volderum inin ^ Mvhie und Mathematic, Withium und Helenium abergen, „n^İs>e. Von da gieng er nach Franecker, Grönin-dun, j, ^A^brecht. An. 1695. wurde ihm die kirche zu Cou-^riel anvertrauet. An. 169g. wurde er nach
Eben An. 1702. ward er Prediger der Holländi-
^NckhuoQ« in Engelland, das jähr darauf aber nach
«achdem p? I"' ^7°5, kam er nach Amsterdam, und
kessnr Pi. *?a.rehen,ahr gepredlget, ward er an. 1715. ?ro-Z8. jah,- ^, "s"L zu Utrecht. Er starb an. 1719. da er erstMannes hinterließ vier söhne, unter denen Jo-
Mus P„A,^h^>ds kruLllor kotanises zu Amsterdam, Fran-st^dam, N'magen, Abraham ein kaufmann zu Am-
L°rden. rus krok. Istumamor. lütter, zu Franecker
Misten ,^'bvrg hat ihm parentirt. Die hinterlassene
I irns ^nemannorum ssistas «c. aäjiciumur mutussMissen ^ krancilsl Lurmanm I-itterss; Der 8pi-
^^ieven gzx, ^ ^ ; Vrienäel^Irs n^Mooäinge cioor tvs
Ätstor rieäerieus van 8eeniios Zeägan Le. vs
b u r
Z'5
Ilnrmonie äer 4. ll. ssvLNMÜssen; IsseologuZ ; Oral. ste ker^seeur. DioeletiÄni <Lc. Irajeck. eruclit.
* Burnell, (Robertus) ein söhn Roberti, und bruder Hu-gonis, aus einem Freyherrlichen geschlecht in Engeüand, warvon grossem reichthum und ansehen, und wurde ums jähr 1274.im jan. zum-iBischojf von Bath und Welles gemacht, dabey erKönigs Eduardi l. geheimer Staats-Rath , wie auch Schatz-meister , und nachgehends Cantzler von Engelland hieß. Sei-ne eiukünften aus diesen chargen verwendete er mehrentheilsaufs bauen, war aber darneben aufs äusserste besiissen, seinebrüder und anverwandten reich zu machen. Der König be-diente sich seiner am allermeisten in den angelegenheiten we-gen Walles, und ließ ihn nach deren glücklichen erörterungauf eine Zeitlang die Cantzler-stelle zu Bristol nutzen. Einigesind der meynung, daß er um solche zeit daß schloß Acton-Bur-nel in der Gnssschafft Shrops erbauet habe. Er starb an dergrentze von «Schottland im monat oct. an. 1292. 6-^-»/-,. äskrselul. k. I. p. 426.
Burnet, (Gilbert) Vischoff zu Salisbury, war zu Eden-burg in Schottland den 18. sept. an. 164,. aus dem altenadelichen geschlecht äs Leyes gebohren. Sein vatter war eingeschickter Jurist, und nach Wiedereinsetzung Königs Caroli II.8eiMLur äs la 8estlon, oder Richter in Engelland, der damalsLord Cromont hieß, und seiner mutier bruder der Lord War-riston, gleichfalls 8ei§neur äs 1a 8 e 61 on und einer von denHäuptern der Presbyterianischen partey. Weil sein vatter derCromwellischen partey zuwider, und also damals ausser bedie-nung war, hatte er zeit genug, die Unterweisung dieses seinessohns selbst zu unternehmen, brachte ihn auch so weit, daßer im lo. jähr seines alters auf die Academie nach Aberdeengehen konnte, und im 14. daselbst ülaßiüer wurde. Der vat-ter wollte gern einen Geistlichen aus ihm machen, allein dersöhn legte sich auf die Rechtöqelehrsamkeit; doch nach verlaufeines jahrs bekam er selbst lnst zur Theologie, und erlangtebald eine grosse wissenschafft darinne, und da er im 18. jährseines alters die gewöhnliche prob-predigt abgelegt hatte, trugman ihm eine Pfarre zu Edenbnrg auf, die er aber ausschlug,und nach seines vatters tode eine reise nach Engeüand that, all-wo er mit den berühmtesten männern in bekanntschafft kam»Kurtz darauf gieng er nach Holland, lernte zu Amsterdam beyeinem Rabbinen Hebräisch, und da er mit so viel ehrlichen undredlichen keuchen von allerley religionen bekannt ward, machteer sich daraus die regel, daß man mit allen menschen, was diereligion betrift, gelinde verfahren müsse. Von dar reisete ernach Franckreich, und bey seiner zurückkunft nach Londen er-hielt er eine stelle in der Königlichen Englischen Gesellschafft,ließ sich, als er wieder nach Schottland kam, an. iss,. or-diniren, und trat seine schon vor der reise erhaltene Pfarr-stel-le zu Salton an. Damals brauchte er eine besondere art ffchim predigen zu üben, indem er allezeit, wenn er spatzieren giengoder ritt, eine rede über einen text aus der Schrift hielt, undsolche laut her sagte; wodurch er eine grosse fertigtest erlangte,über jede Materie zu dencken und seine gedancken vorzutragen,ohne viel zeit darauf zu wenden. Seinem amt wartete er mitsehr grossem fleiß ab, und da er dergleichen eifer an den 'Lchvlt-ländischen Bischöffen nicht bemerckete, erinnerte er sie ihrerschuldigtest in einer besondern msmoirs, entzog sich aller ge-fellschafft, und lebte 2. jähr als ein einsiedler, verfiel aber we-gen der schlechten speisen in ein heftiges lieber. Dieses veran-lassete ihn, seine lebens-art zu ändern und zugleich die mysti-schen bücher wegzulegen, die er in seinem asketischen lebenmit vergnügen gelesen hatte, nachgehends aber so beschaffenfand, daß sie der gesunden Vernunft zuwider, und in dem ge-müthe eine unordentliche liebe gegen sich selbst, und haß oderVerachtung gegen andere erweckten. An. 1669. erhielt er dietheologische krokessivii auf der Universität zu Glascow, welcheer fünfthalb jähr mit «»gemeinem eifer verwaltet, und dabeysowol von den Presbyterianern als Bischöfflichen viel leidenmüssen, weil er den letztem zugethan war, und doch gegen dieersten nicht nach der strenge der damaligen gesetze verfahrenwollte. An. 1672. verheurathete er sich mit einer tochter desGrafen von Caßilis, und schlug eben dasselbige jähr, wie erauch schon vorher gethan hatte, ein Bischoffthum aus , wel-ches ihm mit der anwartschafft auf das nächste Ertz-Brschosftthum, das ledig würde, angetragen ward, weil er sahe, daßder Hof den Catholischen goltesdienst wieder einfuhren wollte;wodurch er bey dem Könige in Ungnaden fiel. Er gab alsoseine Lrokessioli zu Glascow auf, weil er gewarnet wurde, daßman ihn in verhafft nehmen wollte, erhielt aber kurtz darauf diePrediger-stelle in der capelle okcsss ssolls zu Londen, ohngeach-tet der König solches zu verhindern suchte; und brachte sichdurch die genaue freundschaffc mä dem Rllter Lsttleton grosseerfahrenheit in den staats-geschaM" zuwege. Er Mischte sich
auch in controversien, und diMtirte mit v. Stillmgfleeten wi-der den Coleman und andere, welches viel aufsehen machte.Damals wurde ihm aufgetragen , die Historie der reliqions-änderung in Engelland zu beschreiben, wobey ihm der dama-lige Bischoff zu WorcestervLloyd und I). Tillotson an dieHand giengen. Nachgehends schlug er wiederum eine Pfarre von;o->. pfund sterlmg aus, weil er dieselbe durch einen Visarwnrsollte verwalten lassen , aber Nicht glaubete, daß er solches mitgutem gewissm thun konnte; ingleichen das Bißthum von Chi-chester, welches ihm der König aufs neue antrug. Als dieDd 2 LordS