Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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329
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cab Z29

-* Cabaignac, ein kleiner ort in Ober-Languedoc, zwischen^lttoust und Carcassone, wo der kleine fluß Giron entspringt/^( 7 , viÄ.

oder LL6LI.L. Also wurden in den Englischen ge-ichlchten von Caroli II. zeiten/ und zwar von an. 1670. und ei-,"^cn folgenden jähren die geheimsten Ministres dieses KönigsWannet, welchen man schuld gab, daß sie von Franckreich be-wären, dem Könige die Französische anschlüge beliebt"Achten, und sonst vieles unter den fuß gäben / das der Engli-LANfreyheit und kirchen-verfassung zuwider sey. Die vornehm-Ministres waren damals, Clifford, Aschley, Buckingham,A^'Mon und Lauderdale, und von den anfangs-buchstaben die-""ymen hatte man obbemeldte benennung gemacht. Diejeni-eiw! ? 'h"cn das Wort reden / sagen , sie hätten sich blos miti "der verbunden gehabt / das Königliche ansehen gegen die-^ republicanisch gesinnet gewesen, zu vertheidigen.AAe ^ Personen blieben nicht lange in dieser Verknüpfung»AW an. 1672. verließ Aschley die Hof-partey, und hielt estz^aach mit den Parlementen) unter dem nahmen des Grafena ".dEtsbury, den er vom König erhalten; und an. 167;.

Clifford. Ob nun gleich deren stellen durch den Lord Finchdo^,^aats-8ecremnum Conventry ersetzt wurden, so verschwandde^an. 1674. der nähme Lakai, und nannte man statt dessender Seimsten Rath des Königs sunsso, welcher im übrigendieses^" anschlüge immer fortsetzte. Siehe von einem jedentom n, inster unter ihren articknln. , Kill. ä'Lnglet.

te "ä ^b//?or»v 0/letc. 26. //r/Iorrrn?ka ^ cntrigues äs la krancs , wm. I. p. 78. 104. ioy. 118.

^ andern Englischen geschicht-schreibern. *

Keiss» ' LstWLLL, LLKLLI 81 K. Das Wort Labalaaen» oey den Jüden eigentlich eine lehre, welche mündlich fort-Wantzet wird, oder die man von andern empfänget, und diebri. v lehre zugethan sind, nennet man Cabalisten. Jnsonder-arka er verstehen sie dadurch eine verborgene lehre von denI. onen göttlichen geheimnissen , welcher zwar die Patriarchen0>avlg gewesen, Moses aber habe sie unmittelbarer weise von»oll? empfangen, und den weisesten in dem Israelitischentzet anvertrauet, welche sie auf ihre nachkommen fortgepflan-

w endlich Esdra, da er gesehen, wie leicht diese lehre beyre„ g len unglücks-fällen des Israelitischen volcks könnte verloh-Ich^eyen, stlbige aufgezeichnet. Doch wollen einige aus den ge-Jüden -'"den selbst, von Esdra solches in Zweifel ziehen. Diein > " aeom ferners vor, daß man diese lehre hernach immerRabbii -praelitischen volcke erhalten, und daß ein berühmter"wer ihnen, nahmens Akiba, welcher ;c>. jähr nach zer-Kavseär ^e stadt Jerusalem und des tempels in dem kriege desbuch, ^ ^driani umgekommen, das vornehmste davon in seinemNenne, ^ 8spker je^irsk, d. i. das buch der erschaffung ge-rin snk.'"gezeichnet. Dieses Akibä discipel war R. Schimeon,Nen ,.,gochai, der das buch, Zoar genannt, verfertiget, darin-rer^Mlls von dieser geheimen lehre gehandelt wird, ande-Jüdillif- n "g^n. Und ob gleich in den folgenden zeiten diekkiiog" l diioluplä unterschiedene lehr-sätze der Heydnischenfolget gmm angenommen, ja ihrer viele dem Aristoteli ge-gebliev-,, "'listen aber bey der erkänntnis ihrer gewohnheitendiese (g ( w haben sich dennoch jederzeit einige insonderheit aufallerdnn-r g Ablegt. Doch wird von den meisten alles auf dascken vorgetragen, und gehen die jünger» in vielen stü,

Nige altern ab. Auch haben sich unter den Christen ei-l>nd «er-j . 'ehre zu bestätigung ihrer religion bedienen wollen,ChrMWl' daß den alten Jüden von den geheimnissen derals das k .sEligion weit ein mehrers bekannt gewesen sey,sich youtlge Jüdenlhum zugestehen will; worunter sonder-ves Mcus von Mirandula bekannt ist, undJohan-

dadur-s,^"""b' welcher in seiner bris Labsüstiss vermeynet,sintemm gälte Pythagorische lehre wieder hervor zu bringen,Wen oyne zweifel Pythagoras viel von den Jüden bekom-lich d-r ss haben auch die lehren der alten ketzer, nem-heit mi, v ^"llnianer und Basilidianer, eine ziemliche gleich-z» zweit-,geheimen lehre der Jüden ; daher wohl nichtMey. 11' daß auch diese vieles von denselbigen angenom-se gebew.g den neuesten aber, welche mit grossem fleiß die-sind . doctrin wiederun, hervor zu suchen sich bemühet,von wak« H berühmt Henricus Morus und Christianus Knorrrur ili„gp .olh- Jener zwar hat unterschiedene schriften, so

ten ruti^gchmste aus den berühmtesten Cadalistischen scriben-

w,8 in . getragen, und in Lateinischer spräche in II. to

, davon der erste .gleichsam ein appa-

5?,, g wercke ist, und den titul führet : Lsbslss äe-ph^ksz g, uoeirina HekrDorum transsenäentslis L Aeta-^ ssksoIoZica, Opus nneiquilllML kkilvü-pklL°ore aber chssiminibus rekertilliinum, Lc. Der an-

aus Unters titul : Liksr 8okar rettitutus, und begreiffet^ Was di-gdenen scribenten ein spscimsn dieser lehre,dene arten ^lbst anlangt, so wird die Lskaln in unterschie-ftrnkoiw'""Setheilet, worunter die erste diejenige ist, die man^"chstaben ngg kan, nach welcher sich die Juden gewisserdurch etwas oder gantzer erzehlungen bedienen, um da-bcn anlanne^f?g^^unzuzeigen. Und zwar, was die buchsta-äiikon , fc unterschiedene arten derselben, als La-<>m<?r. //. Theil.

matria, Uotaricon UNd Ibstnura. Die Lamatria ist Wiederumentweder aritKnietiLa oder ügnrativa. Jene nennen sie, wennman die buchstaben eines Worts nach Hebräischer art als zahlenanflehet, und an dessen statt ein ander Wort setzet, welches nachden zahlen eben so viel ausmacht, rc. Zu dieser art der Laba-la, welche man 87mboIicsin nennet, kan man auch ihre tief-sinnige betrachtungen von dem göttlichen nahmen und dengrossen geheimnissen, die sie da heraus leiten, rechnen, und ge-het das gantze werck der Labalse symbolic-e insonderheit aufdie erklärung der H. Schrift, um den verborgenen verstand,der darinnen liegt, hervor zu bringen. Die Lakala realis, wel-che der symbolisD entgegen gesetzet wird, begreiffet die lehrenselbst, die sie nach ihrem vorgeben, von ihren vorfahren be-kommen , und ist entweder rkeoretisa oder xraclisa. Dietkeoretisa begreift insonderheit die lehre von den göttlichenPersonen und eigenschafften , welche sie äscem 8eptiirot oderNumerscionW nennen. Angleichen die lehre von den vierfa-chen caballstlschen Welten, von den ;2. fußstapfen der Weisheit,von den eingangen zur klugheit , von dem sogenanntenAdam Kadmon, und vieles andere. Sie pflegten auch sonst ih-re lehre in zwey Haupt-theile einzutheilen, davon sie den einenLrelckirk, den andern Msrsavali nennen, und verstehen durchjenes die lehre von natürlichen, durch dieses aber die lehre vonübernatürlichen und göttlichen dingen. Jenes wird Lrslcbitlroder Opus crestionis genennet, weil sie den gründ davon indem ersten buch Mosis setzen; dieses aber heißt Alercsvsk oderOpus currus, weil sie den gründ davon in dem gesichte desPropheten Ezechielis setzen. Die Laksla praÄisa bestehet haupt-sächlich darinnen , daß sie vermeynen, durch den gebrauch dergöttlichen nahmen, gewisser characteren, und anderer abergläu-bischen dinge die geister zu beruffen, kranckheiten zu vertreiben,feuers-brunst zu löschen, und andere wunderwercke zu verrich-ten. üb. I. äs urssuis LLtkol. veritar. c. 6. /ob.

Lrcr« in spoloZet. äs srte sabalilk. L/-

LN»o», äs inMsrio uovo. in Lab. suä. brsvi expo-

sit. in Lreuii volum. II. tbesauri libr. pbilolo^. 061-

slna bibl. in tbss. pkilolng. lib. I. s. ;. sebl i.

in not. aä k. Israelis silii Rolls äiisert. cabal./areL«, gpoi. pro rn^ster. LabalöS. Knro«.

introä. aä kbilos. Lbr-eorum.

* Eabale, ein ort in Sicilien, wo der Tyrann Dionysiusdie Carthaginenser geschlagen. OwU. üb. XV. Alsoheisset auch eine stadt in Cilicien. () Und eine an-dere in Thracia. LeU»-e»r« und 2»»arar. So thun auch die be-meldten scribenten eines schlosses dieses nahmens Meldung , sonahe bey Jconia soll gelegen seyn.

* Caballimrs, (Caspar) ein Mus von Cicoli aus Abruzzo,lebte um das ende des XVI. üecuü, und schrieb äs üvibtioni-bus, Cöln r6r;. in 8 . und Rillsloguium ^suris ; ingleichen aäEäilitium LäiÄum, so M Iraätatu Iractatuum stehet. I'oppr,bibl. Xap.

* Caballinus, (Georg) ein berühmterkrafessorsuris La-nonisi zu Padua, hatte dieses sein amt schon viele jähre mitgrossem rühme bekleidet; verfiel aber in eine so beschwerlicheHeiserkeit, die in nöthigte, seine Lroksllion niederzulegen, daer denn an der Cathedral-kirche daselbst Küster wurde, und bisan sein an. 1528. erfolgtes ende ein privat-Ieben führte. Nar-«teo«. üs slar. Latav. p. 19;.

Caballo , (Emanuel) ein berühmter Genueser, der sichdurch eine behertzte that, als die stadt Genua von den Franzoseneinsmals belagert ward, unsterblich gemacht. Denn da diestadt nach einer 16. monatlichen belagerung grossen Mangel anProviant litte , so kam ein mit lebens-mitteln und allerhandkriegs-rüstungen beladenes schiff daselbst an, welches, um derfeindlichen flotte zu entgehen, nach der citadelle zusegelte,nicht wissende, daß die Franzosen sich derselben bemächtigethatten, und also in ihre Hände verfiel. Die belagerten , alssie solches vernommen, geriethen -gleich auf die gedancken,die stadt zu übergeben, bis sie endlich Caballo wiederum auf-munterte , und nur ein einziges schiff verlängere. Wie er nunalso eine ziemliche anzahl junger dehertzter männer zu sich ge-nommen , segelte er gerade nach der citadelle zu, mitten durchdie Franzosen hindurch, ließ von allen feiten tapfer auf sichzuschiessen, hieb die schiff-seile entzwey, und brachte alss daskaum von den Franzosen eroberte proviant-schm glücklich da-von. b'o/r'er», elog. slsr. virorum.

* Caballus, oder äs Caballis, (Franciscus) ein Rsäisusvon Brescia, war Professor NsäisinL IVLÄILD zu Padua, undlehrte allda mit einem grossen zulauf. Er verstund die Griechi-sche und Hebräische spräche, nebst der Astrologie, welches letz-tere gelegenheit gab , daß ihmeunge der magre wegen in ver-dacht ziehen wollten, den er aber durch ferne unsträfliche auf-führung, und bezeigten erftr m der religion glücklich wiederumabgelehnet. Er begab sich zuletzt wieder in sein vatterland,und starb daselbst in einem hohen alter an. 1-40. Man batvon ihm einen tractat äs 8erpsnte ssberiassli , welcher dendes Cermisoni Lonblns anzutreffen; ingleichen in kbL-sambrMotel.s vsssept^lones L Rsältiitionss. bist.

Ofmn. kgrsv. tam. I. bibl. ssript. Rsäis. wm. II.

, (Bonaventura) Bifthoff zu

Laserta , war aus Amanthea in dem Neapolitanischen von

Ee; sehr