Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
330
JPEG-Download
 

zzo

cab

cab

sehr vornehmen gefchlechte, so noch heutiges tages zu Venedigfloriret, und eines der ältesten unter denen Lsrriciw ist. Gluckund die natur hatten ihm die herrlichsten gnaden mitgetheilet,und seine eltern destinirten ihn vor seinen übrigen brüdern ,-aß er das geschlecht fortpflantzen sollte. Allein er inclinirtezum geistlichen stände, davon ihn zwar seine mntter bestmög-lichst abzubringen suchte, sie busscte aber endlich an. 16,7. mdem grossen erdbeben in Calabria ihr leben ein. Hierauf tratCabaüus in den Minoriten-orden, und bekam den nahmenBonavenlura, da er sonst als Johannes Baptist« getauft ge-wesen. Nachdem er zu Neapolis, Rom und Bologna studiret,mich nachgehends selber andere gelehret, ließ er sich hin undwieder im predigen hören, und trug überall das lob einer un-gemeinen beredtsamkeit davon. Daher geschahe es, daß ihneinst nicht nur die Republick Venedig zu sich einladen ließ, undnach abgelegten herrlichen 8pscimmibu8 mit ansehnlichen ge-schencken bedachte, die sie ihm aber, weil er sie nicht anneh,wen wollte, nach Amanthea nachschickte; sondern es ließ ihnauch Kayser Leopoldus um gleicher Ursache willen durch etlichevon Adel nach Wien abhole», wo er sich dann ebenfalls in all-gemeine Hochachtung setzte, und die kostbarsten Verehrungen ansilber-geschirr, die er gegenwärtig abgeschlagen hatte, nachAmanthea nachgeschickt erhielt. So grosse Verdienste bewogenseinen orden, daß sie ihn zu ihrem General - Lnmmillsi-ia er-wehlten, und gantz Rom glaubte bereits, daß er ehestens Car-dinal werden börste, da er doch aus grosser demuth sich selberso wenig zutraute, daß er schier zu annehmung des BißthnmsCaserta, nach«,,. 1669. den dec. vorgegangener eimnuthr-ger wähl, gezwungen werden muste. Als Bischofs continuirteer noch seine vorige lebens-art in kleidung und speise, nahmaber dabey sein amt so wohl in acht, daß der nutzen seinererdauung eben so groß als feiner Unterthanen liebe vor ihnwar. Er starb endlich den io. jun. ,68y. und hinterließ, weiler reichliche allmosen mitzutheilen gewohnt gewesen, einigeschulden , welche aber die Apostolische Cammer zu bezahlenüber sich nahm. Er hat la Vita cii Xis. Llkergati geschrieben,Rom. IÜ;4> in 4. Ital. lacr. rom. VI. p. ;l6. keqq.

, cawl. bibl. k. I. p. 4t-

LLL-IKXl, war der nähme der PriesterCereris, in der insul Paros. Der Ursprung dieses Worts kommtaus dem Phö»,irischen oder Hebräischen , Lartzarin, wel-ches von dem wort 21p herkommet, und opfern bedeutet; vondiesem Larab kommt Lorban, welches eine opfer - gaadesagen will. Josephns beweiset aus Theophrasto, daß dieseswort in diesem verstand auch unter den Syrern gebrauchetworden sey.

Cabasilas, (Nicolaus) ein Griechischer Ertz-Bischofs zuThessalonich, und des Nili Cabasilä, wie auch 2. andererErtz-Bischöffe schwester-sohn, lebte um das jähr 50. nicht aberan. izoo. wie Sirius 8enenli8 meynet. Er schrieb vor dieGriechen wider v. Thomam Aquinatem, und verfertigte eineerklärung der Griechischen liturgie, welche von Gentiano Her-veto verdollmetschet, und feit dem mit in die bibliorbecam ka-trum gesetzet worden. Er hat auch noch einen andern tractatäs Vim in Lbriüo hinterlassen, welchen Jacobus Pontanus her-aus gegeben, und eine predigt contra k«merarors8. Es wer-den ihm zwar noch unterschiedene andere wercke zugeschrieben,die aber von ihm nicht herrühren. <?a«eac«2. litz. III. c.yy. I!I>. IV. L. 16. ssg. FoAevr«»,.

Lc.

(Labasole, (Philippus äs) ein Cardinal, gebürtig von Ca-vaillon, einer stadt in der Provence, war anfänglich Lanoni-cns bey der Cathedral-kirche, darauf ärckiäiaconus, fernerProbst und endlich Bischofs in derselben stadt ums jähr i z;4.Einige zeit hernach wurde er Patriarch von Jerusalem , undUrbanus V. machte ihn zum Cardinal, schickte ihn auch als Le-gaten nach Italien und Tentschland. Gregoriuö XI. vertraueteihm die administration der Päpstlichen Länder, in währenderzeit, da er seine residentz zu Avignon hatte. Er starb zu Peru-gia an. i;74. Es wollen ihm etliche den tractat äs Xugis Lu-'ri'-tlimn, wie auch einige 8ermone8 beylegen. Petrarcha wareiner von seinen sonderbaren freunden, und hat unterschiedeneevisteln an ihn geschrieben , ihm auch seinen tractat äs V-mlolitsriL dedicirer. üb. II. Spill. I. L 2 . <L üb. IV.

ep. I. Lc. 8EMa»-r/,. Ldrilt. 6-iII. 0»5,/-z>x. Lc.

* (kabaftutius, (Johannes) ein?eestzMr Omtorü, war vonAir in Provence gebürtig, und lehrte eine zeitlang zu Avignondas äu8 Lrenonicum. Hierauf vertrat er bey dem Cardinal Gri-maldi die stelle eines Beichl-vatters, und hielt sich eine geraumezeit in Rom aus. Endlich begab er sich wieder in fein vatterland,und starb in seiner gedurts-stadt an. 16^. den 2-;. sept. Er hatsich sonderlich durch seine Xorirism Lonciliornm einen nahmengemacht. Dieselbe ließ er zum ersten mal an. 1667. in 8 . drucken,an. 168^. aber weil vermehrter unter dem titul: klikoriarum ,Lonciliorum L Lanonum invicsm collatorum veterumque Lc-cleslX rituum noricis scclsli-ätica, zu LyvN IN fvl. wiedrumauffegen ; doch sind auch in der edition von an. 1670. in 8.einige Ut6ermrions8 befindlich, die man in der letzten vermehr-ten aussage nicht antrift. Hiernachst hat er Imire ä-IMurs,Aoras subLliiv^8 und LLnonici 'I^eonam L kr^xin ae-schrieden, welches letztere m Lateinischer spräche zum öfternaufgeleget worden. O« Kibl. äs« »m. eccles. tom.XVUI. x. 144 .

" Cabbe-o äs Vasconcellos , (Michael) zu Setnbal an.1525. gedohren. Er legte sich mit verwunderlichem fleiß unvglücklichem fortgang auf die Rechtsgelehrsamkeit. Er studieresowol in Pvrtngall als sonderlich in Franckreich, wohin er vonGonqalo Pinheiro seiner mutier bruber geruffen worden, wel-cher damals Bischofs zu Vizen war: Auch wurde ihm seinewissenschafft wohl belohnet, bann er nach und nach zuerst emParlements-glied, hernach üuäirar Lriminalw, und endlichPräsident in den provintzen äs Beyra, Minno und Im w«NoQts8 geworden. So war er auch einer der drey Senato-ren, welche die Stadt Lisadona gubernirten ; in welcher würdeer aber frühzeitig und zwar schon an. i;??. indem zr. jähreseines aitcrs starb. Molin hat noch briefe von ihm, die eran den Konrg Johanuem III. und au Antonio PinheiroBischofs zu Miranda rc. geschrieben, seiner getichten zu geschwei-ge»,, welche zu Rom an. 1597. in 8 . gedruckt worden.

* (Labbedo äs Vasconcellos , (Georgius) ein söhn desobigen, welcher sich nicht weniger als sein vatter berühmt ge-macht. In seiner jugend lehrte er das Livile auf der Uni-versität zu Coimbra, und da er erst 28. iahr alt war, wurdeer schon zum Senatorn erwehlet. Philippus II. und derPrintz Albrecht hielten ihn sehr hoch, daher stiege er in kur-sier zeit, nach und nach von einer würde aufdie andere. VonDezembargador äo Pa^o , wurde er Groß-Cankler des Kö-nigreichs, und endlich ein Mitglied des Staats-Raths zu Ma-drid für die Portugiesische fachen, dieses letztere aber trug vie-les bey, seine gesundheir zu schwächen. Die Spanische Inst wolltelhin nicht wohl bekommen, dahero kehrte er zurück in sein vak-terland, und starb bald daraufan. 1604. den 4. mertz, im 4?.jähre seines alters. Man hat zu Lisabona verschiedene seinerwercke gedruckt: Decilions8suprsmi I.usir2niL8en2ru8, in 2.theilen an. 1602. und 1604. so!, äs k2tron2titzu8 LccleliaruMXeZikL Loronse Iwlitsn-e, 1604. in 4.

* Labe, ein kleiner fluß in dem Spanischen Königreich Gak-

licien, ergießt sich bey Montfort äs Lemos in den fluß Velezar/und von dar in den fluß Minho. Man nennet ihn auf Latei-nisch LKkä)'b 8 , weil man vorgiebt, daß sein Wasser bequemMdie metalle hart zu machen, DiötiaN'

6 ec>xropk.

Labeqas, eine kleine stadt in Andalusien, nicht weit von de»nauslauf der Guadiana in das meer, zwischen Alcanterilla »noLedrixa gelegen. Nahe dabey fängt sich eine grosse reihe vor»aednrgen an, welche sich süd-ostwärts bis nach Malaga er-strecken. Die ruäsrs von den alten Mauren und andern ver-fallenen gebäuden geben zu erkennen, daß dieser ort vormals ei-ne sehr grosse stadt gewesen seyn müsse. Die einwohner habe"zu ihrem wahl-spruch die Worte: Xo se Ks 7 ,s naäa sn ei 6 »^sejo äel üa csbel;28, d. i. es geschiehet nichts in dem KAniglichen Rath ohne köpfe oder ohne schuh-nägel, denn sowvedieses, als jenes, bedeutet das Wort Cabecas. äelw-

äs 1 'Lsp. x. 451. r

(Labes, Capes, Cape, Cacapa, eine ansehnliche stadt a>"der küste von Bardarien, Trepano in Sicilien gegen über, "mit einem flusse versehen, welcher aus einem dahinter liegen^,see dahin geführet wird, »vie auch mit einem Hafen, odwol w.biger keinen sonderbaren nutzen hat, weil alle winde daraufsen können, welches verursachet, daß der fluß, ob er wol tu«:ist , desto »vehrter geachtet wird, indem der ad-uud zussußJ .meeres denselben füllet, und solche schiffe daraufbringet, wche er tragen kan. Von dieser stadt heiffet anjetzo der E ^minor, 6 olko äs L2P8. Gedachter see »vird der see destonis bey dem Ptolemao genennet, und soll desselben wan^heiß seyn, auch den aussatz heilen. Leo Lkricanus

Cabes sey eine veste Römische stadt gewesen.

(Labeftan, ein flecken in Franckreich, in der provintzguedoc, nahe bey Nismes, wobey Wilhelm von Cabesta"'?,l-berühmter Poet, seinen nahmen bekommen. Siehe lVMmus von Labeftan.

* (Labeus, (Nicolaus) ein Jesuit, gebohren zn Ferrara A

i; 8 ?. »var erstlich kkiloloplÜL, ssksologis: sstovaus,lVIstbeseo8 krofestor zn Parma, hernach gab er an verM"nen orten in Italien einen Prediger ab, und starb an. *den zo.jun. zu Genua, dahin er geschickt war, die ME> .tic zu lehre»,. Seine schritten sind: kküolopkia ^

LommeMLrm «L in libros IV. ÜletsoroloslL

HMotelis. bibl. leript. 8.

* Cabezaseca, eine vestung im Portugiesischen EstrenA'Ä

an der grossen fahrt im fluß Tajo. Sie hat aber nE.pecsteinen, sondern nur von holtz müssen erbauet werben,gründ nur eine sand-banck ist. ^

* Cabezudo, (Didacus Nunno) ein Dominicaner aus M §Nova in Castilien, war llrokessor IKeoIoZise in verlM> ^klöstern seines ordens, und starb den 28. fcbr. an.

Segvvia , nachdem er geschrieben einen Lommencsnu"

visput-ctiones in tertism partem 8. ItromT, rom. U- ^ökorimte ?ontiüci8 L Loncilioium; äs InäuIZsncns,xiIÜ 8 vivince OrLciw; äs Lulli8 kontikcüs, guas vocsmcisra 8 bkln lüro. infol. Kitz!. Hilp.

Cöln,6;c>. infol. bitzi. Mx.

bist. tom. II. lib.I. e. 14. w