Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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§ a b

vonMecca, so er weggenommen, und 15. andere / die er vorancker liegend ihnen verbrennet / und das elend der stadt / die eraller orten angegriffen und canoniren lassen, machten bald,daß der Zamorin die vertrüge besser halten lernte. Cabral tra-ctirteanch mit dem Printzen von Cananor, und kam an.mit einer reich-belabenen flotte wieder, in Portugall an. Er hatsich bemühet seine reis-beschreibung aufzusetzen / welche Ramu-sio mit etlichen andern zu Venedig (auf Italiänisch übersetzet/)heraus gegeben, äe

Cabrera / eine kleine insul in dem Mittelländischen meere,liegt in der insul Majoren mittagwärts zur feiten.

Cabrera / (Don Bernhards äs) ein berühmter Staats-Minister unter der regierung Petri IV. Königs von Aragonien.Weil ersähe / daß sein glück und seine Verdienste ihm bey Hofeallenthalben neid und Verfolgung zugezogen / so legte er freywil-lig alle ehren-stellen nieder/ und gieng in ein kloster. Da aber dergedachte König wahrnahm / daß von derselben zeit an alle seineangelegenheiten gleichsam den krebsgang giengen / kam er in ei-gener Person in das kloster und in die capelle / wohin sich Ca-brera retirirt halte/ und nöthigte ihn / daß er an. i;4y. aufsneue die oberste Verwaltung der regierungs - geschäffte überneh-men inuste. Doch nach verlaus einiger jähre bekamen seinefeinde (woruntersich auch die Königin/ der Cron-Printz Jo-hannes / und der König von Navarra befanden/) dergestalt dievberhand / daß durch sie der König sich verleiten ließ / ihm den26. jul. an. i;ü4. als einem verräther und bösen rathgeder zuSaragossa den köpf abschlagen / auch alle seine güther consi-sciren zu lassen. Nach einiger izeit kam seine Unschuld klärlichan den tag; da denn der König Petrus in seinem testamentnicht nur eine solenne erklarung that / daß Cabrera allezeit einvollkommen getreuer diener und rathgeber/ und dannenherodas wider ihn ergangene urtheil höchst ungerecht gewesen / son-dern auch dem enckel desselben alle guther zu restjtuiren / undmit noch vielen andern gnaden-bezeugungen denselben zu beeh-ren befahl. bitt. äs äwMn. äs la

hittoria äs Hutonio Lerer, x. 20;. 204. IM. äs

Llx. lib. XIX. s. 1;. lib. XVII. c. 7.

Cabrera/ (Bernhardusvon) welcher fast von allen Teut-schen scribenten/ aber mit unrecht, Caprara genennet wird,war ui ausganqe des XIV. und zu anfange des XV. LculiOber-Präsident des Königreichs Sicilien, zu welcher wurde eraelanate, nachdem er vorher m des Komgs Johanms I. vonAraaonien diensten gestanden, und dessen bruders söhne Martrnoan lr«6. zu dem ruhigen besitz der Siciliamschen Crone verhoss-fen hatte. Denn als damals die fachen dieses Martini indemermeldten Königreich sehr schlecht stunden, landete Cabrera mitder Araqonischen flotte, so er commandirte, und welche eigent-lich wider die Sardinier bestimmet war, zu so gelegener zeitin Sicilien an, und wußte mit nicht geringerer klugheit, alstapferkeit alles so wohl anzustellen, daß in knrtzer zeit ermeldeterMartinus von jedermann als König erkannt ward. Als eraber von demselben auf die oberwehnte art, durcssdie höchstestelle in Sicilien sich belohnt sahe, maßte er sich öfters einerqrössern autorität an, als ihm zukam, und als an. 140;.sein König nach Aragonien reisete, um daselbst seinen vatter,gleiches nahmens mit ihm, welcher nach Johanms I. abster-ben in demselben Reich succedirt hatte, zu besuchen, machtees unterdessen Cabrera so grob, baß Martinus, nachdem erdeswegen über hals und über köpf zurücke kommen müssen,ihm alsbald befahl, den pallast, und bald hernach das gan-tze Königreich zu verlassen, und bey dem Aragonischen Königein eigner Person wegen seiner auffuhrung sich zu verantwor-ten. Es sey nun, daß seine entschuldigungen oder daß diefurcht vor seinem anhange solches zuwege gebracht, so erhielter wieder seine vorige ehren - stelle. Sobald aber der Sici-lianische thron an. 1410. »erlediget worden, setzte sich Ca-brera in den köpf, denselben vor sich selbst zu erlangen, lind-war vermittelst einer Heurath mit des ofterwehnten KönigsMartini wittwe, Bianca, einer tochter Caroli III. Königsvon Navarra. Es verursachte aber sein hohes alter und vielandre umstände bey dieser Königin einen solchen Widerwillenaeaen seine Person, daß sie durchaus nichts auf diese art vonihm wissen wollte. Hierauf gieng er so weit, daß er sie indem schloß zu Svracusa mit grosser gemalt belagerte, undnachdem Sancho Ruytz äs Lihori, Admiral von Sicilien, nebstJohanne von Moncada, ihn genöthiget, solche belagerungaufzuheben, überfiel er sie von neuen zu Palermo, so daß siekümmerlich seinen Handen entgehen konnte. Ohngeachtet nun,nach verlauf einiger zeit, die SwManer den von den Arago-uiern gleichfalls angenommenen Jnfanten von Castiüen, Ferdt-nandum, vor ihren König erklärt hatten , so contmmrte den-noch Cabrera, wiewol unter dem verwände einiger prwat-ftind-seligkeitrn mit dem obgedachten Sancho und Moncada, diebelagerung des castells von Palermo, war aber endlich an.1412. unversehens überfallen und gefangen. Sancho ließ ihnauf das schloß Mota, nicht weit von Taormina bringen, unddaselbst anfangs in eine cisterne setzen, welche zuerst kein Was-ser hatte / hernach aber bey einfallenden regen dessen so viel be-kam, daß er eine gute weile nicht wenig davon ausstund.Nachgehends ließ er ihn meinem hohen thurm verwahren, undda er von bannen durch hulffe eines Wächters, der ihn aberverrieth - sieh an einem seil herunter lassen wollte, ward es so

angestellt, baß er nackend in einem netze in der luft hencken,und in solcher Positur einen gantzen tag dem volck zum spectacu!blieb. Nach einiger zeit befahl der neue König Ferdinandus,daß man ihn auf freyen fuß stellen sollte, jedoch mit dieser be-dingung, daß er ohne Verzug aus Sicilien nach Aragonien kä-me, und daselbst wegen seines Verhaltens rechenschafft gäbe.Er stellete sich auch ein, und ward, nach bezeugter demütht-gung, wieder zu gnaden angenommen. Doch sein alter undder vorhergegangene Verdruß beförderten nicht lange hernachseinen tob. IM. äs Llxsnna lib. XVIII. XIX. XX-

äs kerä. lib. II.

Cabrera, (Franciscus) ein Spanischer Augustiner-Mönch/hat die geschlechts-register einiger Häuser, als des von Ponceäs Leon, von Cordua, rc. heraus gegeben. Er starb an. 164?'bibl.

Cabrera, s Lndovicus äs) von Cordua, lebte um eben die-selbige zeit, wie der vorhergehende, war Capitain über einecompagnie infanterie, und hat eine Historie von Philippo II. WSpanien, wie auch einen tractat von der Historie verfertiget; i"welchen beyden er nicht minder seine geschicklichkeit, als ein gabgutes und scharfsinniges urtheil in staats-sachen gezeiget haubibl. *

* Cabrera Moralez, (Francisco äs) ein Spanier,dem Estremadurischen flecken Is Bruzas gebohren. Er lebte iMansang des XVII. LLuIi, und war in den sprachen sonderlicherfahren, und lehrte sie zu Salamanca. Nach der Hand begaber sich nach Rom, und ward TbeoloZus bey dem Cardinal DeMwelcher an. 1600. gestorben. Neben dem daß er Ciaconii Hi-storie der Päpste fortgesetzet, hat er noch an etlichen andernwercken gearbeitet. Xrs. bibl. Hilf,.

* Cabrera, (Petrus äs) von Cordua, ein Mönch aus demorden des H. Hieronymi im XVI. Lsulo, hat über den he«'Thomam Aquinatem geschrieben. Sein brudcr AlphonlMein Dominicaner-Mönch, war ein treflicher Prediger, Estarb an. 1598. seines alters ohngefehr 50. jähr. Ms.bibl. Hilpsn.

* Cabrera, (Alphonsus äs) ein Spanischer Predig^

Mönch, und brofellorHieoloNss zu Cordua, aus einem edn"geschlechte, war wegen seines predigens überall dergestalt delM»daß er auch von Philippo II. und III. zum Hof-Prediger erweMward. Er ist an. 1598. zu Madrid gestorben. Man hat aEeinigen bänden Predigten von ihm, auch in Spanischer spr<Eeinen tractat von gewissens - scrupeln. bibl.

Lclmr'ä, script. orä. krseä. tom. II. x. ;22.

* Cabreml, (Bartholomäus) ein Franzos, vonMoytpAlier, oder wenigstens aus dem gebiethe dieser stadt geburlWwar des Königs Henrici IV. und des Connetable von Mor"w;rency Lbirur^us, und starb noch vor der mitte des XVII. siessl'Er verstund die Anatomie sehr wohl, und schrieb davon verstoßdene wercke, als unter andern: -Hxbabeton llnatomicuiN'. ^Mawmss elenckum, der zu Genf an. 1604. in 4. gedrua 'ferner Oblervationes VLrig8, und Lollegium -lnatomiLUM, . ^

zugleich mit einiger andern geschickten -Mtomisorum werm.zu Franckfurt an. 1663. aufgeleget worden. ^ '

Icript. meäis. tom. III.

Cabrieres, ein flecken in Provence in der Grafschafft ^naißin, ist wegen der zerstörung bekannt, die er im jährerlitten, als sich wider die in selbiger gantzen gegend wohE stten Waldenser eine grosse Verfolgung erhub, und der PrE,§rOppede sie mit gewaffneter Hand bekriegte, da er denn auwCabrieres kam, und zwar anfänglich den einwohnern, wcn»^die thore gutwillig öfnen würden, sicherheit versprach, whernach insgesamt niedermachen und den ort verbrenne" v ^Siehe Vppede. lib. VI. k-.

lib. VI. bili. äu Lalvin.

Cabul, eine landschafft in Galiläa im stamm Äser,nen zwanzig städte lagen, welche der König Salomon deinrischen Könige Hiram für die erbauung des tempels und u ^pallasts gelieferte Materialien abtrat, damit aber schlechten "bey ihm verdienete. Kex. ix. ^

Cabul, eine stadt und Königreich in Ost-Indien, »ntck

gebiethe des grossen Mogols, ist das nächste gegen Pchw''Usbeck zu, und hat Cachemire gegen morgen. I» b«c!e-'nigreiche entspringen die beyden flüsse Nilab und Behal, ' xe--sich in den Jndum ergießen. Die stadt ist groß, und vss^pdestungen, sie lieget an der straffe, die von Lahor nach Sawss §jngehet. Die andern städte sind Ghidel und Passaut, wormn^^-grosser Handel ist mit diesem, seide, rhebarbar und ander» ^r-ren, die von Cathai dahin gebracht werden. Die dss

kaussen alle jähr bey 6000. pferde daselbst. §«e > he-

erste residentz des grossen Mogols gewesen. I sol^

kannte Schach Nadyr, oder Thamas Koulikan,an. 17z 9. dem Mogol entrissen. Dieses ist eigentlrwschasst, in welche Tamerlan die Aghuans versetzet yar»welcher sie hernach gantz Persien überzogen haben. ^^schrAghuans. Von der stadt Cabul bis an die grojst A 40°°-mauer gehet eine straffe durch die grosse Tartarey, wem-Chinesische, oder 4°°. Französische weilen halt. ^ ,

bU-I. ms/ 17z-. ^