Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
342
JPEG-Download
 

*

942 cae

c a e

dem schloß Grossen-Vanre belehnet. Von Gleichenstem, I.c. Rud. k- III. 1. e. p- i;o- RvV. 1. e. ft. 111. x.

;i. Dieterich von Vame war an. i;6i. bürger zu Gotha.^e«2e/. I. c. luppl. II. leck. 1. x. i8c>. Jan wird an.bey Tenzel, loco ctt. p. 185. erwehnet, muß aber kurtz dar-auf gestorben seyn / weil noch in selbigem jähr seine wittweIfald nebst ihren erben/ mit 6. marck silbers zum leibguth imdors Aphilstete von Landgraf Balthasarn und dessen Herrnbruder/ Friedrichen dem strengen/ belehnet worden. Heinrichgab an. i;8y. die verwaltung der Vogtey Windberg auf.

Leogr. ßenens. x. 259. Hermanns gemahlin wurde an. 1404.von Landgraf Balthasarn mit einem Sedilhof und 2. Hufen inHerdisleben zum leibgeding beltehen. An. 1412. ertheiltenLandgraf Friedrich / Wilhelm und Friedrich der lungere/aufanhalten Ottonis und Caspars / (welches vielleicht die obigenbeyden brüder dieses nahmens sind) denen von Seebach unddenen von Witzthum die samtlehen über Grossen- und Wenigen-Vanre, über welches letztere auch Wentzel von Vanre nochan. i4Z7. die lehrn denen von Seebach abtrat. Von Glei-chenstein, 1. c. Horns hand-bibliotheck von Sachsen unddessen incorporirt. land. k. I. §. 44. leg. x. ic>;. legg.

(säen / die Haupt-stadt in der Nieder-Normandie / an demfluß Orne, hat ein Präsidial / öaillage, Universität/ KöniglicheAcademie und veste citadelle. Lat. heisset sie Laäomum, und solldiesen nahmen von Cajo Cäsare bekommen haben/ der sich alldaaufgehalten / wie einige vorgeben / als er zu seiner reife nachEngelland anstatt gemacht. Allein es ist diefe stadt nicht so garalt/ und vor dem XV. tteculo nicht sonderlich in ansehen gewe-sen. Der fluß Orne lauft zwischen der stadt und .ihrer großenVorstadt Vallielle genannt / welche beyde durch brücke an einan-der gehängel sind. Der König Henricus II. richtete an. 14;«.darinnen ein müntz-haus auf/ in welchem auch oder in dem fol-genden 14z 1. jähre die Universität gestiftet ward / worvon derBischofs von Bayeux Cantzler ist / die Bischöffe aber von Lizieuxund Coutances haben die inspection über die Apostolischen xrivi-legis. Die Universität hat z. LoUegia, ausser dem Lollegio derJesuiten. Es giebt auch daselbst eine Academie oder gewisse ge-sellschafft von gelehrten leuthen / welche in dem XVII. tteeuloausgerichtet worden. Nebst allen diesen ist Caen eine vortreffichehandels-stadt/ weil die see nicht weiter als 2. oder;. Französischemeilen davon entfernet ist/ und grosse schiffe/ wann fluth ist / bisan die stadt aufdem fluß Orne emlauffen können/ welcher strömeinen andern Oudon genannt / bey der brücke St. Pierre ein-nimmt. Der Oudon läuft in 2. canalen um die stadt herum/und ist ihnen sehr nützlich. Übrigens war Caen mit in demeinheimischen kriege verwickelt/ und kam unter die gemalt derHugenotten/ welche an. i;6r. ihre religion daselbst einführten/doch einige zeit darauf begab sie sich wieder unter den gehorsamdes Königs / welcher vor sie eine declaration wegen der gewis-sens-steyheit heraus gab. Nachgehends verfielen die Refoemir-ten einwohner mit denen/ so auf dem schlösse waren / in strei-tigkeiten. Coligni kam jenen zu hülste / dahero sie das schloßbelagerten und eroberten. Im übrigen rühmen die einwohnerihre treue / und geben vor / daß sie um deswillen in ihrem wa-pen drey lilien führen dürfen. Lkron. äe 5. Lkre»«e äeLHa»-/. äe öo«^«evr//e. ve L^a, sntig. äs Xorinanä.L äs Lsen.D« vill. äe ftr. llum. Oull. lib.XXXIII.

XXXIV. seq. v« 81-re«. Koöe^r. Le.

-f Die Umversität daselbst ist zuerst von Henrico VI. König inEngelland errichtet, und von dem Papst Eugenio IV. durch zweyverschiedene bullen von an. i4?7- und 1419. bestätiget worden.Als aber Carolus VII. König in Franckreich,die Normandie un-ter seinen gehorsam gebracht, stiftete derselbe an. 1452. eine neueUniversität, und gab ihr neue piivilegia, wobey denn alles, waszuvor die Engellander gethan, aufgehoben wurde. Die in ebendieser stadt befindliche Academie äs« belle« Lerere« ist zwar schonum das jähr 1674. von einigen Gelehrten privatim angeordnet,an. 1705- aber in die jetzige Verfassung gesetzt, und mit dem ti-tul einer Königlichen Academie begnadiget worden. orl-gincs äe Laen; lr äe rebus aä eum xertmentibus. äe

lettre«.

Cänalis, (Robertus) siehe Cenalis.

* Caodas, war ein unter-irdischer ort oder eine gattunglkruft, nahe bey Laeedamon, worein man die zum tod verdamm-ten zu stürtzen pflegte, und weilen immer viele todten-cörper all-da lagen, so zöge drests allerhand raub-thiere hin, welche durchverborgene gänge und ritze unter der erden dahinein dringenkonnten. Eilt gewisser Aristomenes,den man da hinein geworf-fen, siele von ungefehr also, daß er nicht verletzet wurde. Als erschon 2. tage lang in diesem traurigen ort sich aufgehalten,warder in der dunckle eines fuchfes gewahr, weicher an einem aas na-gele ; und wie die noth auf allerhand gedancken bringet, soglaubte Aristomenes, daß dieses thier fern retter seyn konnte, wieer sich auch nicht betröge. Dann da er sich mit geschwindigkeitauf den fuchs gemorsten und ihn beym schweife vest gehalten,»ahm dieser die flucht, und suchte seine auswege, und wiese alsozugleich Aristomeni, den er nachschleppte, den weg aus dieserhole zu kommen» 8otz/^».ttrLkss. lib. II. c. z l. tVr».

hb. II. c. i;.

^äpolla, (Bartholomäus) von Verona gebürtig, einer dergeschicktesten Rechtsgelehrten im XV. Lculy. Die Iurispru-dentz hat er zu Bonomen von Angelo Aretino, Paulo Latteenttund andern berühmten leuthen erlernt, woselbst er auch an.

1446. auskosten des Bifchoffs zu Padua, Petri Donaki, die votor-ivürde erhalten, und hierauf in den ferien das »äiliriumeäitum mit grossem zulauf erkläret hat. Seine gelehrsamkeithat ihm den adel und die würde eines Lomtti« kslstmi, und zu«letzt eine ordentliche krokelllon zu Padua erworben; seine Laute-ten aber, die er auf spitzfindige art ersonnen, haben ihn davor umden rühm eines redlichen und gewissenhafften Mannes gebracht»Er soll zu Padua um das jähr 1477. verstorben seyn.äe leg. interpr. 11 b. II. c. IIz.

* Caerdiffe, Cardif, oder Raer-Dydh, die Haupt-stadt vonGlamorganshire in Sud-Waüis an dem flusse Tau, unweit da-von, wo er in das meer fallt. Sie hat einen woblgelegenen Ha-fen, und ist mit wällen und einem castell von Wilhelmo kuko,der diese stadt un^Grafschafft unter feine botmäßigkeit gebracht,versehen, auch ist daselbst ein Hof-Gerichte, wie auch eine waa-ren-niederlage angelegt worden. Robert, Hertzog von Norman-die, welchem als Wilhelmi Longuellon« ältesten söhne die croneauch vor Wilhelmo ttulo gebührt hatte, wurde von feinem jüng-sten bruder Henrico V. Könige in Eugelland,weil er meynte, Ro-bertus strebte ihm nach der crone, in das schloß allhier gefangengesetzt, worinnen er 26. jähr elendiglich gelebt hat. Camse»«Prikan. 619. feg. As«»/,. s^e/i»ro».

Cäre, siehe Cervetere.

Caeresbrook, siehe Caresbroke.

Caerleon, oder Raer Lheion, lat. Iscs Aurum, eine staktin der Engelländischen Grafschasst Monmouth, am flusse Uske,nicht weit von dessen einfalle in das oüium der Saverne gelegen»Sie war vormals eine von den;. Bischöfflichen sitzen,welche beyansang der Christlichen religion in Engelland angelegt worden»Nachgehends ist diese würde nach St. Davids gekommen. Sie-he Samt Davids.

Caermardhin, oder Carmarthen, (Marggrafvon) in Emgelland. Mit diesem titul ist zuerst an. ,689. den 9. apr.vondem Könige Wilhelmo III. beehrt worden Thomas Osborne,Graf von Danby, welcher nachgehends den 4. may an.auch die würde eines Hertzogs von Leeds erhalten. Sre^Ceeds. belp 1o Lnglisii bitt. p. 257.

Caermardhin, oder Carmarthen, lat. lVlariäunum, dckvornehmste ort in Caermardhinshire in Sud-Walles , liegt Elustig westwärts am flusse Tovy,welcher mitten durch diese Ge-schafft hindurch läuft, und endlich südwärts etwa 6. EnglEmeilen von hier ins meer fället. Als die Normänner Enge»^eroberten, wurde auch diese stadt mit unter ihren gehorsambracht, und muste viel ungemach ausstehen. Endlich ward vo>dem Könige in Engelland eine cantzley und cammer für g<ESud-Walles daselbst aufgerichtet.

Caermardhinshire, oder Larmarthenshire, lat. MnUneniis Lomitaru«, eine am meer gelegene provintz in Sud-WfVles, von der darinnen gelegenen Haupt-stadt Caermardhin aubenähmet. Gegen Mitternacht stößt sie an Cardiganshire, E.mittag an die Severnische see, gegen morgen an BrecknockGlamorganshire, und gegen abend an Pembrokshire. Vor Uten wohnten die Deiner» allhier, welche auch zugleich Pessv-,,und Cardiganshire besassen. Es sind nicht so viel Hügel Mser Grafschasst als in den benachbarten, und auf den wenigew Ldarinnen sind, wächset weit besser körn, und ist auch weitweyde, als aufden andern. Ausser dem flusse Tywi, welcher^ -se Grafschasst von Cardiganshire absondert, ist auch noch,der s"Tovy, welcher von Mitternacht gegen mittag in die see lauft/'auch der fluß Towa, und noch andere mehr. .

Caernarvon, oder Carnarvan, (Grafen von) in E'Mland. Mit diesem titul ist zuerst den 2. aug. an. 1628. AMworden Robert Lord Donner von Menge, und Vice-Gr«'cot. Er war ein tapferer Herr, und erwies solches vor des ^nigs Caroli I. intereffe in gar viel geleqenheiten, sonderlichden 20. sept. an. 164;. in der schlacht bey Newberry,er sein leben verlohn Hierauf succedirte ihm in den grUftL,,würden sein mit Anna Sophia, einer tochter Philipps,von Pembroke und Montgomery, erzeugter söhn Carolus-ser vermahlte sich zum ersten mal mit Elisabeth, einer tocysv.hr,thun, Lords Capel, welche ihm 2. söhne und töchter gv^pj,von denen mehr nicht, als Elisabeth, eine gemahlin MGrafen von Chesterfield, und Jsabell«, eine gemahlinfen von Montroß, völlig erwachsen. Mit seiner andern glin, Maria, einer tochter Montagues, Grafen von Lindft'/^M-er kein kind, und sie beyde stürben an. 1709. worauf oer ^rttU'che titul von Caernarvon wieder verlosch, s Nachdem u-an. 1709. erloschen, erhielte Iacobus Brydges an. Vtul eines Marquis und Grafen von Caernarvon. (Ajelftto LnZIisb bitt. x. 258- 8^-rZe 0/ II. p-

Dormer. AF

Caernarvon, lat. Lrvonia, die vornehmste stadtnarvonshire in Nords-Waües, von dem Könige Eduan-v t, mden überbliebenen stücken der alten stadt Segentium csuder gegend, da ein fluß in die Irländische see fallt/ U m mitheut zu tage Sejont genennet wird. Sie war vor stjgei/ner starcken mauer umgeben, und mit einem casiem v -, Ewar auch die geburts-stadt des ersten Printzen von Lvder Englischen linie, so nachgehends unter dem nahmen ^ yalftII. König von Engellaud wurde, welchen mcm ev ^,,1Eduard von Caernarvonshire genannt. Allhier hatten ym