Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
343
JPEG-Download
 

c a e

von WalleS ihre cantzeley undcanimer, dahin gantz Nord--Lvalles gehöret, wodurch denn die stadt in kein geringes auf-nehmen kam.

Caernarvonshire, tat. Lrvouienlis Lomitstus, eine am«leer gelegene Graffchafft in Nord-Walles, von der Haupt-stadtH-Nernarvon also benähmet. Nordwärts wird sie von Anglesey?«rch einen arm des meers abgesondert, westwärts grentzet sie anM Jrrlandische, südwärts theils an das meer, theils auch an-ncerwnetshire, und ostwärts an Denbigshire und Merionetshi-zeiten wohneten die Oräovicss in dieser gegend. DieW ist daselbst sehr scharf, und das erdreich nickt sonderlichmichchar, ausgenommen die westliche see-küste, so der beste theilMon ist. Diese Graffchafft ist von natur die allervesteste und"Gerste in gantz Walles, weil sie sehr hohe und rauhe Hügel hat.

, Cäron, ein land in Assyrien, in welchem viel rostn von Je-M)o wachsen, und woselbst nach Joseph» bericht noch einige re-Men von der arche Noä anzutrmen. Bochart aber behauptet,U» bey dem Josephs Cardon müsse gelesen werden. lib."" 2neig. c. 2. in kbsIsA. lib. I. c. z.

- Cäsalptnus , (Andreas) ein berühmter Dleäicus und kbilo-l°p>w8, war gebürtig von Arezzo, lehrte lange zeit zu Pisa, undwurde endlich der vornehmste Neäicus Clementis VIII. Er starb^ Rom den 2z. ftbr. an. iSzo. im 84. jähre seines alters. Er?'gte gar genau dem Aristoteli, daher er in vielen stücken vonAr gewöhnlichen meynung der kkiloloxkorum abgieng, dabey?°er auch allerhand gefährliche irrthümer, und unter andern sollAhauptet haben, daß die ersten menschen auf solche arl gezeugetworden, wie nach einiger kkilcckopboruin meynung, die frösche«nd ander Ungeziefer aus einer dazu geschickten Materie hervorWrackst werden. Wann man dieses mannes lxüerrm anstehet,!>t es von Spinoza irrthümmern nicht sehr unterschieden ; allein°em ohngeachtet bleibt ihm die sonderbare ehre, daß ihm die cir-^ktio Lngiiinis bekannt gewesen. Seine Worte sind gu-eki».wini keripstsricsrum lib. V. c. 4. läcirco xulmo per vcnsni^terii« llmilem ex äextro corclis ventriculo fsrviäum bsurienseumgue per snsstomostn srterice vensli reäclens,in tlnistrurn corclis ventriculum tenäit, transwicko inte-ssre krigiäo per -»sperre srterise csnsles gui juxta srterismANsIem protenäuntur, non tsmen osculis communicsntss, utk.^csvir Lslenus, lolo r-cclu temperst. lluic lsnguinis circuls-wr>i W clextro coräis ventriculo per pulmones in lmillrumws ventriculum optime relponäent es, guss ex äickeclionekdpLrent. Man hat von ihm tzuLÜionum keripsteticsrum li-Aos V. wider welche Nicolaus Taurellus geschrieben hat, unter, vi titul : illpes LLste; 8peculum-ckrtis IVIeäicre liippocrsti-Aw; cle klsntis; äs Netsilicir; slureliionss lVleäicss; I)se-inveliigstionem keripsteticsm «Lc. Vb««». lib.^XIX. 6c T'e-FH, sääit. äisr. biogr. Lg-/«-.

^äsanus, (Gabriel) war zu Pisa von vornehmen elternMohren, und nachdem er sich in der Lateinischen und Griechi-sch spräche, sowol auch in der Philosophie als Jurisprudentz»che wurde er nach rühmlicher bekleidung verschiedeneraN-amter von Elemente VII. bey der wichtigen LegationEngelland, welche 2. Cardinäle verrichten musten, ge-j>,Vckt. Paulus IV. machte ihn darauf in ansehen der Königinde>>n "ckreich, Catharinä von Medicis, bey welcher er in beson-lur- ^"^en stund, an.r;;6. den r6. dec. zum Bischoffvon Sa-Er starb mit dem rühm eines frommen und gelehrtenAchaten den 27. jul. an. r;86. nachdem er 70. jähr, 6. monatw 21. tage alt worden, itzöe//. lest. tser. tom. I. p 1229.

ist ein ehren-titul, welcher erstlich als ein zunahmenda«» ^ ^ulise von C. Julio Cäsare auf Augustum, und so-auf andere der ersten Römischen Kaysern fortgepflanzetVdev >"^eil sie von ihren vorfahren in dieser würde adoptirt„ass, °u söhnen angenommen wurden. Galba, und die ihm^gefolgt, legten sich den für sich felbsten auch ohne adoptiongch- Hernach ward er allgemach den söhnen der Kaysern ge-ren,"der denjenigen, welche sie zu ihren Nachfolgern in derwisss, 6 erwehlten. Es kömmt der heurige titul eines Ro-iAchch Königs fast damit überein. Indessen ist das Teutscheich "Most», ^ nun würcklich die allerhöchste und noch weitRömische Königreich steigende würde andeutet, ausser^vssen diesem alten zunahmen L^isr ursprünglich herge-

st>,Eäsar, (Cajns Julius) der erste Römische Kayser, war einJulii Cäsaris, welcher krs-ror gewesen, und der Aurc-gssss'Fottä tochter. Er stammte von väterlicher feite aus demuns ,^"«schen geschlechte her, welches von Aenea und der Be-ter Julia.) soll entsprossen seyn. Von seiner groß-mut-

eae

Z4Z

aber, war er em Nachkömmling des vierten Römi-Anci Mamr. Er ward den 12. des monats tzpin.ss N. .^chmzu ehren Julius genennet worden, ä. v. 654.j?hr ex^jss' 0. roo. gebohren. Als er 16. jähr alt war, ver-sv>gendj"^uvatler, L.I). 670. L.M. L e. 84. und imFehler Mrc wurde er zum Hohenpriester des Jupiters er-iveil ej.'.-Lervieimor Sylla warf einen argwohn auf ihn,aus " Argeitzsg gemüth an ihm spurte, suchte ihn dahero

Mr, zu räumen, umso mehr,weilen er,so jung er auchdie einheimische kriege gemischet, auch des^ttey W^rum weib genommen hatte, damit er m selbigerTssahx d,mehr gewalt erlangte. Allein Cäsar entgieng allermne list und Vorsichtigkeit. Denn er veränderte

säst alle nacht sein quartier, ungeachtet er damals mit einemviertägigen fieber behaftet war, bestach auch diejenigen, welcheihn gefangen nehmen sollten, daß sie ihn entkommen liessen, bisihn Sylla selbst wiederum zu gnaden aufnahm. Darnach giengCäsar das erste mal zur armee in Asien, und als er von dar zu-rücke kam, verklagte er Cornclium Dolabellam, daß er mit dengemeinen geldern untreu umgegangen. Daraufschtffte er nachRhodus, daselbst unter Apollonio Molone zu studiren, wurdeaber unterweges von den see-räubern gefangen, die ihn wiederlos lassen wollten, wenn er ihnen zo. talente geben würde, erhielt sichs aber für schimpflich, so wenig zu geben, und rantzio-nirte sich mit; 0. talenten. Gleich darauf nahm er einige schiffe,fiel dieselbigen see-räuber an, bekam sie wiederum in seine ge-walt , und ließ sie alle zusammen aufhencken; erfüllte also das-jenige , was er ihnen zuvor, da er ihr gefangener gewesen, ob-wol unterm schein eines schertzes, gedrohet hatte. Das ersteamt, worzu ihn das volck durch gemeine wähl beförderte, wardie stelle eines rribuni nuiimm. Hierauf wurde er lZuxettor,ferner Läilis, und als er in diesem amt durch sehr kostbareschauspiele des volcks gunst ziemlicher Massen erworben, wollteer sich deren bedienen, um die,ansehnliche und ausserordentlichecommißion zu erhalten, den Konig Ptolemäum, so von den Ale-xandrinern war ausgejagt worden, wieder in sein Reich einzu-setzen ; da ihm sonsten in selbiger zeit nach abgelegten amt desLäilis, oder auch noch in demselben, gar kein imperium oder ge-walt, armem zu commandiren, nach den Römischen gesehen zu-käme, weswegen auch die vornehmste des Raths sich diesem be-ginnen aufs heftigste widersetzet. Nach dem hielt er um denLontikcstum msximuin, oder das höchste Priesterthum an,wendete eine überschwengliche summe gelds an, um die stimmendes volcks zu gewinnen, steckte sich aber dadurch in so grosseschulden, daß er klar vorsähe, wo ihm diese wähl fehl schlüge, somüste er unfehlbar zu gründe gehen; aus welcher ursach erauch, da er zur wähl in die Versammlung des volcks gehen woll-te, und von seiner Mutter mit einem kuß abschied nahm, dersel-bigen deutlich vermeldete, er werde als oberster Priester naherHause kommen , oder sie und sein Haus gar nicht mehr sehen.Allein es glückte ihm so wohl, daß er seine beyde mitcompeten-ten Q. Luctatium Catulum und M. Servilium Jsauricum, de-ren jeder allbereit das Bürgermeister-amt getragen, mit einemgrossen mehr der stimmen überwand, und so gar auf den zünf-ten, da sie selbst zünftig waren, mehr stimmen erlangte, alssie in allen zu selbiger wähl geruffenen zünften hatten erhaltenmögen, ü, II. 692. L. N. 1922. H. e. 62. wurde er krxetor,darauf Gouverneur in Spanien, woselbst, als er einstens Ale-xandri III. bildnis in dem tempel Herculis zu Cadix zu sehen be-kam, er sich des weinens nicht enthalten kunre, daß er noch keinesonderliche that verrichtet, da hingegen Alexander in solchem al-ter fast die gantze welt unter sich gebracht hätte. Nach seinerzuruckkunft wurde er L. II. 69;. L. N. 1925. L. L. ,9. mitBi-bnlo zum Bürgermeister erwehlet, welchen er aber, (weil erder leßi sgrsriiL, durch welche Cäsar die Campanische äcker, ausdenen damal das gemeine wesen eine seiner grösten einkünftenzöge, unter eine anzahl des gemeinen volcks austheilen wollte,sich mit einstimmung des gantzen Raths heftig widersetzte, undals Cäsar bey dem volck dennoch damit durchdränge, seine ge-machte schlösse oder lege« durch gegen-protestation nach demihm durch das Bürgermeisterthum gegebenen recht und gewaltunkräfftig zu machen suchte,) durch feinen anhang dergestalt be-schimpfen und mißhandeln liesse, daß Bibulus von dem an bisans ende seines amts sich zu Hause gehalten, und sich begnügenmüssen, schriftlich gegen des Cäsaris Handlungen zu protestiren:wodurch dann Cäsar allein regierte; dannenhero auch einigeschertz-weise zu schreiben pflegten: lulio 8c LseLre Lcmlulibus;an statt Lsslsrs <L Libuio Lock. Als er nun das Bürgermei-ster-amt verwaltete, darinnen ihm L. Piso, seiner gemahlinCalpurniä vatter, und Pompejus, seiner tochter Juliä ge-mäht , beystund, erwehlte er sich das Gouvernement über Gal-lien , welches er innerhalb 9. oder 10. jähren zur provintz mach-te , UNd einen jährlichen tribUt von gusärinZemiss leftertium,oder eine Million bajoirs darauf legte. Er war der erste unterden Römern, welcher L. II. 699. L. N. 1929. L. L. einebrücke über den Rhein schlagen ließ , doch mehr aus bravadeals in ernst; Massen er auch gar nicht lange in Deutschlandverblieben. So machte ers auch mit Britannien , allwo erzwar mit feinem volck anländete, und eine glückliche schlachtgegen die einwohner thäte, aber im übrigen bald wieder abzog,und die Römische herrschafft darinnen in kerne weise bevestrgte.Mittlerweile starb seine tochter Julia zu RE,^wvDMch mrtselbiger alle freundschafft, so er vorhin rmt Ponweio gepflo-gen, wie dann dieser theils aus wegen des Cafatts nungar hoch steigenden kriegs-ruhm, theils auf das beständige an-hetzen der vornehmsten des Rachs sich von dem an allemvorhaben des Cäsaris entgegen M, und nach Möglichkeitzu verhindern suchte, daß ihm der Rath rn seinem verlan-gen, das Bürgerr^sterthum abwestnd zu begehren, nicht will-fahren möchte. Wre sich nun Casar wegen der vielen sich indem Rath gemachten feinden nicht wollte sicher achten, den ge-walt über feine armee aufzugeben, (welches nach den Römifchengesetzen nöthig war, wo er m die stadt Rom eingehen wollte)es wäre dann, daß er bey fernem eintritt in die stadt die Bür-germeisterliche wurde zugleich könnte antreten; so kam diefach beyderseits zu groster Verbitterung, da der Rath scharfe er-

Ff4 kämst-