Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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känntnissen und befehle ergehen ließ. Cäsar sollte sich des ge-walts über die bisher unter sich gehabte trouppen einschlagen;dieser hingegen durch einige ihm gantz ergebene Iribunos klebiswider alle diese schlüsse protestiren ließ ; (siehe M- Antoniusund C. Curio) welcher widerstand den Rath endlich zu solchemgrimm reitzete, daß er den Bürgermeistern den befehl und ge-malt gab, auf alle weise daran zu seyn, damit das gemeine We-sen vor schaden möchte bewahret werden, wodurch diese dannauf einmal in stand gesetzet wurden, auch gegen die Tii-bunos l'Isbis sechsten ohne ansehung ihrer sonst habendenfreyheit die äusserste Mittel zu gebrauchen. Casar, der schonvorher mit einigen trouppen über die Alpen gegangen war/und sich nächst an den fluß Rubicvn gelagert hatte , wel-cher die sogenannte 6-Mam PoZsmm von dem übrigen Römi-schen in Italien liegenden gebieth absonderte; ergriff diese ge-legenheit zum krieg mit größer begierd / stellete seinen kriegs-leuthen vor, wie durch kränckung der Vorrechten des Tribunalsalle freyheit des Römischen volcks aufgehoben würde / auch sieselbst wegen dem von einigen vornehmen gegen ihn gefaßtenneid in gefahr stünden, derjenigen belohnungen beraubet zu wer-den , welche nach vollendeten kriegs-diensten ihrer tapferkeit ge-bühreten. Wie sie nun darauf versprachen , ihm in allem zu fol-gen , gieng er endlich mit gewaffneter Hand über den Rubicvn /als welches eine offenbare kriegs-declaration gegen denRath war.Diß geschahet. II. 70z. L. A. ;yzz. L. L. 4Y. und erschreckte erdadurch seine feinde dermassen , daß sie vor ihm flohen, be-mächtigte sich darnach einiger wichtigen örter, nahm Domitium,welcher ihm in seinem bisher geführten Gouvernement sirccedl-ren sollte, mit einer grossen menge neu-geworbener trouppenin der stadt Corfinium gefangen; gieng von dar geraden We-ges längst den rüsten des Adriatifchen meeres nach Brundusium,wohin die Bürgermeister samt dem Pompejo geflohen waren /um sich von dar auf die see zu begeben. Anfangs unterstündeCäsar sie allda einzuschliessen / und fieng zu dem ende an imtiefsten meer beym eingang des Hafens einen starcken dämm zumachen. Aber ehe der zum stände kam, fuhr Pompejus inder nacht in Griechenland über. Cäsar kehrte hierauf wiedernach Rom/ erbräche den gemeinen schätz, welcher in denen vor-hergegangenen innerlichen kriegen allezeit unberühret gebliebenwar / und richtete die übrige fachen nach seinem willen ein.Nach dem / um sich / ehe er dem Pompe!» über meer nachsetzte /Italiens und der stadt Rom desto vester zu versichern, und nichtsgefährliches im rücken zu lassen,entschloß er sich inSpanien zu ge-hen, welche provintz Pompejus durch seine General-Lieutenantsumhatte. Unterwegs schloß ihm die stadt Maßilia ihre thore z»/als welche an dem Rath getreu bleiben wollte; wodurch er er-grimmet sie durch C. Trebonium und D. Brutum scharf be-lagern ließ, die ste auch endlich nach vielem blut-vergiessen ero-berten. Cäsar, der sich indessen in seiner abwesenheit von M.Lepido hatte lassen zum vicimnre ernennen, war unter dem inHispanien fortgerückt, in dessen disseitigem theil Afranius undPetrejus mit?, alten legionen stunden, welche ihm zwar einezeitlang an der Segra , wo beyde armem gegen einander daslager gehabt, guten widerstand gethan, zuletzt aber doch zu wei-chen gezwungen wurden ; da ihnen dann Cäsar so scharf zusetz-te , und sie, nachdem er ihre reuterey völlig geschlagen und fürsie unnutz gemacht, durch abschneidung des Wassers und dermeisten lebens-mitteln dergestalt in die enge trieb, daß sie gezwun-gen wurden, sich an ihn zu ergeben. Worauf M. TerentiusVarro, welcher mit 2. legionen das jenseitige Spanien zu be-haupten gelassen war, sich vielweniger widersetzen dorfte, undbis ans Atlantische meer alles die botmäßigkeit des Casaris er-kennen muste. Wiewol nun indessen die trouppen Cäsaris an de-nen orten, wo er nicht selbst konnte zugegen seyn , einigen scha-den litten, als in Africa, da Curio samt allem unter sich haben-den volck durch Jubam erschlagen worden, und in Jllyrico,allwo C. Antonius mit denen unter sich gehabten trouppen inPompeji gemalt gerathen war ; so mochte doch dieses Cafari inder haupt-sach nicht schaden. Vielmehr gieng er mit grossemmuth aus Hispanien wieder nach Rom, und als er sich da zumBürgermeister hatte wehten gemacht, und dagegen die Dtctaturabgelegt, auch andere für sein vorhaben nöthige anstellten vor-gekehrt , gleng er im eilften tag wieder von dar weg, setzte mitseinen trouppen, wiewol nicht ohne die gröste gefahr, weil Pom-pejus starcke flotten auf dem meer hatte, in Griechenland über,und nachdem er 4. monat lang nicht weit von Pompejo campi-ret hatte, schlug er ihn endlich auf der Pharsalisthen ebene ü. II.

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Darnach schlug er Scipionem und Jubam, welche den rest ih-rer zerstreuten trouppen in Africa zusammen gebracht, und uber-wände auch des Pompeji söhne bey Munda in Spanien, we^che schlackst ihm am allerschrversten angekommen. In allendiesen einheimischen kriegen ist er nur zweymal unglücklich gewAsen, einmal zu Dyrrhachium, allwo ihn Pompejus in die fluchtschlug , aber nicht weiter nachsetzte, und das andere mal beyfetztgedachter schlacht in Spanien, da es auch gar wenig gesell«let, daß nicht sein gantzes kriegs-heer in die flucht gerathen, under selbsten die gröste levens-gefahr ausgestanden. Als er diestkriege zu, ende gebracht, hielt er fünf triumphe, wurde zumimmerwährenden DlÄmore erkläret, und zum Bürgermeisterauf 10. jähr gemacht, nahm auch endlich den titul eines Impsrs-wris an. Den ersten und prächtigsten triumph hielt er, weil erdie Gallier überwunden; den andern wegen seines sieges überAlexandrien,; den dritten, daß er Pontum unter sich gebracht»den vierten über Africam; und den letzten wegen seinen glückn-chen Verrichtungen in Spanien. Nach diesem belustigte er dasvolck mit allerley schau-spielen, und wendete alle seine sorge da«hin, seine gemalt zu bevestigen, des Raths und volcks macht aberzu unterdrücken, st. II. 707. richtete er das jähr nach dem lautder sonnen ein , und verordnete, daß es ;6?. tage haben sollte?bey welcher reformirung des calenders er Sosigenis und andererberühmten stern-kündiger einrathen gebrauchte. Er ließ die lall«der des Römischen Reichs durch verständige leuthe abmessen ?und derselben beschreidung in schritten verfassen. Er ergänzedie anzahl der Rathsherren, ließ aller bürger nahmen in einwisses buch zusammen verzeichnen, und machte viel heiiftnmgesetzt und vrdnungen. Nachdem er nun, wie ihn bedunckte?die regierung in eine ihm anständige forme gebracht, auch vimneue amter gestiftet hatte, so faßte er den Vorsatz, die Partyszu bekriegen, und des Craßi tod an ihnen zu rächen. Nach ^ren bezwingung wollte er, wie einige vorgeben, dieHyrcanerangreiffen, sich der küsten des Caspischen meeres bemächtige^und also durch Dcythien und Teutschland den Römern den wegin Gallien bahnen , damit das Römisch Reich an allen orte"an einander hängen möchte. Er nahm sich auch anderer wEtigen dinge an; bann er wollte dem Marti zu ehren einen Epet bauen, welcher der gröste und prächtigste in der gantzenseyn sollte ;,fernev die gesetze in einen kuryen begriff zusammen s"bringen, öffentliche bibliotheckcn anrichten, die sogcnaiEPontinische sümpfe und Moraste im Lateinerlande gelegen, au«trucknen, den see Fucino ablausten, und einen bequemen Wvon dem Adriatifchen meer durch das Apenninische gebürgt Aan dte Tiber machen lassen ; allein ehe er diese wercke ausnss.ten konnte, wurde er auf dem rathhause den 1?. mart.

710. st. L. 44. st. stl. zy4o. im ?6. jähre seines alters ermorb. ?nachdem er ;.>ahr, z. monat und s.tage die beständige DiclEgefuhret. Die Ursache zu diesem morde war der haß, den die nss'sten gegen ihn als einen Unterdrucker der vorigen freyheitcn s.fasset hatten; derselbe wurde noch vermehret, sowol durch!:,fehler, so Antonius, Dolabella, und andere favoriten des vsssaris begienqen, und die Cäsar meist übersehen muste, als assvdaß er den titul eines Königs, wiewol heimlich und durchlistige Vorstellungen suchte,welcher nähme unter den Römernden Tarquimis an aufs äusserste verhaßt war. Über dieses fE^er sich mit grossem Hochmuth auf, und als der gesamte Rath "L,von einem neuen decret, darinnen ihm sonderbare ehren l>E'get, Nachricht gab, wollte er nicht einmal dem zu ehren aufE.zAlles dieses und viel dergleichen dinge mehr glimmctenheimliche feuer wider Cäsarem immer mehr und mehr an, .es endlich in volle flammen ausbrach, da er sich zum PartlM.^kriege rüstete. Denn als er im begriff war, von RojssIgreisen, kam ein gerächte aus , daß man in den SibyÜlE,^buchern gefunden, es mästen die Parther unter anführung «>' ^Königs überwunden werden, derowegen die 1?. männer?..^über solche bücher bestellet, willens waren, dem Rathgen, daß man dem Cäsari den Königlichen titul geben sollss- Afnun die wider ihn zusammen geschwornen meyneten , All f§martii der vortrag geschehen sollte, machten sieis, dahin auch Cäsar kam, ob ihn gleich ein wavr^ss-

den i?

rathhaus, dahm auch Cäsar kam, ob ihn gleich ...

Spurina und seine gemahlin davor gewarnet hatten. ^ pjede ihm auch unterwegs eine schuft eingehändiget, daruE ^gantze conspiration entdecket war, allein Cäsar nahmnicht, selbige zu lesen; und als er auf das rathhaus kam ?er von den zusammen verfchwornen umringet, da ihn dann - ^..... 7.... ---- - ... ... lius Cimber zuerst angriff, und dessen wMm also fastete?

706. verfolgte thu bis nach Alexandrien, und vernahm allda, die arme nicht recht sollte brauchen können, worauf

daß er umgebracht worden. ^ Wie er sich nun nach dieser beged- Casca, oder nach andern, einer aus den beyden mitverscllwv

.. Caßüs ihm den ersten stoß in den hals, jedoch nicht tiet ?M

... ... .. ma»„ckten doicyr«

nis von allen feinden hätte frey erachten sollen, fehlete es we-nig , daß er nicht von des Ptolemai bedienten , eben sowol, alsvorher Pompejus, wäre umgebracht worden ; wovon die ur-sach war , daß Cäsar sich bald nach seiner ankunft in die Cleo-patra verliebt, und sich vorgenommen, selbiger einen theil desReichs von ihrem bruder, der schon vorher mit ihr deswegenstreck hatte, zuwegen zu bringen. Ungeachtet es nun im har-ccu Winter, und Cäsar mit nothwendigen lebens-mitteln in ei-"- 5 . » r, ^Ae einem mächtigen und listigen feinde gehörte,Nicht wohl versehen war, erhielt er dennoch letztlich den sieg,gantz Egypten, welches er der Cleopatra' ferner nach Pontus,"L,A.sscner ankunft in einem 4. ständi-gen gefechte Phainaceu, Mithridatis söhn, gäntziich erlegte»

lodtlich beybrachte, und die übrige alle mit gezücktenihn zufielen , daß er also mit 2;. wunden seinen gem L-muste, welches bey der säule des Pompeji geschehen,gemahlmnen gehabt, i.) Cossutiam , 2.) Cornestamtochter, Pompejam , Q.Pompejitochter, und 4 -)niam, L. Pifonis tochter, davon er die erste und dritte vss Ponssdie andere hat ihm eine tochter Juliam gebohren,pejum N. verheurathet, und die vierte hat feinen looÜber diese hatte er auch 2. concubinen, Cleopatram /gin aus Egypten, und Eunoen Mauram, eine gemahnngndis, da er mit der ersten einen söhn Cäsarion gezeuget/^. EAugustus aus dem Wege räumen lassen. So hatte ergar vielen Römischen vornehmen weibern zu allen zeic» ^sri-