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find nur 4. oderz. familien, ungefehr 60. an der zahl unter ei-nem Commendanten ; die Gorachouquas , zugenannk die ta-lbacks-diebe, find 4- bis z->o. Mann / die da geschickt sind Waffenzu führen , und haben ihren eigenen Hauptmann. Die Go-ringhaiquas und das voick vom Cap, als welche sich das eigen-thum von dem Lsxo cti buonä spersnra zumessen, können 4. bisgute soldaten ausmachen, und haben ihren König. DieEochoquas oder Soldanhars sind 4. bis 500. familien, welche,5. oder 16. dörfer in den thälern von Saldanha-bay bewoh-nen, und eine art von vieh-hirten sind, welche samt den bemeld-ten übrigen gegen das Oapo cii bnons lpersnra zu wohnen.Die Chainouquas halten sich ohngefehr monat - reisen vomCapo auf, ihr Fürst trägt eine leoparden-haut, und sein gan-tzer leib gläntzet von angeschmierrem fett, nach der gewohnheitdesselbigen landes. Dw Cobonas halten sich jenseits den be-sagten auf, und sind menschenssresser, die alle diejenigen, sosie nur fangen können, lebendig braten, und auch so gar derCaffern selbst nicht verschonen. Sie sind die allerschwärtzestenunter den Negros, und tragen sehr lange haare. Die Sonquaswohnen auf den höchsten gebürgen, und leben vom wildpret,und von einer gewissen wurtzel, die sie anstatt des brodts es-sen ; diese haben in ihrer landschafft wilde pferde und esel,welche verschiedene artige flecken an sich haben. Die Caffernmachen ein handwerck aus dem stehlen. Ihre kleider sindbüffel-häute, und zwar in der forme eines mantels zusammengenehet, und die weiber führen parasols oder gewisse Haubenvon strauß-federn gemacht, welche sie rund um ihre köpfe her-um tragen. Die Numaquas halten sich 15°. und bisweilenauch in die 200. Französis. meilen von dem Capo auf, sie ha-ben eine wackere statur, tragen felle von wilden thieren mit ei-nigen Hörnern von cambayschem glase sezieret, welche sie vonden Portugiesen für schaafe und ziegen kauffen, denn sie kom-men oft bis nach Monomotapa. Die männer tragen ein breitstück helffenbein vor ihren bauchen, die weiber aber bedeckendiesen theil des leides mit einem felle, und tragen auch ein pa-rasol um ihre köpfe wie die Sonquas, das übrige aber anihren leibern ist alles nackend. Diese Caffern haben ei-nen König über sich. Die Heusaquas leben sehr weit vondem Capo entfernet nordwärts zu. Es ist noch niemand in ih-rem lande gewesen , auch sind keine von ihnen zum Vorscheingekommen, als allein diejenigen, welche sich samt dem Für-sten von Chainouquas an den kästen ernfinden mit Vieh zu han-deln. Sie sind schäfer und Hirten gleichwie die andern Caf-fers, und über biß auch etwas dem ackerbau ergeben. Siepflantzen eine gewisse wurtzel, nahmens Dachu, welche, sosie ins Wasser gethan wird, demselben eine solche stärcke giebt,daß es die leuthe eben so truncken macht als der stärckste wein.Sie fangen die löwen, welche sie dermaßen zu ziehen wissen,daß sie sie in der Wacht an ihre feinde hetzen. Die Brigoudissind noch keinem reisenden zu gesichte gekommen, man sagt aber,daß sie sehr reich am Vieh seyn. Die Hancumquas wohnen nichtweit von den Heusaquas, es hat aber noch niemand mit ihnenwas zu schaffen gehabt. Die meisten Caffern sind castanien-braun und ölfärbig, haben platte nasen, dicke lipven und wil-de geberden. Die, so mit den Holländern handeln, fangen an sichein wenig zu civilisiren, die übrigen aber sind sehr wilde, undleben in der grösten Unwissenheit; ihre Waffen sind bogen undpfeile samt einem zagaye oder speer. Sie essen nichts andersals wurtzeln in Wasser gekocht oder auf kohlen gebraten, unddas fleisch ihres schlimmsten Viehes, davon sie nichts eherschlachten, als wenn es alt oder kranck worden; todte fischepflegen sie auch zu essen, welche sie am ufer des meers finden;insonderheit halten sie die see-bunde hoch, welche sie mit ih-ren stäben an den meer-küsien todt schlagen. Sie jagen auch undfangen elephanten, einhörner, elend-thiere, tieger, löwen,büffel-ochsen und andere wilde thiere. Sie bringen ihr lebenbis auf 100. oder 120. jähre, und wenn sie sterben, werdensie sitzend und gantz nackend begraben, dabey sie diese ccremonienhaben, daß alle befreundte des verstorbenen die kleinen finger derlincken Hand abhauen und mit, hinein ins grab legen müssen.Ihre Häuser sind Hütten aus ästen von bäumen getrauet, undMit binsen bedecket, welche oft so groß und weitläuftig sind,dasi sich eine familie von zo. Personen darinnen aufhalten kan.Alle diejenigen, jo um das Capo herum wohnen, reden einer-ley spräche, welche aber mehr dem glocken-klange oder gluch-zen der Hahnen, als eurer deutlichen rede ähnlich ist. Indemnun die ausländer ihre Mache nicht lernen können, so bemü-hen hingegen sie sich, der auswärtigen ihre zu lernen; wiedenn viele unter ihnen Holländisch reden. Sie astimiren nichtsonderlich das leinene oder wollene zeug, spiegel oder cym-deln, wie die andern schwachen, sondern eisen, ertz, kupfer,arte, messer und andere dergleichen werckzeuge, sind auch gros-se liebhaber der corallen, des tabacks und brandteweins. Siegeben gerne eine kuhe vor ein stück ech, wenn es nur 2. malso breit ist als ihre flache Hand, wie auch vor ein stück taback.Was ihre religion betrift, so erkennen sie ein höchstes Wesen,welches sie Humme nennen, aber sie verehren es gar selten,nur etwa wenn es ihnen gut Wetter sendet; wenn es aberregmcht, Hertz oder kalt wetrer ist, so beschweren sie sich tref-jjch über chn. Sie baten auch den mond an, wenn er an-fangt zu scheinen, und dieftlbige nacht, wenn solches geschieht,bringen sie mit tantzen und singen zu. Ludolphus hält da-vor, büß die Caffern ihren nahmen haben von dem Arabi-
c a g
sehen Wort Laffres, so in der mehrern zahl hat L-Lruna .wel-ches ein nähme ist, den die Araber allen denjenigen geben,welche läugnen, daß nur ein GOtt sey. Siehe Hottentot-ten. gsrics. reife - beschreib. /.«Uo/xi?.
kulkor. Ltluop. lib. I. c. 14. TÄcHarü. vcnsgs äs 8ism.
M L. L 6cc. *
* ssagalgar, ein sehr enger paß an den TransoxanischMgebürgen, wo ein thor den eingang schliesset, die nördliche«Barbarn abzuhalten, die fruchtbaren flachen ländereyen vonTransoxana nicht zu verwüsten. Man sagt von diesem vrt seinererstaunlichen Höhe wegen, er habe das Haupt im Himmel, undden fuß iM Wasser. L'/It'st-e/or, kibl. Orient.
Eagan oder Gacan, ein nähme, der den Königen derAvarer oder Hunnen gemein soll gewesen seyn, deren einer Ea-anus I. an. 569. in das gebiethe Sigeberti, Königs von An-rasten, mit einer mächtigen armee zog, und das erste nunwieder zurück geschlagen wurde. Als er aber nach 2. jährenwieder kam, und, wie man sagt, sich gewisser zaubereye"anstatt der Waffen bediente, Machte er die Franzosen gantz ver-zagt. Daher war Sigebertus genöthiget, ihnen gold zu gebe»/und sie mit lebens-mitteln zu versehen. So erzehlen wenig«die säch TÄr-EBs. lih. IV. c. 2;. V. 27. und
lib.III. c.6. V. n.
(Lagan II. belagerte an. 612. Frivul, nachdem er GisiKfum, den Hertzog der Lombarder, umgebracht hatte. MRomilda , Gift, Ist geinahlin , seiner ansichtig worden , wimde sie in ihn dermaßen verliebet, daß sie ihm sagen ließ, Mwollte ihm die stadt übergeben, wenn er sie heurathen woM-Er nahm ihr anerbieten an, und vermählte sich den erne>tag mit ihr, den folgenden aber überlieferte er sie 10. jung«!soldaten um ihre tust mit ihr zu büßen, und ließ sie daruman einen pfähl spießen. Hernach ließ er alles aus der l/aoheraus kommen, und verbrannte selbige mit allen schE'und reichthümmern, welche die Longobardischen Fürsten o«selbst eine lange zeit gesammlet hatten, üb. VI.
Eagan III. fiel unter dem Kayser Mauritio ums jährund 6c>i. in Thracien ein, wurde aber auf zureden des /serlichen Generals Prisci, und Theodori, eines lVMäiw, vhin bewogen, daß er sich in friedens-handlung einließ. Ass ,aber in Thracien wieder eingefallen war, starb die heute 1ner armee an der pest, und 7. seiner söhne kamen an etwtage um. Er hatte vor, unter dem Kayser Heraclio Cor»mtinopel zu belagern, konnte aber nichts ausrichten.üb. XVIII. L XIX , .
Cagli oder Gaglio, Cale, Calle und auch CalliuM, 52 ,stadt in dem Hcrtzogthum Urbino im Kirchen-Staate, m'vllnem Bißthum, so unter Urbino gehöret. Sie hieß vors.fem St. Angelo, und lieget unten an bergen um die geA'.da die beyden flüsse Cantiano und Boasi zusammen kommzwischen Urbino und Eugubto. ^
Cagliari, Caglier, Laller, lat. O-ckaris, die haupt-stadl ^insul Sardinien an einem kleinen berge am Golfo M CUL ^ri. Sie ist die residentz des Vice-Königs, und hatBißthum, eine Universität, citadelle, und einen schönen M §Hafen, welcher die Handlung daselbst befördert. Sre m j,den Carthaginensern zuerst auferbauet, von Graccho aber ^niret worden. Der Rath und die bürgerschafft HabensxrivüeZis, und sind der jurisdiction des Vice-Konigs uE ^terworffen. Der berühmte Lucifer soll schon unter derrung Constantini N. und Constantini des jüngern, BuE« ,ja«selbst gewesen seyn, wie denn an. i6;q. ein buch zuri gedruckt worden mit diesem titul: vekeniio ümctiums g.
keri nee neu primatus strcbieplseopi Lslaritirni. A»> .muste sich Cagliari nach einer 2. tägigen bombardirung a« 7.nig Carln III. in Spanien mit accörd ergeben, und am jevckward sie gleichfalls durch accord von König Philippo v-'erobert. Lrvre", lib.xxx. ^k/j-ertrltLl. nor-hpu
* Cagnacinus, (Alphonsus) ein Jtaliäner, gab am ^
zu Venedig unter dem nahmen kamxkili Veric-icisgmentum lnüoricum irntiguitatis nobilillimse «rbis r vBheraus, welches in Piicläuro amiguitstum hur1t3ÜX stehet. . , ..„r sse-
* Cagnati, (Marsilius) ein berühmter JtaliaMMk
«licus des XVII. lseculi, gebürtig von Verona, siruÄhilEgutem fortgange unter Iacobo Zabarella zu Padua d« L lAphie, und zu Rom unter Alexandro Petronio die Man . xcrtrieb dieselbe nachgehends zu Rom, lehrte sie auchPhilosophie in dem LoUesio Koinsnc,. Er war wss
sehr still, und saurtöpfisch, in seinen lectionen aber vor ^ -angenehm. Er schrieb: Varisrum ObservarionuM
Rom 1687. in 8- cke Lglubiirsre seris Komani; U 1 -^'ruenäa; cle itumsno ksrtu; cie Lontinencis in . Ver^"
ercirio Lc. Von der Einden.
Nil illuür. ühks^
Eagnelus, (Hieronymus) von Vercelli, ein berRechts-lehrer, war anfangs kwksllor zu Turin, wo e-Hertzoge auch die stelle eines Raths und die wurde eM ^
erhielte, von da kam er nach Padua, allwo er an. Ajähr seines alters verstorben. Seine schriften sind h .in Loclicem L ksnäeökss; äe Vits Xeginunsxis öec. cke IsK. interxr. lib. II. e. ^ Laßu