Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Z5O c a L

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spräche einen grossen König oder riefen bedeutet. Sie hatneun Könige gehabt, welche nach dem Lebtarick?;4. nach demTarikh Montekheh aber y;8- jähr regiert haben. So daß , umdiese zahl der jähren heraus zubringen, man nothwendig mußdie Medischen ja etliche Assyrische darzu nehmen. Nach denPersischen geschicht-schreibern ist dieses die ordentliche nachfolgebemeldter neun Königen.

Der erste König und siifter dieser vzmaüis ist Caicobad.

Der zweyte Caicus, Caicobads söhn.

Der dritte Caikhosru , Siavefchs söhn.

Der vierte Lohorasp, Orond Schabs söhn.

Der fünfte Kischtase, Lohorasps söhn.

Der sechste Ardchir, Bahaman genannt, Asfendiats söhn.

Der siebende Homay, Ardchir Bahamans söhn.

Der achte Darab oder Darms, Bahamans söhn.

Der neunte Dara oder Darab, welchen wir Darium denzweyten nennen, Darabs des ersten söhn.

Dieser, welcher der letzte von den Cajaniern oder Cajaniden,ist von Eskander Roami oder Alexander dem Griechen, welchenwir den grossen nennen, überwunden worden , welcher vonetlichen der zehende dieser Ozm-Nie genennet wird.bibl. Orient. Allein diese gantze nachfolge bemeldter Königenist falsch, und von den Arabern , die nicht das geringste lichtin der alten Historie hatten, errichtet. .Der Herr cl'Herbeiotsollte unter ihnen keinen der Persischen Königen, deren die Grie-chen Meldung thun, erkennen, und nur sagen, die Araberhaben diese zehen Könige an der alten Persischen stelle geietzet.Was man von diesen Königen in besondern rclationen liefet,ist falsch , und verdienet nicht angenommen zu werden.

Cajazzo oder Gajazzo, , eine stadt im Königrei,

che Neapolis, und zwar in'I'errL cli I^nvoro, an dem flusseVulturno, zwischen Capua, Thelesa und Calvi. Anjetzo istsie nicht mehr in sonderlichem ansehen, aber sehr alt, denn Ci-cero , Cäsar rc. gedencken schon derselben. Das Bißthum da-selbst gehört unter Capua.

* Caicheu, eine Chinesische stadt in der provintz Tantung,

nebst dem Golfo äu Cang , 40. stunden von der stadt Cinan,ostwärts. Man hält dafür, es könnte Ptolemäi Cuttigaraseyn. Oiet.

* Caicobad, ein söhn Zab, ein söhn Tahamasb, des sohnsManugeher, der erste König der zweyten vv^stis der Perser,so man die Cajanier oder die Caianidcn nennet. Dieser Printzbestiege den thron nach Kerso-Schafs söhn, dem letzten Königder sogenannten Pischdadischen 0 >nsstis. Es gründete aberdieser Caicobad sein recht zu der Cron, sowol auf seine abstam-mung von Naudar, oder von Manugeher, als auf das grosseansehen Zalzer, welcher die gantze macht des Reiches in sei-nen Händen hatte; er erkennete auch , wie sehr er diesem Zai-rer verpflichtet seyc, indem er dessen söhn Rostan aller ehren-stellen und bedienungen , die der vattcr getragen, theilhafft ge-macht ; dieser junge Persische Held, der nunmehro sich über diegantze armer gesetzet sahe, liesse sie so fort wider Afrasiab denKönig der Turquestaner anziehen, welcher nach Naudars todsich widerrechtlich eines grossen theils von Persien bemächtigethalte. Es kam zu etlichen schlachten, ehe Afrasiab zum frie-den genöthigt, und zum zweyten mal aus Persien wieder zu-rück in sein land bis jenseits des flusses Gihon geschlagen wor-den. So man den alten Persischen geschicht-schreibern willglauben beymessen, so hat dieser Caicobad 120. jähr regiert:und nach diesem bericht soll er zu des Propheten Samuels zel-ten gelebet, und von ihm den wahren GOtt erkennen und an-büken gelernt, und den wahren gvttesdienst auch bey seinen Un-terthanen eingeführet haben. Er hat die zehnden in seinemlande eingeführt, und die wege zu vier und vier meilen oderso viel 1000. schritte abzeichnen und ausmessen lassen, welchetheile die Griechen und Lateiner l'MlsnMs genennet. Er wehl-te sich die stadt Ispahan in dem Persisthen Iraca gelegen, fürseine residentz-und Haupt-stadt, und wurde auch allda begraben.

Siehe Cajanides.

* Caicobad Alaeddin, Cay Khosrus söhn, war der zehendeSultan der v vn-niie der Selgiuciden aus Rum oder Natolien.Er folgte aufseinen bruder Caicaus, welcher ohne kinder gestor-ben im jähr 616. der Hegira, und Christi 1219. Er bekrieg-te den König der Khuarezmier, mit hülffe des Egyptischen undSyrischen Sultans, und vielem Vortheil. Nach der Hand schick-te er Gesandte an Octay Kan, welcher seinem vatter Genghis-khan in dem Reich nachgefolget. Sie wurden höflich empfan-gen, Octay lobte ihres Herrn klugheit, und antwortete hoch-trabend auf der Gesandten anbringen, mit vermelden, soCaicobad an seinen Hofbegehrte, wollte er ihm eine dervornehmsten bedienungen geben, und ihn des grosseneinkommens feines Reichs gemessen lassen. Der Sultanvernahm mit gröster bestürtzung, wre hoch dieser Mogol ge-sprochen, verstellete zwar seinen heimlich deswegen gefaßten Un-willen , und gedachte nur die wohlgewogenheit, deren dieserPrmtz ihn versichert, sich zu nutz zu machen, deswegen unter-nahm er in dem 6;-,. jähr der Hegira, und Christi 12)2. wi-der Malek-al-Aicbraf und Malek-al-Kamel, zwey Printzen dervvMÜ.L der Amblter oder Jobiter, das ist aus dem Hause Sa-ladin, welche Eayvten,Syrien und Mesopotamien beherrscheken,einige feindseligkeiten. Er nahm dem ersten die ftädte Akhlatund Sarmata; weg, dem zweyten aber Roha oder Edessen:

in dieser letzter« verschönere er weder der Christen noch Maho-metanern: er beraubete die kirchen, und verheerete das umlie-gende flache land. Die städte Harram, Racca, und Bir ergabensich so fort an ihn. Ais er aber nach der Hand, einseits vonden Mogolen, anderseits von den Jobiten grossem widersianofände, und von beyden feiten angegriffen wurde, ward er ge-nöthigt sich, doch mit einer sehr reichen deute, aus dem feindn-chen land zurück zu ziehen, und aus die befchützung seiner ei-genen staaten zu gedencken. Dieser Fürst kam .also mit gröltenehren naher Haus, da sein nähme und der glückliche fortgangseiner waffen aller orten berühmt war. Also hat er auch mehre des grossen Hauses der Selgiuciden wieder gerettet, und mden ehemaligen glantz gesetzt, welcher unter den bindern MEdurch ihre innerliche Uneinigkeit etwas verdunckelt war. Er stm"aber mitten in dem lauf seiner ehren im ü;4. jähr dergira, nach der ansrechnung Ben Schonabs, welcher den anfiwsseines Reichs in das 616. jähr setzet, oder im 6; 6. jähr derMben, wie Khondemir will, nach dessen rechnung er im 610. Eden thron bestiegen , und also 26. jähr geherrschet hat. D>A'letztere behauptet, Caicobad sey auf beseht seines sohns, we>Ezufolge des vatters willen ihm nachfolgen sollte, und wurcmcvnachgefolget ist, mit gift hingerichtet worden.

* Caicobad, Faramortzs söhn, ein Vetter von Gajathedd"-

Massud, der letzte Sultan der v^nsstle der Selgiuciden, in N"tollen. Seinoncle, dem er nachgefolgt, starb im jährdcrH^gira 687. und Christi 1288. Gazan Khan der Kayser oder M ,gol half ihm aufden thron; da er sich aber wider diesen M"tzen aufgelehnet, nahmen ihm die Tartarn sein Reich und nben. Also ward in seiner Person dem geschlechte und dernästis der Selgiuciden ein ende gemacht. dw -

Orient.

* Caicos, eine kleine insul auf dem Nur äel dlorst, welckunter die Lucayischen gezchlet wird, sie liegt zwischen Majas«"ne und St. Domingo, 12. stunden von jener und von mser ab; diese nebst etlichen andern kleinen daherum liegen^insuln sind nur ihrer sie umgebenden sand-bäncken wegen ^kannt. vV/ar),, Hier.

* Caidu Rhan, der Printzeßin Dutumnam und des Printz^Menuluns söhn, Gengizkans älter-vatter im 7. grad,

Kayser über die Mogols, und iß der wüth der volckern, so ^Gialairs nennet, und 8. seiner brüdern, benebst der König»^Mutter, umgebracht haben, allein entgangen. Die Ursacheses grausamen blutvergiessens war, weilen Menulun ihnen ^geschlagen hatte, das land in seinem Reich zu bauen; C«"0Khan ristfete sich zu erretten die völcker von Gin und NW.,(also heissen die Chincser) um hülffe an , ihn wider die o

lair zu schützen, und mit hülffe dieser führete er langw" ^kriege mit ihnen, und brachte sie endlich zu paaren, daß ßeüognade baten musten: und durch vermittlung dieser Chinejer' ^serten ihm die Gialairs 70. von den vornehmsten rebelten"welche mit ihrem tob die schuld des gantzen volckes bujuO.Nach dem ende dieses innerlichen kriegeS regierte Caidu r>"über alle Mogols, und zeugete drey söhne, genannt Baii.""^Gincalanghin und Giurmaghin. Der erste folgte ihm M" ^Reich , und die zwey jüngern wurden Hauprcr übergrosse stämme oder Irlbus, und machten sich unter ^Mogolen bekannt. Diefe 1nbu5 wurden lalstuc undgenennet.

* Cajein, oder Laim bemrillah, oder Biamrillab'von Carvan in der Barbarey, war einer von denen bcjoi'oder kleinen Statthaltern, welche sich mit schaden derin die höhe fchwungen, und eine gattung Anarchie in dem ^ He--er Muselmännern verurfacheten. Um das jähr zrx. dergira, und Christi y;6. machte er sich mit hülffe derAram.^,kurtzer zeit von dem gantzen östlichen Africa meister, von 0wendete er sich nach Westen , und verheerete die meiste« Ijevintzen des Königreichs Fez, und bald darauf nahmgantze Barbarey benebst Numidien und Libyen, sodulgerid heisset, mit hülffe feines tapfern Cavitainsein. In Carvan sammelte er erstaunliche reichthum, X-also der mächtigste Herr, welcher jemals zuvor bis ant" chr-Lculum in Africa regiert hat. Dieses aber war seine«gcitz noch nicht genug; er trachtete nach höhern dinE ? Mschickte deswegen Esclavon seinen Generaln aus, auch ^unter seinen gewalt zu bringen. Dieser tapfere Cap»a>' Mme Cair ein, und führte hernach eine neue niauer " Zer-riebst andern zu guter bevestigung dieses Platzes dienen^ckern ; und also rüste er Cajem dahin, um allda am > ,^(1)Egyptens in besitz zu nehmen. Von dar wollte Cmc« ^n,weiters, und gedachte auch noch in Syrien über s" xMund sich der stadt Babylon zu bemächtigen: allein dtt' x seinschlag ward unterbrochen. Er vernahm, daß Abulv A ja»"Gouverneur zu Carvan in seiner abwesenheit das ga«> Mstaufruhrisch gemachet, und Gesandte an den Calift ^schicket habe, denselben für seinen Herrn zu erkennen. MWmachte ben Vorschlag aufBabylon und Syrien VM' hM >"und muste Cajem zu feinern behuf den Arabern erimAfricam über zu gehen, wovon dieselben vonimmer abgehalten worden. Er ließ deswegen durch g" ^rstUdien ein manifest ausruffen, kraffr dessen aller gattuns^jMmit ihrem gantzen gefolge an guth und mensche» u ^hM-hinüber zu ziehen erlaubet wurde, doch mit bieiein M