Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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gleichen von Hannas. Siehe AnanuSl. üb. XVIII.snt.c.6. in const. üb. VIII. s.i. inst. Iib.II. c.io.Kc,

Caiphas, eine stadt in Phönicien am Mittelländischen meergelegen, unten am berge Carmel, 2. Meilen von St. Jean ä'A-cre. Caiphas der Hohepriester soll sie haben wiederum anbauenlassen. Man hält sie vor Porphyreum, dessen Polybius undStephanus Lvrantinns qedenckeu. Es war sonst ein Bischöff-licher sitz unter Tyro gehörig, und vieler mächtigen Herren re-fibentz, als die Christen noch das heilige land beherrschten. Sa-ladin aber demolirte diesen ort an. npi.weshalben er jetzv nurein dorf ist, so von etlichen Mohren, Jüden und Griechenbewohnet wird. Le -s/oiM, in vsrüs lscrls. Oo«t>äa«, Vllvageäs la csrre ssinte.

Cairo, die Haupt-stadt in Egypten, an dem flusse Nilusgelegen. Die Araber nennen sie Alchabir und andere Alchair.Sie ist groß , volckreich, und treibet herrliche kaufmannschafft,wiewol anjetzo ihr zustand weit geringer ist, als da die Sulta-ne von Egypten darin» residirten. Heut zu tage gehöret sie denTurcken, und zwqr von der zeit an, als sie Selim an. 1^7.den Mammelucken abgenommen/ welche sie zuvor in die 170.jähr besessen hatten. Marmolius glaubet / daß Cairo von ei-nem Slavonischen Mammelucken zuerst auferbauet sey,und daßes in die 6000. wohlgebaute Häuser und verschiedene herrlicheMahometanische tempel gehabt habe, hinzusetzende, daß diejeyo verstörete stadt Memphis, wo Pharao seine residentz ge-habt , am Nilo gestanden, einige weilen von Cairo, woselbstnoch bis jetzo die ruäera davon anzutreffen. Einige jcrlbentenwollen, daß dieses Cairo der Alten Egyptisches Babylon gewe-sen; aber dieses ist ein irrthum, indem dieruäem dieser letztem

ander entfernet sind; und sagen, daß diese mit ihren Vorstädtenic>. oder iL. weiten lang, 7. oder 8. breit, und im umkreis 2;.meilen, begreiffen, und daß in allen r6. oder 18000. straffen,6000. öffentliche mosqueen, 20000. privat-mosqueen, 200000.Häuser, und verschiedene bazars oder marckt-plätze zu finden.Allein diejenigen, welche die sache recht untersuchen, behaup-ten , daß, wo man die viele ruinirte und unbewohnte gebaudebeyseit fetze, Cairo nicht grösser sey als Paris oder London, unddaß nichts ausserordentliches darum anzutreffen. Die straffenwaren sehr enge, und die gantze stadt bey weitem nicht mehrin dem vorigen zustande, weil die handelschafft allda in grossenverfall gerathen. Denn seit dem die Indianischen reisenaufgekommen, empfängt man nunmehr» alle die Indianischewaaren, welche man sonst von Cairo und Alexandria holenmuste, über Lgpo cli bcms 8perAN2L zu Wasser. Cairo hat eincastell auf einem felsen gebauet, welches ein sehr feiner und be-ster ort ist. Die allda noch übrigen zierrathen sind zeichen dergrossen Pracht der vorigen Sultanen in Egypten. Es ist einschöner profpect von dar nach dem Nilo, von dem flusse, si>durch eine Wasserleitung von z zo. schwibbogen dahingebrachtwird. Wann aber der Nil anwachset, füllet er den sogenann-ten Calis mit Wasser an, welcher mitten durch Cairo laustet,und alsdann mit sonderbaren solennitäten geöfnet wird., Diecinwohner daselbst reuten auf eseln , da sie in andern stadtenin kutschen fahren. Dieter gebrauch ist von den Turcken einge-führet worden, um die Pferde vor sich selbst zu behalten. Essind allerhand manufacturen daselbst, und unter andern ver-fertiget man hier die schönsten tapeten. Von den Pyramidenund mauren, welche .sich unweit Cairo befinden, wie auch vonJosephs brunnen und korn-häusern, so in der stadt sind, erzeh-let man viel seltzame dinge. Bey den Hebräischen scribentenwird Cairo Noph genennet. Gemeiniglich wird sie vor eineder gröffesten städte in der weit gehalten. Ihr eigentlicher näh-me im Arabischen ist Elchahira, das ist, eine gebietende Mei-sterin. Wenn man einigen reise-beschreibungen glauben woll-te , so soll diese stadt in die acht mal hundert tausend Haushal-tungen von allerhand gattungen einwohnern haben. Doch istnur zu gewiß, daß von einem so fernen ort gar zu vieles aufge-schnitten wird. Sie liegt auf einer lustigen und schönen ebene2. weilen von dem Nilo, und ist mit stattlichen wällen umge-ben. Siehe Memphis. üb. XI. c. 24. <L 2;. 7 V»-»-

7«, üb. I. lib. IX. Leo p. 8- /e

L«cal, völlige.

f Den 2;. jun. l718. entstünde zu Cairo aus anlaseines Kochitü, welches die Barfusser-Mönche wieder aufbauenwollten, nachdem es vorher durch die Türcken war niederge-rissen worden, ein grosser tumult, darin» auch derselben Archegeplündert, sie selbst aber gezwungen wurden, in das quartierdes Französischen Confuls zu fliehen. Letten

jliNV. 17,9.

.* Cairo , ein alter flecken in Italien, an dem fuß des Pen-nmsindem Montferratifchen, nahe bey dem fluß Bormida,zwischen Final und Aqui, ungefehr 5. stunden von beyden ge-legen, viÄwn.

Cairoan oder Carvan, eine stadt im Königreich Tunis inAfrica, nach dem meer-busen von Capes zu gelegen. Sie wur-de an. 6z 2. von Occuba, Odmans des dritten Califen in Sy-rien General, fundiret, und »st also die erste stadt, welche dieMahometaner in Afriea erbauet haben. Dir von dein aedach-

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ten Occuba aufgerichtete mofquee ist sehr prächtig - worinnMdie begräbnisse der Könige von Tunis anzutreffen. Es war all-da vor zeiten eine Academie, wohin aus allen gegenden vonAfrica viel volcks kam. Das gantze land daherum ist sanbiPund unfruchtbar, es ist auch kein waffer da, ohne was manin cisternen aufhält. Als Carolus V. an. 1 z; z. den Barbaroil»aus Tunis vertrieb, so erwehlten die einwohner zu Cairoanden vornehmsten Alfaqui oder Lehrer zu ihrem König, welcheraber von dem Dragut unversehens überfallen und ermord»wurde. Dieser letztere machte sich sodann selbst meister vonder stadt, die von dar an bis hieher immerfort in der Tun»taner Handen gewesen. üffic-e üb. VI.

* Cairoan, eine kleine stadt in der Barbarey. EhedeWwar sie die Haupt-stadt des Königreichs Barcan, unter derckischen botmäßigkeit. Sie liegt auf einem berge, nahe demfluß Dvreo, iooo. schritt von dem Mittelländischen meer, uno70000. schritt von Barcan nordwärts.

Cairoan, siehe Cyrenä.

* Cais, eine insul in dem Golfo äi Balsora, in Asien,»van ii. meilen vvm vesten lande, von der insul Andarvl»'und 1von Lara. Sie hat etwa» meilen im umkreis, und''sehr niedrig. Es wohnen viele leuthe auf ihr, welche das vuodaselbst Waiden, auch soll gutes wasser darauf seyn. T'deveM-Morgenland, reise - beschr. IV. 4.

Caithnes, siehe Lathnes. . .

^ Cajus und Lucius, des Agrippä und der Iuliä, KaEAugusti tochter, föhne, die nachgehends von diesem Kam.adoptiret worden. Cajus war v. II. 714- V. L. 20. ä." -1964. und Lucius L. II. 7;6. L. e. 18. ff. AI. 1966. gebohre»'Augustus suchte sie auf alle weise empor zu bringen. So omsie ein wenig erwachsen, offerirten ihnen die Römer diegermeisterliche würde. Weil sie aber dazumal nur 1;. M.alt waren, wollte Augustus, daß sie nur titular-Burgerm .ster seyn sollten. Die Römischen Ritter gaben ihnen offen'" ^den titul kiincipez .suvsnrmis. Sie wurden nicht minder >.den vornehmsten Römischen Priesterthümmern beehrt, undwol beyde mit einander, als auch ein jeder aus ihnen elMauf müntzen vorgestellt, »velches alles Augustus aufssie verlanget, ja auch heimlich gesuchet hatte; »vietvol er ov -in ansehung diese ehren für ihre damalige jugend gar zu S'äusserlich wollte den schein haben, daß ers nicht allzugernnähme. Doch sie wurden durch einen frühzeitigen tod deyrgen glücks beraubet, worzu vielleicht Livia etwas mag /-Mtragen haben. Lucius starb zu Massilia, da er eben amreise in Spanien begriffen war, ü. II. 7z6.au. Christinnomonat darauf sein bruder Cajus in Lycien in der stadt

L«M tVF. /'/,«. Oro < 7 aj/IÜv-I" j

ffug. lL'aerc. ann. üb. I. c. in k^L"

äiüert. * .

Gt. Cajus oder Gajus, ein Papst, von geburt ern ^vonier, und des Kaysers Diocletiani befreundter, wurc^,

27;. nach Eutychiano erwehlet. Weil er etliche zum marwtode aufmunterte, und insonderheit seine verwandtindes Gabinii tochter, welche Diöcletianus zur heuratv mfchwieger-sohns und collegen im Kayserthum Galerii MM'ni beredet hatte, wurde er an. 296. selbst zur marternachdem er 12. jähr undtage lang Papst gewesen. sollget ihm eine epistel bey , die er an einen, nahmens FeMs Zu-geschrieben haben, auch eine verordnung, daß manderö als stufen-weise durch die 7. untersten orälnes der Kzur Bischöfflichen dignität gelangen solle. In owüb. VII. bist. eccles. c. 26. Mevzcho»-. üb. VI. c. Z 4 - ^

L-»o^. milrt^rol. .

Cajus oder Gajus, ein Patriarch von Jerusalem uE^160. »vurde nach Svmmacho erwehlet, und hatteII. zum Nachfolger. Lai'o«,«-

Cajus oder Gajus, ein Priester zu Rom, und M AhMtermann, disputirtewiderProclum, einen berühmten.'-Montani, und trieb ihn ein, worauf Papst ZepW^ispiM21?. alle anhänger des Montani in bann that. Dtzse ßVtion wurde von Cajo heraus gegeben, welche von EUssr wn-hen worden, jetzo aber nicht mehr vorhanden ist.eccl. üb. II. c. 25. L üb. III. c.;i. üb. VI. eccl-

Illcr. eccl. c. 59. kt-ori«,, c. 48. . Kc-

c. 60. Laro»E. Le//ar?»r-E. tom. I. controv. üb. I-

Cajus, aus Macedvnien,ein distipul des Apostelsde nebst Aristarcho zu Epheso durch die, welche der gm,Demetrius aufgewiegelt hatte, ergriffen. Xi^--

Cajus, (Johannes) ein berühmter ö/leälcus von

in Engelland, lebte um das jähr i z 18. Er studute Kapin seinem vatterland, hernach zu Padua, unter Jvv» fliasslista Montano. Da er nun wieder nach Engelland rm Agiles'teer sich durch seine gelehrfamkeit, und daß er den ^hi»Lonvillsno zu Cambridge viel zuwendete, sehrterließ auch unterfchiedene schriften, als äs meäena

ffimowtlolies in Lslsnum, Lc. äs wr.Lng - ...

Icr. Neäic. .

* Cajus , (BernhardlNits ) ein Mecücus von ^ ^welcher m dem ansang des XVI. LcMi gelebt, ^

memis; äs LsnguililS effuüone ; cke ^eÜcsMmm

- r

gedach- nsräinl LiU-rni exxl-msAonsr in xrimum