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Calais, lat. Bistum, eine der vestesten städte in Franckreich,und zwar in der Picardie, in dem sogenannten k-us recongui 8 .Sie ist fast gantz mit dem meer und morast umgeben, hat vielebastionen, ein veste citadelie, und eine schantze Risband oderRisbona genannt, welche den eingang in den Hafen bestrei-chet. Sie ist ein schlüssel gegen Engelland und die Niederlande,nicht groß, aber der Handlung und des guten Hafens wegen sehrvolckreich. Einige scribenten stehen in den gedancken, es sey derAlten korws Iccius. Sie hat ihren nahmen von der landschafft,darinnen sie lieget, welche vor diesem Caletes hiesse, und, wie eini-ge sagen, von der Seine bis an den fluß Aa sich erstrecket hat.Man versichert, daß Balduinus IV. genannt Schönbart, Grafvon Flandern, den Hafen Calais zu erbauen angefangen, unddaß Philippus, Graf von Boulogne, einer von denjenigen,die sich wider die regierung der Bianca, St. Ludovici mut-ier , empörten, denselben mit mauren und wällen umgeben ha-be. Eduardus III. König von Engelland , schlug die Franzosenan. i;47. daraus, nachdem erio. oder n. monate davor gele-gen hatte. Es ward darauf mit lauter Engelländern besetzt, undbesassen es diese 210. jähr, als die sich rühmten, daß sie densthlüssel von Franckreich an ihre gürte! gehangen hätten,bis ihn endlich der Hertzog von Guise an. 1558. wieder ausihren Händen riß. Die Königin Maria von Engelland em-pfand den Verlust dieses Hafens so heftig, daß man dafür halt,sie sey darüber von kummer gestorben, wie sie denn nicht langevor ihrem tode soll gesagt haben: daß wenn sie sollte geof-net werden, man Calais in ihrem hertzen angeschrre-den finden würde. An. 1596. bemeisterte sich oer^Ertz-Hertzoa von Oesterreich, Albertus, Gouverneur der Spani-schen Niederlande, dieses orts; es muste aber selbiger nachL jähren Henrico IV. vermöge des Vervinischen friedens re.stituiret werden. Der theil des meers, so zwischen diesem ortund Dover ist, heist le 6 e Lalsis, und ist 7. FranzösischeMeilen breit. äelcr. llum. v« c 2 >e«e, recliercb. äs 8 -m-
tig. lies villes. bist. Ich. XXIX.
lull. cle kigucs Lc. *
Calais und Zethes, siehe Zethes.
Calama, eine alte stadt in Africa zwischen Hippon und Con-stantinechat einen Bischöfflichm sitz unter Carthago gehörig. Au-gustrnus gedencket derselbigen oft, sonderlich üb. II. comr.Dvna-tiü. L Ich. II. retraöiationum.
Calama, eine andere stadt in Africa, im Königreich Al-gier , bey dem flusse Malvia an dein fluß eines berges gelegen.
Calamata, ein flecken in der provintz Belvedere in Morea,ist sthr bewohnt, ober schon keine mauern hat. Er hatte aufeinem nahe dabey gelegenen Hügel ein gutes castell, welchesder General Morosini, der es an. 1636. eingenommen, demo-liren ließ. clelcr. NIor.
* Calamatus, (Alexander) ein Priester von Meßina ausSicilien , welcher sich durch seine predigten hervor gethan,und an. 1648. mit tobe abgegangen. Er hat unterschiedenegeistliche, und zum gebrauch der Prediger eingerichtete schrif-ten verfertiget, als: 8eMenti38 lsleÄas pro Loncionibus ;8eluL äi LONLLM ; la Lroce äi 6ieüi e äi Msri-l Ls. auch desAntonii Diana Lslus LcmIcisntiL heraus gegeben. ^ 7 o»Z,'ro-
bchl. 8ic.
Calamianes, eine insul in Indien, siehe paragoya.
Calaminus, (Georgius) vonSilberberg aus Schlesien, wareines tagelöhners söhn ; weil er aber grosse neigung zu den llu-äü8 hatte, wurde ihm gerathen, sich darauf zu legen, da er dennauch seinen geschlechts-nahmen in Calaminus verwandelte. Erstudirte zu Breßlau, Heidelberg, Straßburg und an andernorten; wurde hierauf Inkormawr der Herren von Coligni in"Franckreich, und der Printzen von Würtembera, auch endlichkrofellor der schule zu Lintz m Oesterreich. Er starb den l. dec.an. 1595. als er 43. jähr alt war. Er hat eloZis berühmterleuthe in versen geschrieben, und etliche tragödien des Euripi-dis übersetzet. in vir. kdilos.8ileliogr. Lc.
* Calamota, eine kleine insul in dem Golfo äi Venetia,zwischen der kuste von Ragusa, und der insul Meleda, derRepublick Ragusa gehörig. Sie ist eine von den dreyen, welchevon Plinio bist- nar. III. 26. L V.; I. Llspkitss genennet wer-den. Beschreibung Dalmatiens.
Calamv, (Edmond) ein Englischer Presbyterianischer Nini-tter und L3ccLl3ureu8 der Theologie,ist gebohren zu London an.1600. In seinem I?. jähr kam er studien halber nach Cambridge,konnte aber, weil er der Antr-Armmlamschen partey eifrig zuge-than war, zu keinen hohen bessrderungen gelangen; doch nahmsich seiner der Bischoff von Elv, Felton, auf eme l ebreicheweis an, und machte ihn zu seinem Caplan; hier soll er täg-lich 16. stund im studiren zugebracht, und den Bellarmmumsamt seinen Widerlegungen, Thomam Aguinat. und ;. mal dengantzen Augustinum durchgeleftn haben. An. 1626. ward ernach besagten Bischoffs tod zu einem dienst zu Bury St. Ed-munds in Suffolk berußen, da er 10. jähr verblieben, biser wegen non-eonkonni^ davon vertrieben worden; docherlangte er hernach die Rectorey zu Rochford in Esser, und an.iSzy.zu Aldermanbury. Er ward auch ein glied der Presbytersanischen üstembly, welche die kirchen reformiren wollte; undober gleich dieser meynung beypflichtete, trieb er es nicht auf
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das höchste , haßte die 8 e<stario 8 , und ward bey wieder^einsetzung Caroli II. nach Holland zu demselben gesandt. T»seinem predigen war er sehr beliebt: würde auch einthum vielleicht erlangt haben, wann er sich hätte conMmiren können. Wegen einer predigt, die er auf eine zeit nach «2»-Bartholomäi tag gehalten hatte, wurde er für eine kurtze zestw^gefängnis gesetzt. Er lebte bis zur zeit des grossen brandes in Lv»don, welcher ihm so zu hertzen gieng, daß er ein monat hernamden geist aufgab. Ausser unterschiedlichen predigten hat Evon ihm im druck: Ichs goäch N1SN8 ärll: Treariss ok rnea^raüon: so hatte er auch seinen antheil an dem bekannte»Presbyterianischen buch, 8me<ck7innu8 genannt, wie auch ochVlnäicat. ok kre 8 bvterml dcmverninent; undfus äivin. »»'nillsr. Lvsngel. Sein ältester söhn war Edmund CalanMauch Presbyterianischer Minister, welcher einmal 8 ocms »»Pembrok-Hall in Cambridge gewesen, und hernach an untechschiedlichen orten in privat-versammlungen geprediget; und 0»er gleich alle sonntaa, etwa» auch 2. mal dieses verricht^ward er doch niemal entdecket, noch zur strafe gezogen. ^starb an. 163;. und hinterließ einen söhn gleiches nahmensden berühmten voöl. Tsteol. Edm. Calamy, welcher zu Lv»'den den 5. april 1671. gebohren, und zu Westmünster den l'jun. 17z2. gestorben, und durch viel schritten seiner voreltcr»rühm vergrossert, als dasind: äbriäAmsm oktkel-ifeotM-
Laxtsr; üssount osejecksäsnä ülsncsä Mniüer 8 : wora»'
vorhergehender bericht genommen: vekeuss okmoäer-»: nomccmiörmity, gegen Blsthoff Hoadly. Inlximtion ok lde hol?vritin§8: samt vielen 8erivc>N8. *
* Calamy, (Benjamin) ein grosser Ideolog und Pre^ger, war ein söhn des vorhergehenden Edmundi Calamn/PheologiT Laccslsuiei, den er in seiner zweyten ehe erzeughatte. Er war ein 8ocms in Catharina-Hall zu CambrivGund ward an. 1630. zum OoAore TdesIoZise gemacht. Et'ldurch verschiedene Pfarr-stellen endlich an. isg^.zu derE^stons-Präbend in St. Pauli kirche zu Londen gelanget. ,ne predigt vom zarten gewissen, über XI. 41. die erder kirch St. Mary Aldermanbury gehalten, und hernacheiner zuschrift an Rittern Georg Iefferies, dem druck über»"sen hat, ist alsobald von Thomas äs Laune angegriffen won»'/durch eine schrift, deren titul war: Lisa kor rke
lo,mists, um welcher willen aber 6 s Laune ist in verhaft»nommen worden, ohngeachtet aller fürbitte, so Dr. Calamvihn gethan. Er starb an dem seitenstich den 4. jen. an-Dr. W. Sherlock hielt ihm die leichpredigt. Der berühmteschoffBurnet sagt von ihm, er sey einer von denen seltnenfönen gewesen, tvelche sowol der kirche, als der zeit, in bAsie leben, grosse ehre machen. Man hat von ihm sieben ungE,wohl gerathene predigten, die er selbst an das licht gr»Ä^Nach seinem tod aber ist durch die fürsorg seines bruderscobi Calamy ein band von XIII. Predigten zum druck be>"dert worden. Englischer ^
* Calamita, ein fluß auf der Crimmischen halb-infm/der kleinen Tartarey, welcher in das Schwache meer fall»,»ehemals Jstrianus geheissen haben soll.
* Cftlancha, (Anton äsls) ein Augustiner-Mönch vfPlata in Peru , lebte im XVII. stLsulo , war krokestor "ma , und schrieb : Historism keruansm orä. Lremit. b. ^xust. in Spanischer spräche; in Lateinischer aber äs immacu» ,Virginis Äarice Lonceprioiil8 cereituäine.
Calandari, ein see in Pündtcn im Schamstr-gebietyArosen-Alp gelegen, welcher zwar in feinem umfang Aoist, also daß man ihn auf allen feiten mit einem stein über« j ^fen kan, er ist aber unergründlich, hat seinen einfluß, aber »»'^tansgang. Wann ein ungestüm Wetter vorhanden, so M^,f,sich in der mitten dieses sees ein gewaltig grosser wirb»»welcher in währendem wachstn so starck toset , davihn wol auf 6. stund weit von einem berg zum »" paßhören mag. Man giebt weiters von diesem see vor^er die darbey ruhende und schlafende Personen an »Mchehe, und in seinen abgrund reiße , und erzehlet davon »M.exempel, deren Wahrheit man dahin gestellt styuScheuchz. berg-reis. tom. I. x. 170. *
. Calanus, ein Indianischer kstiloiopstus, welcher Aler» Mm seinen felbzügen von Indien bis in Persien uachM, .„stoßhatte 7z. jähr, wie Strabo meynet, ohne den geringst»''einiger kranckheit zurück gelegt. Dahero, als er M erankunft in Persien mit einer solica befallen wurde, m-, ^sich selbst das leben verkürtzen, zu dem ende bat er v'.„gestnia, er möchte ihn auf einem scheiterhauffen ver»lassen. Alexander suchte ihn nach allem vermögen "s ^ill^chen gedancken abzubringen, muste aber endlich dre»>gen, da er denn seinen tod nicht anders beehrte,er sich selbst die letzte ehre hätte wollen anthun lassen, „fpestfahl, die allerherrlichsten specereyen in grosser meng»"scheiterhauffen zu schütten; worauf er sich stlsdennge hinlegte, und nicht das geringste zeichen erneS Ms p, gi-psn sich gab, als die flamme zu ihm kam. Man v»»er sey gefraget worden, ob er gegen den König, (solchem spectacul weggemacht hatte) noch etwas z» ^ Mhätte, habe er zur antwort gegeben, nein, dmi' er v „ pe»in kurtzer zeit wieder zu sehen. Diese worte IM»
Alexanvri wd anzudeuten, welcher auch nach r- ll-