Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
358
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zu der Mayländischen Historie des Tristani Calchi Lpiwmvs,notLs und inäiLLs verfertigen , Kill. lsripr. 8. s

* Calaun, oder Relaun , mit dem zunahmen Malack alMansor Saiffeddin, der siebende König in Egypten, der erstenvvnMe der Mammelucken, welche den zunahmen der Bahari-ten haben. Er hatte auch den zunahmen Salehi und Nugmi,wegen seinem Herrn, Saleh Nugmeddin, der ihn ehedessenum ic>oo. güldene Pfenning gekauffet, welches ihm noch denzunahmen Al-Alfi gab; LIk bedeutet im Arabischen tausend.Er fieng seine regieruna an im jähr 678. der Hegira, undChristi 1279. nachdem Malek-al-Adel-Baddreddin-Salameschabgesetzel worden. Gleich anfangs griff er den Statthalter zuDamafco an, welcher sich in dieser stadt unter dem nahmen Ma-lek-al-Kamcl als Sultan hat ausruffen lassen. Aber es wurdedieser neue Sultan bald unter das joch gebracht, und hatte erweiters keinen nutzen von seinem rebellischen unterfangen, alsdaß er dadurch sein Statthalterthum verlohre, welches sei-nem gewesenen Lieutenant gegeben ward, der nach der HandSultan in Egypten geworden, im 696. jähr der Hegira. Nunsahe sich Calaun in ruhigem besitz von Egypten und Syrien,aber das folgende 68°. jähr hatte er einen grossen krieg widerAbaka-Khan den Kayfer der Mogolen oder Tartarn, Holagussöhn, zu führen. Dieser Mogol belagerte die stadt Rohabah inSyrien, und schickte von bannen Mangu Timur seinen söhnmit einer armee von 80000. Pferden naher Damafco. DerSultan zog ihnen aus Egypten entgegen, und föchte so ta-pfer, daß er die Tartarifche armee in den Emeßsschen felderngäntzlich auf das Haupt geschlagen, und Mangu Tunur m dlelluchl qenöthiqet, Abaka aber muste die belagerung Rohabahaufheben, und, um sicherheit zu bekommen, sich weit m Perjienzurück ziehen Im iahr der Hegira 681. starb Abaka-Khan, daer i-». jähr regieret hatte; ihm folgte fein bruderNikudar-Oglan,weicher die Mahometanische religton annahm, und sich AhmedKhan nennte. Dessen berichtete er Calaun vermittelst einer Ge-sandtschafft, und gab ihm zu verstehe», daß er in gutem ver-trauen mit ihm und allen Muselmännern gedächte zu leben.Aber dieses Printzen regierung währete gar eine kurtze zeit.Dann Argun, der söhn Abaka, nahm ihm sein land und leben,an. 682. Der Sultan lebte auch in guter Verständnis mrt diesemArgun Chan, welches ihm gelegenheit gab, in semen eigenenstaaten den gäntzlichen frieden und ruhe beyzubehDen. An.688. belagerte und nahm er die stadt Tripolis m Syrien em,welche er ausplündern ließ, und grossen reichthum darinnenfände; dann die Francken, denen er sie abgenommen, hatten siedamals schon seit an. zoz. besessen, (welches das jähr Christinoo. ist) und sie wider alles richten und trachten der Saladi-nen und der andern Königen von Egypten und Syrien, wel-che alles gethan haben, sie auszuweiden, dennoch behauptet.Dieser Sultan ließ alsdann die vestungs-wercker, und die Häu-ser selbsten abbrechen, und in den stand setzen, wie sie nun ge-sehen wird. Er starb in dem folgenden 689. jähr der Hegira,und Christi 1299. da er n. jähr regiert, und die Crone seinemsöhn Selabedin Khakis, mit dem zunahmen Malek al AschrafBen Schonab, hinterlassen hat. , bibl. Orwnr.

* Calavon, ein kleiner fluß in Provence, lauffet bey der stadtApt vorbey, und stürtzet sich alsdann in die Durance, 2. stun-den unter der stadt Cavaillon. Sie hieß vor zeiten Ancalo.

Oiction.

* Calauria, eine insul, welche durch das exilium des Red-

ners Demosthenis berühmt worden ist. Sie liegt in dem Grie-chischen meer hart an dem Pelovonneso, gegen Troetzen über.Es war daselbst ein tempel Neptuni, auch der ort, da die Lm-phickvones sieben Griechischer stadten zusammen kamen. Sierst klein, und nicht sonderlich fruchtbar. norir. 0 . L.

1 ii>. II. c. 14.

odet LHLI.020MI.LcL8. wa-ren gewisse Priester unter den Griechen, deren Verrichtung war,Hagel und ungewitter abzuwenden, indem sie ein junges lammoder Huhn opferten. Wann sie aber dergleichen nicht bey derHand hatten, oder wann sie ein ungluck zuvor sahen, zerschnit-ten sie ihnen thre eigene finger mit einem federmesser, oder zer-stachen sie mit einer Pfriemen , um also mit ihrem eigenenblute der gotter zorn zu stillen. Sie sollen von Cleone ein-gesetzt seyn. KE«. 6e äus MMil.

Calazzo, ein schloß in Piemont zwischen Asti und Albagegen Nizza zu gelegen. Der Spanische Marquis äs Leganetzhat solches an. 1641. den Franzosen nach 9. tägiger belage-rung abgenommen. *

* Calbata, ist die Haupt-stadt von Circaßien, und wird von

Circaßischen , Nogaischen und Calmucksschen Tartarn, auchJuden, Griechen und Armeniern bewohnt. Die haustr dar-innen sind übel gebauet. , voyaZe wm. II.

Calbe oder Ralbe, eine stadt nebst einem feinen schloß imHertzogthuin Magdeburg an der Saale, nicht weit von Bar-by m einem sehr fruchtbaren getreyde-boden gelegen, soll vondem Kayfer Ottone i. dem Ertz-Stift verehret worden seyn. Einander Laibe hegt in der alten Marck Brandenburg, 2. wei-len von Gardeleben, m einer sumpfigten qeqend, das Calbi-He werder genannt. Dieser Werder, ,darin» unterschiedenedörfer, ist vor dem gleichsam eine natürliche vestuna und re-tirade der Unterthanen m knegs-zeiten gewesen. Es soll vor-hin der familie derer von Krocher gehöret haben,betten es Marg«

grafAlbertus II. wegen ihrer untreue an. N24. genommen,und denen von Alvensleben verkauft, die auch dieses au. 124?'in der stiftischen fehde mit verwüstete schloß an. izzo. wieder,bevestiget, wiewol es nachgehends, vermuthlich auf ChurfuruFriedrich Wilhelms befehl, gantz demolirel worden. Preuß. unsBrandend, staats-gevgr. ropoZr. 8 ax. ink. L LlLrsü.Lr-ina-

Calbo, eine alte familie von denen, welche unter die M-»etianische XotM gchören. Sie führen, gleichwie auch duQuirini thun, ihren Ursprung von den beyden Galbajis,rttio und Johanne, beyderseits Hertzogen von Venedig. D»erste von diesen beyden regierte von an. 764. bis 787- ">>7brachte theils durch sein grosses vermögen, theils aber durmfeine klugheit und gerechtigkeit so viel zuwege, daß man sciM"söhn, den folgenden Jvhannem, noch bey seinen lcdzeiten ihmadjungirte. Dieser letztere succedirte ihm völlig nachtobe, und vermittelte es anfänglich, daß man ihm gleichsaherlaubte, feinen söhn Mauritium zum Mit-Regenten auzuney^men. Allein dieser, sowol als fein vatter, führten sich hcmüwsehr übel auf, und da sie unter andern den Ertz-BifchoffGrado, Jvhannem, an. 8°2. von einem thurm halten zu wvstürtzen lassen, erregte dessen Nachfolger, Fortunatus, einen 1 "^chen aufstand wider sie, daß sie zwey iahr hernach abgefetzt, M,,der vatter nach, Franckreich, der söhn aber nach Mantua Mentweichen genothiget wurden. Siehe Fortunatus.

HM. Venet. lib. II. Iml. Lcr. öel

Iienco cleüa Lrocs p. ;y6. tte Lr hjh. äu 6c>v^

6 e Venise p. ^7.

^ * Calcachefter, ein flecken in Engelland, an dem flusse ÄEse, in der Grafschafft Jorck, drey stunden von der stadt dimnahmens westwärts. vickion.

Calcagnini , ( Cälius ) Lrmonicos der kirchen zu Ferrariein Poet und Redner, war von Ferrara gebürtig und ein s"start. Er verstund die sprachen wohl; insonderheit war er"der Lateinischen sehr erfahren. Bey dein Papst Leone X.er wohl angesehen , dahero als fein vetter Calcagnini iixo '8. kroto-öiocsr. zu Rom mir tode abgieng, folgte er ihlli .solchem amt, starb aber an. - 540. zu Ferrara, ließ sich M U

ner bibliotheck, welche er dem Dominicaner-kloster

vermacht, begraben, und über dessen thüre diese WorteLXllus LalcsZnini udi vixit ibi kexeliri voluit. Seine iE .ten, .aus welchen vieles zulernen, sind: cls Imitatione ororis^ LpiüoÜLN OuLÜiones, Lpiüolie fsmiliars8, Lkc. p.in eloZ. ästcr. Iml. hihi. in vsr. Lnr

itin. Lelic. in thesw. xiuü. eleZsM. x. l8-^

in bibl. Lst. p. 222.

(salcagno, lat. LslLsnenz, (Laurentius) gebohrcv §Italien, zu Brefcia, lebte im XV. Lculo, und war 6"der berühmtesten Rechtsgelehrten seiner zeit. Er ließ eMA.jachen ausgehen, als : üe Lommenciatione üuäiornm ; " .

xtem Leccaris mort3libu8 : äe Loncextione L8ncMLoncilia 6cc. und starb an. 1478 . , ÜL scrixt. s

, äelcrixt. Itslire.

* Calcagnus, (Rogerius) sonst auch Calcaanini genal^rwar ein Florentiner, Dominicaner-ordens, und vortres' ^Prediger seiner zeit, wurde darauf der erste In^niliwr ,4.Etrurren, und an. 124°. Bischoff zu Castro. Er hat an-den langwierigen und schweren streit zwischen seinem Bw,und der Abtey St. Salvatoris cke Monte Amiatöund das darauffolgende jähr dem Loncilio zu Lyon um ,nocentio IV. beygewohnet. Seinen tod setzet PocciaiM"das i2yc>. jähr, andre hingegen ins 1274. jähr, und » ^weil um diese zeit ein neuer Bischoff erwehlet worden , I.letztere Meynung aber, wie Echard, 6s lsrixr. 0 . I - ^ paßp- ;88- davor hält, mit der erstem verglichen werden kan,^,!nemlich Calcagnus in letzt-erwehntem jähre sein Bißthu'LLMrestgniret, aber noch lange darnach gelebet, und die -sce-nische Übersetzung von des Laurentn Galli an. 1279- zsbenem tractat äs Virü8 argue Virturidu8 vor an. 128°'us/M«stände gebracht habe. in Xom. krov. p. ;;2- ^

Iral. Lcr. tom. I. x. 5 79. . Nrci-

Lalcar, eine stadt in dem Hertzogthuin Eleve, am fluv. Mne, 1. meile vom Rhein und 2. von Eleve gelegen. V'v m ive>castell und ist wohl fortificiret. Die straffen sind enge, uA 'Ms-nig sonderliches darinnen zu sehen. Sie ist erstlich von 0»»fen zu Eleve zu bauen angefangen worden, und WMSschutzmauer wider die Cölnischen und benachbarten Gsw,, hatwelchen die von Eleve viele kriege führten. Den nahm» ^ pysbekommen von dem sehr alten dorfe Calcar, und ist .A' »prtuchmachen und bierbrauen so angewachsen, daß sie ws ,vicd'ne von den besten stadten im Hertzogthum Eleve fls

An. r;68. hat der Admirant von Arragon, Don Feau^-AN^Mendoza, diese stadt am Christ-abend erobert und A ^0.schätzet. An 1614. ward sie von den Holländern, und Ä'^sawvon den Hessen eingenommen, und die garnison t/A7,yogu>'gen, theils niedergemacht, n»??. befchreibung desEleve. Topoßr. ^settpksl. x. 15. Ls, * iti d^

* Eaiceolari, (Franciscus) ein berühmter Lotanims ^pchXVI. Lciila, war von Verona gebürtig, und einer Bieres,ersten, so sich ein cabinet von allerhand ertz, stufen/pflantzen und andern Naturalien zu sammlen angefang»'' vpvthiolus und Alorovandus waren seine vertrauten freu» hflxgrder letzte that mit ihm an. r ;;4. eine reise auf das