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Calderon, (Rodrigv) Graf von Oliva rc. war ein söhnFrancisci Calderons, welcher von Valladolid in Dpanien ge-bürtig war. Derselbe hatte ihn zu Antwerpen, als er da-stlbst im quartier gelegen, mit einem Teutschen weibsbilde, Ma-ria Sandelin, so er sich hernach antrauen lassen , gezeuget.Nachdem Rodrigo bey dem Vice - Cantzler von AragonienPage gewesen, nahm ihn Franciscus Sandoval, Hertzog undzuletzt Cardinal von Lerma, Philipp« lll. in Spanien ober-ster Staats - Minister, in dienste, und beförderte ihn zu ho-hen bedienungen. Erstlich wurde er Adjutant von der König-lichen Cammer, nachgehends Staats - LoLrewrius, und dar-auf, als er Jnnez äs Vergas, Fräulein von Oliva, heurathe-te, bekam er den Ritter - örden St. Jacobs, wurde Comman-deur von Ocanna, ferner Graf zu Oliva und Marggraf zu Sie-beneichen, wie auch Capitain über die Teutsche leib - garde.Seinen vatter ließ er in den Adelstand erheben, und räumete ihmeine eigene Herrschafft ein; weil aber derselbe ihm öfters pro-phezeite , daß sein grosses glück ein Übels ende nehmen dürf-te , ward er ihm so seind, daß er ihn gar verläugnete und sicheiner andern ankunft rühmte, Endlich wurde er so übermüthig,baß er die vornehmste verachtete, und allen lästern den ziegelWessen ließ, welches ihm dann seinen Untergang über den halszog. Denn als sein beschützer, der Hertzog von Lerma, in Ungna-den fiel, ward er von dem volck vieler Missethaten beschuldiget,weswegen er sich nach Valladolid zu retiriren genöthtget sahe.Mein der König ließ ihn an. 1619. den 20. febr. daselbst gefan-gen nehmen, und aufdas castell Montaches bringen, da mandenn seine briefe untersuchte, und ihn endlich auf dre folter leg-te, die er aber, ohne etwas zu bekennen, völlig aushielt. Nichtlange hernach ward er nach Santorga und zuletzt in sein eigenhaus nach Valladolid in Verwahrung gebracht. In seiner an-klage ward er überführt, daß er den cl'Avila mit gift hingerich-tet , die ermordung Francisci äi Wara angestiftet, und den Ko-nrg auf vielfältige art betrogen hatte; »voraufman dieses ur-theil über ihn sprach, daß er zufvrderst wegen seiner bürgerlichenMissethaten, derer 244. gezchlet wurden , eine gelb - strafe von1250000. ducaten erlegen, und sodann den köpf verlieren sollte.Er bereitete sich hierauf zu seinem ende , und that seinem lei-be solche gemalt an , daß ihn der zugegebene Carmeliter-Mönch davon abmahnen muste. Den 29. sept. 1621. deuteteman ihm seinen todes - tag und zugleich diese Königliche gnadean, daß ihm frey stehen sollte, über 2000. ducaten frey zu disponi-ren, woraus er zwey tage hernach auf einem mit schwartzemtuch bedeckten maul - esel zu der auf dem marckt erhabenentrauer - bühne geführel, und nachdem er den» volcke eine abbittegethan, enthauptet, sein cörper aber in das Carmeliter - klosterbegraben wurde. Man sagt, er habe jährlich 200000. ducateneinkommen gehabt, und daß seine mobilien auf 400000. duca-ten geschätzet worden. bist clss (»vor. biü. Venet.
Le Iiiü. äs Louis XIII. Iiv> XIV.
* Lalderon, (Johannes Alphonsus) ei»» Advocat, gebohrenzu Nouvella in der von Toledo, war an. 1640. in Spa-nren berühmt. Er verfertigte 5. oder 6. grosse bände, über dieRechte und Gerechtigkeiten der Königen in Spanien, welche erihrer weitiäuftigkeit wegen auf befehl um die helfte zusammenziehen muste; er publicirte sie unter folgendem titul: Ll im-
psrio äslls Monsroliis ckLIpagn-i. Urso/. bibliotlr.
Llilpsn.
* (salderon, (Antonius) ein Spanier von Baeza, einerstadt in der vimoes von Toledo gelegen. In der jugend wen-dete er sehr grossen fleiß auf die wissenschafften, und erlangtedardurch grosse gelehrtheit. Er wurde zuerst nach Salamancabcruffen, wo ihm eine krokeilion gegeben worden. Hernachlegte er sich mit glücklichein fortgang auf die Theologie. Mangab ihm deswegen auch ein Canomcat in der nemlichen stadt,hierauf wurde ihm ein anderes zu Toledo aufgetragen, undendlich wurde er der Spanischen Jnfantin Donna Theresiavon Oesterreich, welche hernach Königin in Frankreich wor-den ist, zum Lehrmeister gegeben. An. 1652. berufte ihn Phi-lippus IV. Konig in Spanien zu dem Ertz - Bißthum Granada,er starb aber, ehe er dorten eingeweyhtt wurde. Er hat vieroder fünf verschiedene wercke geschrieben, worinnen er die unbe-fleckte empfangms der Mutter G-Ottes behauptet; und ein an-deres von Johanne, dem Patron von Spanien. üttco/.
bibl. Hifpan.
* Calderott, (Petrus) ein Spanier, der auch sonsten unterdem nahmen Don Pedro Calderon äs is Barca bekannt, warein Ritter von den» orden St. Jacobi und Lsnonicus zu Tole-do. Er hat eine grosse anzahi Spanischer comödien geschrie-ben , die bey seinen landes - leuthen besondern beyfall gefunden,und an. 1689. zu Madrid in 9. vc>l. in 4. zusammen gedrucktworden. ^l«roA. bibl. Hich.
^ * Caldiff, ein schloß in Tyrol nicht weit von Neumarck, wel-ches MarggrasLudwig an. i;;z. denen von Katzenstein versetzet.Nach diesem ist es an die von Rvthenburg gekommen, welchen esErtz- Hertzog Friedrich an. 141--' abgenommen. Brandts,Tyrol. Adl. Ehren - kräntzl. k. II. x. i;8- '
Ealdivet, (Richard) ein berühmter Engelländischerülecli-bey leben ein grosses ansehen durch seine qe-lehrsamkeit, und suchte solches auch nach feinem tobe zu erhalten-indem er die ernkunfte des Loiisgn Linserienüs zu Londen ver-mehrte, st?^vr e»nen Lroksüorem, welcher die Chirurgie darin-nen öffentlich lehren sollte, ein gewisses laisrmm stiftete. Er
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starb an. »584. oder 1585« m vit. Llissd.
bist. (füngier, tom. II. x. 402. , —.
Laldius, war ein nähme, den die soldaten dem Kayier.Asberro noch in seiner jugend wegen der schon damals an ly«'bemerckten trunckenheit zum spott beylegten. Er ist durch Ver-setzung der buchstaben des Worts Claudii formiret; und war^da gebraucht, entweder wegen des warmen nach damalige-gewohnheit unter den wein gemischten Wassers , oder auw iweilen Tiberius den wein pflegte etwas warm zu trincken; «vworinn die Römer eine sonderbare Wollust fanden, um Lmehr, weil sie ihre älteste und beste weine mit fleiß gantz s'stwerden liessen, da sie dann durch das eingegvssene warme wAser erst recht,aufgelöset wurden , und ihre stärckste krafft d»«"men. Die übrige 2. nahmen Tiberii wurden eben also verletzret, und aus Tiberius Blderius, aus Nero Mero rc. gewE'
in Lid. L. 42. *
* Caldonatz , oder Laldonazzo, Caldenazzo ,nasch, ein schloß und Herrschafft im Bißthum Trident, m oeGrafschafft Tyrol, wovon sich ehemals eigene Herren ,
Herren von Caldonatz und Castelnöf, oder Castrogovo, wievon Castleuth und Jffan geschrieben , welche alle eines sschlechts sollen gewesen seyn , weil sie ein gleiches wapen vführet, sich aber nur von demjenigen ort genennet , »vo lu v.wohlrt. Einer von Castelnöf, der sich auch cksCaldozioMJffano genennet, hat an. n;«. gelebet. Conradinus, Mvon Caldonatz und Castronovo, hat an. 1215. das schloß Ssw.vom Stift Trident zu lehen, gehabt. Xixo von Caldonatz mCastronovo, Freyherr zu Jssan, widersetzte sich an. 1418. AHHertzogen Friedrichen von Oesterreich , der ihnen das MCaldonatz eingezogen. Hans und Anton Freyherren vonzu Castelnöf, lebten noch an. 1509. Brandts Tyrol.immer grünendes Ehren - kräntzl. x. 49. >L 158-
Cale, siehe Calow.
Caleal, ein gebohrner Hunne, hatte nach Aspare den »aa-sten platz als Heerführer bey her Römischen arinee des vü ^genländischen Kaysers Leonis I. Um das jähr 460. verhexer einen starcken trupp von Hunnen und Gothen , die §nach ausgestandener harten belagerung, wegen dringender tzgersnoth, in grosser anzahl hatten ergeben müssen, und »Vstdie Römische arinee »raren untergesteckt worden , deE',x»vider einander, daß beyde theile sich selbst mit gewaffneter tz yansielm, darüber sie aber von den Römern umringet,, " c.fast gäntzlich niedergehauen worden. , m s
äs Legst. p. 45. leg. von Dünaus Reichs - Historie, vov'üb. III. §. 187. «o.
Caleb, der söhn Jcphunneh, war ü. öl. 2414. L. L- "Hzgebohren. Er befand sich unter Verzähl derjenigen, duden stämmen Israel ü. N. 2454. ü. L. erwehlet wursH-das land Canaan zu besichtigen, wovon er allein einen whafftigen bericht gab. Er widersetzte sich mit Josua denstmv.stdie das volck verzagt machten, worüber er bald wäre geltenworden. Diese beyde kamen auch allein unter denen,, u .„vEgypten gegangen, ins gelobte land. Caleb erhielt dieHebron zu seinem erbtheil , und versprach, daß derjerEtochter Achsa sollte zum weibe haben, der die stadtpher erobern »vürde, »velches Äthniel verrichtete. EndumCaleb, als er uz. jähr alt war, ü. ül. 2527. iVb. XUs > Kleg. XIV. XV. L üb. III. snrig.
1 ic>. V. c. 2. Lc. ,,1c>
Caleb Abba , ein Caraitischer Jud, lebte in dem XL'zu Adrianopel und Griechisch Weissenburg, und war eM Hs ckdes berühmten Caraitischen lehrers Eliä ö^Lsntilii: dav.^;attch dessen rverck üääsret LIWIm trachtete zu end zu d»''ward aber durch den tod daran gehindert. Sonst hatJX gtisgeschrieben, 6mm Lsmmeleck: Aönicts garten, besteht <nallerhand stücken der wohlredenheit. libfäscem Tmekstuu' Age-welchem das hohe Lied Salomonis und der 119. Psalmleget »vird, und anders mehr, zu sehen inäs LsrXis L bibl. Lledr. *
Calecas, (Emanuel oder Manuel) ein Grieche, vevin den geistlichen stand, und erwehlte den DominicaiA- ^,yerEr lebte zu ende des XIV. fteculi, wie Bellarminus ,vielmehr in dem XIII. Lcnlo, wie Petrus Gallesinro^^chi-indem Calecas dem andern Lonsilio zu Lyon nebst demscheu Kavser Michaele Paläologo und Josephs dein P", ^ iAzu Constäntinopel beygewohnet. Er hat in 4. duajer'sthümmer der Griechischen kirche von der ausgehung ve»
Geistes widerleget, welche Ambrosius, ein Mönch E § veshends General des ordens von Camaldoli, auf deg v ^s.Papsts Martini V. ins Lateinische übersetzet. Siesirw m s duzu Jngolstadt in 4. heraus gekommen, und nachgeA'L^ >vHzbiblivtKsLsm tzstrum, so zu Cöln edirt, mit ernger« tzkden. Einige halten dafür, daß das werck von ausgcv , vHeiligen Geistes, von dem fegfeuer und ungesäuerten v ^ msich bey dem Canisio befindet, gleichfalls Calecam zu > „7. v-,Heber habe. äs Icrixt. ecclss. .
/V Keivar-r, in not. Lsl. sxxsrat. ^ bw -
tom. II. Lysol. äogm. <Lc.
* Calecoular», oder Calicoulang , ein KonmHaupt-stadt in Indien, bissest des Ganges auf derküste. Es ist klein, und hat nicht viel zu bedeuten? ^ iraAyaber stehet mit den Holländern in einem commercre"