Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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erachtet wurde, weil doch die gantze fache auf die feste ankam-u>n ^von dem LonLiüo ^'-LWo an ihre ordnung erhal-^ st blieb beydes unterwegs, zumalen da man befand, daßV Wiche weise die confusion in den Reichs - gefchäfften nicht,' ,"vde gehoben werden. Die Schwedischen ülatKsinstiLi gaben"Au,an möchte an. 1700. den schalt-tag im febr. darauftn dem«vv. eine gantze Woche, die übrigen drey tage aber an. 1704.,A8. und 1712. gleichfalls in dem schalt-monat februariv aus-, damit die eilftage nach und nach heraus kämen. Alleinven die Ursache, die sie angaben, daß nemlich keine Verwirrungti.,e M"ags-buchsiaden entstehen möchte, von schlechter wich-Menwar, über dieses die zu lange hinaus gestellte Verbesserungei?» ' > '"cht wenigen schaden in den civil-affairen und commer-mit fremden nationen würde verursacht haben, so verwarfeiÄ ^>ch diesen verschlag, und beliebte nach reifer erwegung/u rage zugleich auszuwerssen, so daß man an. 1700. nach demnot gleich den 1. mart. schrieb. Es wurde aber dieser mo-vk!?stiegen für andern hierzu genommen , weil in demselbigenschon der irrthum, welcher sich in dein Julianischenss',uber wegen allzugrosser einschaltung befindet, begangenssoeven, theils, weil in demselben keine feste von grosser wich-L"t vorkommen, theils endlich, weil der consens von art derv^sserung viel zu spät erfolgt, als daß, wie man anfangsb°,Mabt, in dem monat novembr. an. 1699. nach dem iz. des2« dttcn monats, als Leopold-tag, anstatt des 16. sogleich den11,/^schrieben, und also zehen tage ausgeworffen, und derfvi? ss^ige eilfte tag durch auslassung des schalt-tages in demü//?. eu 1700. jähre heraus gebracht werden konnte. Auf sol-dem ^ uun sind die fehler, welche der Julianische calender von. >n v,oneilio McTno an eingeführt, auf einmal gehoben wor-kün'c^ Nun war nöthig auf Mittel zu gedencken, damit sich nichtt^Uug gleicher irrthum ereignen könnte. Zu diesem ende rie-in UNige, man sollte nach art des Gregorianischen calenderstz'Uahaib vier jahrhunderten drey schalt - tage auslasten. An-ÄAMeynten, man sollte von dem siebenzehen Hunderten jährh ,, ^^uen, nur alle 128. jähre einen tag einzuschalten anste-Ä" Asten. Wiederum andere giengen dahin, man sollte einendem ^ von 29. jähren nehmen, und in solchem sechsmal injab,'Werten jähr, zum siebenden mal aber in dem fünftengefangn tag einschalten. Aber auch dieses wollte nicht allenven ' weswegen schlugen einige einen xerioäum von;;. jah-gch, vV, m welchen siebenmal allezeit in dem vierten, und dasverrinü. ^ bem fünften jähre die einschaltung eines tages solltewerden. Einige wollten lieber diese zwey psnoäos zu-oluz j,bu nehmen, und zwar auf solche art, daß erstlich der Oy-rinnü,, fuhren sechsmal; dann der Lucius von;;. jährenLex AU ferner der L;-Llus von 29. jähren fünfmal, und daraufherum ^hren einmal, weiter der Lvclus von 29. jähren wie-, und der von;;, jähren nur einmal sollte ge-grosseü" werden. Welche kleinere Lycli denn zusammen einentveqael«ssv ^2. jähren ausmachten, darinnen fünfschalt-täge? und wenn der gantze grosse Lucius absolviret, dieAllein -Am kleinern von neuem angefangen werden könnte,lvqhx vre Protestirenden Stände merckten wohl, daß so lange dier, uv eines sonnen-jahrs noch nicht ausgemacht, an keineweid,» w gedencken ; über dieses das Haupt-absehen wegen ver-erhai,"Avee grossen confusion in Reichs-sachen nicht dadurch zu?vt deiA, re, indem doch die Catholischen ihre einschaltungs-wsttzem .wurden. Hielten es demnach für rathsamer, ihrenzu befehlen, daß sie mit gesamter Hand ein gantzessich qn,^,vurch die wahre grösse des sonnen - iahrs zu erforschenrift Lvnl -gen seyn lassen sollten, und machten darbey Hoffnunges Äistkematicum deswegen aufzurichten, welchem

wegxss^vvyergegangcner experientz ein leichtes seyn würde, sichder verb-A/N'siHaltung zu vergleichen. Bis hieher kam es mitNvthjq ,-dung, welche bey der grösse eines sonnen - jahrs höchstvey sv^ ,V. Was aber nun die fesr-rechnungen betrift, so warahm, A,vlne genauere einrichtung um so viel mehr zu wün-Assviivä,j,?nndlicher es war, bey so grosser Vollkommenheit der^Voloz Äff vorschlich durch die von privat-leuthen aufgerichteteWie -ch des gantzen Loncilü XicLni auf sich zu laden;Ane q°.,"W.elnige sowol sich selbst und andere, wiewolen gewißVen wi^wwen gründ, damit erschrecken wollten. Einige ver-Atände Avr aufdie cyclifche art; allein weil die Protestirendenstarey, ^-'ueye als zu viel von deroselben betrieglichkeit versichertvvctjz ,,,,geworfen sie solche, und beschlossen hingegen die Lgui-, vch die ^ EniluniL pLü-NsIlkl, und folglich die Ostern selbstMezeit ein?^e>wische rechnung zu erfinden. Dadurch sie dennf^gleiel,?«Pnaue zeit - und fest - rechnung, als nur möglich,Ä>lde verA,.' sichen ihnen und den Catholischen eine stetswäh-5"ckh ixx.AvWung in den beweglichen festen, ausser wenn diesez?Wer die M strer Lyclorum, welches doch gar selten geschieht,f-w, erhiess/v ves Loncilii Xicseni zu handeln genöthiget wer-Ferner wenn die Catholischen ins künftige ihrefUttel der verbessern sollten, müssen sie nothwendig das

z-, folg, Mstirenden Stände ebener Massen ergreiffen. Die-wvhssAwuste noch im verwichenen 1724. jähr eine neue.

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in ftissA'wvte Veränderung vorgenommen werden,welcheden-Agenden ,,!A^vvhtnis, sowol als die deswegen unter den nungen«dA ^eitigk-ite^ katholischen Ständen Deutschlands entstan-Nu^!?vsijenlae Es fiele damals das pleiulmiiuin pslclmle,^echn^vvlle mond , nach welchem man die Ostern pflegtäiftor lamstag den 8. aprilum vier uhr 27. nun.

' -c-enc»«//. Theil.

nachmittag. Woraus denn deutlich flösse, daß nach der inten«tion und verordnung des Nicänischen LonLilü das Oster - festgleich deS tages hernach, als den 9. april, einfallen sollte. Wiedenn die Protestirende fast durchgehcnds in Europa sich darnachgerichtet. Weilen aber die Verfasser des Gregorianischen calen-ders hieran nicht gedacht, so geschahe es , daß die Catholischedieses fest erst acht tag später hielten , und sowol wegen dem festselbst an den orten, wo die religionen getheilt! sind, als nochmehr weil wegen den ferien beym Cammer - Gericht zu Wetzlarallerhand verdrießliche streitigkeiten entstunden; welche jedochdurch der höchsten Häuptern Moderation noch glücklich beygelegtworden. Es wäre zu wünschen, daß diesem begegnis mit all-seitiger einstimmung möchte abgeholffen werden; weil sich inskünftige noch ein und ander mal ein gleiches zutragen kan. Imübrigen iftzu erinnern, daß diese zeit - Verbesserung dem hochbe-rühmten Wergeüo, Kayferlichen Rath und kroksllori Asckeleoszu Jena, am meisten zu dancken, welcher hieran weder fleißnoch kosten gesparet. Und ob zwar nach dessen tode, welcherden 21. marlii an. 1699. erfolget, die fache etwas ins steckengerathen zu seyn schiene, wurde ihr doch durch die sorgfalt derHertzoge zu Sachsen bald wiederum aufgeholffen, indem sie ih-rem krokellori MchemÄtiLes 7 Hamberger in Jena, deswegenbefehl ertheilet, welcher auch nebst dem Herrn «stürm, ?rofef.lore in Mors, und Herrn Majer, Lrokessore lVlstkeleos in Re.genspurg, die fache zu gewünschtem ende gebracht. Ä-ero». in

stulio, L. 90. Ors, 1 Ib. um. -Vo/l-r. c. SatornLl.

lib. I. c. 14. üilt. eccl. lib. V. L. 22. cle tempor.

rst. L. 46. e-c. in computo eLLlesialk. ^ apologia cn-

lLnäar. Oregor. in reim. eslencl. vere 6regoriani. 8ca-

, in elenelr. calenäm. Oregor. VVM allgemeinen

calender, L slrero ex«m- cslenäm. 6reg. in

elenelro cchsnänr. 6re§or. im zeit - spiegel, Lsrl. 1l.

biitoirs clu calsnärisr Ikommn. Hamb. remavg.NN.1699.17or. 170;. in clilll 6e ball coinpnti eceles. *

Calenders, eine gewisse art von Mahometanischen Mön-chen, von Santon Calenderi, ihrem stifter, also genennet.Dieser Santon war aus der zahl der Abdats. Er spielte stetsden nahmen GOttes auf seiner flöte, gieng mit blossem Haupteinher, ohne hembde, eine haut von einem wilden thiere aufseinen schultern habende, und vorne gleichsam ein schurtzfell,dessen bänder mit edelgesteinen, darunter falsche diamantenvermischet, gezieret waren. Seine jetzigen discipel aber denckenauf nichts als auf ihre Wollüste, und sind vielmehr eine sectevon Epicurern als eine gesellschasst eines religiösen volcks. EinWirthshaus achten sie eben so hoch als eine mosquee, und ge-dencken GOtt eben so viel zu ehren durch freyen gebrauch seinercreaturen, als andere mit ihren grösten strengigkeiten und an-dachten. In Persten und Arabien heißen sie Abdats oder Ab-dallas, das ist, ein zu der ehre und dienste GOttes gewiedmetesvolck. Ihre kleidung ist nur eine einfache kutle aus verschiede-nen stücken gemacht, und gleich einer zottlichen decke. Einigeandere von ihnen tragen ein ausgefüttertes feil, welches sie dich-te an ihren leib ziehen, samt einer ehernen schlangen, die ihnenvon ihren lehrmeistern bey ihrer beförderung gleichsam zumpfände ihrer gelehrsamkeit gegeben wird. Sie predigen aus öf-fentlichen märckten von den wunderwercken ihrer Heiligen, undverfluchen den Abp-Beker, Omar, Osman, und Hanife, welcheallesamt von den Türcken sehr geehret werden, wie auch die Hei-ligen der Usbequischen Tartarn, von welchen sie überaus lächer-liche Historien erzehlen, um sie in Verachtung zu bringen. Sieessen was ihnen ihre zuhörer geben, und nehmen auch geld,wann sie ihnen etwas anbieten. Sie sind insgemein der diebe-rey und liederlichkeit ergeben, weswegen man sie auch nicht indie Häuser einnimmt, sondern, wenn sie wollen irgends wo Her-bergen , weist man sie in die capellen, die mit fleiß um ihren!willen bey den mosqueen auferbauet sind. cle 1 'Lmx.

Orwm. reise - beschreib, wm. I.

Calender - brüder, oder Calender-Herren, wurden vordiesem in Deutschland diejenige genennet, welche sich in eine ge-wisse Societät begaben, und allezeit am ersten tage eines jed-weden monats, den die Lateiner Lalenci-ib nennen, zusammenkamen, und verordneten, was monatlich für feste und jahr-ge-dächtnisse zu begehen, was für allmosen auszugeben, was fürfasten zu halten, wie viel geld auszulehnen, wie viel frucht ein-zunehmen , rc. Diese Calender - brüderschafft hat sich an un-terschiedenen orten in Sachsen, Thüringen, Meisten, Pom-mern , Westphalen, ja gar in Franckreich und Ungarn befun-den. Die zeit, wenn sie aufgekommen, ist ungewiß, dochwollen einige dafür halten , daß es ohngefehr um die zeit gesche-hen , da eine fast gleiche Gestllschafft des rostn - krantzes entstan-den , welche von dem H. Dominico, von dem dte Dominicanerihre benennung haben , wider ^e Waldenser ist gestiftet wor-den. Doch war diese Calender-bruderschafft von den Mönchs-orden darinnen unterschieden , daß sowol geistliche als weltliche,manns - und weibs - Personen sich in derstlbiqen befundenWeil aber, indem sie bey ihrer zusammenkunft am ersten taaedes monats eine mahlzert zu halten pflegten, endlich aroste unord-gen daraus erwuchsen, haben nicht allem un?^Diieolo^i bey ansang der religions-änderun« darüber

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Calen-ich