Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Calendio, ein Patriarch zu Antwchien, wurde an. 482»durch die Syrischen Bischöffe nach dem tobe Stephani erwehlt.So bald er diesen platz erhalten, versammlete er einen 8yno-6um, und verdammte Timotheum Aelurum, darüber er voneinigen bey dem Kayser Zenone in den verdacht gebracht wurde,als wenn er es mit den rebellen hielte, welche Verina, des Kay-sers stief-mutter, aufgewiegelt hatte. Derohalben wurde er imausgange des jahrs 482. von dem Kayser ins elend verjagt, inwelchem er auch gestorben. An seine stelle aber kam PetrusFulls, der sich bereits vorher derselben angemaßt hatte, abervon dem Kayser Leone war verjagt worden. Karo«, in annal.L inart^rol. Mit. just. eccl. lsec:. III. L.

Calendrrno, (Philippus) ein Cardinal, gebürtig ausSarzana und ein halb - bruder des Papsts Nicolai V. Er warerstlich Lanonicus und Hrcüicii3Louu8 zu Lucca , und nach-mals Bischoff zu Bononien. Nicolaus V. machte ihn an. 1448.zum Cardinal. Einige zeit darauf wurde er Legat in der An-conitanischen Marck, und stund derselbigen sehr wohl vor.Pius II. machte ihn zum Groß-koenitelmgria, und Paulus II.gab ihm das Bischoffthum Porto. Er befand sich bey der wählSixti IV. und starb zu Bagnaia in der Viterbianischen vimLssden 24. jul. an. 1476. im drey und siebenzigsten jähre feines al-ters. in Xic. V. KZo». üb. IV.

Calenius, (Gualterus) ein Engelländer aus dem Hertzog-thum Wallis, war Lrcüiäiac-0NN8 zu Oxford, und lebte zuden Zeiten des Königs Henrici I. in Engelland, um das jährii20. Er that zu der Britannischen Historie, so von Galfridovon Monmouth aus der Britannischen spräche ins Lateinischeübersetzet war, eine continuation bis auf feine zeit hinzu, wel-che über 40°. jähr in sich begriff, und für selbige zeit noch ziem-lich wohl geschrieben ist. Es führet dieses werck den titul Lu-Nsrium MUSÜUM Ürit-MMT , aus welchem ein Italianer, Pon-ticus Virunnius, einen auszug gemacht. Er soll auch äs w-br>8 lui temporis und andere fachen geschrieben haben. Alleindis letztere scheinet von dem obigen nicht unterschieden zu seyn,weil nemlich auch dasselbe bis auf die zeiten Calenii fortgeführetWorden. öe Archer, 1, äs Ibr. ünsl. , üb. II. äs

Nist. bar. c. 48. *

Calenter. Diesen nahmen geben die Persianer dem König-lichen Schatzmeister und denjenigen, so die cinkünfte der provin-tzen einnehmen, wovon sie dem Reichs - Rathe oder auch demCham, welcher in der provintz Gouverneur ist, rechnung thun.0/E. Pers. reise.

* (talentio, oder Lalentius, (.Eusiris) ern LateinischerPoet aus dem Neapolitanischen gebürtig, lebte um das jähr1430. zu den zeiten Joviani, Pontani, und Sanazars, welchesowol als andere grosse männer ihrer zeit, Calentium hochachteten. Er hat schöne ülegE, und andere getichte geschrie-ben , unter andern eine neue 8LtrgLbom7omacbiam, oder dasgefecht zwischen fröschen, mäusen und katzen, worinnen er Ho-meri erfindung in etwas nachgeahmet. Es hatte sonsten Calen-tius viele gute lugenden an sich, nur daß er etwas verliebter na-tur war, welches ihm öfters Verdruß machte, und diesen fehlerbekennet er sechsten in folgenden vier versen, die er uns hinter-lassen :

ftaüa polt ciners8 äs ML toto orbe leganturLcripwgue liiU: tumulo carmin-r cligna meo.

Ingenium natur-t clsclit, kortunn koeteevskuir, -rtgue inopem vivere kecit

Man weiß nicht in welchem jähr er gestorben ist; gewiß aber ge-schahe es vor 150z. in welchem jähr Pontanus die Welt verlastsen. Denn es ist noch ein brief von diesem letztem an LuciumCalentium, den söhn unsers Poeten Calentii, vorhanden, inwelchem er ihn ermähnet, sich des ruhms, den sein vatter durchseinen verstand erworben hatte, würdig zu machen. Sein vat-ter hat ihm kurtz ehe er starb anbefohlen , eine grab-schrift aufsein grab zu fetzen, die er sechsten zu dem ende aufgesetzet hat.

/>««/. /ov. clog. 6ock. L. 4;. in axpenci.

sie inkeücit. litemtorum.

Calenum , siehe Carinola.

Calenus, (Olenus) ein berühmter Wahrsager in Hetru-rien, welchen Tarqumms 8uxerbu8 um rath fragen ließ, daman einen menschen-kopfgefunden, als man zu einem tempel,den er dem Jupiter auf dem berge Tarpejus bauete, den gründgelegt. Calenus da er erkannt, daß dieses der stadt Rom eingrosses glück bedeutete, hatte gerne durch eine zweydeutige rededie Legaten betrogen, und dadurch das glück von Rom aufHe-trurien gezogen, weil aber die Legaten von dessen söhn schonunterrichtet waren, wie sie sich verhalten sollten, wollte diesesnicht angehen. Er hatte nemlich das bild des tempels mit sei-nem stabe in den fand gemacht, und fragte sie alsdenn: alsosaget chr diß , ihr Römer, hier wird der tempel des allerhöch-sten gottes des Jupiters ins künftige seyn, hier haben wiremen menschen-kopf gefunden ; allein die gewarneten Gesand-ten jagten: mcht hier, sagen wir, sondern in Rom , sey einmenschen-kopf gefunden worden» üb. IV.

c. 66 . 67 . üb. XXVIII. 2 . sL. ^

* Calenus, (Henricus) war Ertz-Priesterzu Brüssel, wieauch banonicub und Lrcüiciiaconus zu Mecheln Er batte lei-ne Hand Mit bey der editron des Augustini Jansenii, unterschrieb

aber nachmals bey seiner vocation zum Bißthum zu Rukk-mond eine eydes-formul, daß er nach den betreten Urbaniund Jnnocentii X. obgedachtes buch vcrwerffen, und zeitbens nicht darinnen lesen wolle. Nach der zeit kam ihn die reuean, daß er gegen diese seine Unterschrift protestirte, und da-durch verursachte, daß er von obgedachtem Bißthum ausgc-schlössen würd. /////. tom. I.

Calepinus, (Ambrosius) von Calepio, einem nahe beyBergamo gelegenen städtgen, wovon er den nahmen bekom-men. Er war ein Augustiner-Mönch, welcher im XVI. lXLvloein Lateinisch Lexicon verfertiget, so nachgehends durch unter-schiedene Gelehrte auch mit Hinzusetzung noch mehrerer sM§chen zum oftern vermehret, verändert und vielmals aufge-legt worden, in ckron. Lugust. Itsl.

Calepio, lat. Lslepium, ein flecken in der Venetianischellprovintz Bergamasco an dem fluß Oglio , davon das that ^Calepio den nahmen hat.

* Calepius, (Angelus) ein Dominicaner aus Nicosia, M

Cypern, war Vicsrius 6enersÜ8 lerriL 8suÄX, und erwiesseinen religions - eiftr gar sonderlich, als die Türcken feine va^ter-stadt belagert hielten, wurde aber nach deren eroberungber mit gefangen. Wiewol er nun vom Papst Pio V. an. 15 7^ranzioniret wurde, so kam er doch, weil er zu ConstantinoMseine gefangene landes - leuthe theils zur beständigkeit ermahuss/theils durch die gesammelte allmosen los kaufte, aufs neue mverhafft, indem man ihn vor einen spion anfahe; allein es m.tercedirten fowol der neuerwehlte Dey von Algier, als derFranzösische Gesandte vor ihn, da er denn nach erlegter summ»gelbes seine freyheit wieder bekam. Hierauf gieng er nach -so-llen , und ließ sich in den vornehmsten städten eine beysteur z»befreyung seiner Mitgefangenen reichen. Endlich ward er a»'i;?;. Bischoff zu Santorino, und starb zu Neapolis oe>ly. aug. an. 1594. Er hat XarrMious äel luccello cio.espugnstioiie e äefenstono clel Ücgno äi Lipro, o clells awcü XicoÜL ; ingleichm blarrarions stell' effugnations e st^lf ^üone sti ksmagusts geschrieben, welche beyde wercke Stepy^nus ste Lusignan zu Bologna 157z. in 4. Italiänisch, »n? »Paris 1579. in 4. Französisch heraus gegeben. IM?'

o.k. wm. II. x. ;io. .

* Calfhil, (Jac.) aus Shropshire in Engelland, war?"der lügend ein Letter Poet und Comödien - schreiber, starb

aber ein guter 1beologu8, Prediger und vilxMLtor.an. 1570. Seine schriften sind: Historie ste exbumatiov^ -tbsrinL nuper uxoris ketri Nart^rie; koemata Varia,

Ltüen. Oxon. ..

* Cali, eine stadt in einem thal gleiches nahmens in der PAvintz Popayan, in Süd-America, am fluß Cauca, etwa u>.^dem z. grad larimst. gelegen. Die alten einwohner mw yGorrones, welche sich aber, nachdem die Spanier daseingenommen, in die gebürge gezogen.

Caliarr, (Paulus) einmahlervon Verona, dessen^,,«ein stemhauer gewesen. Er hat die kunst anfänglich zubey Badile und hernach bey Johann Carvto gelernet,.aber sich aufVenedig begeben, und alldorten viele schonr ' Mverfertiget, und mit abbildung der music, den preisandern mahlern erhalten , wie er denn mit einerketten befchenckct worden. Von bannen gieng er wie^Esein vatterland und bald darauf nach Rom mit dem Vews^rZschen Ambassador Hieronymo Grimani. Man hat v ^0-zu Wien, zu Turin, wie auch zu Paris, zu Mantua,dena, zu London, zu Amsterdam, rc. gar viele kun^ftstlgemahlde von ihm. Ein einiges stück, die Vermählung ^mit der St. Catharina vorstellend, ist in Amsterdam umgülden verkauft worden. Er Hat zu Venedig mit dem ^in die wett und um den vvrzug gestritten , auch Titmnygeehret und hoch gehalten. König Philipp II. inhat ihn an seinen Hof beruffen, allein er hat diese eM ^gy-schlagen. Er pflegte zu sagen: Es könne keiner von ^ »»ler - kunst ein rechtes verständiges urtheil fällen, wen» ^ ^r-derfelbigen nicht selbsten wohl unterwiesen seye. S«».^ßig-griffiyn endlich an. 1;88. in einem hitzigen lieber, tM' Mesten jähr seines alters, nach welchem sein corper m m hMSt. Sebastian zu Verona prächtig begraben, aucynis in das eck der orgel gestellet worden. SandrarrsI'.II. p.171. .... und

* Caliarr, (Benedictus) Pauli bruder, einkupferstecher. Seine gemählde werden mit des bruver^unter welchem er gemahlet, vermischet. Er war ssvsam, und ohne ehrgeitz , und siarb an. 1598. seines»

jähr. und kkoÄaAi, vitil sts kittori. .^rissen

* Caliarr, (Carvlus und Gabriel) Pauli Mne^ ^Ebeyde ihres vatters kunst, lmdwurdenmahler. Der er^ n,jt

vatter gebracht haben. Er starb aber "schon im 26.

ner brust-kranckheit, welche er sich durch feinen allzugroll sich.—.— K>>iiver u- :. m'