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i^yO. unter dem nahmen 8. e. heraus gekommen. Es habeneinige von ihm angemerckt, daß er in seiner jugend ein Predi-ger gewesen. , dibl. , bistoirs äu Vsuxbine,
rom.1I. , i-IoZ. cles kommes illustr. II. L-Lo»Z,1M.
äe Is ürsnce. inemoires II. 2)2.
Caligula , (Cajus Cäsar) Germanici und Agrippinä söhn,succedirte an.Tiderio in dem Kayserthum, und wurde des-wegen Caligula zugenannt, weil er unter der armee gedohrenworden, allwo die soldaten die kurtz vorher beschriebene art vonbein-kleidern trugen, welche man also nennete. Tiberius hatteihn zu seinem Nachfolger ernennet, dessen tod aber, wenigst alsTiberius in seine letzte kranckheit verfallen war, aber unverse-hens sich wieder zu erholen schiene, durch aufwerffung vielerdecken, ^unterm schein ihn zu erwärmen, Caligula selbst sollmit befördert haben. Der ansang seiner regierung war garmoderat, es währete aber nicht lange: denn er machte aus demmorden und blutvergiessen gleichsam ein handwerck, begiengmit seinen eignen schwestern blutschande, und verschwendete inwenig Monaten die grossen schätze, welche Tiberius in vielenjähren gesammlet halte, und sich nach unserer müntz-rechnungweit über 62. Millionen cronen goldes sollen erstrecket haben.Nach diesem suchte er auf alle ungerechte weise geld zusam-men zu bringen. Seine unverantwortlichste thorheit aberwar diese, daß er vor einen Gott wollte gehalten seyn, und ver-kürzte, daß die köpfe von den statuen der abgötter sollten wegge-than , und die abbildung seines kopfs an deren stelle gesetzt wer-ben. Er pflegte zwischen den statuen des Castoris und Polluciszu stehen, um angebatet zu werden, und rühmte sich , daßer den mond beschlafen hatte. Er ließ sich auch oft mit den-jenigen zeichen sehen, welche man den vornehmsten gotternpflegte zuzuschreiben, als mit einem güldenen bart und strahlin der Hand, wie Jupiter, mit schild und spieß, wie Mars,mit einer brcyzinckichten gabel, wie Neptunus, mit einer leyr,wie Apollo, und weiters. Noch grösser war die unsinnigkeit,da er sich auch den göttinnen, als der Juno , Venus,Minerva, Diana in kleidung und geberden gleich stellen wol-len. An. zy. gab er Petronio , welcher damals Gouverneurin Syrien war, ordre, seine statue in der gestalt des Jupi-ters machen zu lassen, und in das heiligthum zu setzen; alsaber Petronius vernahm, daß solch vornehmen die Juden.sehrin Harnisch bringen würde, schrieb er dem Kayser, daß die kunst-ler diese statue nicht zu ende bringen konnten. Weil aber Cali-gula die Ursache merckte, wurde er auf ihn überaus ergrimmet.Mittlerweile siel Agrippa, ein söhn Aristobuli, welchen Hero-des der ältere hatte umbringen lassen, nachdem er von des Kay-scrs vorhaben Nachricht bekommen, in eine ohnmacht, undschrieb ihm nachgehends einen so beweglichen brief, daß er ver-sprach, keine Neuerung in dem tempel der Jüden vorzunehmen;allein bald darauf befahl er, daß man einen güldenen Lolollumzu Rom verfertigen sollte, den er willens war gantz unvermu-thet in den Jüdischen tempel bringen zu lassen. Er konnte aberdieses nicht vollbringen, indem er durch den Caßium Chä-ream, den Hauptmann seiner leib-garde, und Cornelium Sa-binum, einen von den Obersten derselben , den 24..jan. an. 41.umgebracht wurde, nachdem er;. jähr, 10. monat und 8. ta-ge regieret hatte. Es ist gewiß, daß Caligula die meiste zeit sei-ner regierung im köpf verrückt gewesen, dessen ursach vornem-lich einem liebes-tranck, so ihm Cäsonia gegeben, zugeschrie-ben wird. Alle seine thorheiten, deren noch gar viele beyden geschicht-schreibern vorkommen, lohnet der mühe nicht zuerzehlen. Olo. ist,.
XVIII. n. iy. amig. üb.II. äe Kollo luä. äs legstions aclL'äjum Lc. Lg?/-. *
, hiessen die alten einwohner derSpanischen stadt in Alt-Castilien gelegen, die heut zu tage Ca-lahora genennet wird. 1 il>. VII. c. 6.
L5HITX6IEI , ein altes volck in Indien, nach dem meerezu wohnend, deren Weibsbilder im fünften jähre ihres allers An-der gebühren, und kaum das achte überlebten, wo wir andersPlinio glauben wollen, üb. VI. c. 17.
* (talipo, oder Garipo, eine kleine Türckische stadt in Na-tolien beym einfluß des Halt in das Schwache meer, allwo ereinen guten Hafen macht.
CalippuS, ein MkUüemkAcus von Cyzico, wurde in Grie-chenland sehr hoch gehalten. Als er wahrnahm, daß er diesonn- und mond-jahre nicht recht mit einander vereinigen könn-te , und einen fehler in des Metonis ordnung anmerckte, er-fand er einen peAocium, welcher in sich hielt vier Metonischecyclos , jedweden von ly. jähren , welche alle zusammen 76 .jähre oder XIX. Ohmpmäes machten. Er fieng damit an zuende des junii im ;. jähre der LXII. Oivmpstxüs, d. i. im419. Nabonassaris und dem 4184. des Julianischen perioäiA.V.424. L. SI. ;654> ü. e. zzo. als Aristophon Regent vonAthen war, und Darms durch Bessum umgebracht wurde.
iijz, m clockr. remp. üb. XII. c. 16 . äe üb.
X- o- ,17- Nztb. c. zz. s. iz. in not. in stu-
feb. cnron. Krcc,'»/, obron. rekorm.
Swsser fluß in der Schwedischen landschafftWest-Bothmen, welcher im Schwedischen Laplande an dergrmtze Norwegsschmentsvrin^ , und zu oberst desBoth-ntjchen meer-busens, bey der stadt, deren er den nahmen giebt,m selbigen faul.
ral
* Ealis, oder Lalix, eine stadt in der Schwedischen provintzWest-Bothnien beym eingange des flusses gleiches nahmens <nden Bothnischen meer-busen.
Lalisch, oder Nalisch, lat. Laüssmm oder LaüfLia, einestadt in Groß-Polen, davon die Woywodschafft Calisch ihrennahmen hat. Etliche glauben, daß sie die stadt Caliscia sey, de-ren Ptolemäus gedencket. Sie liegt an dem flusse Przosna M-schen Morästen. Johannes Sprow, Ertz-Bischoff von Gnese»,hat daselbst an. 14^7. ein Concilium gehalten. An. 1706. den29. oct. wurde aühier von dem Könige Augusto in Polen überdie Schwedische armee, so der General Marbefeld commandir-te, eine vollkommene victorie befochten, und an. 1707. ist dielestadt von den Moscowitern fast gäntzlich verwüstet worden. 8^kolonia p. 24.
* Calißin, oder Rosbel, (Lsp äs) lat. Laülünum oderXosbeluin Lsput, ein vorgebürge im Königreich Dangoli, lNAethiopien, in Africa, dem vorgebürge Ära in Arabien gegenüber, welche beyde vorgebürge die meer-enge von Babelmaride«formiren.
EftUXUXI. Dieser nähme wurde einigen Hußiten bey-gelegt , welche insonderheit auf den gebrauch des kelchs im he»'Abendmahl drungen. 1 VI. Jacobeüus oder Jacobus äewar der erste, der zu der zeit, da Johann Huß schon auf de>»LonLiüo zu Costnitz war, diese lehre wiederum hervor brachte,und als ein streit entstund, ob auch Johann Huß derselbe»beypflichtete, schrieb man ihm deshalben nach Costnitz, worauser aus dein gefängnisse antwortete, daß er diese lehre, an wel-che er vorher würcklich nie gedacht hatte, allerdings billigte/daher» denjenigen, die beständig dabey blieben, der nähmeCalixtiner gegeben wurde, insonderheit aber denen, welche esin den übrigen stücken eben mit den Hußiten nicht hielten, unsnlir hauptsächlich auf den gebrauch des kelchs im heil. Abend-mahl drungen. Ob man gleich hierauf auf dem Lonciüo s»Costnitz in der zwölften seßion schlechterdings den gebrauch de»kelchs verboten hatte, wurden doch die Calixtiner dadurchnoch mehr irritiret, daß sie desto härter darauf drungen; w»sie dann, als der krieg wegen diesen religions-streitigkeiten a»'gieng, unter anderm auch in ihre meiste fähnen kelche wav»ten, desgleichen auf die spitzen der Archen und an andere offen'liehe orte stelleten. Daher dann in dem folgenden Loncilw«»Basel in der dreißigsten seßion die fache etwas gemildert, u»beyde arten der Communion erlaubet worden; welches da»'viele aus ihnen bis auf die zeit der Reformation also behalten v»ben. bist. Lobem. üb. XXIII. Huß»^
krieg, ?. I. c. 14. epil-
bilk. ecol. X. T. üec. XV, n. 4. Historik perleLutionuin eccl
Lnbem. Arnolds ketzer-hist. rc.
Calixrus, siehe Laüiftus. . ^
Calixrus, (Georgius) wurde zu Medelbui, einem dorft'Schleßwich, allwo sein vatler Johannes Calixtus Predigerw»xden 14. dec. an. 1586. gebohren. Nachdem er den gründkucliorum zu Flenßburg geleget, begab er sich an. l6oz. n» .Helmstädt, und als er daselbst an. 160;. den grkäum eines lsittri angenommen, besuchte er auch Jena und Giessen,sahe darauf einige vornehme örter in Deutschland, dM»'zu Mayntz mit Martino Becano von der anzahl der sacraw üten, und begab sich darauf nach Tübingen und endlich »»Heidelberg. Es wurde ihm hierauf die aufsieht Matthal^" ^becks, eines reichen Holländers, anvertrauet, mit welch»' ^erstlich zwar nach Helmstädt zurück kehrte, hernach aber * preise über Cöln nach Holland, und von dar nach Enge»" ^vornahm, woselbst er mit Jsaaco Casaubono eine unterrev» yhielt. Aus Engelland begab er sich nach Franckreich / ge-machte sich unter andern mit Jacobo Augusto Thua»)kannt. Da aber Overbeck nach Italien gieng, kehrwlixtus an. 161z. wiederum nach Helmstädt, weil er sichdurch einige schriften bey den Catholischen verhaßt gemaa)'te, da er denn im folgenden jähre zum krokestore ssbeo ^oräinsrio verordnet wurde. Hierbei) führte er sich so wow poudaß, da er anderswohin verlanget wurde, ihn der HccA"Braunschweig, Fridericus Ulricus, nicht weglassen woM- Ab-machte ihn auch der Hertzog Augustus zum Abt von Ko«wter. An. 164;. befand er sich aufbegehren des Churfiwiss ^Brandenburg auf dem sogenannten Lolloguio cbantor' MThoren, allwo er aber wegen der widerwärtigen gemmv»^Mkrviel ausrichten konnte. Sonst hat er auch viele st"Ut>eEgehabt, weil er eine grosse Moderation gegen andere g>» gjchverwandten bezeiget, weswegen er und die, so es mtt w Mgten, als Syncretisten beschrieben wurden. Man will den " Mkder fache von einigen äispuwtionibns, so er noch aw hAasss
an. IÜII. xr.-xcipuis steügionis LbriüikND OapiemU
gegeben, herleiten, darinnen er die üorinuüm Oonao ^»r/niger irrthümmer soll beschuldiget haben. Auch giebt w ^§1-daß in seinem Lpstome Ibeologise einige fremde lehr» pewten waren, darinnen er theils den 8ckolatticis, w ^0. üiZwinglio das Wort geredet. Worüber denn schon an. ^ pv»Balthasar Mentzer von Giessen, und v. Heinrich Hopfl ^cd.Leipzig ihn sollen erinnert haben An. i6z8. schrieb em^ Hoi-ger zu Hannover, lVl. Stateus Buscherus, weder rhn ^hcwnejum, dawider diese an. 1641. eine apologie heraus A»und darauf wurden immer mehr und mehr imMNauch Calixtus an. »645. auf dem Laüogruo zu Thoren