Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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wollten Hülsemannus, Botsaccus und Caloviusrhn nicht fürrmen rechten und reinen IfieoloZum erkennen. Dieser streit..^nahmst, weit überhand, daß nebst den WrttenbergrschenMb Leipzigern etliche Jenische, die Straßburgische, Gießrsche,^dingliche,Marpurgische und Greyphswaldrsche TfieoloZi sichM grosser Heftigkeit Calixto widersetzten ; da im gegentheil dieArlmstadtische, Rintelrsche und Konigsbergische Universitäten^«Partey hielten. Die haupt-controvers bestund darinnen,vaß Calixtus einige vorschlage gethan, wie die Protesttrendenrmglvnen zu vereinigen, und darbey unter andern sonderlichMehret, daß die haupt-artickel, so zu dem gründe der Christli-^yen lehre gehören, in dem Apostolischen glaubens-bekänntnisschalten, und daß man einen, der diesen artickel nach dem inan ^rnbolis oecuinerüLis enthaltenen Catholrschen verständeIchme, von der gemeinschafft der wahren Christlichen kirchesun auszuschließen habe. Woraus aber seine gegen-partey' uls wenn er alle religionen mit einander vermischte,iln,,. ketzern einen freyen eintritt in die Christliche kirche ver-uuuete. Hjerbey kamen noch einige andere fragen aufs tapet,^on der Nothwendigkeit der guten wercke; von offenba-M der Dreyeinigkeit im Alten Testamente; von symbolischenMern, rc. Im übrigen blieb es nicht bey den heftigen schrif-so^ die man auf beyden feiten gegen einander heraus gab,ourveri, es suchten auch die Wittenberger durch den sogenanntenjss^nüim rspsticum , als durch ein neues symbolisches buch,lein g/guer von der rechtgläubigen kirche auszuschließen. Al-.es wollten die Landes-Fürsten weder in dieses noch in ande-»„Mrge anschlüge, die man aufs tapet brachte, willigen,W protestirten insonderheit die Jenischen TKeo!c>N widerLonLalum repeütum. Es haben sich aber auch un-f,Mledene Potentaten angelegen seyn lassen, diesen streit zuNAten, dergleichen schon an. 1654. von den gesamten Evan-Ulchen Ständen zu Regenspurg geschahe, dre desfalls bey«^Churfürsten von Sachsen, Johanne Georgro I. inständigst^Zelten, daß er seine TfieoloZas doch zu friedlichen gedancken> voniren möchte. Dergleichen auch an. 1669. der Hertzog vonMvurg, Friedrich Wilhelm, bey dem Churfürsten vonAchsen suchte. Allein es war alles vergeblich, und die ruheNebss^icht eher wieder gebracht werben, bis endlich die vor-isc? - Häupter stürben; Calixtus zwar den 19. merk an.rnan' ^ "o. jähre seines alters. Von seinen schriften findetstak? ^n accuraten caraloAum bey der an. 1697. zu Helm-tvi« wieder aufgelegten Lonlultations äs wleranria ktelorma-vr»ss' . Einige der vornehmsten sind : vissmcationss XV. äs

OfiriKisnL XeliZionis Laxitibus ; Inulkatus äs ö/Iillleptor, 0 ; Lpirome IfisoloZice; guscuor LvanAsIicorurn 8cri-Ooncoräla; cls Lonjugio Llsricoruin ; Lpitoms Hiso- >r-ss . "loräliz ; cls Lrts NVVL contra Xifiuliuin; Lxpolitio lits-Sst s' ss ^kistolsm kanli aä Titum, aä Komanos, aä Lorintfiios,LÄa Lpoltolorurn <Lc. Lpparatus in 8tuäiuin 88.

; müoiia LsslefiX OLLiäentcilis, und viele andere.

in lull. 87ncrerlil. <L in ä^liemats Iksol.

hjg^' in memorab. csclef. stss. XVII. Arnolds ketzer-

^°rie, k. II. üb. XVII. s. 11. äiar. Lc.

, (Fridericus Ulricus) krokessor primarins Tkso-Eib 1? A^instadc, Fürstlicher Wolffenbüttelischer Consistorial-teii Abt zu Königslutter, war ein söhn des zuvor gedach--I6rr Calixti, gebohren zu Helmstädt den 8. mertz an.

führer f"ner jugend wurde er zu allen guten ttuäüs ange-

terweia. bediente sich in der Eloquentz insonderheit der un-lich.i.MgChristvphoriSchraderi. Weilerauch eine sonder-Tattii Medicin hatte, gab er einen fleißigen zuhörer Jacobilqqer, "v- . An. 1640. zog er nach Leipzig, und erwiese in der be-8abe stadt seine hertzhafftigkeit. Nach erfolgter über-

dg ^ d/ss'^n an die Schweden, wurde er nach Hause beruffen;die bgs ttuäium der Medicin verließ, sich mit ernst auflhy, ^vwg,e legte, und dievortrefliche bibliotheck seines vattersous zu nutze machte. Auch wurde ihm damals Verhar-rn von Quedlinburg, der hernach krokellor Tlieologis-fein mü r-wbt worden, zugegeben. An. 1644. reiste er nebst die-ivährem,» ew vatter auf das Thornische Lolloguimn, besäheletzte leit Dantzig und Königsberg, und gerieth an demscharf?« ue seines vatters wegen mit v. Mislenta in einen garschjedi-«?üvutat. Da er wieder nach Haufe kam, legte er unter-ern groben seiner gelehrsamkeit ab, und schrieb unter an-gehqlte«/L^wrio, worinnen er einige unter seinem vatterzu Mü«ff clifpurariones wider Mulmannum, einen Jesuitender A,Äwr,,defendirte. An. 1650. wurde ihm bey Visitationllluin U;.f?we eine dijputation cls Lsxtifmo L antiguis circazu halten erlaubet, und darauf die krokelliolaubni/^Lostrivs: anvertrauet. Nach diesem erhielt er er-^öhwr» reise zu thun, da er dann durch Ober-Sachsen,Sienq, ,,«>"ud Oesterreich, wie auch Ungarn, nach ItalienHielte er bannen sich nach Franckreich begab. Zu Romftdst de?K etwas lange auf, und genösse viekr Cardinäle, jaderkunf, ,i)apsts Jnnocentii X. hohe gunst. Nach seiner wie-a^Äyp-^ssde er von seinem vatter an. i6zr. zum voctorsfreuet, und verheurathete sich zu eben derselbigen zeit.ssru^ 'Wurde er nach dem tobe v. Titli krokeilor contravsr.

ihn rn^m bereits vorhero an. 1664. der Hertzog Augu-ss WoUenbüttelischen Consistorial-Rath gemacht hat-

venn auch 1034. die Hertzoqe Rudolph August unv

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Anton Ulrich ihn zum Abt zu Königslutter erewet, und unterdie Landes-Stande des Wolffenbüttelischen landes aufgenom»men. Sonst ist noch zu mercken, daß auch dieser Calixtus mitin die Händel seines vatters eingeflochten worden. Insonderheitgeschahe es, daß, als der sogenannte conlenlus rexetim« an.1664. mit in die LoiMis XVittebergsnlia eingerücket, und an.166;. auf v. Wellers anstall absonderlich gedruckt wurde, die-ser Calixtus im folgenden jähre an. 1667. eine vemonstr-nionemliguiclillimam dawider heraus gab. Dieser demonstration setz-te Aegidius Strauch eine vindication in 88. Puncten entgegen!worüber er mit Calixto in einen ärgerlichen streit gerieth, darin-nen sie einander mit den allerhärtesten schmäh-worten angriffen.Es erklärte sich aber die gantze Universität Helmstädt vor Calix-tum, und gab ein buch heraus, unter dem titul: kietss .ftilis,der streit aber wurde dennoch allezeit fortgeführet, und währetebis auf den tod Calovii. Endlich starb auch Calixtus den i r.lau. an. 1701. im 79. jähre seines alters. Seine schriften findetman m ernem eigenen cac-ilogo, der sich bey der an. 1697. zuHelmstadt wiederum aufgelegten Lonlulestione äs wlsr-rmisXckormswrum befindet. Es sind darunter TrsÄstus äs ciivsr-lis totius munäi religionibus; äs Lfiilisüno; äs 8pirituamäiscretione ; äs vsrio llominis 8t3tu; ImmscularcL 8. VirginisLonceptionis fiistoria; Lpicriiis sä viam pscis ; Lc. Hannov.auszug aus allerh. büchern, ic. menfs.fon. an. 1701. p. 7Y. Iscz.L'axs/i, in mem. ecclef stec. XVII. Arnolds kirchen- und ketzer-hlstorie, tom. II. üb. XVII. L. II.

* Lallan, oder Lallen, einstecken inIrrland, an einemfluß dieses nahmens gelegen, in der Graffchafft Kilkenny in La-genien , 4. oder 5. stunden von der stadt Kilkenny , und von Ca-rle. Calla» hat sitz und stimme in dem Irländischen Parle-Ment. Oibkion.

(Kallas, oder Callas äs Lima, lat. LsIIanm, eine kleine in-sul rn dem südlichen America auf der küste von Peru bey der in-sul St. Laurenz, unweit der stadt Lima oder äs los Reyes, dererHafen durch diese insnl gleichsam geschlossen wird. Gegen über,wo der fluß Lima in die see fällt, liegt auf einer herausgehendenspitze landes die stadt Calla» an dem strande des meeres, 2. Mei-len von Lima, und ist die rade oder anlände von Calla», die bestein dem gantzen Süd-meer. König Philippus IV. hat sie mit ge-hörigen vestungs-wercken fortificiren lassen. Es wird auchallhier ein Gouverneur und eine besatzung unterhalten, und hatder Vice-König einen pallast allda. Ausserhalb den maurensind an beyden feiten zwey Vorstädte der Indianer, alt undneu Petlpltl genannt. voiage äs 1a msr äu 8uä.

Callenberg, ein Gräfliches geschlecht, welches schon zu de»Kaysers Carolr ül. zelten bekannt gewesen. Denn als derselbeWestphalen unter den fuß gebracht hatte, setzte er vier Rit-ter von dieser familie, nebst einem Grafen von Oettingen,an. 804. nach Marburg, um die einwohner von fernermgotzendienst abzuhalten, da denn einer von selbigen das schloßCallenberg nahe bey gedachter stadt an den Heßischen gren-tzen erbauet. Als Henricus I. an. 927. den Wenden die stadtBrandenburg abgenommen, haben sich unter andern aucheinige von diesem gefchlechte daselbst niedergelassen. Gallevon Callenberg wohnte an. 109z. dem zuge wider die Sa-racenen bey. Petrus und Albertus werden in einem äiplo-male des Kayfers Rudolphi I. von dem zustande des klosterszu Altenburg an. 1290. gegeben, benennet. Wolf und Frickhaben sich an. 1192. in der St. Georgen gestüschafft befun-den. Zu ende des XII. Lculi war Conrad Dom-Herr zuPaderbvrn, und Wolf wohnte an. 141z. dem Lcmcüio zuCostnitz bey. Um das jähr 1490. befaß Jobst die stelle einesObersten und Land-Drosts in dem Stifte Paderbvrn. Achim istan. 1492. mit in der belagerung Braunschweig gewesen. Frie-drich von Calenberg , ein Heßischer von Adel, ward an. 154;.als Abgesandter an Chur-Trier geschickt. Otto Heinrich warum diese zeit Ritter des Teutschen ordens, Administrator derLand-Cvmthurey Lucklum, Commendator zu Wettingen undDehnitz, wie auch Heßischer Obrrst-Lreutenant. Herdenrerchvon Callenberg auf Wetteffngen und Rottwüsten , Hessen-Cafiselischer geheimer Rath und Statthalter, war ein vatter Hein-richs, Hessen-Casselischen Obersten, Stallmeister und Land-Drosten der Graffchafft Plesse, der noch um das jähr 1640. flo->rrret. Curt Rernecke, ein naher anverwandter des vorherge-henden , und aus eben dem Hause Wettesingen entsprossen, dien-te in dem zo. jährigen kriege erstlich dem Kayser, nachmalsdem Churfürsten zu Sachsen als Obrrster, und that denSchweden bey Freyberg und Lucka in der Nieder - Lausitzgrossen abbruch, sonderlich ließ er als commandrrender Ge-neral-Major bey Jancowitz in Bohmen fernen muth sehen.Als er bald darauf zu den wichrrgsten crvrl-chargen von demChurfürsten zu Sachsen gebraucht wordm, hat er auch hier-innen seine besondere quaütaten überall gezerget; wie erdenn nicht nur an dem Chur - Sächsischen Hofe und in derOber-Lausitz, als Ober-HoftMarschaü, würcklicher geheimerRath, gevollmächtrgter Landvogt des jetztgedachten Mara-grafthums, und Cammer- Herr in hohem anschm aewefen!sondern auch von dem Kayser Ferdinands III am Ä. inden Freyherrn-stand , an. 1654. aber zur Gräflichen dttMltä!erhoben worden. An. 164z. verheuratbete-r

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erbm der m der Oder-Lausitz gelegenen Erb-und Standes-

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