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Herrfchasst Mußkau , welche also dadurch au die Calenbergi-sche familie gekommen. An. 1666. erlangte er vom Chur-Hause Sachsen einen versicherungs-brief zur anwartung aufdas dahin zu lehn rührende Reichs-Unter-oder Erb-Marschaü-amt, auch zugehörigen schloß und stadt Pappenheim, samtderen pertinentien , vor sich und seine nachkommen, ward auchnoch hierüber mit andern expectanzen und unterschiedlichenlehns-fällen versehen. Erstarb an. 1672. Sein einziger söhngleiches nahmens, des H. R. Reichs Graf von Callenberg,Herr der Standes-und Erb-Herrschafft Mußkau, auch aufWettesingen, Westheim und Altliebel, rc. Königl. Polnis.und Churfurstl. Sächsischer geheimer Rath und Cammer-Herr,ward an. ! 7 vr. als Premier-Abgesandter an den KayserlrchenHof geschickt, und starb den 20. apr. an. 1709. Unter feinenmit Ursulen Reginen, gebohrner Freyin von Friesen, er-zeugten kindern sind zu mercken: i.) Heinrich, Dom-Probstzu Meisten, Kayserlicher wie auch Polnischer und Chur-Säch-sischer Cammer-Herr und Obrister, rc. gebohren an. 1685. undvermahlt an. 1710. den;. sebr. mit Theresia Bernhardina, ge-bohrner Marggrafin von Pascal, einer tochter des berühmtenFrancisci Marquis cle Pafcale, gewesenen lllsürs cls Lamp(lenersl, Kayserlichen wie auch Königlichen geheimen Kriegs-Raths und Gouverneurs von Brüssel. Diese ward an. 171;.den may von der verwittibten Kayserin Eleonoren Magdale-nen in den orden der Creutz - trägerin aufgenommen. Dielinder sind 1.) Henriette Theresia Regina Lucretia, den 9.aug. an. 1714. gebohren; 2.) Georg Heinrich Frantz August,den r. oct. 1718. gebohren; 2.) Otto Carl, gebohren an.1686. ward an. 1702. im 16. jähre seines alters, Capitam unterden Kayserlichen in der vestung Landau, so dann an. 1707. Ma-jor unter dem Löffelholtzischen Kayserlichen Regiment infanterie.An. 1709. resignirte er diese dienste wegen der religion, inSiebenbürgen, und würbe an. 1711. ein regiment auf seine ei-gene kosten, gieng damit an. 1712. in Dänische dienste, em-pfieng daselbst an. 171;. ein anderes regiment infanterie, welcheser bis an. 1716. behielte, so dann wurde ihm das sogenannteFuhmsche national-reqiment conferiret, welches er aber auchquittiren muste, Massen ihn der König zum Cammer-Herrnmachte, und ihm die Hof-Marschall-stelle zugleich mit ver-liehe. Den ;c>. nov. desseldigen jahrs bekam er den Danebro-gischen Ritter-orden, und an. 1717. ward,er zum DänischenGrafen mit allen seinen nachkommen , männlichen und weib-lichen geschlechts, auf-und angenommen. Den 24. oct. jetzt-er-wehnten jahrs ward er wegen des veranstalteten subllTl imKönigreich Dänemarck zum Ober - Hof- Marschall declariret.An. 1719. bekam er die Ober-Land-Drosten-stelle der GrafschafftPinneberg und die Amtmannsthafft über die beyden sequestrir-ten ämter Reinbeck und Tritt«», rc. Seine gemahlin, mitwelcher er sich den ;i. jan. an. 1714. in Dänemarck vermäh-let , heisset Catharina Christina, gebohrne von Hoüsten, desHerrn Obristen von Hollsten jüngste tochter, geb. den 2;.martii an. 1692. mit welcher er bisher nachfolgende kindergezeuget, nemlich: Friedrichen, gebohren den 16. may an.171z. Der König von Preussen nahm ihn in die zahl derJohanniter-Ritter auf; er starb aber den 24. aug. 1717. inCoppenhagen, Fridericam Louisam Christianam, gebohrenden 24. dec. an. 1716. Charlotten Sophiam, gebohren den 6.jan. an. 1718. Annam Sophiam gebohren den 18. april an.1719. hinterlassend. ;.) Friedrich Maximilian, gebohrenan. 169z. gieng in Dänische kriegs-dienste, und starb an. 171;.ju dem 20. jähre seines alters, als Capitain, in dem Haupt-quartier zu Husum. 4.) August Heinrich Gottlob, geboh-ren an. 1695. hat nunmehro, nachdem er seine reisen vollendet,Das durch erbschafft an sich gebrachte Ritter-guth Iehtnshau-sen , im Meißnischen kreise gelegen, in besitz genommen, undlebet noch unvermählet. Iohann Alexander, gebohrenden i2. mart. an. 1697. folgte, vermöge des vätterlichentestaments, dem vatter in der regierung, welche von an.1709. unter der vormundfchafft seiner mutter, nach deren to-be aber und erlangter majorennität von ihm selbst gesüh-nt worden. An. 1716. den 27. dec. vermählte sich der-selbe mit Helena Mariana Charlotte, gebohrner Gräsin vonTentzin , und verwittibter' Gräfin von Promnitz. An. 1719.erlangte derselbe von Jhro Königliche Majestät in Polen undChurfürst!. Durchlaucht zu ,Sachsen die Cammer-Herrn-char-ge. Unter den Gräflichen tvchtern sind zu mercken : 1.) Hen-riette Eleonora, vermahlte Gräfin von Schönburg auf Lich-tenstein, starb an. 1710. 2) Maria Charlotta, geb. an.,684. ist an den Herrn Grafen von Lynar auf Schönfeldvermählet; z.)Louife Amane, geb. an. 1691. vermählte undnunmehro verwittibte Reichs-Gräfin von Dünnewald, aufder Herrfchasst Zabor, trat zur Catholischen religion an.2717. und bekam in der firmung den nahmen Eleonora; 4.)Christian« Sophia, gebohren an. 170z. ist noch unvermäh-let. E', L>E. eie Grossers Laußnitz.
merckwurd.
* Callenberg, oder Lalenberg, Collenberg, war ehe-mals em berg-schloß im Stift Paderborn , nahe bey der stadtMarburg an der Heßsschm grentze. Es soll selbiges einer vonden vier Rittern aus dieser famrlie, welche Carolus N. nachMarburg setzte, um die einwohner von fernerm götzendienstabzuhalten, erbauet haben. Derselbige hat hernach davon den
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nahmen angenommen, und das gleichen nahmen tragende ge-schlecht gepflantzet.
(Lallenburg, siehe Lalundburg. ^
* Lallt, ein durch kunst gegrabener canal, 90. messen oder50. stund lang und 4. ruthen breit, welcher das Wasser aus demNil von Alt-Cair auf Damiette führet. Die Bassa lassen die-se,! canal verwachen, aus forcht, es möchte jemand denselbenableiten oder wegnehmen, und müssen ihn auf ihre kosten sau-ber und im stand erhalten. Es ist zu Cairo eine grosse war-mor-säule, wo man auf das steigen des wassers im Nil ach»hat, und wann es bis auf 2z. schuh hoch stehet, so halten dneinwohner deswegen grosse freuden-feste, weil es alsdann mrechter maas die erde überschwemmet und fruchtbar machet;welches nicht geschiehet, wann das Nil-wasser nicht überch'schuh steiget. Der canal wird alle jähr von dem Bassa m«vielen ceremonien, frolocken und freuden - bezeugungen desvolcks geöfnet.
* Lallian, ein Französischer flecken in Provence, in der Di-guerie oder Landvogtey von Draguignan und Frejus gelegen,und ;. weilen von Grace. Dieser flecken hat dem Cama-nez den nahmen gegeben, wovon man die grentzen nicht weis-
viÄion.
Callias erfand den zinnober ll. L. ,49. Olymp. XLIII- 4 -L. lll. ;; 79 - ä. L. 40;. wie Plinius berichtet üb. XXXIII. c- 7 -
Callias Eleeus, ein Priester der Sybariten in Italien,welcher, als er sich vor der straft fürchtete wegen Unterlassungseiner Pflicht in einem opfer, nach Crotona flöhe, aüwo er dieeinwohner ermähnte, die stadt Sybaris einzunehmen, und Eihnen anweisung, wie sie selbige umgeben sollten, welchesauch thaten, und nachgehends die stadt ll.L.246.0Iymp.üXVUi-I. L. Ä. ^476. ä. L. zc>8. verbrannten. üb. V.
* Callias, ein söhn Phenippi, von Athen gebürtig, ist be-
rühmt wegen dem haß, welchen er wider die Tyranney bezeugte, da er sich allein gewagt die güther Pisistrati an sichkauffen, als die Republick dieselben öffentlich zu verkauftenfohlen. Er trüge den ersten preis davon in dem wettlauf APferde, und den zweyten auf der renn-bahn der wagen in daOlympischen spielen. In den Pythischen war er nicht mE»glücklich , allwo er als sieger geerönt wurde, und sich noch ^rühmter machte, da er bey dieser gelegenheit alle Griechen,'zu diesem spiel gekommen, auf das prächtigste bewirthet, ss,halte drey tochter, denen er insgesamt eine sehr reiche ehe-W^und einer jeden, unter allen Atheniensifchen jünglingen ein»!nach ihrem gefallen für ihren ehegatten auszusuchen , die Wswgab. Er hatte über biß noch einen söhn Hipponicus genanw'welcher ohne zweifel ein vatter desjenigen Callias war, den"Atheüienser nachmals an den König Artaxerxes abgesandt v"den. üb. VI. L VII. ..
* Callias, ein Sicilianer von Syracusa. Er verfertig^
buch von den Sicilianischen kriegen, welches aber nichts^geschrieben ist, dann er hatte sich von Agathocles bestes'lassen, und schrieb also parteyisch, und mehr Agathocli als ^Wahrheit zu lieb, doch werden seine wercke öfters von den "ten angezogen. Dieser Poet lebte um die LXVI. Olywk'^ungefehr ;i6. jähr vor Christi geburt. üb. I.
üppion. , üb. XII. bild, animal. üb-
c. 28. üb. I. snlig. üom.
V. 8scurnal. c. 19. üb. I. cle Hist. 6rwc. c- '
* Callias, ein berühmter Ingenieur und BaumeisterAradus einer Phönicischen insul gebürtig, erlangte zudus grossen rühm seiner neuen erfindungen wegen. Er
ein werck, mit dessen hülff er eine ttelepoüs über eine w ghinaus heben konnte. Die llelepolls aber war eine E,<,ge-beweglicher thürnen, mit und in welchen man sich beyrung einer stadt der mauer nahete, die feinde, weiche dl»V^-und ihre mauren beschützeten, mit leichterer mühe und wrer gefahr abzutreiben. k üb.X. 4i-pon
Lalltcrates, ein künstlicher bildfchnitzer, welcher etM^endes Homeri Versen auf ein hirfe-korn eingrub, und einen'verfertigte, welcher unter dem flügel einer fliege ganh V , paßwerden konnte, auch eine ameife so klein in stein gehaue^ftjt erderen füsse kaum mit äugen zu sehen waren. Zu wela-er»geledet, ist ungewiß. üb. VII. c. 21. üb.XX^.^»
üb. I. L. 17. var. ÜÜI. IrsÄ. 2. in bcos.' M
Callicrates, ein Grieche, welcher in Achaja grfstAnlästsehen war, brachte sein vatterland unter die RonnM» ^ o-sigkeit, nachdem lü c. ;8°. Olymp. Lül.;. II. ^ ^,'tz174. Perfeus, der Konig in Macedonien, von den R?mMlich war überwunden worden. Dann wie sich diese ,umsahen ihre macht noch weiter in Griechenland ausm,,gab Callicrates ihren zu dem ende ankommenden sie v'!wie es scheinet, aus blossem neid gegen die vornevnes landes, den schlimmen rath, alle die wahren^mit Perfe der Achaern in bereitfchasst gehaltenes r » hMcommandirt hatten, einer heimlichen Verständnis zMleistung anzuklagen; und als Xenias , emer aus'0 ^^»10in vertrauen auffeme Unschuld und m gantz unoerdacy gNalsobald antwortete : Ihm geschehe hrennnm »nre ,
getrauete er sich solches auch so gar vor dem RomL sb fAwo er den zum Richter hatte, zu erweisen , da rrtt^^f,'Callicrates den Römern diese Wort aufzufassen < van'"