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den Christen gehäßige Rathe ihn hatten ins gefangnis werssenlassen, worinuen er bis auf den. 14. fept. an. 224. -ehalten ,und endlich in einen brunnen gesturtzet worden sey, nachdem er
jähr, i. monat und 12. tage Papst gewesen, ?/«-
e,'»a. Oaso-rr»,. O» ^/aAo». Laxo«.
in LnnLl. «L in inart^rol. p'aÄe»/ri.
Cossr«,. i^L.
Callistus II. einer von den merckwürdigsten Päpsten, vonaeburt ein Franzose, war erstlich Ertz-Bischvff zu Vienne inDauphins, und hieß mit seinem rechten nahmen Guido vonBurgund. Er war Wilhelm des grossen fünfter söhn, Rai-naldi und Stephans beyderseits Grafen von Burgund bruder.Er wurde in der Abtey Cluny, aüwo er den begrabnis-ceremo-nien seines vorfahrn Gelasii II. mit beywohnte, erwehlt, undnahn: deswegen den nahmen Callistus an, weil er am 14. oct.an welchem tage man das fest Callisti I. fcyert, gecrönet ward.Anfangs widersetzte er sich seiner wähl, aus forcht, daß dieCardinäle zu Rom selbige nicht billigen , und daher etwa einespaltung in der Arche entstehen möchte, wie kurtz zuvor derglei-chen geschehen, da Kayser Henricus V. Papst Gelasium inFrankreich zu fliehen genöthiget, und an dessen statt Mauri-tium Burdinum, den Ertz-Bischoffvon Prag, eingesetzet hat-te. Im übrigen hatte er schon vorhero, da er noch Ertz-Bi-schoff von Vienne war, als Legat des Römischen stuhlsan. 1 n ».auf dem LonLillo zu Vienne einen schluß gemachet, daß es eineketzcrey sey , wenn ein Bischoff oder Abt die investitur von ei-nem layen empfienge, hatte auch das vrivileZium, welches indieser fache der Papst Paschalis dem Kayser Henrico gegeben,für nichtig erkläret, und den Kayser in den bann gethan. Daer nun Papst wurde, hielt er noch in demselbigen jähre an. 1119.ein Lonsiliuln zu Rheims, darinnen er aufs neue den KayserHenricum V. in den bann that. An. 1120. begab er sich nachItalien, und wurde daselbst mit so grossem frolocken angenom-men , daß der Gegen-Papst Burdinus Rom verließ, und sichnach Sutrium begab, welche stadt an. 1122. Callistus belager-te, eroberte, und Burdinum zum ewigen gefängnis verdamm-te. In selbigem jähre wurde auch der streit mit dem Kayserauf dem Reichstage zu Worms dergestalt beygeleget, daß derKayser die investitur der Bischöffe und Aebte dem Papste über-ließ, doch aber die freyheit selbige zu crwehlen behielte. Es starbCallistus den iz. dec. an. 1124. nachdem er jähr 10. monatund i z. tage den stuhl besessen. Man hat von ihm unterschie-dene schriften, insonderheit sind episteln von ihm vorhanden,welche sich im X. row. Loncilioruin befinden. Noch einige an-dere bey dem Baluzio Win. II. milcellsneorum; 8ermones IV.in 8. ßscobum Lpottolum, stehen in der Libliotkeca kstrumtom. XX. Sein leben hat Pandulphus Aletrinus , welchenPapebrochius heraus gegeben, beschrieben,
llet/oi-ace-rss,, üb. XXVI. Ipecuü L. ;o. lg.in Appar. L 7 «ss». O« bibl.
kontitt klsll. (dborrsr, bitt. cle Oaupli. , bitt.
lit. 6cc.
Callistus III. Römischer Papst, zuvor Alphonsus von Bor-aia genannt, ein Spanier von Ration aus der vioeces vonValentia gebürtig. Er studirte in seiner jugend zu Lerida , wo-selbst er auch voÄor ward. Alphonsus V. machte ihn zu seinemLecretsrio, da er denn das grosse icbittnL in Aragonien zuheben bemühet war. Martinus V. erklärte ihn an. 1429. zumBischoffvon Valentia, und Eugenius IV. gab ihm an. 1444.den Cardinals-Hut. Endlich wurde er an. 14;nach NicolaiV. tobe, zum Papst erwehlet, und war bey seiner wähl 76. jähralt. Vincentius Ferner, welchen er hernach deswegen verhei-ligte, hatte ihm diese ehre prophezeyet, weswegen er ein ge-lübde that, wann solches geschehen würde, wider die Türckeneinen krieg anzufangen. Allein ob er wol den grösten theil vonEuropa zu solchem kriege anfrischete, erfolget doch kein ge-wünschter ausgang. Er starb an. 1458. einige episteln hinter-lassend, welche sich in dem XIII. wmo Lcmciüorum befinden;auch sind einige mit unter den Lxittoltt Lnese 8ylvü. Inglei-chen wird ihm das Oittcium transsigurationis beygeleget, weiler das fest der Verklärung Christi, die Christen wider die Türckenaufzumuntern, eingesetzet hat. H?s»,ta».
Callistus , ein Gegen-Papst. Des Kaysers Friderici I. an-hänger hatten erstlich den Cardinal von St. Cäcilia Octavia-num wider Alexandrum in. erhoben, und ihm den nahmenVictor gegeben, auch nachgehends Guidonem von Crema, densie Paschalem III. nennelen, und endlich nach deren tobe erweh-rten sie an. 1170. diestn Johannem, Abt von Strume, unterdem nahmen Callisti III. welchen titul er so lange führte, bis erdurch das Venetianische Concilium an. 1177. degradirt ward,auf welchem sich auch der Kayser und der Papst mit einandervertrugen. Nachgehends kam dieser Callistus nach Frescati, undfiel dem Papst Alexandro III. zu fusse, welcher ihn auch sehrfreundlich aufnahm. Lara«. in annst.
Callistus l. Patriarch zu Constantinopel, wozu er aus ei-nem Mönch auf dem berge Athos, von dem Kayser Cantacuze-no nach Jsidoro um das jähr 1554. nicht aber i; 6 o. wie Onu-phnus und Freherus wollen, gemacht ward. Weil er aber,wie es scheinet , zu ansang des 1,55. jahrs des Cantacuzeni söhnMatthaum nicht cronen wollte, und sich in ein kloster begab ,ward Philvtheus an jeme stelle erhoben. Als aber selbiges jähr
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noch Johannes Paläologus denCantacuzenum stürtzte,gelangeter wieder zu seiner vorigen würde, und ward folgendes jahrmdes Fürsten von Servien wittwe Elisabeth gesendet, mit lyrden stieben zu bestätigen, woselbst er auch starb.
lib. !V. c. 2;. leg. cbron. 8xo»ei. annsl.
p. 44. ciiron. eccl. Orsec.
Callistus II. Patriarch zu Constantinopel, war zuvor eMMönch, und soll Angelo Corario an. 1406. im Patriarchat nEgefolget seyn, auch selbiges bis 1419. besessen haben.
0<I an. 1406. cbronol. katriarcli. x. 44.
p. 278.
* Callistus, ein Griechischer Poete, welcher zu den zelten
Constantii und Juliani üxottiUT in dem IV. Lculo gelever.Nicephorus Callistus redet von ihm, und sagt, daß dieser PoAIuliano beständig angehangen sey, und ihm ein lob-geMwverfertiget habe. Ich. X. bitt. c. Z4- K-ratei, uv-
III. c. 18.
* Callistus, Patriarch zu Aquileja, gelangte durch Vermitte-
lung Königs Luitprandi an. darzu , da er noch ärcv^äiaconus zu Trevigi war. Unter ihm geschahe an. 711'^bewilligung Gregor» III. die theilung zwischen der vimces vonCividale cisl Friuli und Grado. öaro»E, rom. IX. scl sm729. Er hatte mit dem Patriarchen zu Grado, Antonio, streu-Händel, indem er einige unter dessen kirchen-gebieth gehörigorte weggenommen, die er aber auf ermeldten Gregorit ermäh-nen wieder hergab. , Irsl. tt»cr. tom. V. p. 108^
Weilen die Patriarchen von Aquileja wegen damaligen, krEihren sitz jezuweilen zu Cormona hatten, solcher ort aber ihm 1geringe darzu schien, verlegte er selbigen nach Cividale clel MMund vertrieb den Bischoff, Amatorem, aus seinem BiMulichen pallast , welches zu grossen Weitläufigkeiten aussclM'Denn es nahm sich Pemnon, so zu selbiger zeitHertzog-rFriaulwar, des vertriebenen Amatoris an ,, und bekam Ca» ^stum gefangen, welchen er ins meer wollte stürtzen lassen. Alein es kam König Luitprandus noch just zu recht, und ergrm'mete sich dermassen darüber, daß er Pemnonem ab-und dm^'söhn Ractrinum in die regierung einsetzte, und nachdem ^Callistum auf freyen fuß gestellet, alle, so wider ihn beyraw'»gewesen, aufs schärfste bestrafte. Endlich starb Callistus,
dem er zu Cividale äel Friuli die Cathedral-kirche hatte bamlassen, an. 770. im 40. jähre seines Patriarchats. iNe-» ib.x-1^
* Callistus Tantopulus, war an. i;9i> Patriarch zu
stantinopel , hat einen 8Moäicum cle koenie bomicistarv»^ingleichen mit Jgnatio Rantopulo ^
«-et geschrieben , welches ich/f,
in MÄmilcrixto in der Barberinischen bibliotheck befindlich ss,und aus 100. capituln besteht. , cle conlenln il-
§. 1;. äs 8imeonibu8 p. 18z. M-o/. , p. ^46 ?^
Z27. Knies» 77>ej/a/o«. äisIoZ. contr. üxeres. bib-o
61. V. 4;.p. 49^
* Calloet, (Johannes) Bischoff zu Treguier oder Lam^guier in Bretagne, lebte im ansang des XVI. tteculi. Er'von geburt ein Bretannischer Edelmann, und verstünde ^wol die sprachen, als die Rechten, und die Theologie.
war zuerst Lamor zu Cornoailles oder Quimpercorantm, v ^
nach zu Treguier, und endlich Robert Guibes nachM,dasigem Bißthum; starb aber auf dem berge St. Michae'
4. stpt. an. i;c>4. , 6»II. Lbriü. ^
Calloo, eine vestung in dem Oesterreichischen Flandech^xlande von Waes, anderthalbe stunde von Antwerpen, «'.„psScheide, bey welcher die Spanier über die Holländische»pen an. i6;8. einen treflichen Vortheil erhielten.circ. Lurgunä.
Callot, (Jacob) ein berühmter kupferstecher, Joha»"^ zslots, Kriegs-Herolds in Lothringen söhn, war gevomNancy an. 1591- aus einer adelichen familie, welche v^pgesjähr 1417. die grösten ehren-ämter unter den letztem H^cobvon Burgund bedienet; doch dessen ungeachtet folgte r- gllCallot seiner inclination, und begab sich, als er Ewar, nach Rom; ob er auch gleich zweymal wieder zurimvatterland gebracht wurde, so ließ er doch nicht nach, da-lich des vatters erlaubnis erhielt. Da er sich dann alsiA vo»selbst im zeichnen und kupferstechen bey Philippo Tho>»m ^m ^Troyes aus Champagne gebürtig, übete. Nachgehe»^ Da-nach Florentz, allwo ihm der Groß-Hertzog zu thun,g»7ch. Da-mals ficng er an gantz unvergleichlich ins kleine zu zeE"-auf gab er sein kupferstechen mit dem grabe-stichel t^diente sich des scheide-wassers. Nach des Groß-HfI M Ewollte er wieder in sein vatterland ziehen. Da trElch Zmeben zu, daß Printz Carl auf seiner reise von Romrentz gieng , unb wie ihn daselbst einige vom <^>ll^,,,.mgenLstücke belustigt, überredete er ihn mit ihm »ach Lvw E.seinem schwieger-vatter zu gehen. Dieser Hertzog^auch sehr gnädig an, und verordnete ihm eine gute mverheurathete sich auch an. 152z. mit einem adestchen t Äore>'-mer, als er ;2. jähr alt war. Mittlerweile als er sich lautch.aufhielte, nahm er wahr, daß der fürnis, dessen M hjsheE„wacher bedienten, weit eher trocknete als «m» .
Daher war er der erste, welcher sich dessen tM ? Wr kmchmit dem scheide-wasser gebrauchte, und wüstem» a