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Zweyter Theil. Bi - C.
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rey verdächtig waren, wurden von dem damaligen ftssmin!-ümtore, Hertzog Friedrich Carl, zu gerichtlicher Untersuchungdieser fach einige LomnErü abgeschicket, worunter auch derTübingische Gottsgelehrte Georg Heinrich Häberlin gewesen,welcher hernach eine historische relativ» hievon heraus gege-ben. OrM res 8uevic. toxogr. 8ueviX. IlFo/er, bibl.

script. äs red. 8uev.

Calw. Die Grafen von Calw waren vor zeiten in grossem an-sehen in Teutschland. Emeritus I. soll entweder des FränckischenKönigs Clodoväi selbst oder seiner gemahlin Clothildis aus Bur-gund naher anverwandter gewesen seyn, und hat in dem an.499. bey Weib-ingen und Beinsstein wider den SchwäbischenKönig Bandecarium vorgegangenen treffen als oberster Feldherrdie Königlichen trouppen commandiret. Nachgehends setzteihn der König Clodoväus zum Statthalter in Schwaben,worinnen er das schloß Beutelsbach erbauete. Emeritus II.war Major äomus bey dem Könige Dagoberts. Desselbendruder Albertus diente bey dem Könige Pipino am Hofe, undzeugte mit seiner gemahlin,' einer Gräfin von Pfirt, Eberhar-dmn I. der durch seine meriten bey Carolo M. in sonderbares an-sehen kam, so daß er ihm das Groß-Hofmeister-amt nebst derstelle eines Kriegs-Obersten auftrug, ja auf anhalten seiner ge-mahlin Iastrada, feine tochter Hiltrudin vermählte. Es starbendlich Eberhardus an. 8n. und ward zu St. Denys beyParis begraben. Seine söhne werden Eberhardus II. undAstulvus genennet. Eberhardus II. ererbte zu seinem antbeildas schloß Beutelsbach samt allem zugehör, wurde von Carolo8-mplici zum Major stoniu8 ernennet, blieb aber an. 89z. lNder schlacht wider Qdonem oder Ottonem, der des Königs Vor-mund gewesen, und selbst das Reich an sich bringen wollte. Erhinterließ 2. söhne, Emericum III. und Clodovaum, davon jenerunter dem Kayfer Hcnrico I. unter den trouppen Hertzog Her-manns von Schwaben an. 9z). mit wider die Hungarn zog;weswegen ihm auch der Kayfer die Grafschafft Gröningen gab.Seine söhne waren Henricus und Ulricus Grafen zu Beutels-bach. Astulfus,der andere söhn Eberhard! I., bekam die Graf-schafft Calw, und wurde der stamm-vatter dieses Gräflichengeschlechts. Er soll auch, wie einige meynen, Papsts LeonisIII. vatter gewesen seyn. Ferner ist er deswegen berühmt, weiler das Benedictiner-kloster zu Hirsau an. 8; 8. gestiftet. Conra-dus l. Graf zu Calw, erwies an. 91z. seine tapferkeit in derschlacht wider die Hungarn bey Merseburg, wohnte auch dar-auf dem zu Magdeburg an. 9)8. angestellten turnier mit bey,und war der 4. unter den 12. Grafen , welche ihre eigene Helmezur schau auftragen liessen. Muetlieb, Gräfin von Calw, sollConradi I. schwester oder tochter gewesen seyn, und nachdemsie sich mit Adelberto I. Freyherr» von Zimbern an. 912. ver-mählet , und mit ihm Georgium gezeuget, wurde sie dadurcheine stamm-mutter dieses Freyherrlichen hernach Gräflichen ge-schlechts. Erlafried, Graf zu Calw, war ein vatter Älberti,welcher an. 1042. dem turnier zu Halle in Sachsen beywohnte,und von welchem die alten Grafen von Löwenstein und Wür-temberg herstammen sollen. Gerhardus, Graf von Calw,legte sich auf die lkostis, wurde Dom-Herr zu Aichstädt und an.1040. Bischofs dasslbst. An. 1054. als Leo IX. gestorben, wur-de er an dessen stelle unter dem nahmen Victoris II. auf denstuhl erhoben, welchen er 2. jähr besessen. Er hat auch an.105;. das Benedictiner-kloster Weissenau im Nortgau gestiftet.Leopoldus , Graf zu Calw, wohnte an. logo. dem turnier zuAugfpurg bey. Ehrlongus, Grafzu Calw, war anfangs Kay-sers Henrici IV. Cantzler und hernach an. 1106. Bischofs zuWürtzburg. Er ließ sich am ersten wegen dieses Bischoffthumsals Hertzog von Francken das schwerdt vortragen, wurde zwey-mal von dem Kayfer Henrico V. verflossen, und starb an. 1122.Godofredus, Graf zu Calw, stand hingegen bey Henrico V. ingrossen gnaden. Seine tochter Isha wurde an Welfonem VI.Hertzog in Bayern und zu Spoleto, vermählet, und als derKayfer Cvnradus III. an. uz?, ihren gemahl in Winsberg be-lagerte , und der ort sich Hungers halben ergeben muste, erhieltsie von dem Kayfer, daß was sie auf dem rücken tragen könnte,ihr frey mochte paßiret werden, da sie denn ihren gemahl her-aus getragen. Albertus II. Graf zu Calw, war an. 116;. aufdem turnrer zu Zürich, und ward gleichfalls von etlichen vorden stamm-vatter der alten Grafen von Löwenstein und Wür-temberg gehalten. Unter dessen kindern soll auch CvnradusGraf zu Heutelsbach, von welchem die andern Grafen zu Beu-telsbach und Würtemberg herstammen, desgleichen Berthol-dus Graf zu Löwenstein gewesen seyn. Cvnradus II. Graf zuCalw, wohnte an. n 79. dem turmer zu Cöln bey, und standbey dem Kayfer Friderico I. m gutem ansehen. Henricus wur-de an. i2io. Abt in dem Benedictiner-kloster zu Reichen«», undstarb an. 12;?. An. 1207. gieng er m gesandtschafft nach Rom,woselbst er von Innocentio III. das privileg-um erhielt, daß al-le Achte dieses klosters bey den allgemeinen 87-10615 zu des Pap-stes füffen sitzen, und die Päpstlichen gesetze in Handen haltensollten. Er starb an. 12; 7. nachdem er dem kloster 27. jähr vor-gestanden. Ulricus, Graf von Calw, wohnte an. 1209. demturnier zu Worms bey, gleichwie Conradus III. an. 12;;. demzu Wurtzburg. Nach der zeit wird keines Grafen von Calwmehr erwehnet, daher es scheinet, daß dieser Conradus derletzte dieses Hauses gemessn, und die hierzu gehörigen qüthersind an diePfaltzgrafen von Tübingen, von denselben aber andas Haus Würtemberg gekommen. ^st

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an. 1054. monast. Oerm. p. ir. L44. colwo-

Zraxli.lil,. V. 0.414. .Gchrvelins Wurtenberg. chron. x- 97-Eueä Grafen-saal.

Calydon, die Haupt-stadt in Aetolien, wovon ein gewMwald seinen nahmen bekommen,worinnen, nach dem getichtePoeten, Meleager das ungeheure wilde schwein soll umgebraunhaben. Sie hat einen Bischöfflichen sitz, und gedencket Tenopyo?»Pausanias, Strabo, Stephanus, rc. ihrer. Es ist auch ewwald dieses nahmens in Schottland, und ein flecken, wciust-die einwohner Dunktld nennen, dessen nahmen man auw Unem theile von Schottland gegeben, und dem meere dasswugegen Mitternacht, lat. Ocermu8 Laleäonius genannt. SleyCaledonia.

Calydoni, ein klein schloß in Italien im gebiethe von MG-za, davon eine adeliche familie ihren nahmen führet.

Calypso, der nähme einer Nymphe, welche des Oceani undder Thetis, oder, wie andere schreiben, des Atlantis tonMgewesen, und den Ulyssem, nachdem er fchiffbruch gelitten,mannur freundlich aufgenommen, sondern auch 6. oder 7. jähr vwsich behalten. Die insul, in welcher sie geherrschet, wird vo>einigen gleichfalls Calypso, von andern aber Ogygia, und vv'einigen, welche diese Nymphe vor eine schwester des ColchM'.Königs Aetä und der Circe ausgeben, Aea genannt; wielypso davon Aeäa beym Propertio heisset. Die läge solcher w-sul, von welcher man heutiges tages nichts mehr findet, w>r«in das Ionische meer, nicht weit von dem Lacinischen vorgebt,ge, wo anjetzo der Golfo sti Tarento ist, gesetzt. Andere nu'den, daß sie unweit Pozzuolo, und einige, daß sie unweu Akusten von Africa gelegen habe. IVE»-. in Ostvft. 0 «^. lib. -

kont. k-l. X. V. 1Z. /ck. ste »rt. am. lib. II. V. 12;. 7 ^^ 'lili. IV. epigr. i. lib. III. eleg. 11. lib. III. c-

lab. 12;. , lib. II. L. 7. in I^coxNw -

, lib. VIII. *

Calza, lat. OaligL orsto, ein Ritter-orden zu Venedig,nach art des- ordens ste la ftanst» in Spanien eingerichtetwessn, um die jugend beydes zu wasser und zu lande in kriegexerciciis zu üben, und um das jähr 1400. bey der erwetM.stdes Hertzogs Michaelis Steno zu Venedig soll aufgckowN'>seyn. Es war das ordens-zeichen ein mit gold gestickter uns.«edelgesteinen versetzter stiefel, welchen sie bald an dem rEbald an dem lincken fusse, nach belieben, trugen. Esdieser ordenan. 1562. erneuert; wannenhero eimge auf du v-dancken gerathen, als wenn er damals erst aufgerichtetden. bist. Ven. e. I I. (?,')>/>/,,, Ritter-orden.

Calzada oder St. Domingo st- I» Calzada, lat. LslAt», eine kleine stadt in Alt-Castilien in den« ländgen Rioga-lieget in dem geburge, und ist wegen der devotion gegenheil. Dominicum berühmt. Sie hat einen BischöfWffN '-unter Burgos gehörig, so an. 12; 6. mit dem Bißthum Ca>avra vereiniget worden.

Camaldoli, ein Mönchs-orden, den St. Romualdus ^end des X. steculi gestiftet hat. Dieser gab seinen Mönche« st-riegeln des Benedictiner-ordens, mit hinzufügnng einiger j«derlichen satzungen. Ihr Habit sollte weiß seyn, wer! w«einem gefichte verschiedene also bekleidete Personen vorgibstmen, die auf einer leiter gen Himmel gestiegen. Er "^lallen«aus einer edlen familie von Ravenna, und, wie einige ^gar von alten Hertzogen dieses orts entsprungen, und.naw ^li->er auf den Apenninischen gebürgen nahe bey Arezzo eine«samen ort angetroffen, Lamxo Maldoli genannt, siehst ' xl»-allda ein kloster zu bauen um das jähr 1009. Von dE'VstBster entstund nun der nähme des gantzen ordens, mit ausw« ^einer sylben. Wiewol dennoch etliche der meynung,h"^che>si'ort habe mit seinem gantzen nahmen Lampus amobm«sen, welcher demselben auch in einem cliplom-ue Henri«ben wird, so daß eigentlich Camaldoli aus diesen zweye«tern zusammen geschmoltzen, und sey im übrigen Ar-einode nicht von einem Meldoli, sondern von Theob«'schoffzu Arezzo, an Romualdum verehret worden. D« §0-schafft der Einsiedler St. Romualdi, oder des berges ^ sierona stammen her von dem orden der Camaldoli,sich auch an. izzr. vereiniget. Paulus Justinianus oo» p stissbig fieng solche gesellschafft an aufzurichten an. 1^0. , per»

tete das Haupt-kloster auf dem Apennin», an einem Uxuglst«man mones stell» Corona nennet, 10. messen von ^ mwiedmete selbiges unserm Heylande an. 1;;;.

vit» 8. stoniULlsti. IM. "

Ne. * siehe

Camaldoli, (Ambrosius sts) oder csm»I6uleo^ -Ambrosius. ^ «v'

, Camaldula, (I») ist eine ausserhalb der stadt T« ^ Mernem berg liegende, von Hertzog Carl Emanuel gemr „ pe»tey, in welcher seit an. 1607. die Rittex-versammim »ordens stell'stnliunci»ra gehalten werden. * .

VIIXIIM, oder LEIWOIMXIM. eine RoMlM . eowin Engelland, welche Claudius angelegt hatte, dre a«ni» Victricenür hieß, weil die soldaten von der 25-welche Lemin» Msrti» ViÄrix hieß, solche bekamen.mit keinen vestungs-werckern versehen, indem dre R» v«nerale sie mehr zur tust, als zur beschützung angelegt / y