Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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382
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die Saracenen und Moscowitcn ehedessen Cambalu genennt ha-ben. Es ist zwar wahr, daß obgedachter abriß mit der abbil-dung Peking, welche die Holländer mit sich gebracht haben,nicht übereins kommet, aber dieses rühret daher, weilen dieseletztem ihren prospect von einer andern seilen her, als iene ge-nommen. Im übrigen kommt die art der gebäuden uberein.Uberdiß ist bekannt, daß die Tartarn, die an dem nördlichentheil China gewöhnet, volcker waren, welche hin und her ge-schwärmet, und keine städte gehabt, da doch diese vermeynteTartarische stadl, palläste, Pagoden oder tempel, triumph-bögen,und sehr prächtige öffentliche denckmahle soll gehabt haben,äa», k. II.

Eamberg, eine stadt und vogtey an den grentzen der Graf-schafft Dietz , unweit Schwalbach, von welcher der Camber-ger-grund den nahmen hat. Sie gehört Chur - Trier. 2er/.

lopogr. Hsff.

* Camberg, oder Camdurg, eine ehemalige berühmte Bme-dictiner-Abtey in Francken in der Würtzburger-Vioscss, ob demKocher und Limpurg nicht weit von Halle, welche die Gra-fen von Rotendurg gestiftet. An. 1216. entstünde zwischen demErtz - Bischoff von Mayntz und dem Bischoff zu Wurtzburgein zwicspalt wegen einweyhung des Abts zu Camderg, da sie sichbeyderseits dieses rechts anmaßen wollten. Es wurde aber vondem Papst Honorio sowol dieses, als andre geistliche rechte überdiese Adtey dem Bischoff von Wurtzburg überlassen. FriesensHistorie der Bischöffe von Wurtzburg in Ludwigs Wurtzburg.geschicht-schreibern, p. 549 - Die Kasten-Vögte diesigklosters wa-ren der Rath zu Halle, welchen es aber Bischoff Rudolph vonSchernberg auf erlaubnis bey Kayser Fnderrco an. 1488. ge-nommen, dem Bißthum einverleibet, und hernach denen Scheu-chen von Limpurg gegeben, welche bey dem Bischoff anhielten,daß er den Papst bitten möchte, solches in ein weltliches Stiftzu verwandeln , welches auch an. 1489. geschehen, und wurdealsdenn verordnet, daß künftighin die Chor-Herren alle adeli-chen standes seyn sollten, ausser zwey, so voÄore§ wären. Frie-se, I. c. p. 8c 8- L«ae//»,' 6srm. lacr. k. II. p. 20.

* (tambis, (Margaretha von) eine Französische Fräulein, dienach der Hand den Baron ä'Aigremont einen LanguedocischenEdelmann geheurathct. Sie hat durch zwey Übersetzungen,welche sie in dem XVI. Leculo heraus gegeben, ihren nahmender Nachwelt bekannt gemachet; das einte war Joh. Georg»Trißins Italiänisches werck, von den pflichten einer wittib ;das andre ein trost-brief, welchen Boccacio an den verjagtenPino äe Roffi geschrieben. Beydes ist zu Lyon gedruckt, jenesan. 1554. dieses aber an. 1 zz 6. L« ck« <L a«

bibliotst. krau«;. 7 /rLr^ra» äe . äsus serelo8-8, allwo er sich aufden Herrn von Colletet beruffet.

Cambodia, oder Camboya, ein Königreich in Ost-Indien,jenseit des flusses Ganges gelegen. Nordwärts und nord-ost-wärts grentzt es an das Königreich Siam, und an die landschafftLsiompa, an den übrigen feiten aber ist es mit dem meer um-geben. Der fluß Mecon theilt es in zwey fast gleiche theile,und formirt nicht weit von seinem auslauf in das meer einenste, an welchem die Haupt-stadt, gleichfalls Camboya genannt,qebauet ist. Noch viel andere grosse städte liegen in diesemReich. Insonderheit wird erzehlt, daß man ungefehr um diemuten des XVII. Lculi, in einer gantz abgelegenen und hintersehr dicken Wäldern versteckten gegend, eine grosse stadt ange-troffen , welche mehr als 600 Häuser gehabt. Sowol diese,als die gaffen sollen von dem schönsten marmor gewesen seyn.Die mauren soll man hoch, starck und auf solche art gebauetgefunden haben, daß man von innen bis auf deren spitzen,worauf allenthalben Muren von allerley thieren gestanden, hin-auf steigen können. Auch die walle und graben sollen mit mar-mor ausgesetzt, und die letztem mit so tiefen Wasser versehen ge-wesen seyn, daß man ohne muhe schiffe darauf fortgebracht.Ferner wird gemeldet, baß man eine überaus prächtige brückedaselbst zu sehen bekommen, deren bogen durch sehr grosse stei-nerne riefen unterstützt worden. Das allerwunderbarste aberist , daß man in einer so grossen und schönen stadt weder men-schen noch Vieh gefunden. Anjetzo aber soll sie bewohnt seyn,und Angon genennet werden. Jedoch ist es gut, hierinn nichtallzu leichtgläubig zu seyn, bis man von gar sichern reisendenhierüber das mehrere und gewissere vernehme; weilen derglei-chen dinge schon mehrmalen ohne gründ ausgesprengt worden.

* Cambout, (clu) ein ansehnliches geschlecht in Franckreich,welches seinen Ursprung aus Bretagne hat. Alanus I. Herräu Cambout, hinterließ Gtlbertum l. dessen söhn, Aegidtus,Herr äu Cambout und von Kersalw, an. 1267. gelebet, undmit Olive, einer schwester Iohanms, Herrn von Coetlogon,verehelicht gewesen. Dieselbe gebahr thm unter andern Ala-num II. Herrn äu Cambout, welcher an. 1271. JohannamDedou heurathete, und mit ihr unterschiedene kmder zeugte.Sein ältester söhn, Gilbertus II. Herr äu Cambout, hinter-ließ von Margaretha Goyon äe Matignon 2. söhne: i.) Jo-hannem äu Cambout, welcher an. 1564. in der schlacht beyÄuray umkam. 2.) Alanum III. Herrn äu Cambout, der an.M72- bey dem Hertzoge von Bretagne Mundschencke war, undnoch an. 1415. lebte. Von seinen 2. söhnen, die ihm Johan-na von Tournemme gebohren, wurde der jüngste, Johannesäu Cambout, Herr äu Vaurron, an. 1415. in der schlacht bey

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Azineomt gefangen, und starb an. 1428. ohnbeerbt; derälte-ste aber, Stephanus, Herr äu Cambout, so bey dem Komgeund dem Hertzoge von Bretagne Mundschencke, inaleichenGouverneur von Montcontour, la Hunaudaye und Chastel-Au--dran gewesen, gieng um das jähr 1442. mit tobe ab, und hin-terließ von Catharina äe Is Motte, Frau von Blest oder Wals,Iohannem I. Herrn äu Cambout und von Blais, welcher an.1444. Johannam von Quelen heurathete, und um das M»1476. das zeitliche gesegnete. Desselben söhn, Johannes u.Herr äu Cambout und von Blais, so bey dem Hertzoge vonBretagne Rath und Miere ä'Kürel gewesen, wurde von derKönigin Anna , Hertzogin von Bretagne, an. i z--7. EGouverneur von Cesson, von dem Kömge Francisco I- aberan. 15 zz. zum Gouverneur von Jugoro verordnet, worauser noch in selbigem jähre starb. Sein ältester söhn, AlanusIV. Herr äu Cambout und von Blais, wurde an. 1522. gleich-falls Gouverneur von Cesson , und hinterließ bey seinem ami5Z4. erfolgten tode von Jacobina Madeuc Renatum, Herrnäu Cambout, äu LIms-äe-Loi8 und von Blais, welcher Me-ter des Königlichen ordens, Königlicher Rath, wie auch Ob"-'Jäger-Floß-und Forstmeister von Bretagne gewesen, und am1 ?77- gestorben. Von seiner gemahlin Francisca Baye, Fr<mvon Coislin und Merionec, hinterließ er unter andern FraMctscum, Herrn äu Cambout, von Coislin, Merionec rc. Ba-ron von Pontchateau, welcher ebenfalls Ritter des ordens Sl-Michaelis, Königlicher Rath , wie auch Ober-Jäger-Flov-und Forstmeister von Bretagne, ingleichen Gouverneur »o»Nantes war, und an. 1625. in dem 8;. jähre seines alter»starb, nachdem er mit Louise äu Pleßis, Frau von Becay, daihm an. izä;. beygeleget worden, 2.söhne, Carolum umLudovicum, gezeuget hatte.

I. Carolas äu Cambout, Marquis von Coislin, BEvon Pontchateau und Is Roche-Bernard rc. Ritter der Kö-niglichen orden, Königlicher geheimer und Staats-Rath,verneur von Brest, lüemensm-Oener-ä von Nieder-Bretaguogieng an. 1648. mit tode ab. Seine 5. kinder, die ihmlippina von Beurges, Frau von vcury und lu MagulayA dvbohren, waren i. ) Cäsar äu Cambout, Marquis von Co«vlin , von dem hernach. 2.) Franciscus äu Cambout,ron von Pontchateau, welcher an. 1641. bey der belagerM»von Aire gefährlich verwundet wurde, und an. i 6 ;o. stss"'z.) Sebaftianus Josephus äu Cambout, der sich in v"geistlichen stand begeben, und an. 1690. zn Paris in dem v-'jähre seines alters das zeitliche gesegnet. 4.) Maria äubout, so an. i6;4. mit Bernhardo von Nogaret, HE»von Epernon, vermählet worden, und an. 1691. gestorE;.) Margaretha Phtlippina äu Cambout, welche^"'i6?4. Antonio von 1 'Age, Hertzoge von Puylaurens, an.aber Henrico von Lothringen, Grafen von Harcourt, be»glegt worden, und an. 1674. mit tode abgegangen. ObgedAvter Cäsar äu Cambout, Marquis von Coislin, Graf voncy, General-Lieutenant der Königlichen armem, wie auch ^1onel-6eusrsl der Schweitzer und Graubündtner, starb a1641. an den wunden, die er bey der belagerung von Am ssg,kommen, in dem 28. jähre feines alters, und hinterließMagdalena Seguier, einer tochter des Cantzlers Petrl ^guier, ;. söhne: 1.) Armandum äu Cambout, Hertzost ^Coislin, von dem hernach. 2.) petrum äu Cambom ^Coislin, welcher den Cardinals-Hut erhalten, und von demgner art. folget, z.) Carolum Cäsarem äu Cambout, ^ ^ man. 1641. gebohren, und als ein Maltheser-Ritter an. ^Versailles gestorben. Vorbesagter Armandus äu CaMf y,Hertzog von Coislin, Pair von Franckreich, Grafvon ^Baron von Pontchateau und la Roche-Bernard, war amgebohren, wurde an. 166z. zum Hertzog von Coislin unf dvon Franckreich , an. 1668. zum General-Lieutenantniglichen armem, und an. 1688. zum Ritter der Komm M-orden ernennet. Hiernächst war er läemen-mr-kenerM m xjy-der-Bretagne, und starb an. 170,. zu Paris. Vondern, die er mit Magdalena, der einzigen tochter u»vollstPhilippi äu Halgoet, Herrn von Kargrese und ls Romse, gezeuget, haben ihn folgende ;. überlebet: i.)lena Armand» äu Cambout, welche an. 1689. m"ss v»"miliano Petro Francisco Nicolao von Bethune, HE^ngeMSully, vermählt worden, und an. 1721. mit tode avg ^n2.) Petrus äu Cambout, Hertzog von Coislin, P" pMFranckreich, Marquis von Pontchateau, welcher am yeM7.may, als Oberster von einem regiment zu pftroe/ ssA--46. jähre seines alters gestorben, und von Louise § gulegre keine erben nachgelassen. ;.) Henricus Earc>» -Cambout, welcher an. 1664. den iz. stpt. gebohren,/ ^al'-

fangs ein Maltheser-Ritter worden, an. 1682. aber die x,e

tung auf die stelle eines ersten Almosmier bey dem , L,damals sein vetter, der Cardinal Petrus äu S»'

kleidete, erhalten. Hierauf ward er an. 1684Georges zu Boscheviüe, an. 1697. Bischoff zu MM ^Commandeur von dem orden des H. Geistes, uno

Königlichen Französischen Acadunle. ^^e nahm er an. 1711, den z i.mertz' M

ein mitglied derseines bruders tode

jecnes oruoers rooe naym er an. 1711. vrntzog von Coislin und Pair, seinen sitz in dem Parlemgesegnete an. 17;». den 28. nov. das zeitliche. obg"AvIst Ludovicus äu Cambout, Herr von Becay/ hrten Laroli äu Cambout, Marqurs von CorsliN, pe