Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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383
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^' war Gouverneur von Oleron, und zeugte mit Gilberta"Y-äu-Fou Hteronvmum äu Cambout, Herrn von Be-A, Konigl. Lieutenant in dem Gouvernement von Brest,weicher sich an. i6iy. mit Maria , Frau von Karheil, Ville-neuve und Caesden, verehltchte. Dieselbe gebahr ihm unter«nvern Renatum äu Cambout, Grafen von Karheil, Gou-A.n.eur der insul Rhuis , welcher von Johanna Raoul undFrancisca äs Lauriere unterschiedliche Linder nachgelas-b"'?avon aber nur der einzige Jacobus , Marquis än^«mvout, Graf von Karheil und Herr von Villenenve, seinenuammen fottgepflantzet hat. Derselbe war gleichfalls Gou-d.Aur t)er insul Rhuis, und blieb an. 1701. den y. jul. ind^IHlacht bey Carvi als Brigadier der Königl. armeen, nach-.A er mst Renata Maria le Marchand folgende 2. söhne ge-rn»- ^Ee : i.) Der jüngste, Anna Franciscus wilhel,b äu Cambout, DoÄor MeoloFiL von der Facultat zu Pa-1 7 ?. ward an. 1719. Bischoff zu Tarbes, und gesegnete an.

vas restliche. 2.) Der älteste, Petrus Ludovicus,ij^uis ch, Cambout, Gouverneur der insul Rhuis, vereh-din an. 1704. mit Magdalena Beatrix ls Brun äs Troa-äu /c^elche ihm nebst einigen töchtern, petrum Armandumx^ambout - Grafen von Karheil, gebohren. , Kitt.

" wst. tom. IV. p. gor. 8ro- wm. IX. x. 171. 2;;. 2?r. <L4?r.

q^ 5 sttbout Loislin, (Petrus Armand von) ein Cardinal,te w - wtztgedachten samilie. In seinen jungen jähren studir-Do^mst grossem fleiß in der Sorbonne, ward auch darinnenin erlangte eine grosse wiffenschafft in der Theologie,

chen-historie, in den canonischen Rechten und in derstb?<i, r Hierbey führte er von jugend auf ein sehr exemplari-lint^s oen, welches alles zuwege brachte, daß ihm der Königk--;. Mcdene wichtige Abteyen, unter andern aber die vonstjs'Victor zu Paris, hiernächst die stelle eines ersten Almose-' und an. 166;. das Vißthum von Orleans gab. An.aia ^ard er Commandeur von den Königlichen orden, undK? Mneistus Harlay, Ertz-Bischoff von Paris, welchen derqg '''3 ru der Cardinals-würde nominirt hatte, mst tode abge-chxw^wae, bekam er vor seine person solche nomination, wel-lich ss'wlge er den 22. jul. an. 1697. von Jnnocentio XII. wurck-170a . die Cardinäle aufgenommen ward. Den 12. sept. an.gen,.'^heilte ihm der König die dem Cardinal von BouillonCndU, ne würde eines Groß - Almoseniers von Franckreich.dem - !wkb er zu Versailles an. 1706. des nachts zwischenMit den,""" 5. febr. in dem 67. jähre seines alters, und zwarlate^wruhm eines von den würdigsten und unsträflichsten Prä-glejch'sicher alle pflichten eines rechtschaffenen Äischoffs, zu-einem i.,^lles, was ohne Nachtheil des Christenthums, vonin asu "ten und magntfiquen Hofmann kan erfordert werden," genommen» V'bs »/ rbs coM'r a/ Käme

* ksvrier 1706.

§ 8 ejiss^bra, mit dem zunahmen die schöne, war die tochterheutig/ Königs der alten Britten , welche ehedessen dasSeist ,„,^WEand bewohnten. Diese Printzeßin befasse so vielals von-^ugheit, daß sowol der König als feine Räth gleichriachka^/wem Oracul rath bey derselben einholten, und ihmvolck dieser Carnbra bekamen die Sicambrier (ein

Und ibn-n "^wen, über welche sie bey 40. jähren geherrschet,citadell" . Sffetze gegeben hat. Sie erfand eine neue art dieder bevestigen, und starb mit grossem rühm im jähr

(V. ^90. sts illuür. stnZI.

stadt de!, ^?der Cammerich, lat. Lsmemcum, die haupt-dey, "^uvschafft Cambresis in den Französischen Niederlan-W, §,MWsische meilen von Douay, und 7. von Valencien-Ele js. viel von St. Qnintin an der Scheide gelegen,auch mi, ° '.sthon, wohl gebauet und wohl bevestiget, über dißi'ige beri^l "tadelten und einem Ertz-Bißthum versehen. Ei-8.wayx, . daß sie Camber, der Sicambrier König zuerstMd Ado meldet, daß sie von Clodione, Könige von?4z. Cax/st! 5 ,": 44?. erobert worden. Nachgehends fiel sie an.A Kave-!« in der theiluug zu. Folgends ward zwischenKiandern pss' Konigen von Franckreich und den Grasen vonAndern deswegen gefuhret. Balduinus I. Graf vonDie KauMvm sie ein, und gab sie seinem söhne Rudolpho."der woll!,» Uarirten sie zu einer freystadt; die Franzosen°.^ 4 r. wi, i»?Z niemals ihrer pratension darauf begeben. An.Met» ^SteFranciscus I. darein, daß sie sollte neutral bleiben.^rstq^,,Uuü v. eroberte sie das jähr darauf, vermittelst desMei„ »W, st er mit dem Bischoff hatte, legte besatzungtasten erbst,,-, -t die einwvhner durch eine auf ihre eigene un-§vg von M,» "iadelle im zäume. Als aber an. 1582. derHer-wurde Königs Henrici III. bruder, Grafvon Flan-, vrhergeh^ward er auch Herr von Cambray, allwo er in demAny, .ssm Johannem von Monluc, Herrn von Ba-

?e>n tvd des ^vernmr gemacht hatte. Dieser schlug sich nach.. Ach mir Mtzogs von Alencon zu der Llgue, machte aber^Als P^»7.H"wrco IV. friede, und bekam an. 1594. den ti--A' Docb>??'^wbray, und den Marschall-stab von Franck-°Angen ^.Svamer nahmen ilM bald diese stadt ab, undMäumen ^^.chnen auch bie citadelle den 9. oct. an. 1,9;. ein-A», allein "nwohner huldigten Philipvo II. von Spa-Ler Herr von^/^'^^-eklagte W hierüber, und erwiese,

* A, das ibn, / Cambray sey, welches er auch m so wert er-° "im em gewisses eigenthum in der stadt und dem lan-

de Cambresis gelassen wurde, die Spanier aber damit ver-gnügt waren, baß sie die protection darüber und die citadellenbehielten. Darauf bevestigten sie diese stadt wohl, und besetztensie so starck, daß man sie tm XVII. Lsulo vor unüberwindlichhielte. Nichts desto weniger, als der König von Franckreich an.1677. Valenciennes eingenommen , und darauf Cambray be-lagerte , wurde er in kurtzer zeit davon Meister, und bald dar-auf bezwäng er auch die citadell. Diese grössere citadelle liegtauf einer höhe und commandiret die gantze stadt. Der grabenist in einem felsen eingehauen, woraus auch die mauren aufge-führet worden. Die wälle der stadt sind gleichfalls mit tiefengraben umgeben, sonderlich gegen morgen zu, und haben gu-te pasteyen. Sie reichet bis an den fluß Scheide, und hak nochein ander lorr, damit sie sich auf dieser feite defendiren kan,welches aber sehr niedrig liegt, und dahero bald unter Wasserkan gesetzt werden. Die straffen sind sehr weit und zierlich.Es find auch trefllche manufacturen allhier, sonderlich in lei-nen zeugen, und ward vormals starcke Handlung daselbst getrie-ben. Das Dom-Caprtul ist eines der vornehmsten in den Nie,verlanden, und bestehet aus 23. LLnoMsis und 9?. Lesle/ia-stisis, welche in unser lieben Frauen kirche ihres amts Pflegen.Diogenes, ein Grieche, soll der erste Bischoff zu Cambray ge-wesen , und von dem Papst Sirrcro umS jähr 408. in Franck-reich gesandt worden seyn. Nachgehends wurde dieses Brßthummit dem zu Arras bis aufs jähr ioy?. vereiniget. An. 1559.aber eximirte es Paulus II. von dem Ertz-Stifte zu Rheims,machte es selbst auf anhalten des Königs in Spanien, Philip-ps II. zu einem Ertz-Bißthum, und untergab demselben die Biß-thümmer Arras, Tournay, St. Omer und Namur. DieErtz-Bischöffe führen den litul: Hertzoge von Cambray, Gra,fen von Cambresis und Fürsten des H. Röm. Reichs. Essind auch unter den Bischöffen von Cambray viel berühmte Män-ner gewesen, als 8. Odo oder Odoardus, Nikolaus äs Chie«vres, Petrus äs Corbeil , Robertus von Genese , der unterdem nahinen Dementis VII. wider Urbanum VI. znm Papsterwehlet worden ; Petrus äs Alliaco Cardinal, Robert äsCroy oder Croici, gleichfalls Cardinal, Maximilian von Ber-ghes, der erste Ertz - Bischoff, und andere inehr. Insonder-heit hat sich Franciscus Salignac äs Fenelon zu ende desXVII. IsecuU berühmt gemacht. An. 156z. und 67. hieltMaximilian von Berghes einen 8vnoäum allhier, und an»i?86i sein Nachfolger Ludovicus äs Berlaimont ein Loncilium,aus welchem Johann Franciscus Bonhemio , Bischoff undGraf von Verceil und IsMws ö Irrere , nebst ihm präsidir-te. Man fetzt auch in das jähr 1)98. einen 8vnoäum, denPetrus äs Alliaco allhier gehalten , wie auch emen ins jähr1550. den Robert äs Croici angestellet, einen an. i;oo. in wel-chem man sonkitucioiiss I^noäsles publiciret, und einige an-dere. Allhier ward auch an. 1529. zwischen Kayser Carolo V.und König Francisco l. friede geschlossen, und an. 1724. wardin dieser stadt wiederum ein friedens-congreß gehalten, welcheraber in dem folgenden jähr wiederum aufgehoben ward.

«M-är-r. äelcr. Lelgli. ori§. Lelg. IM. escl.

Lelg. vlr-r. LeA.' O«a< 7 . Lelg. Oall. bist.

äs Lsmbr. toxogr. circ.

Lurgunä. Lc. *

Cambresis , eine landschafst zwischen der Picardie, Aktorsund Hennegau, fast io. Französische meilen lang von den dör-fern Or und Chatillon bis an die stadt Arleux zu rechnen. Die-ses ländgen ist sehr fruchtbar, und darinnen ein schloß, LbL-tsLu en Cambresis genannt, allwo an. 1559. zwischen Spa-nien und Franckreich friede geschlossen ward; welcher aber demletzter» Reiche gar nachtheilig war, indem selbiges darinnenunter anderm gantz Piemont und Savoyen, so es lange zeitinne gehabt, und überhaupt 198. considerable Plätze vor St.Qutntin, Ham und Chatelet abtrat, bist. äs

LsmblÄ^. *

Cambria, ein theil des Hertzogthums Walles in Engel-land , in dem westlichen theile gegen Irrland zu. Bisweilenwird auch das gantze land Walles also genennet. Es ist allhierum das jähr 46;. wie Matthäus ^ettmonsstsrieniis berichtet,ein Concilium gehalten worden.

Cambridge, lat. (XmsbriZia, und vor alters Csmborstumoder Lmnbnricum , und von Gervasio Tilberienli Vandelbiricigenannt, ist die Haupt-stadt der Grafschafft dieses nahmens inEngelland an dem fluß Cam, nebst einer berühmten Univer-sität , welche sowol als die stadt ihre Deputirte in das Parte«ment schicken darf. Die LolleZia sind zu ende der stadt ge-bauet , weiches verursachet, daß desto bessere und lustigere spa-tzier-gänge um selbige herum anzutreffen sind. Sie hat 14.kirchspiele in sich, 12. Lollegis und 4. hallen. Es ist wahr-scheinlich , daß Cambridge eine Ronusche colonie gewesen, undseine schulen gehabt, darinnen dre Römische und Britannischejugend unterrichtet worden. Doch soll sie an. ?;o. zu grün-de gegangen, und an. 690. wieder aufgebauet seyn. Als anioio. die Dänen alles mit seuer allhier verheerten, ist sie auchin solchem schlechten zustande liegen Neben, bis um die reit

Henrici I. da die guten kunste daselbst wieder empo? zu kom-men angefangen, und bey regierung Eduardi I. ul allda eMeUniversität angeleget worden , auf welcher an isir den dw

k»"d-m "ÄLm c°LE"/E-n g-wch. stim. L,A,!chm dem Königlichen Collsgio ) so Henricus IV. an. I44l. ge-stiftet ,