Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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wandte er sich an. izi;. in gesellschafft eines von FuchS nachj^^niien, ward aber wegen seiner gelehrsamkeit im folgendenvon dem Rath zu Nürnberg ersucht, ihre neu-ausgerichte-und wie die Griechische spräche am besten darinnen ge-< werden konnte, zu weisen und anordnen zu helffen. An."s. sollte er nach seiner Wiederkunft von dem Reichs-tage zu-<ANer, mit dem Grafen von Mansfeld dem Kayser Carolo V.ch Spanien entgegen gehen, sie kamen aber nicht weiter als"u die grentzen von Teutschland. An. i; 27. ward er gleichnmem bruder Hieronymo bey BischoffWiganden zu Bamberg,.^sen der befreyung seiner schwester aus dem kloster, und daß ermy zur neuen lehre bekannte, in Übeln verdacht gebracht, weswe-er sich bey etlichen von Ade! gantz in geheim aufhielt. An."9- gleng er aufden andern Reichs-tag nach Speyer, und an.sv„?- in gesellschafft eines Kressen auf den Reichs-tag nach Aug-bann an. zu den sriedcns-handlungen wieder zurücktzN^Iurnberg. An. 15;;. ließ er sich durch den Hertzog UlrichxUi^urtemberg bewegen, die neue Universität Tübingen einzu-um Ä er wegen feiner schwachen gesundheit bis an. 1540.sich daselbst eines ruhigern lebens zu bedienen, zugebracht.

s. besuchte ihn daselbst Melanchthon. An. 1; z 8- reifere^ Nürnberg, und von dort nach Wurtzburg, zu seinemselka freund, Daniel Stibarn, welcher Dom-Prodst da-..,^war. Hierauf gieng er wieder nach Wittenberg. An.ein?.' er sich der schmertzen halber, so er an füssen hatte,M ezEang imBlöser-badeauf, läse daselbst die Griechischen' U"d schickte das buch, so von geburt der walisischeiaöi V und von ihm zum Zeitvertreib war übersehen worden,des 1'.^., ckerey nach Basel. An. 1640. begab er sich wegenn<^f>Zustandes seiner füsse zu einem berühmten wund-artztKönigshöfen in Francken, auf welcher reise er mit lebens-l^jvr vom pftrde stürtzete. Hierauf verfügte er sich in die Lo-tz^Mglsche bley-bergivercke, deren beschreibung er in Lateinischenheraus gegeben. Au. 1541. gieng er wieder»ia Eldbad; ferner nach Regenspurg und endlich nach Lerp-stn er anfänglich durch Hertzog Heinrichen von Sach-b-r'Wge Universität in bessern stand zu setzen, beruffen, undlede^ dessen söhn und Nachfolger, Churfürst Mauritio,sein?» werth gehalten worden. An. 1 ?4Z. hat er sich aufWo ak» 'b nach Nürnberg, etwas zu Dreßden aufgehalten, all-tey von Verbesserung der Universität Leipzig rath gehal-

m An. 1544. ward er zum XeÄvrs der hohen schule

an s- M erwehkt. An. 1546. da er in der belagerung Leipziggab -. vermögen einen ziemlichen Verlust erlitten hatte, be-varn-i^ ^erst zu Fürst Georgen von Anhalt nach Merseburg,an. 1547. zum Stibar nach Würtzburg, ruhete zulvied^^g ein wenig aus, und kehrte endlich zu ende des jahrssvh» „"ach Leipzig. An. 15?;. reisete er mtt seinem ältesten^ Augspurg, auch an. 15;;. wiederum auf dasigen

darauf - Sllwo er von steinschmertzen vieles erlitten, kehrteriqch Zurück nach Nürnberg. Dann gieng er über BambergZieig-z 'dstg "vd Wittenberg. An. c; 5 6. fand er sich auf demauf/.^age zu Regenspurg ein. An.i^?. gieng er nach Wormsder» mi^oguium, von dort wieder nach Leipzig und Witten-Tranck» "em söhn Philippo ; an. i;6;. auf feine güther inder und zu feinem söhn Joachim, von diesem aber wie-berg, ,,„."ach Leipzig. An.1564. that er eine reise nach Nürn-Nam uach seiner Heimkunft, samt seinem söhn Joachimser E'i^vverg. An. i?68. den 28. jul. berufte ihn der Kay-vach ZÄ'U'Uianus II. unterschiedlicher wichtiger dinge halberlitte. von welcher expedition unter andern in Loläaüi x>o-M annoch dasjenige LvlMiuin zu finden ist , wel-

dem Eoun. - ^ nebst Christophen von Carlowitz aufgesetzet, und

..-».-...hat; der Kayser wollte ihn auch zu Ge-^äthx »"uten gebrauchen , und unter die zahl seiner vorderstengesystdUuehmen, ^ entschuldigte sich aber mit seiner schwachen.Her, unk li Au. i;7i. gieng er von Nürnberg auf feine gü,Anterio-a endlich den 17. april an. 1574. zu Leipzig. ErTheolvw/^r viele fchriften in der Philosophie, Mathematic,Unzahl allen theilen der gelehrsamkeit, nebst einer grossenUnter fei» dem Griechischen ins Lateinische übersetzter bücher.Lxilcoy'ueu eigenen wercken sind die vornehmsten: Laralogu»

'Noisis , ^ xrLcipuis Loclellis ; Xotatio Ligursrum 8er-

ftei lh^U lV. libr. LvanZeüorum; külioria: ^eku Lürilli kiliistoiiz sgf sxpoütio; Itemque eorum, gUL äs ttpu-

lsser visg f ügillstim eommemorari xolke , recls L uti-^elesiiz - B > Ulllorica Lnarratio äs krstrum orchoäoxorumr 'Uppi N , odsmis, Norsvia L kolonis; dlru-rstio cle vitn^Uchoni8; äe 6eorÄc> krincipe ündaltino; äsHello; Vita Äauricü Lleekoris; cle Lello 8ekmal-; Ue Lometarum ^omlnibus, dlaturs , Laufis»^Nerih^- evm liilkoiiaruin exemplis ; äe Oivinacionunilz:,f . dlumikmatibus Lrseeoruin <L Latinorum; kro-UE ichsriL 0 ^^? ' Oxulcula guLllsm lVlorslis ; Lommentsrius^llrkriäatieis remecliib; Lonlilia lVleäiea; ^ 0 -Lorn 0 . 18 Ltkics , kolitica L OeconomiLL, in Homerum

ia Liceronis OtissNiones Tuseulsnas L in,' bsl,' ^.LTkaris üb. I. II. LIII. äe bello Oallico LI. <Llupfo dE ; In k^tÜLAorL anrea Larmina ; In 8opüo-f>killyi^ v aruni, in klautum, in lerentium, in Lucani üb.I.

L Larmina ipüus atgue aliorum äoeiorumLcv publieata L äeäicata krincigi keorgio Lnüslu-

Hifiar ^/^'uen Übersetzungen aus dem Griechischen sindLrxrco» I/. Theil.

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HvmeruS; Herväotu8; 8oxüoc1i8 Trggceäise; Oalenus äe Tüe-riaea, äe änticiotis; Xenoxkon; üxütüonü kroMmnalmats;LuclicÜ8 Llemenwrnm; X^lleni, äe kiüi L 8xiriw8 8ancti cü-vinitste ; cle kalckate; cle Xativitste .seüi Lüriili; tlclsmanti!Lluliognomia ckc. Es hat auch Camerarius, als er zu Leipzigstudirte, gantze Griechische bücher, weil sie damals noch rar wa-ren, abgeschrieben. Übrigens hatte er in seiner jugend alle ade-liche exercitia getrieben, dazu er sehr geschickt und wohl gewach-sen war, insonderheit gab er nach Thuani zeugnis einen gutenreuter ab; wie dann würcklich sein HipxoLvmiccm, oder von dekart die Pferde aufzuziehen auch mit eines seiner guten wercken ist.Von seinen kindern siehe den artickul Camerarii. Vs.m.-«, äs

vita loacüimi Lamerarii. elo§. c. 146. ? ch-

V-f'', aääit. tit. I. x. 412. leg. ^ciarrr. ia vit. kbilolopü. äs guoviä. tamen le Dietionnaire äs Lails, tom I. pag. 82.äs Matbemat. c. 6;. §. 14. bibl. /Vase» tbeatr.

cior/. Lutüeraniliri.

Camerarius, (Joachimus n.) ein berühmter Meäleus, desvorgedachten Joachimt I. anderer söhn, ward zu Nürnberg den6. nov. an. i;;4. gedohren. An. i;;r. studirte er zu Witten-berg und an. izzz. zu Leipzig, reisete an. mit feinem vat-ter aufden Reichs-tag nach Augspurg, von bannen im rückwegenach Nürnberg, Bamberg, Leipzig , Wittenberg, und-mitPeucero nach Franckfurt, von dort wieder nach Leipzig, ferneran. i;;6. nach Cüstrin, von dort in die Meißnische schule, undan. 1557. wieder nach Wittenberg. Dann gieng er mit demberühmten Cratone nach Breßlau. Den 14. oct. desselbigenjahrs gieng er mit seinem vatter aufs Lolloguium nach Worms,von dort aber wieder nach Leipzig und Wittenberg. An. 15 t y»trat er seine erste reise nach Italien an, kam anfänglich nach Pa-pua , an. 1562. von Neapel und Rom, im rückwege nach Bo-nonien, woselbst er in voNorem promovirte, auch viele ge-lehrte lcuthe, als Falopium, Aquavendentem, Capivaccium rc.horete, insonderheit aber sich Ulyßis Aldrovandi unterricht»««bediente. Zu ende desselbigen jahrs kehrte er wieder nach Leip-zig. An. i;6;. wandte er sich über Torgau nach Bamberg,und auf die guther, wohin ihm sein vatter und bruder folgeren,ferner nach Würtzburg zur lehn-empfängnis, darauf wiedeezum Cratone nach Breßlau, auch mit diesem nach Posen, undendlich gar in Ungarn, von bannen wieder zurück über Wiennach Leipzig. Er hat alle Kayserliche, Chur- und Fürstlichevocariones, sowol aus liebe zur freyheit, als auch seines standesund güther halber ausgeschlagen, sich aber dennoch nicht gäntz-lich hoher Häupter gemeinschafft entziehen können, sondern istsowol denenselden von Hause aus, als auch sonsten jedermann,der ihn darum gebären, mit gutem rath, ohne gesuchte beloh-nung, beygesprungen. An. i; 64. setzte er sich auf zurathen sei-nes vatters, indem/r die ruhe und seine studien allen anderndingen vorzog, zu Nürnberg, stiftete daselbst das Loüsgwm Ns»äicorum, so von dem Rath dieser Republick bestätiget worden.An. i;66. gieng er einem gewissen Fürsten zu liebe, mit dem-selben auf den Reichs-convent. An. i;6y. besuchte er seine ei-tern in Leipzig, von wannen er bald wieder nach Hause kam undeinen garten kaufte, welchen er mit ausländischen und vortrefli-chen artzney-krautern versähe, und ihn unter dem titul, HormsIVleäiLU8 L küilolopüicua beschrieb. An. 1571. begleitete erseine eitern bis Bamberg, welche ihn das jähr vorher besuchethatten. An. I; 72. that er nebst seinem bruder Philipps eine rei-fe nach Leipzig, desgleichen auch an. 1572. da sie ihren rückwegdurch Böhmen genommen. An. 1574- reisete er nach Franck-furt. An. 157;. wohnte er der inauguration der neuen hohenschule zu Altorff bey, sahe des Römischen Königs Rudolphi crö-nung zu Regenspurg mit an, und reifete darauf an. 1577. nachMünchen und Augspurg. An. i z?8> gieng er nach Franckfurtüber Cassel, allwo sich der Landgraf Wilhelm seiner hulffe in an-legung eines gartens bedienet, weiter gieng er auch nach Hei-delberg zum Churfürsten. An. 158". reifete er wieder zum Land-grafen nach Cassel, und an. i;8l. zum Hertzog von Bayern,nach München, weiter zum Churfürsten von Mayntz nachAschaffenburg, endlich nach Franckfurt und ins Schwalbacher-bad; in diesem jähre brachte er auch Gesneri bibliotheck an sich.An. 1582. wurde er von dem Churfürsten wieder nach Aschaffen-bürg beruffen, fand aber denselben nicht mehr im leben. Hieraufgieng er auf- den Reichs-tag nach Augfpurg, ferner an. i;8z.nach Onoltzbach. An. 1584. ward er zum Churfürsten vonSachsen nach Dreßden beruffen. An. 1; 88- that er mit demBischoff von Bamberg, Ernesto von Mengersdorff, eme reiftnach Karndten, und begab sich von Villach nach Venedig ; vonbannen nach Padua, und ward von Jacobo Contareno, einemVenetianischen Rathsherrn,und von Johann Vmcentio Pinelloin Italien sehr wohl empfangen, wiewol zu gleicher zeit das. ge-rächte auskam, als wenn er wegen der reilgwn gesanglich nachRom geführet wäre, so aber daher mag entstanden seyn, weil seinbruder Philippus zu Rom von der Jnqmirtwn einige jähr vorderwar eingezogen gewesen. Im übrigen , nachdem er wieder znhaust gekommen, und nach einiger zelt vorn Churfürsten zuSachsen wieder zurück gekehret, verfiel er in eine Unpäßlichkeit,die eine lange zeit beständig anhielt, bis er endlich den i i oct

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