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cum iconibus L stelcriptionibu8 plurimis sucks; L^mbolorumLinblemMum cenruriL III; LxiüvlL IftecliLL.
Camerarius, (Philippus) ein vortreflicher Jurist, undauch ein söhn Joachimi I. von welchem er an. rz;?. gezeuget.Nachdem er zu Hause, in der Schulpforten und in der Meißni-schen schule war unterrichtet worden, setzte er seine studien zuLeipzig und Tübingen weiter fort, und gieng auf zurathen desberühmten Ml, Ludovici Grempii nach Straßburg zu dastgemkroksss. Johann Sturm, bey welchem er sowol als bey Frau-cisco Hoklomanno etliche jähre zubrachte, und sich sonderlichauf die fura legte. Weil er wegen damaliger troublen an derreise nach Franckreich gehindert ward; trat er solche nach Ita-lien an. 156;. wegen der damals in Bapern und Tyrol graßi-renden pest, durch Graubündten und die Lombardie an, undkam den 2z. oct. nach Padua, allwo er die äur» absolvirte, be-gab sich hieraufwegen der Uneinigkeit, so unter den Teutschenund Polen daselbst entstanden war, und ihn an ruhiger fortse-tzrmg seiner studien gehindert haben würde, nach Ferrara, hieltsich daselbst über ein jähr auf; nachgehends aber etliche mona-te zu Bononien. Hierauf besähe er gantz Italien, kam an. 1565.nach Rom, und daraus nach Neapel. Er hielt sich hernach,nebst seinem Vetter dem Ritter von Cornburg, eine ziemliche zeitin Rom auf, damit sie alles merckwürdige besehen,und den Mu-retum hören möchten. Als sie aber wieder nach Ferrara auf-brechen wollten, wurden sie von den Sbirren in das Sabelu-sche gefängnis geführet, in welchem sie bis auf den abend blei-ben «misten, ohne daß man ihnen die Ursache dessen sagen wollte.So bald die demmerung herbey gekommen, wurden sie von denFassen und Häschern in das Jnquisitions-Haus gebracht. DerRitter ward zu einem Francifcaner-Monch, er aber zu einemNeapolitanischen Baron vom Hause cle Montibus gethan. Alssie nun von dem Ingüistwre, bruder Angelo einem Domi-nicaner , und dem Jnquisitions-Richter, vr. Donato Stam-pa, auch den Cardinälen von llrea c«Ii, welcher der Teut-schen krotector, und Alciati, so der sechste in der ordnungwar, zum öftern auf das schärfste waren examiniret worden,und diese wol sahen , daß sie mit der befchuldigung , weswe-gen man sie eingezogen hatte, gegen sie nicht fortkommenkonnten, wollten sie dieselben unter dem vorwand der ketze-rey zum feuer verurtheilen, und suchten sie durch den Spa-nischen Bischoff Ferdinandum äs Malacera, den Canisium,welcher Camerarium an. 1557. auf dem Lolloguio zu Wormsgesehen hatte, Rosenbuschinm und unterschiedliche andere Je-suiten dahin zu bringen, daß sie die Catholische lehre annehmensollten. Allein Camerarius schlug ihr zumurhen ab, und be-rufte sich wegen seines glaubens auf die Augspurgische Confes-sion, siel jedoch in eine gefährliche kranckheit, wozu nebst deraugenscheinlichen gefahr, worinn sein leben damals gewesen,auch wo! der gift-trunck, so dem Baron äs Montibus durchden kerckermeister gesetzet, und er aus durst, unwissend was eswäre, etwas davon zu sich genommen hatte, nicht wenig moch-te contribuirt haben. Es wurden aber diese beyde gefangeneüber alles vermuthen bald darauf nach einer 2. monatlichen ge-fängnis in völlige freyheit gefitzt. Die Ursache dieser gefangen-schafft kam daher: Es war Camerarius nebst etlichen andernTeutschen von Adel durch einen Leipziger, mit nahmen Gribius,zu Ferrara an. 1564. auf dessen geburts-tage zu gaste geladenworden, worbey sich dessen Hausherr, so ein getaufter Jude war,auch einsund. Da sich nun Gribius und sein Wirth betruncken,0 und dieser von jenem eine ohrfeige bekommen hatte, brachte sieCamerarius, der unweit davon im schacht spieletc, eilends voneinander; Gribius aber drang in des getauften Juden cammer,und tractirte ihn noch übler, welcher sich darüber an ihm zu rä-chen verschwur,worzu ihm aber Gribius auf Camerarii zurathendie gelegenheit durch feine flucht benahm. Hierauf gieng diesergetaufte Jude nach Rom, und traf nachgehends daselbst Came-rarium, als er zu feiner abreise eben was kauffen wollte, auf dergaffen an, er redete zu ihm sogleich mit einer verstellten frennd-lichkeit, fragte ihn nach seinem cameraden, den Gribium mey-uend, als vor welchen er den Ritter angesehen hatte. Da ernun zur antwort bekam, Gribius sey schon lang wieder vonFerrara nach Teutschland gegangen, bildete er sich ein, Came-rarius wollte ihn mit fleiß verläugnen, und lief so fort zu demCardinal Alepandrino (sonst Mich. Gißlerio) so hernach Papstund Pius V. genannt worden, m dessen Haufe er einige die He-bräische spräche lehren muste, beredete ihn auch, als wenn ihndiese 2. Teutschen zu Ferrara unmenschlich tractiret, auch dieärgerlichsten lästerunaen Wider den Papst und die Catholische re-ligwn ausgestossen hatten: worauf man sie gleich, wie oben ge-dacht, gefänglich eingezogen. Ob nun wol Camerarii gutefreunde von dem Churfürsten Augusto von Yachsen, HertzvgAlbrechten aus Bayern, und andern grossen Herren Vorschriftenan den Papst, die Cardinäle und den Kayfirlichen Gesandten,den Baron Prosper von Archa, ausgebracht, so wurden doch sol-che zu ihrer erledigung wenig oder nichts geholffen haben, wennnicht eme sonderbare degebenheit diefelbe befördert hatte. Eswar eben damals des Päpstlichen blumü an dem KayfirlichenHofe, des Cardmals Delphini Cantzler, Dr. Cuchius, an denLämimstmwr zu Magdeburg nach Halle abgeschicket, und un-terweges zu des gefangenen Camerarii vatter Joachims gekom-men, der unter andern geführten discurfin erwehnet, wiesein söhn wol aus keiner andern Ursache, als wegen der reli-
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gion, und feines denen Catholischen vorlängst verhaßten riAmens, in diese gefangenschajst würde gerathen seyn, weil er nichtglauben könnte, daß er hierzu den geringsten anlas gegeben; eswürben aber die Catholische dadurch von den Teutschen das äpsnüioniL über sich laden. Er, Cuchius, sollte sich demnach wacht nehmen, damit ihm von den deswegen heftig erbittertenTeutschen nichts widriges begegnen möchte. Worauf sich Die-ser bey dem abschiede voller furcht mit der Unwissenheit entschul-digte, und versprach deswegen an den Päpstlichen Numium, fiftnen Herrn, zu schreiben, damit diese gefangene wieder ausfreyen fuß gestellct würden: Da nun über diß Cuchius kurtz dar-auf, unweit Saalfeld, im walde von einer durch den Grumbacyaus Grimmenstein ausgeschickten partey reuter, so ihm wegeneiniger bey demselben vermutheten briefe aufpasseten, angegrif-fen ward, wobey die meisten von seinen leuthen blieben, und erselbst verwundet, mit genauer noth entkam; war in Italiendas gerücht entstanden, Cuchius sey von den Teutschen gefan-gen gefitzt worden, und wollte man mit ihm auf eben die ar»umgehen, wie man mit Camerario und dem Ritter in Rom ver-fahren würde, daß auch so gar Pasquino davon sprach, und derPapst und die Cardiuäle sich nichts anders einbildeten, esde nun kein Jtaliäner mehr sicher in Teutschland reisen , nowihr interesse daselbst beobachten können, weshalben sie aus furch*eines ärgern erfolgs, nicht aber in anfihung einiger verbitte,die-se zwey gefangene so fort in die freyheit fitzten, in einen gajMbringen liessen, und an statt der sorge, so sie gehabt, ihnen denproceß zu machen, nun nichts mehr wünschten, als daß Came-rarius bald wieder gesund werden, und durch seine gegenwa»seine landsleuthe von der wieder erlangten freyheit überzeugetsie auch dadurch also ihrer gehabten sorge überhoben werde»Möchten. So bald sich nun Camerarius ein wenig erholet, unoim stände zu reisen war, machte er sich den 27. fipt. an.wieder von Rom auf den Peruser weg nach Siena, wiewonicht ohne alle Nachstellung der Jesuiten, deren etliche ihm Mpfcrde nachgeeilet waren, des rechten Weges aber verfehlet h^kten, indem sie geglaubet, er würde seinen rückweg über Loretwund Ancona genommen haben. Denn diesen leuthen hatte e»sehr verdrossen, daß ihnen auf ansuchen des Kayfirlichen Ge-sandten beym Papst, und auf dessen befehl durch den Cafe''nal Paciecum war verboten worden , Camerarium, als er a»dem Jnquisitions-Haufi gekommen, und im gasthof kranck M"ge, ferner zu besuchen: denn es hatte der Kellicu8 dem G*(sandten vorgestellet, wie sein Patient sich durch der Jesuiten 0suchung jedesmal dergestalt entrüstet, und seine kranckheit VAmehret hatte, daß wofern solches nicht abgestellet würde, er n«mgenesen konnte. Bevor aber Camerarius Rom verließ , JeM'Laubte er sich bey dem Kayfirlichen Gesandten und dessen C-Uliern, Casparn von Hirsch und Bertholdo von Gent, die m»nebst dem Stampa sehr viel Höflichkeit und versorge beM^hatten. Wobey auch nicht zu übergehen, daß ein alterzum Camerario ins Wirthshaus gekommen, so bald er in Ichsges aus seinem gefängnis angelanget, ihm etliche 100. crow^wofern er gelbes benöthiget, anzubieten, mit dem zumuthewsollte nicht nach seinem nahmen forschen, noch wer er wa ^selbst von ihm zu wissen verlangen, er hatte aber die mmhw,ftfung, es müsse dieser Greis ein heimlich abgeschickterVictor« von Florentz gewesen seyn, welcher mit seinem vach ^einer recht liebreichen Vertraulichkeit gestanden. Zu ende 0»^jahrs kam Philippus Camerarius wieder nach Venedig,langte darauf den lü.jan. an. 1566. glücklich in Nürnberg MAn. 1569. wurde er voäkor Iur-8 zu Basel. An. 2571- Ustp-ihn die Republick Nürnberg, und nicht lange darauf der f ^gras von Hessen, als Rath in dienste. An. izgi. wurde er ^erste l^o-Lancellsnusi der neu aufgerichteten Universität ^' ^torff, und nachdem er endlich alters wegen seine ämterlegt, schrieb er die ceMuri»8 III. Homrum ftibLlstvaruM, Meehe nachmals in die Französische, Italiänische und -^ an-spräche übersetzet worden. Er hatte auch die IV. centv"»-gefangen, starb aber, ehe er selbige vollenden konnte' ff ^peNjun. an. 1624. im 87. jähre seines alters, und hinterstessohnPhilippum. , .HN,
Camerarius , (Joachimus III.) Joachimi II- ältestergebohren den 18. ian. an. izss. war sonderlich in An-sehe berühmt. Nachdem er Italien, die Niederlande » „r.pegelland durchreifet, ließ er sich in fein vatterland nieder ,darauf bey Christians, Fürsten von Anhalt, Rath '"'7, lcheNHIeäicu8 , kehrte aber hernach aus liebe zu einem ruyw ls v-'wieder nach Nürnberg, woselbst er, nachdem er vm',. py-LSNU8 des Lolleffi lVIeäici gewesen , den I Z. jan. „^schiede»'ne erben gestorben , weil alle seine kinder vor ihm v^ psLin vit. Nest. <L T'eMer , sääit. cir- "
286. äs lcript. lVleclic. in thestro,
jedoch unterschiedliche fehler und Unwahrheiten 'schlichen sind. »,§rd A
Lamerarius , (Ludovicus) ein sohnJoachmu erde»Nürnberg den 22. jan. an. 157;. gebohren. Ra«->- U'',x
gründ seiner studien zu Sultzbach geleget- und
versitäten Leipzig, Helmstädt uiw Altorssdie Rech sg^ ^st A
tractiret, that er eine reise nach Italien , stn * <gorzu Padua auf, und wurde an. 1597. zu Bafi»
Er begab sich ferner nach Speyer, um dre . ^alss-.gHeu, und sich desto besser zu grosser Herren drenl