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E-Milchtli. Ob er nun wol auch nachdiestm entschlossenge-^ m Franckreich und andere länder zu gehen, so ward eroey der gelegenheit, da sein vatter von Churfürst Frie-^Wn IV. zu.Pfaltz nach Neumarck war beruffen-worden, anvorhaben gchindert, und von dem Churfürsten ange-sprochen , ihm nach Heidelberg zu folgen, woselbst er sogleichzum Churfürstlichen Rath angenommen worden. Er'Evan. 1600. Hof - Rath, und als Abgesandter nach SpeyerÄch kevilorio einiger ergangenen Reichs-Cammer-Gerichts-ur-geschickt. An. 160;. und 1608. muste er dem Reichs-Me zu Regenspnrg beywohnen, und bey dem letztem unter den? ,otestlrenden daselbst das virsökorium fuhren, so auch an. 161;.
Fm geschehen. An. 1609. gieng er mit Fürst ChristianU Anhalt nach Prag. An. 1611. wurde er nachdicses Chur-E tobe von der Chur Lämimltrmore) Pfaltzgraf Johanne^ " Zweybrückn, zum Geheimen Rath bestellet, an. 1612. nebstFürsten im nahmen der unirten Fürsten und StändeKejchs, zum Kayser Rudolpho II. geschickt, und vonxf!">rlben in psrtiLuIsri admittiret; da ihn der Kayser in seinen,,>Alcn geschafften mit vorwissen seines Herrn gebrauchen wol-so auch geschehen, wann er nicht bald darauf gestorbenA,,. 161;. ward er zum Kayser Matthia geschickt,-„„..oemselben die Kayserliche dispensation und confirmation^«Mlen, damit dem Chur-erben, Pfaltzgraf Friedrichen,i8. jähre die regierung möchte abgetreten werden, sobeklstM 16. aug. erfolget. Den 16. may in eben diesem jährekina.auf seine lebens-zeit die Verwaltung der Pralatur desdi? ? ^ Reichenbach in der obern Pfaltz. An. 1615. erfolgte- ne investitur und Chnr-Pfältzische belehnung, welcheaeik»nahmen des Churfürsten zu empfangen , er nebst En-von Läutern gebrauchet wurde, auch muste er dem>mrstlrsten nach Amberg folgen. Ferner schickte ihn sein Herrd? Amart.an.i6r8. auch sonst zu unterschiedenen malen an^ Churfürsten von Sachsen und Brandenburg und nachäi.Lunschtveig,wohin er sowvl als zu dem Hertzog von Bayern,RZ.uachnials seinen Herrn den Churfürsten begleitet. Denstt»°?'Koeis-und wahl-tagen, auch andern Reichs - Conventenkr HM er über die 20. jähr als Chur-Pfältzischer Gesand-füh^Bewohnet, und auf einigen derselben das virsäkorium ge-Köniss- Er ist auch zum öftern an die Kayser und auswärtigeden a Chur-uNd Fürsten als Gesandter verschickt wor-tuna,, L welchen er vor die freyheit des Reichs , zur beybehal-befxl.'ho Wohlfahrt der Protestirenden und ihrer rcligion, aufgMj.» Ä^r Herren vieles thun müssen, so dem gegentheil nichtseinia?« < "en , wodurch er auch vielen haß auf sich und dieChiim^mden müssen. An. 1619. folgte er auf beseht seinesReich demselben in Böhmen, nach , als er sich diesesde w (Elasten wollte, ward an. 1620. der Fürsten und Stän-reichsWiesien Cantzler, auch unter die Stände des König-Ucu ssA.odmen mit aufgenommen, und gieng nach der vor sei-Mit fj,,^lurstea unglücklich abgelaufenen schlacht bey Prag,la„d ü„ 5 ssschung aller seiner güther, mit demselben nach Hol-Leqnfif.. ins exstiurn; nachdem er zuvor die ihm anbefohlneden A die Nieder-Sächsische Stände, und an. 1622. anderg, in Dänemarck verrichtet, worauf er sich nach Nürn-den Z>„i "' p"fden Unions-Convent nach Heilbronn, weiter aufhg spo-Convent nach Erfurt und wieder nach Nürnberg,°egebe„ nebst den. seinigen endlich nach den Niederlanden9^ ckn- 162;. führte er seinen söhn auf die UniversitätMich vg,., st - und darauf auch die Böhmische Printzen. Es, ich ws^"N berichtet , daß er einer von den vornehmsten ge-^'sanc,,>n e - der dem Churfürsten zu diesem unglücklichen un-?e«n -ä lLerathen , welches sich aber gantz unwahr befindet:das erst,. der Churfürst keinen seiner Räthe bey sich, alsM ihch -MM zu Amberg der Böhmischen Stände AbgeordneterN rath Aol aber zwey gewisse Protestirende Fürsten, de-Senn ^ rr auch gefolget, und endlich in diese Wahl gewilllget.daruis war eben damals auf dem Reichs-Convent zustudercr verrichtungen zu geschweige«,, mit derMvchx a.^mrnschen Komgs Ferdmandi II. beschafftiget. So»Warnet >der Churfürst von seinen Ministern aus FranckfurtKönia-N. eine so wichtige fache mit den ihm anverwand-M ^ und Fürsten ja vorher wohl überlegen möchte, wel-Men unss Sdthan,und endlich auf der Böhmen inständiges an-aber n,pulsten crsagter Fürsten nach Böhmen gegangen.Nweu n^svvicus Camerarius zu diesem Böhmischen unter-^dierlichxssd müsse gerathen haben, ist sonderlich aus einerergeht-Mion zu beurtheilen, worinnetr von seinerd/Uget hak-« ^ l fa er vor den Kayser und das Reich jederzeitai.^Mürcklickss!, 8^' sshr rühmlich gedacht, und er darinneW aus - » > 'Kayftrlichcn gnade versichert wird. AngleichenT?en, j» ^,°Mmalsschretben von König Friedrichen auss 'lchuld be üAf^Mm der Konlg lhm em schönes zeugnis seinerUfr feinde »der die ungearundete beschuldigungen
K Mttlewen bezeiget, An, 162z. ward er vom
u->° aesand?° zu dem Konig m Schweden Gustavs Adol-d) "üb PLM 'hm an. 1625. bey redreßirung der gemei-KzA indrr „tzlschen fachen beydes von seinem Herrn, unda» u.lgliche» „.^avenhaag deswegen angestellten Versammlung,PotentatenBotschafften eine Legation
^lstor l^, '^'M als seinen Minister , GeheimenTheil.
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Rath und Ordinart - Ambassador an die Herren General-Staaten nach dem Haag sandte , welcher importanten fun,ction er auch, beydes so lange dieser König gelebet, als auchunter der regierung der Königin Christina bey die 17. jähr mitgrossem rühm vorgestanden. An. 1629. bekam er vom KönigeGustavs Adolphs die vollmacht, mit dem Französischen Ge-sandten , nach seinem gutfinden eine offensiv - oder defensiv-alliantz zu schließen. Es hat auch die Königin Christina vonihm an. 1648. begehret, daß er noch eine reise nach Schwedenthun möchte, so auch geschehen wäre, wann es seine schwacheleibes - difposition und angehendes alter ihm hätte wollen zulas-sen , er bat aber um die erlassung seiner Ambassador - charge,und erhielt solche jmit der condition, daß er seine übrige lebens-zeit der Cron Schweden geheimer Rath bleiben, und die bestal-lung solcher charge ihm continuiret werden sollte. Worauf ersich mit jemer familie aus dem Haag nach Leiden, und folgendsan. 1642. nach Groningen begeben, und daselbst zehen iahr ineiner ruhigen lebens - art zugebracht. Als es an. 164;. mit derChur - Pfaltztschen restltutwns - fache hart her zu gehen schiene,bemuhete sich Churfürst Carl Ludwig, diesen alten und erfahr-nen Minister wieder in seine dienste zu ziehen, und ersuchtedarum auch die Konigin Chrrstina. Er schlug es aber altershalber ab, und seinen einzigen söhn Joachimum vor, welcherauch von der Königin Christina, die der Churfürst darum be-grüsset hatte, die verwilligung erhielt, als Chur - PfaltzischeeRath und bevollmächtigter Gesandter an. 164;. bey denMünstrischen friedens-handlungen sich Anzufinden. An. 1649.den 1. aug. ward Ludovicus Camerarius zu Stockholm aufdem Ritter - Hause angenommen. Endlich wandte er sich immay an. 1651. mit seinem gantzen Hanse wieder nach Heidel-berg , welches er vor sein ander vatterland hielt, und wartetedem Churfürsten daselbst auf, dem seine Wiederkunft nichtunangenehm gewesen. Er starb aber noch den 4. oct. desselbi-gen jahres zu Heidelberg. Svnsten ist noch zu mercken, daß ervon den streit-schrillen , die bey entstandener Böhmischen undPfältzischen unruhe gewechselt worden, einige soll verfertigethaben ; MMderheit die Lonüäermiones sä OMLsllsri-im 6i-spsniLÄM Läjscms , welche der LanLeUariN lecretL änksltinse,so an. 1621. heraus gekommen, entgegen gesetzet, und sinddannenhero unterschiedene scharfe schrillen wider ihn heraus ge-geben worden; darunter sonderlich des Fabti Hercyniani, dar«wider er eine apologie geschrieben. Auch werden ihm von eini-gen stxäüolse sslediL beygeleget, darinnen von dem zustande sei-ner zeit vieles zu finden, auch viele briefe, so von den berühmte-sten leuthen an ihn geschrieben worden,fowol in der collectiv» derexillolsrum Hugonis Grotii, als auch in den MONUMLNU8 vi.lorum piemre L äoclrins illuürium. Was Londorp. in actissuis xublicis von ihm paßionirtes geschrieben, ist gantz ohnegründ. axologia säverlll8 ÜerLM. LsnneHsria llnbsl-
rins. cle rebus 8ueo. lib. I. §. 27. äs scri-
xtis aäesp. xsg. ;6. SsÄ«/?«,, äe rebus Loliem. lib. III. c. ;6z.in tbescr.
Camerarius, (Joachimus) dieses nahmens der IV. desvorgedachten Ludovici einig übrig gelassener söhn, und Ioach. I.urenckl, den 1. jun. 160z. zu Heidelberg gebohren, allwo eranfänglich unter der obsicht Nag. Reinhards zur schule gehal-ten ward. Nachgehends bekam er nebst seinen LonäckipuiisFriedrichen von Dondorff und Christian von Erlach, Rudol-phum Zimmermann zum privat - ?r°eceptore, dem GeorgiusRemus und diesem Janus Gebhardus in solcher function fol-geren. Als ihn sein vatter mit nach Amberg genommen, da erseinem Fürsten dorthin gefolget war, ist er auch einige zeit indasige schule gegangen, und nachgehends über Nürnberg wie-der zurück nach Hause gekommen. An. 1618. ward er auf dieAcademie zu Heidelberg gelassen. Den z c>. mart. reisete er mitseinem vatter nach Dreßden, von bannen wieder zurück nachHause, und wohneten beyde darauf der crömmg Ferdmandi II-mit bey. An. 162s. gieng er mit seinem vatter auf den Con-vent nach Ulm, den z. jun. in der vereinigten lager daselbst,von wannen sie wieder zurück nach Heidelberg kamen, undPfaltzgrafen Johann von Zweybrück in ihrem Hause tractirtcn.Den 2. jul. ej. ward er Dionys Godofredi stubengesell, undder Professor» des Lollegü der Weisheit zu Heidelberg tssch-bursch. An. 1621. sahe er feinen vatter zu Heilbronn wieder,allwo solcher von der Präger-flucht über Nürnberg angekommenwar, kehrte darauf nach Heidelberg, von dort aber wieder zu-rück nach Heilbronn. An. 1621. opponirte er publice dem Bo-schio in Ltkiois, gieng darauf nach Speyer, und Mete zurücknach Heidelberg, um feines vatters fachen in sicherhett zu brin-gen. Den 16. aug. hielt er in dem Lollegio der Wersheit einelobrede von dem Könige in Böhmen, vor den vornehmsten derstadt und des landes. Dann Eeersemer mutier nach Heil-bronn, weil die Universität zu Heidelberg des krieges halber gantzauseinander gieng, und begab sich an. 1622. von dort nach Tü-bingen ; den 4.ftbr. besähe er Stuttgard. Den 24.jul. disputirteer zu Tübingen äs sture Leli, L I ssi8. An. 162;. meng er vonTübingen nach Holland, und ward von seinen eitern auf die Uni-versität nach Leiden gesuhret. Den iz. jun. besähe er Amster-dam. Den 1 l -stpt. trat er liebst seinem vatter die Schwedischereffe zum ersten mal an, den 7. nov. giengen sie wieder ausSchweden nach Amsterdam, und über Haag nach Leiden. An.»624. disputirte er daselbst äs HepreKrlüz. Den 9. icpt. gieng er
K k z wegen