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wegen der pest von Leiden weg. Den ri. oct. besche er das lMger zwischen Gertrudenberg und der belagerung Breda. Denz. dec. trat er aus dem Briet die reise nach Engelland an. An.1625. den ;. jan. kam er nach Londen, den 24. nach Oxford,allwo er nach gewöhnlich abgelegtem eyd in dasige bibliotheckgelassen ward, und den 2. apr. von dort wieder zurück nach Lon-den kam. Den 29. man gieng er nach Canterbury. Den 9. warder in Londen beym Könige Carolo zum Handkuß gelassen, undbesähe den Parlements - saal und die Königliche schlösser, auchder Königin Heimführung mit an. Den 1;. jun. trat er diereise nach Franckreich an; den 29. kam er nach Paris ; den 9.sept. gieng er von dort wieder ab, und langte den 1;. zuGenf an. An. 1626. nachdem er daselbst und in der nach-barfchafft alles merckwürdige besehen, und die Italiänische sprä-che gelernet hatte, trat er den 24. jun. eine kleine reise nach Sa-voyen an, besähe Chamberi, Anneci und andere orte. Den18. aug. disputirte er zu Gcnf äe krincipis putestms: Imsept. besähe er Bern. An. 1627. reisete er die Schweitz durch,gieng darauf, wieder nach Genf zurück, und durch Dauphins,Provence, Languedoc, Guienne, Poitou , nach der Univer-sität Bourges im Organischen, ailwo er den 7. jul. zum Vice-Prasidenten der Teutschen nation bestellet ward. Darauf gienger von Bourges über Orleans nach Paris, von dort zu Wassernach Holland, allwo er in dem Haag die Umstelln lernete.An. 1628. gab ihm Printz Heinrich Friedrich von Oranieneine gar gnädige audientz. Darauf reisete er aus dem Haag,um denjenigen theil der grentzen von Holland zu besehen, sosich von Flandern nach Frießland erstrecken. An. 1629. saheer die belagerung von Hertzogenbusch mit an. An. i6;i.nahm er von Leiden seinen abschied, und trat seine reise zumKönig in Schweden an, ward den 6. ml. vor den König Gu-stav Adolph zur audientz gelassen, und gleich von demselbenin dienste genommen. Den iz. ward er von dem Könige nachWürtzburg geschickt, mit dem Englischen Gesandten zu tracti-ren. An. 16; 2. kehrte er den;. dec. nach des Königs GustaviAdolphi den 6. novembr. erfolgten tode mit dem Reichs-CantzlerOchstnstirn durch Weimar zur armee. An. iü;z. kam er nachHeilbronn, woselbst der erste vortrag geschahe. Den 2z. apr.muste er auf befehl des Reichs - Cantzlers Pfaltz - Grafen Lud-wig Philipp als Administratorn der Chur-Pfaltz immittiren.Den 18. dec. wurde er von, Reichs-Cantzler zu Heidelberg expe-Liret, und ihm die Schwedische Residenten-stelle an demPfältzi-schen und andern benachbarten Höfen aufgetragen. An. i6;4.gieng er nach Franckfurt und Heidelberg , seine charge daselbstanzutreten , bekam beym Fürsten audientz ; gieng mit demReichs - Canyler und der armee nach Mayntz; und nacherhaltener abfertigung mit dem archiv von Mayntz nachStraßburq. Denn wurde er vom Reichs - Cantzler wieder zu-rück berussen, und muste mit demselben nach Franckreich, undso ferner nach Holland gehen, da er denn nach vier jähren dieseinigen in dem Haag wieder antraf. An. 16;?. trat er zumandern mal seine reise nach Schweden an, bekam daselbst den2z. aug. seine andere Raths-bestallung, und kam den 2. nvv.wieder in dem Haag an. An. 1641. gieng er von Amsterdamzum dritten mal nach Stockholm. An. 1642. kam er aus Schwe-den wieder im Haag an. An. 1645. gieng er als Chur-Pfältzi-fcher Rath und Gesandter nach Munster, zu dastgen friedens-tractaten, wozu ihn der Churfürst Carl Ludwig von der Köm,gin Christina und seinem vatter erbaten hatte. An. 1647. kamer von Osnabrück nach Gröningen zurück, allwo er wegen feinergut geleisteten dienste vom Churfürsten ein schreiben mit offeri-rung aller erkanntlichkeit empfienge. An. 1643. trat er das vier-te mal die reise nach Schweden an. An. 1649. wurde daselbstder Reichs-tag ausgeschrieben, dem er als ein Reichs-Stanb mitbeygewohnet. Hierauf gieng er von dort wieder weg, und nachdem Haag zurücke. An. 1650. begab er sich nach Gröningen,und von dort nach Heidelberg, auch wieder nach Gröningen.An. 1651. zog er nebst seinem vatter von Gröningen nach Hei-delberg. An. 1652. gieng er von Heidelberg auf seine güther inFrancken und von dort wieder zurück nach Heidelberg. An.16z;. gieng er von Heidelberg nach Regenspurg, ferner nachAugspurg zur crönung des Römischen Königs, von bannenwieder nach Heidelberg. An. 165;. gieng er wieder auf seinegüther in Francken, und von dar nach Stettin, hatte bev demdaselbst angekommenen König von Schweden audientz, gieng-araufwieder über Berlin nach Heidelberg, darauf ferner nachFranckfurt, und sahe daselbst die Kayserwahl und crönung mitan. An. 1667. reisete er von Heidelberg auf seine güther, undwieder von dort nach Heidelberg. An. 1674. flöhe er desFraüzösischen krieges halber mit seiner gantzen familie von Hei-delberg hinweg nach Aurach auf seine güther. Er starb alsKöniglicher Schwedischer und Chur - Pfaltzsscher Rath den 24.nov. 1687. und hinterließ zwey söhne und eine tochter.
. * Camerarius, (Barthol.) von Benevent, gab an. i<i;6.em werck Wider Calvinum von der allgemeinen gnad und demfreyen willen, und vier gespräche von der gnaden-wahl, von demfasten, von dem gedät, und von dem allmosen heraus, undan. 1557. schrieb er zwey andere, über das ende des fegfeuers,und an. r;;2. etwas über die ehe; er starb an. 1564.
I , (Wilhelmus) ein Schottländer von geburt,
und OoÄor in der theologischen Facultät zu Paris, behauvteteMit grosser heftig - und lebhafftigkeit des V. Gibieufs lehr/wi-
viel
Der einen, der 'sie angegriffen hatte. Neben diesem hat er,vermischte philosophische und theologische wercke, nebst einersammlung verschiedener stücken der Alt-vättern , so voriMpoch nicht gedruckt waren, heraus gegeben. Es ist von tymnoch ein werck bekannt, die kroinotlonem kstyste-un, oder omauseinander fliessenden würckungen der natur des menschen »»beweisen, und dieselbe dennoch mit dem freyen willen zur«-'inen, welches nach dem Seltenn des k. Gibieufs eingerichtetund unter dem titul : Antlhuitatis äe Novitate viAoriX)Ingenium kstilrMelium, zu Paris an. 16,4. gedruckt ist. Aantwortet darinnen auf ein buch, so zu Cahors wider ihn urwbemeldten Gibieuf geschrieben worden. Seine sammlung. 0«Alt-vättern enthaltet Fulgentii antwort über die fragenrilä, von der Menschwerdung Christi; einen tractat von ve»sieben Haupt-lastern, und von den sieben gaaben des H. Geisttb »eine erklärung des 8ymboli; (welche dem H. Augustino »»'geschrieben wird) Anselmi tractat von der bewachung des 1"*»erstehen menschen, und einen brief von eben diesem vatter anBernhard den ?. Prior, und an die Nonnen von St. AlbawUberdiß hat Camerarius noch eine theologische rede über die tAge, ob ein Beicht-vatter sein deicht-kind los spreEkönne, welches schon keine erkänntnis seiner selbsthat, und keine zeichen der busse geben kan? gemachtworinnen er die -Lrmmivsni behauptet. Diese ist an. /"As*gedruckt. . blstllotsteque cies auteurs eLLleü^U"
gues clu XVII. stecke rom. II.
* Camerarius, (Dav.) ein Schottländer aus Aberdew,insgemein Chalmer genannt, hat cie Lortimcstne, vodV»K kierme 8cowruin listros IV. Paris i6zi. in 4. MgleE
cle 8 tatu stomini 8 veceris stmul 3c nov«, Leckest» L inststostuconverstone,sc äs stsnekis regn! 8cotise,Chalon stur Marnein 4. geschrieben. /H-ge-, stibl. kkoclkej. /laröerr«, stibl.
* Camerarius, (Elias Rudolph) aus einer berühESchwäbischen familie, welche viel fürtrefliche Aertzte hervor»^bracht, entsprossen. Sein vatter hieß Johann Rudochh.,war Ueäicin» Luncliäsws, wie auch apothecker zu TüblNsV,von welchem er an. 1641. den 7. may gezeuget war. Er wwschon an. 16^2. in dem eilften jähr feines alters in die zahl ULivium gcaäem. aufgenommen. An. 1658. fieng er an 0auf die Artzney-kunst zu befleissen, also daß er schon an. r° ^die jährliche oration bey der medicinischen Facultät, 'und sschiedene vikxMLtiones halten konnte. An. 166;. ward «seinem Hochzeit-tag voüor. Er fienge hierauf an, die ArtzN^kunst hinwiederum andere zu lehren., und an den krancken ^zuuben. Die Lcsüerniu Xstur» Luriostorum nabln ibn an.
. Die Lcsüerniu Xstur» Luriostvruin nahm ihn an-zu einem Mitglied an. An. 1672. wurde er Rath und Lcib-Äijbey dem Hertzog Eberhard, welche stelle er auch bey den 'sssi,folgenden Hertzogen Wilhelm Ludwig, Friedrich Carln ,Eberhard Ludwig behalten. An. 1677. ward er krokelwc '
Artzney-kunst zu Tübingen , worauf er verschiedene würd«'dieser Universität bekleidet, und den 7. jun. 1695. aest 0 A.„,Er hat in dieser zeit vier unb fünfzig disputationen drucken -an ^welche mit vielem beyfall ausgenommen worden, stlV.
L» msnulcnpts. ^
* Camerarius, (Rudolphus Iacvbus) Ueäicin-e Aoc ^und krokeistor oräinsrius zu Tübingen , ein söhn Elia chs'gciiphi Camerarii, lVIecsicinL Oocioris , und krokestoriszu Tübingen, Hochfürstl. Würtembergischen RathsMeciici, und Regina Barbarä, einer gebohrnen Renv.chstwar gebohrm an. 166;. den 17. febr. zu Tübingen,er auch an. 1677. inscribirt ivurde, und sich aus dieund Philosophie, nach diesen aber auf die Medicin legte- ^E5. suchte er sich in auswärtigen orten in seinen st'ss^an-perfectioniren, that daher erst eine reise durch Schwaben,cken, und Bayern, machte sich überall bey den gelehrt«!beliebt, und gieng über Mayntz, Cöln, Düsseldorff, ^pjg-wegen, und Utrecht nach Amsterdam, wo er alle wer»'"
keilen besähe, und hernach nach Rotterdam, Delft, «n. c.o^reisete. Zu Leiden blieb er eine zeitlang, hörte si«vMgeblegia, lernte Englisch, und gieng hierauf selbst nach .
wgi 3 , icrnre <rngu,cy, uno grenz hierauf jeiog per
land , ließ sich alles, was bey der Königlichen Socn'^^chwissenschafften sehens-würdig war, zeigen, und reste»^MFranckreich infsslalien, worauf er endlich an. ,687-vzu Hause wieder anlangte, wo ihn sein vatter
te. Im folgenden jähre wurde ihm die kroiesso m ,ve'-exrraorälnaria und die Inlpeäkio Uorti lVleälci aufgetrUS El-ches er denn mit einer solennen oration äs kl-mrst v °
trat. Um eben dieselbe zeit wurde er als ein mitglreooc ^ erweis XllturL Luriokorum aufgenommen. Hieraus 7 schan. 1S89. Lruküssor pst^ÜLLS orclinsriu8, und an. 'O. ,sicdic»'!xnes verstorbenen vatters stell vräinsrius Lälsilor der ' ^ Mschen Facultät. Alle ämter, darinnen er gestanden, Ahalich'grossem rühm verwaltet, über 60. oissm--uc>nes v .Lpstemericles ö/leäicss <L NeteorologiW , dre er u „^07^fortgesetzt, geschrieben, ist vier mal KeÄor , emma^ch,uUVeput 3 w 8 , etliche mal vschmusrn der phllosoM'», ^ cv^
rz. mal in der medicinischen Facultät gemessn, kss' IfagL
lieh den 11. sept. an. 1721. nachdem er mit bey
lena, gebohrnen Cr.afftin, zehen kinder gezeuget, bav^ ^ Muem tode noch vier tochter und zwey sohne lebten, oa
der älteste, Alexander Camerarius, ^scliemL uc> ^era.r'^zsellor extrsorcliysrivs, der andere aber, Henricus