Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Philipp Julium. Alle diese waren Hertzoge aus Pommern ,welche dieses Bißthum gemeiniglich so lange besessen, bis siezur landes-regierung gelanget, worauf sie es ihren respectivevrüdern oder vettern überlassen. z;.) Ernst Boftislaus, Her-tzog zu Croja und Arschott, ward schon an. i6;r. von erstgedach-tem Hertzoge Bogislao zu seinem Nachfolger dcsignirt, welchestituls er sich eine zeitlang bedienet. In dem ;o. jährigen kriegeaber gieng alles drunter und drüber, bis endlich im West-phälischen frieden,,wie gantz Pommern, also auch die zumStift gehörigen guther und jurs unter Schweden und Bran-denburg getheilet worden, so daß Schweden was zu Vor-Pommern, Brandenburg aber was zu Hinter-Pommern ge-hört , bekommen. Demnach hat Brandenburg, das eigentli-che Stift meistens gantz bekommen, mit der freyheit die proben-den nach abgang der damaligen Lsnouicorum einzuziehen, wel-ches aber nicht geschehen, sondern es ist alles, ausgenommendie Bischoffs-wahl, im alten stand gelassen; der damalige Bi-schofs aber, der von der zeit an nur Dom-Probst seyn dör-fen, ist zu einiger satisfaction mit dem amt Stolpe und denGräflich - Ebersteinischen güthern in Hinter-Pommern , Neu-garden, Massau, Quarckenburg und Vieroff versehen wor-den. Wiewol nach dessen tode, so an. isgo. erfolget, alleswieder an den Churfürsten gefallen. 8cripr. , son-derlich Ukrers/-«,, lik. III. k. II. x>.6;6. leg. it. in Kl-

itoris klpilc. Lamminens. welches eine zu Jena an. 1677. gehal-tene disputation. Dieser suctor gedenckt auch eines buchs Hi-storie» 8vnopÜ8 Lpikeoporum Lsmminenüum k-^usse Lsnon.irreeul. Lsmmin. so er aber so wenig als wir zu sehen bekommen.

1. c. H. IZ. 14. 15. rsrum Dame. rill. XX.

Camöes oder Lamoens, (Ludovicus) ein berühmter Pochwelcher von seinen lands-leuthen der Portugiesische Virgilius ge-nennet wird. Er war eines Edelmanns söhn Simon äs Ca-möes und der Anna Macedo. Er studirte auf der Universitätzu Coimbra, und gab bereits in seiner fügend kennzeichen sei-ner »«gemeinen Neigung zur Poeste von sich. Weil er aberkeine Mittel hatte, nahm er kriegs-dienste an, darinnen er sichsehr wohl verhalten. Als er mit nach Ceuta in Africa ge-schickt wurde, that er sich bey unterschiedenen gelegenheitenhervor; da er aber einsmals gar zu heftig unter die Mohreneindrunge, verlohr er durch einen pfeil ein äuge. Von darkam er wiederum zurücke in Portugall; indem er aber seinenaufenthalt daselbst nicht finden konnte, gieng er nach Indien,da er sich durch seine poeste einige von den Schiffs-Officirern zuguten freunden machte. Doch als er auf einen der vornehmsten,der dabey kein liebhaber der Gelehrten war, satyrische verse ge-macht hatte, muste er sich retiriren; da er bis an die Chi-nesischen arentzen kam, und nachdem er eine gelegenheit nachGoa zu kommen, angetroffen, segelte er von bannen wiedernach Portugall zu, hatte aber das Unglück, daß das schiffan einer klippe scheiterte, und nachdem er alles , was er inIndien gewonnen hatte, verlohren, kaum das leben rettenkonnte. Er traf hierauf ein ander schiff an, das ihn nachPortugall brachte, allwo er durch seine geschickiichkeit und Poe-sie aus seinem elenden zustande zu kommen vermeynte, derowe-gen er das getichte ü» Lustsst»» zu ende brachte, und an. 1^69.dem Könige Sebastians dedicirte. Allein weil dieser Herr nochgantz jung war, und dessen vornehmste bedienten nicht viel aufdie Poesie hielten, so muste er zu Lisabon sehr elendiglich le-ben , bis er endlich von Verdruß an. 1579. etwas über jähralt stürbe. Über vorgemeldetes geticht, welches in unterschied-liche sprachen übersetzt worden, hat man noch eine collectiv»von seinen getichten unter dem titul: Himss äs llui» 6s e»-moen8. Seine übrige wercke sind verlohren gegangen. Sonsttadelt man an ihm, daß er die Heydnischen fabeln mit der Wahr-heit der Christlichen religion vermischet. Sein leben ist in fei-nen getichten vorgedruckt. Kibl. Hiff.

Camonica, V»I Lsmonic», ein that und kleine land-fchafft in dem Brescianischen gebiethe, längst dem fluß Oglioan den grentzen des Valtelins. Sie gehört den Venetianern,und hat bey ;o. wohlbewohnte flecken und dörfer in sich. Deroberste theil dieses thals stößt an das obere Veltlin, von wel-chem es durch den berg Auriga abgesondert wird , darüber diegemeine land-straß gehet. Von diesem erstreckt sich dieses thallängst dem Oguo gegen luden. Es ist von oben an bis untenaus ein enges und rauhes thal, jedoch nicht gar unfruchtbar,zumalen da es sich gegen Breno hinunter ziehet. Die einwoh-uer nehren sich von der Vieh-zucht, vom feld-bau , wie auchwollen und tuch-handel, dessen sie viel weben und machen.Sie sind schon an. 1426. von der Mayländischen beherrschungin Venetianischen gemalt, durch freywiüige ergebung gekom-men, und darinnen geblieben , bis an. 1509. da König Lud-wig XII. sie der Republick abgedrungen, und hernach dem Kay-ser Maximiliano zugestellet. Von diesem kamen sie an seinenZroß-fohn, Carolum V. der überliesse das thal dem KonigFrancisco I. in Franckreich, von welchem es die Republick Ve-nedlg endlich wiederum empfangen hat. wxoZr.

LhLt. 1W.XII. P.I7;. b.*

. (Marcus Antonilis) ein Augustiner-Mönch, leb-

Er ist in Barcellona aus einemworden, und muste deswegen ehren"chmen, da er aber im ;8. jähr seines al-terö seine frau verlohren, begab er sich in besagten vrden» Ob er

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gleich schon damals etwas ältlicht war, so legte er sich övchauf die Philosophie und Theologie, in gefellschafft der anoejüngern Mönchen, und käme bald sehr weit in beydem.der Hand ward er zu dem Ertz-Bißthum Tram ernennetin dem lande Bari gelegen, allein er starb an. 1606. m Apolis auf der reife nach Italien (wohin er sich die PapMwbullen auszuwürcken verfüget hatte,) ehe er dieselben erha».«hat, im 6z. jähre feines alters. Er hat etliche schriften M»gelassen, als McroLoüno y Lobierno liniverliil stet HoMLbiistisuo Lc. ^»ro»ro, bibliotk. Hilp.

* Camotius, (Joh. Baptist«) ein Jtaliäner aus der Tr'viser-Marck, war in der Griechischen und OrientalMsprachen wohl erfahren, und lehrte anfänglich die PhiloM^zu Bologna, hernach zu Macerata, und endlich erklärte er^Griechischen karre» zu Rom. Er starb an. 1581. imso.Mseines alters. Er hat Theophrasti und Aristotelis oxer» corigirt, einen Lommeucsrium über den Tkeoxkrsttum und t ,wpKLicsm üristoteli», welcher zu Venedig an. 155!. chjund 1^2. in 8. gedruckt worden; wie auch einige GriEbsgetichte heraus gegeben , und Pfelli kkvücsm , und Oiywkdort Lomment. in ületeor. übersetzet.

Campagna, eine kleine stadt in dem Königreich NeEin krincipsro oitrs, auf der küste von Salerno,;. oder 4-den vom meer. Sie führet den titul eines Marquisats und ^nes Bischoffthums unter Conza gehörig, welches man umzu Satri vereiniget hat.

VI KONft, siehe LLTIIIN. ,

*Campana, (Cäsar) ein Neapolitanischer Edelmannlebte in dem ansang des XVII. Lculi , und schrieb : äeUüorie stel Äousto ; I» Vic» stel I<e kilixxo II. welches bUM lsöhn Augustin fortgesetzet ; stell» 6uerr» sti LiiUlstrs. 2 o/ibibl. Resp.

Campaliella, (Thomas) ein Dominicaner-Mönch,zu Stilo einer stadt in Calabrien an. i;68. gebohren. Ist». ^jähre seines alters begab er sich in den Dominicaner-orden, nsich denn bald wegen seines Verstandes hervor that. Mante unter andern zu seinem lobe zu sagen, daß er Beruhe',Telesio gleich wäre, von dem er aber damals noch mstsio ^ste. Doch erweckte solches bey ihm eine begierde, Telejtt M^ten zu lesen, auch feine meynung und art desselben zuphiren, an sich zu nehmen, ja selbst Telesium widerMartä buch zu vertheidigen, und wider dasselbe werck, wv ^jener n. jähr gewendet, in n. Monaten eine schrift zutigen. Da er nun nach Neapolis kam, dieselbe drucken M He-fen , fügte es sich, daß er vor einem Francifcaner-klostergieng, und da er vernahm, daß darinnen disputiret wurde,»er hinein, und opponirte mit solchem Nachdruck, daßseinen ordens-brüdern gleichsam wie im triumph zuru« ^tet wurde. Einige zeit darauf disputirte einer von stme'^aden, der schon ziemlich bey jähren war, da denn CmE ^iNeinen von desselbigen lehr-sätzen sehr lobete. Weil aber diei^^candern nicht anstund, sagte er zu dem Campanella, ^ ^jchtsich in die theologische dinge, die er nicht verstünde,mengen. Worauf er anfieng eben diesen satz mit solcher»sammt und Heftigkeit zu bestreiten, daß er zwarrühm dadurch erlangte, doch zugleich von seinem "si,bey der Inquisition angegeben wurde, daß er „offgelehrfamkeit von dem teufet haben, müsse. Und da dieiAnichts verfangen wollte, beschuldigte man ihn, daß ernigreich Neapolis von der Cron Spanien durch verraM..bringen wollen. Er wurde derowegen an. i?99> in»geworffen, darinnen er 25. jähr das äusserste elend a» ^r>e^muste. Ja man brachte ihn öfters auf die tortur, vre^zeit mit der grösten beständigkeit erduldet, ob gleich^-he>E40. stunden gewähret. Nachdem er endlich durch vreu Eolwhen Papsts Ürbani VIII. an. 1626. aus dem gefangn^Ape»,men, und vermerckte, daß eine neue Verfolgung vorv ^ re>>'begab er sich an. 1624. nach Franckreich, woselbst er"Könige und dessen bedienten wohl aufgenommen w» .starb endlich zu Paris an. 16;9. im 71. jähre seines wwner schriften ist eine ziemliche anzahl, und hat er stlvn e,l>eodem titul: ste fibri» proprii» L recis r-mone üvstvn ^ gntractat davon geschrieben, welchen Thomas Crewus > ^ 1-!dern dergleichen an. 1696. zu Leiden wiederum " hMer"sen. Sonderlich aber sind merckwürdig seine

8enlu Herum L iVIsgi»; ätkeilmu» triumpbatus;li» keu Iste» oxtimL Ileipublicre; MonsrLki»lolopki» lenlibus stemonllrsts, »äverlu» Nsrer ünpropußuaculum pro ikrillotels in Telelium ; Ksruw ^^sium lib. VII.; kkilolopki-r vivius XXX. übn»ste kkilolopsti» kentilium nun recinenst»; Älousic ^Mronomis; Lolmogrsplii» und viele andere , we ^ co ^an. zu Paris zusammen colligirte, und ' Afl.wiederum wollte drucken lassen , davon aber nr» Vgcder erstere wegen seines bald darauf erfolgten too^ ,0°schein kommen. Er wird auch von emlgen vor ^ pa

des buchs ste Tribu» Impoikoribu» gehalten, „ gelvel ^

ses buch wahrscheinlicher Massen nie in ber wc ^ so "bedarf es keiner andern entschuldrgung, u»wgeben, das buch wäre jähr vor des ^en , hibfburt schon in dem druck zum vorschern k .gewiß irre. - .K»I. »er» wm. viu. ^