Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
401
JPEG-Download
 

kam

L"" lehrmeister hatte, bey dem Hertzog von Vendomezum Opera so beliebt, daß er ihn zu fernem vertrauten, undihm ein .cretWo der galeeren machte, und nächst diesemdes w^'Erquisak in Italien, und endlich eine Commenderiedem e>-k-^rdens St.Jacobi in Spanien zuwege brachte. Nach-teqleu», ü ^brtzog solcher gestalt eine zeitlang in seinen feldzügenalstvo er wegen unpäßlichkett in seine vatter-stadt zurück,MLinrsneur bestätiget wurde, als man die ßeux^»pitm.i r» einer Academie machte; worauf er auchdarben' ^"d an. 1701. ein Mitglied der Lcackeniie kranqoilserlu«g"/ ^"-172;. den 4. may aber gestorben. Er hat die ehresammt,,« k>aß die Academie äes sseux ücn-aux sein leben in ihreso getichten hat eindrucken lassen. Seine fchriften,

aus rragödien bestehen, sind öfters , am besten undl7r, ", Wen aber zu Paris an. 1715. und zu Amsterdam an.^rrn^- a^lUkn heraus gekommen. cktt 7 r//er, ksrnasssbibliotk. kräng ton,. III. p. 46.kinvn, ?^,Basso, (Nicolaus) war ein Neapolitanischer Graf,MeiMfU V'"em ursprünglich Französischen Hause, und nah-den dem von Monlfort in Bretagne, welches sich untert>i-<!.»^Apolltanischen von Kranröstschen stammen in

e a m

401

Age er in währenden kriegen daselbst zwischen b«..letzter» ^Morsten und Renato aus dem Hause Anjou es mit dem»ati Welten. Er kam daher an den Hof des gedachten Re-glind.,.»? "achmals zu dem Hertzog Carolo üuäaci von Bur-svlcher ""a Machte sich bey demselben dergestalt beliebt, daß ihmihm gross " theil von seiner armee als General vertraute, undan jsml v, Made erwiese. Nichts destvweniger degieng er hernachkeil d-l Moste untreue,welches aber daher soll gekommen seyn,besold,,» Hertzog ihm einsmals, da er mit ungestüm um seinedwlle.^Mgehalten, eine ohrfeige gegeben. Dem sey wie daschicki ^ m gewiß, daß als er von dem Hertzoge nach Italien ge-Avn ds^An, volck daselbst zu werben, er aufder durchreise zuCc>ry,j M Konig in Franckmch Ludovico XI. der dergröste femdoder war, versprochen, den Hertzog ihm entweder todt

Fwu^endig -u liefern, wann ihm derselbe eine Grafschafft inwürde W uebst 25000. thaler, und eine Generals- stelle gebenscheu y^>omtnäus aber spricht, daß der König einen solchen ab-

tche j» -.^oer fache keinen glauben zustellen wollen; wiewol an-?>ci Xi diMtung des sonst nicht so gewissenhafften sinnesLudo-A», da« nicht unbillich in zweifel ziehen,und vielmehr glau-bet. D-n« we den Grafen zu den folgenden verräthereyen ver-wgerte, ,, ">ms ber Hertzog von Burgund an. 147;. Nancy be-Welte dj.?nv dem Grafen das commando dabey anvertrauet,Antickrei!k,m Hertzoge von Lothringen und dem Könige in§»tte «u gefallen die belagerung so in die länge, daß sie fast. Herkoläss^taehoben werden. Nichts destvweniger blieb erw» Wider vertrautester General,war auch in den schlach-

- t Caroli.ä ^"chweitzer bey Granson und Murten zugegen. DaX seine ver^. 2 "' ^ 76 . Nancy zum andern mal belagerte, fiengfangen »"Mheristhe corresponbentz mit dem Hertzoge von Lo-wchwen an, welches aber bey einem haar an tag ge-

Uchen KtzDenn als die Burgundische völcker einen Lothrin-«?uitteii,nI"S"^ ^ Cifron oder Suffron genannt, durch dessenA^ngen her Grafdiebisherige corresponbentz geführet,sollte auf-,Kommen, und der Hertzog von Burgund denselbenein?oW Een, hielt dieser sehr inständig bey dem Her-men . U Afttlme audientz an,und versprach ihm fachen ru ent-

N lebe» hem vorwand, daß Cifron nur suchte durch lügen^wegxn sski^eli,und daCifron zum andern mal an denHertzogM vvweWSktewies der Graf die boten mit ungestüm vorA linmitt-ln x^wuck, und das urtheil ward schleunig vollzogen.lMe„ WHertzog von Lothringen zum entsatz mit einer

Auig ankam, brach Campo Basso mit seiner verräthereyjSehr azg Denn als der Hertzog von Burgund, der nichtAn sollte, ri-ts wann hatte, berathschlagte, ob er sich zurück zie-Ugiena ei-Ä Athm stand zu halten, und gleich den folgenden!Awgen ^wlt einem theil der armee zu dem Hertzog von Lo-wollten iV Teutschen aber unter der Lothringischen ar-N "ach ein-» als einen verräther, nicht annehmen, daher erwe Buraunvss^wen stadt Conde an der Mosel retirirte, woselbstUS konnte.,,Wo armee nach verlohrner sthlacht sich allein reliri-!All der conwWerstlben allda aufzupassen. Er ließ auch einenAw beseht/^kanten w der Burgundischen armee zurück, mit»Ar aber aefnnü Hrrtzog in der Hitze des treffens umzubringen,Lauben, das nehmen; wiewol man alle ursach hat zuA^Nd, als di eser Printz dennoch vielmehr durch feindlicheAr auch lemand dieser verrathen, umkommen sey. Da-Anste flüchtia»» gewiß, was einige ferner melden , daß dieNwrder uma v'w der Burgundlschen armee von Campo BassoAbwand »»»Wracht oder gefangen genommen worden, und daMn, h. SAm Hertzoge von Burgund wüste, er der erste ge-Me. D.^°en ort und die umstände feiner entleibung entdecketd?»k' Weil er>W?".hat man von Campo Basso nichts mehr ge-a-» ^ Nild verm»^/5!stor verrätherey von jedweden gehastet wor-c«^^?wukhilch un elenden leben in der irre herum gegan-ötstor hiü.

klanär. Da»,,?/ , bist. äs lkrgnoe tom. II. ool. r;8r> 1402.ckiss. r. äs Lirrolo Ilsllicoln §. 14. p. 27. leg. Ö«

* Campo äi St. pietro, eine kleine stadt, in dem Venetiani«schen gelegen. Sie gehöret unter Padua, und ist an einem klei-nen fluß zwischen Trevigni und Vicenza gebauet. 7l/ay>,viction.

Campodolcino, ein schöner flecken in der Graubündtneri-schen Grafschafft Eleven, oben am Lira-fluß gelegen, ist mit vie-len wirthshäufern versehen, weilen eine land - straß dadurch ge-het. Das that empfängt feinen nahmen davon. 6«/^: kluct.lib. XIII. p. üy;. *

L^EO , siehe Amelsfeld.

Campoli, lat. Lllmplum , eine kleine Bifchöffliche stadt iuAbruzzo olcra in Neapolis an den grentzen der AnconitanischenMarck ohnweit Afcoli gelegen. Sie bestehet in ;. etwas voneinander abgesonderten theilen, deren nahmen Camplo, NucellaUnd Laüro nuova.

Campomajor, eine vestung in Portugal! in der provintzAlentejo , an den Spanischen grentzen , an dem kleinen flusieCaya. Sie wurde an. ,712. von dem Marquis äs Bay verge-bens belagert. äeilc. p. 790.

Campovico , ist ein ansehnlicher alter flecken, im unternVeltlin an dem ungestümen herg - Wasser Tovate unten in derebene gelegen. *

Campredon, lat. Lsmpur Xownäus, eine kleine bevestigtestadt in Catalonien an den grentzen der Grafschafft Roußillon,zwischen Girona und Puicerda gelegen.

* Camps, (Franciscus äea) war zu Amiens in der Picar-die von armen und geringen eitern gebohren. An. ,68;. wur-de er zum Bischofs von Glandeve ernennet, konnte aber die dazunöthigen bullen von Rom niemals erhalten, davon die Ursachenin den Lettres cls Nr. Lrnsulck tom. VII. befindlich sind ; wes-wegen ihm hernach der Ertz-Bischofs von Alby die Abtey vonSigny zuwege brachte.

Campson-Gauri, Sultan von Egypten, gebürtig aus Cir«caßien. Er hatte vormals in der sclaverey gelebeh war darauf un-ter die Mammelucken gerathen, hatte bey den Sultanen die vor-nehmsten ehren-stellen bedienet,und wurde von denMammeluckenan. 1504. gar auf den thron erhoben , welches er anfangs in be-trachtung der bisherigen factionen deprecirte. Er regierte mitgrosser klugheit, und nachdem er die unruhigen köpfe aus demWege geräumet, brachte er das Reich in ruhe. Nachgehends sand-te er eine armee in Indien, die Portugiesen von dar heraus zutreiben, weil durch dieselbe,nachdem sie einmal den weg um Afri-ca herum in Orient gefunden , dem Egyptischen Sultan seinereiche zölle, welche er aus denen Indianischen durch sein land inEuropa gehenden waaren zu ziehen pflegte, auf einmal abge-schnitten wurden. Es glückte ihm zwar nicht nach wünsch, weildie Portugiesen seine flotte den z. febr. an. ,509. schlugen; den-noch aber wurde er vor/inen sehr mächtigen Regenten angese-hen , der Jsmael dem Könige von Persien, und Selim dem Tür-ckischen Kayser die wage halten konnte. Er wurde aber endlichvon dem letzter« durch des Gouverneurs von Aleppo und Coma«gene, mit nahmen Cajerbey , verrätherey unterdrücket; welcherdurch solches Mittel den tod seines bruders, den Campfön wegenangestifteter unruhe hatte hinrichten lassen, zu rächen suchte. Se-lim stellte sich , als ob er wider Jsmael zu selbe ziehen wollte,und kam inzwischen an. 1516. wider Campson anmarschiret,welcher ihn mit seiner armee erwartete. Beyde fliesten in Co-magene zusammen, in dem sogenannten Calderanischen feld, aneben dem orte,woselbst im nächst vorhergehenden jähre diePersia-ner von den Türcken geschlagen worden. Als nun Cajerbey znSelim übergegangen, und die Mammelucken, wiewol nach einerungemein tapfern gegenwehr, und nachdem sie die schlacht-ord-nung der Türcken an verschiedenen orten durchbrochen, nur we-gen der grossen menge des feinds, dem abfall des Cajerbeys, unddem vielen geschütz der Türcken, wodurch ihre pferde gantz scheuworden, und sich nicht mehr regieren liessen, geschlagen worden,geschahe es, daß Campson, welcher mit dem corxs cis relsrvsden fliehenden zu hülste kommen wollte, und dazumal schon 70.jähr alt war, wegen feines bruchs und dicken leides vom Pferdeherab siel, und todt getreten wurde. llb. XVII.

vr'«§, lib. XVII. kill. iles lurcs. *

* , ein etwas grosser platz ausser derstadt Rom, nahe bey dem thor, so man klumemsna hreß. Mansagt, derselbe sey von Caja Tarratia, einer Vestalrschen Jungfer,dem Römischen volck geschencket, oder wie andere wollen, vonAcca Laurentia. Der Romulus soll ihn schon dem Marti ge-heiliget haben. Unter Servio Tuüio ward der Lenin« auf dem-selben gehalten , wie auch die erste Lomma Lenruriara. Er istaber bald hernach von Tarquin.io Supsrko zu eigenthümlichemgebrauch verwendet, und mit fruchten besäet worden. Doch dader König samt feiner fanulie verMeben worden, wurde dieserplatz wieder geweyhet, die darauf stehende fruchte abgeschnitten,und in die Tiber gemorsten, wer! man sich ein gewissen machte!solche zugemessen; es soll mich aus dem stroh, welches bey die!sem anlas in das damals erwas kleine Wasser geschmissen wurde,und hier und dort hangen blieb, die bekannte nsul in der Tiber .

LI; st»