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can
tage ist Cana nur ein geringes dorf, welches von Mahometa-nern bewohnet wird; auch ist die kirche, welche von der Kay-serin Helena an den ort gebauet worden, woselbst Christus dasWasser in wein verwandelt, nicht mehr in Christlichen Händen.Dieses gebäude ist alt , von lauter gehauenen steinen, und be-greift in sich die kirche, welche in der mitten von Pfeilern getra-gen wird, und das Haus, worinnen die geistlichen Personen le-ben , zwischen welchem und der kirche ein geraumer Hof ist.In den grossen stein, welcher an dessen thüre an statt der thür-schwelle sich befindet, sind drey waffer - krüge, samt einer altenschon halb-ausgegangenen inscription, gehauen, in welcherangezeiget wird, baß dieses der ort sey, allwo Christus das wasser in wein verwandelt habe. cke locis Nebr.
L«str». concorck. LvsnZel. lib. IV. c. ic>. voiags äe In
terre läinte, Lc.
Canaan, Palästina, Iudäa, lern Lneka, oder das ge-lobte land , war das herrlichste und fruchtbarste theil von Sy-rien. Gegen morgen hatte es Syrien und Arabien, gegen mit-tag die wüste Pharan und Egypten, gegen abend das grosseMittelländische meer, und gegen Mitternacht den berg Libanon,wodurch es von Phönicien abgesondert wurde. Den nahmenCanaan hat es von einem söhne des Harns bekommen, als wel-cher es zuerst nach der sündstuth mit einwohnern besetzt hat.Ausser diesen waren noch verschiedene andere nationen, welchein diesem lande wohneten, als die kinder Israel solches landeroberten. Die Ammoriter hielten sich ostwärts um den Jor-dan auf, zwischen dem steine Arnon und Jaboc. Sie warenein mächtig volck, und die ersten, welche von Most bezwun-gen wurden. Die Philister stammeten von Misrarm des Hamssöhne her, und wohnten von Cäsarea Palastina an bis gen Ga-za an dem Mittel - meere. Die Hethiter wohnten um Hebronherum, den Philistern ostwärts, mit welchen Abraham undseine nachkommen viel jähre lang umgiengen. Die Jebusiterwohnten zu nächst bey ihnen westwärts, und erbaueten Jerusa-lem L. N. ror;. Die Pheresiter hielten sich zu nächst bey ihnenauf von Beth El bis gen Samaria. Die Gergesitcr wohntennordwärts bey dem see Tyberias gegen Cölesyrien zu. Die Si-donier wohnten unten an dem berge Libanon an dem Mittel-ländischen meere. Alle diese völcker waren aufs äusserste derabgötterey ergeben, als sie GOtt in die Hände der Jsraeliternach ihrer aüsführung aus Egypten gab. Was ferner in demlande Canaan, nachdem selbiges die Jsraeliter eingenommen,vorgegangen, davon siehe Iudäa. In Langen.
Canaan , ein söhn Ham und enckel Noä, lebte um dasjähr der weit 1670. L. L. 2; 14. Da sein vatter Ham die blössefeines vatters Noä gesehen, und solches seinen brudern erzehlet,legte Noah den fluch sowol auf den Ham als dessen söhn Ca-naan , woraus einige schlichen wollen, daß Canaan an derfünde seines vatters mit müsse theil gehabt haben. Von dercrfüllung dieses fluchs an Canaan finden sich unterschiedene ge-dancken. Einige halten dafür, daß die knechtschafft unterschie-dener völcker in Asia und Africa, die von dem Canaan herstam-men sollen, eine würckung desselben sey. Andere aber meynen,er sey erfüllet worden, als die Israeliten die Cananiter ausge-rottet. Andere haben andere meynungen davon. Bochart willbeweisen, daß dieser Canaan der Heyden Mercurius sey.
IX. liom. 8- in Nsttk. Ich. I.
«krön. sä L. Ä. 1657. VowreF«/. in Ich. I.
c. 2. L Ich. IV. c. ;4.
Canace, wird von den Poeten vor eine tochter des Aeoliausgegeben, welche, nachdem sie von ihrem leiblichen bruder,Macareo, schwanger worden, das aus solcher blutschande er-zeugte kind heimlich hinweg zu setzen befohlen. Als aber solchesdurch sein weinen sich und die begangene that verrathen, sollAeolus dasselbe den hunden vorgeworffen, der tochter aber einfchwerdt zugeschickt haben, damit sie es wider sich selbst brau-chen mochte. Wie sie sich darauf verhalten, wird nicht gemel-det ; von dem Macareo aber wird hinzugesetzt, daß er davon ge-flohen und ein Priester des Delphischen Apollinis worden.
Canada, eine grosse landschafft in Nord-America, so auchNeu-Franckreich heist, weil die Franzosen das beste theil da-von besitzen. Sie haben es an. 1^04. entdecket, worauf Jo-hann Verrazan em Florentiner hinreisete, und an. 152;. inFrancisci I. nahmen posseßion davon nahm. Nach Verrazanstode, welcher von den Wilden gefangen und gefressen wurde,brachte sie Jacob Cartier von St. Malo an. i z;4. wieder unterFranzösischen gehorsam. Nachdem die Franzosen die schiff-fahr-ten dahin eine ziemliche welle unterlassen hatten, fiengen sie die-selbigen wegen ihrer Handlung in Florida unter Caroli IX. undHenrici IV. regierung aufs neue an. Die an. 1604. dahingesandte colonie wurde vermehret, und die darinnen erbauestädte nach den nahmen der städte in Franckreich genennet. L'wird aber durch Canada dasjenige land verstanden, welcheslängst dem grossen flusse Canada öder St. Laurentii lieget, vonden msuln an, welche gegen desselben ausflusse über sind, bis soweit, als die dasige aegend bekannt ist, und von den meer-bu-sen und meer-engen Dävis und Hudson an, bis gen Neu-Spa-men, so daß dieser nähme unter sich begreiffen mag alle insulnvon 4 erra Nova, das land Labrador, und das insonderheit soge-nannte Kanada, wovon die gantze landschafft ihren nahmenempfangen 'alsdann dassoamannteAcadia , Sagvenay, dieIroquorsen, die Hurous, die Algonqums, die Illinois,samt einer
grossen anzahl anderer noch unbekannter volcker. Dre EuApäer haben den stücken des von ihnen eroberten landcs urm-schiedene nahmen gegeben , so daß man in Canada ausser eme,neuen Franckreich auch Neu-Britannien, Neu-Engelland,Holland und Neu-Schweden antrift. Das land ist sehr HEreich und ziemlich kalt. Man bringet daraus biber, traan ovcwallfisch-öl, rc. Die Wilden sind in verschiedene natronengesondert, unter der regierung ihrer sogenannten Samago^'weiche die ältesten ihrer familien sind. Sie reden unterschl^-sprachen. Die meisten von ihnen sind wilde leuthe, recywihre jähre nach dem lauf der sonnen , ihre monate nachmonde, und ihre zeiten nach dem, was sich etwa merckw»Uges unter ihnen zutrüget. Bey kaltem Wetter bedecken sie Mmit elend - biber - fisch - otter - und bären-häuten. Im wmntragen sie grosse strumpfe, und gehen allezeit mit entbloM»Haupte. Die weiber tragen zu ihrem zierrath allerley germtz.dinge, so ihnen aus den Europäischen ländern mitgebrawwerden. Gastereyen stellen sie an bey ihren heurathen, nach ^haltenen siegen und wenn sie ihre freunde empfangen. Das',pflegen sie sehr viel toback zu gebrauchen, welches auch Hitleicht die Ursache ist, warum sie diese ihre ergötzlichkerten ^bsgies nennen. Bisweilen fressen sie auch ihre feinde, die >im kriege gefangen. Sie pflegen ferner viel weiber zu HE«then, welche meistentheils unfruchtbar sind: inmassen siegewohnheit haben von einer gewissen wurtzel zu essen, wenn''mercken, daß sie schwanger sind, um die frucht abzutreitm tweil sie gleich von ihren mannern, so bald selbige mercken ,sie schwanger worden, verlassen werden. Die ledigen wcn^.Personen leben nicht gar zu ehrbar, wenn sie aber verheuraMmüssen sie es aus zwang thun. Die so zum ersten in einembrechen angetroffen werden , pflegen von den Wilden am vsichte gezeichnet zu werden. Das andere mal schneiden sie »)» jein stück fleisch aus dem gesuchte, und wenn sie zum drittenbetroffen werden, kostet es ihr leben. Sie haben untersterehe leibs - Übungen im brauch, und pflegen auf mancherleysondere arten ihre jagten anzustellen. Diejenige nationen, ''welchen die Franzosen handeln, sind ausser denen von CaE ,die Hurons, Algonqums, Illinois, Atriquameques, NW'.^mier, Montagnets, die aus Sagvenay, Acade, rc. AllerHandel aber bestehet in vertauschungen. Sie geben biber -otter-marder - und see - ivolfs - haute, und die Franzosen owbrodt, erbsen, bohnen , pflaumen, töpfe, rc. Dasderlich sogenannte Canada liegt zur rechten feite über dem »/tern theile des langen fluffes. ^4
At/e. XelarioM
LÄnacin. .^,4
Canada , oder St. Laurentz, ein grosser fluß im nor^chen America, welcher einer von den schönsten in derwell ist. Er ist 200. ellen tief, und bey seiner ergiessung' 4meer 2?. oder ;o. meilen breit, woselbst der meer - buse'HSt. Laurence und die insuln des neu - erfundenen landes am ^treffen. Sein lauf soll sich, so viel man davon entdeck« v ^auf die zvo. meilen erstrecken. Einige geben vor, daß mwnen weg finden könne durch die seen, woraus dieser Wspringen soll, abendwärts nach Ost-Indien zuDieser fluß entspringet im westlichen theile von America ,.^4nimmt darnach zwey grosse flüsse zu sich, welche von rw .kommen. Diese sind der Sagvenay und derjenige, ss
les trois rivieres heist, weil er aus drey andern flussea - . 44het. Es hat der fluß Canada nicht nur eine grosse uitW ^4frischen wasser - fischen, sondern auch an see - fische». A «yd
mjtbäumch^jt
welcher M ist
User sind sehr lustig, indem sie allenthalbenwilden weinstöcken besetzet sind. Der canal,ist, hat verschiedene grosse insuln. Die nußbauM.
,4 , ym vcricyieoenc groye MMN. Vw nußvaum - p-rdrey meilen lang und zwey breit. Die insul Orleans -pstzeiten wegen der vielen darauf wachsenden wilden wem»"Bacchus-insul genennet wurde, ist fta-s meilen lang.»derthalbe breit, welche samt der gantzen landschafft, Mflüsse von Canada grentzet, von wilden leuthen bewoyn"Mes—' - - - welche sich nahe bey Quebec aufhalten,^4^
..Wen"
gantzen erdboden ist, pflegen sie biber-jagden zu halten, .^,^4,sie ihre getrockneten aale samt ihrem wildpret aufgegem» zNsehen sie sich nach schnecken um, und wenn sie der HWMksehr plaget, pflegen sie gar ihre Hunde zu fressen. S>e I« ^alle Massen raachgierig und grausam, auch sehr untre« „^>0rätherisch, und darf man ihrem versprechen gar mcy' - remzumal auch die meisten unter ihnen gantz ohne gejetz »..x sich,gion leben. Sie haben einige zauberer und heyen ge ,welche Pillotoas genennet werden , und vorgeben,0»«' yjEvertraulich mit dem teufel reden, und von ihm zukum»» Merfahren. Im sommer gehen sie gantz nacket, rm w' ^sse 'bekleiden sie sich mit den häuten der wilden thiere. ^. ^4 E
sind bogen und pfeile, ein grosser höltzerner knuttel, »' Eleder überzogener fchild. Wenn die frauens-persone«
15. jähr erreichen, treiben sie mit jedermann, der »y«ist, leichtfertigkeit; und nachdem sie ein jähr m '^^44, ^lichen leben zugebracht, erwehlen sie sich emen ehem» ssie sich denn ihre ubnge lebens- zett von v
gäntzlich enthalten muffen. Wenn sie unfruchtbar ^ zuwerden , so haben ihre männer das recht, si* th»v