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andere zu nehmen. Wen» sie ihre todten degra-psiegen sie deroselben kleider, ihre Waffen, und allesi«/»e bey ihren lebzeiten sonderlich hoch gehalten , bey sie mithab?» b zu legen. Diejenigen, welche noch einige religionu,-,."'. glauben/ daß dieseele unsterblich/ und in der andernikw/n lustiger ort vorhanden sey / woselbst die todten beyf/n" funden leben. Die Wildem welche zwischen dem gros-sickdes flusses von St. Louis bis an den ort / dafluß ms meer ergeust/ aufhalten / und Montagnois/und Sourinois von den allda wohnenden Franzo-svnLL^nnet werden / pflegen das land gar nicht zu bauen /leben in grosser armseligkeit; die andern aber/ welcheMeai.i 2 bcs gedachten wasser-falls wohnen / als die Algou-baii»,. / Ochastagnms und Iroquoisen/ besäen ihr land undsie aü ^Ech gut körn. Die Attiguatans / welche gegen demsehen "^lain zu wohnen, leben in Hütten / die wie öfen aus-lveit ' baum-rind^n gedecket / 20. ruthen lang und 6.die beyden feiten haben ste einige behältnisse gebauet /erde b°den ähnlich / und etwa ;. oder 4. schuh hoch von derhike >« ^ben find / auf welchen sie/ so lange die grosse sommer-Assss^cek, zu ruhen pflegen / da sie hingegen den Winter durchverak'x feilen decken bey dem seuer liegen / welches ste aneinem ^uen orten ihrer Häuser anzünden nach anzahl der insind" <L?"le befindlichen familien / derer bisweilen über 20.ckisä,. ^bre gewöhnliche kost ist Indianischer weinen oder Tür-sehr ^ sehnen; hund-und bären - fleisch halten sie für etwasrvtk,-.« rcates. Einige unter ihnen pflegen ihre gestchter mitdenmk.,oder schwartzer färbe, so mit baren-fett vermischet/ zudas 0 Die manns-personen thun fast nichts anders / alsjhx,, l'e lagen / fischen und handeln. Die weiber pflegen mitBannern in krieg zu ziehen, und ihnen die bagage nach-NiW"'. Ihr vornehmstes gefttz bestehet darinnen, daß sichm rrweilen die ältesten aus jeglichem dorfe versammle« / umvbe, Lander zu berathschlagen , was zu thun sey , worbey sieOm,^"bischer weise eine gewisse gotthett verehren, die sienia^ »mnen, welches sonst ein nähme ist / den sie allen denje-ach.'Uu geben pflegen / welche sie für mehr als gemeine leuthesonst k ste denn auch so gar ihre zauberer also nennen / diezai,tz oou^andern Wilden Mamtons benähmet werden. Diese-Wnf,? find zugleich Leib-und Wund-Aertzte, und rühmen sich/köw,.,7M dinge vorher sagen zu können. Ihre art zu curirennicb/ä 'Ehr lächerlich heraus/ indem sie bey den PatientenZnr mi5?brrs thun / als daß sie tantzen / singe» und trincken.darn ^.„srrs-zeit machen sie sich treflich lustig, da sie ihre nach-Se», den nächstgelegenen dörfern zu gaste zu laden pfle-vnd daß bisweilen in die 502. Wilde samt ihren Weibernversilbern beysammen sind / und mit den jungen weibs-, welche sich schön geputzt haben, tantzen und. singen.<kul an?, b. novi muuäi, und übrige im vorhergehenden arti-ss "^bzogene scribenten. *
in NenÄ^ ^der Canalö / eine von den alten adelichen familien^rieas M' welche unter andern grossen keuchen auch vielAicvia'i^bttsten und General - Proveditors hervor gebracht.Zecken war an. 1469. General zur see/ als die
ihrer offf Sflvoponte einnahmen / und damals wollten ihm.hindex« ?'chuld geben / daß er solchen vertust wohl hätte ver-'etzteli sti?!?^' indem er eben zu der zeit / als die Türcken denLesich. ^"om versuchten/ mit der Venetianischen flotte in demdach ^dachten insul sich befunden / auch wind und fluthAtinast? flohabt/ dennoch aber mit derselben nicht dasSonera, ai erklommen. An..i?;z. war Hieronymus CanaleWider ^eoveditor von der Venetianischen flotte, und erhieltwa»nj^?urum von Alexandrien, einen General der Otto-solbiqeaL Lotte / einen stattlichen sieg. Weil aber zu ber-eun, 11 die Republick den Türkischen Kayser Soliman-Nichs ^ gern zum zorn wollte gereitzet haben / so hättewrie sxj?'? gefehlt / daß man Hieronymum wegen solcher vic-wurde entsetzt hätte. Sein söhn Äntonius wardde in ch,.? General-Proveditor, und Augustinus Canale wür-den,, qualität die Uscoquen gäntzlich ausgerottet haben /.oben L'-'chl etwas zu zeitlich / ncmlich in dem jähr 1612. ge-bNratov ^e. In dem jähr i;i;. ist Guido äs Canale Pro-Lli Marco gewesen. Zu anfange des XVII. lis-
Mneiir " Darcus Äntonius äs Canale als Graf oder Gou-3ara geschickt, bist. Venet. üb.
46z. -2' ^ kiü. ciu 6ouvern. 6s Venile
^ IM. 6e8 ^1560^68, x. 60. 147. 171.
wn (Annibal) ein Iesuite/ war zu Vico in ApuliensteA.^bohren. Er lehrte die Humsniors und Moral /M such .„des Maroniter-LolleZü zu Rom, und nach die-W. ;u M?/tmgen andern orten. Er ist an. 16,-7. den 17.Stifter leb?!, /L.gestorben. Er hat der geistlichen Ordens-in tb," oeschrieben / davon aber nur ein romus in Romss. 0 l. gedruckt worden. bibl. tcripr. 8. ,1.
bor halb?,??/ em Königreich an der küste von Malabar / auf?o>n wäcbt? blsseit des Gangis / in Indien / welches von ei-nabm?«s" Könige regieret wird. Die Haupt-stadt glei-den ELehort den Holländern / seitdem sie selbige an.^sten citab?n""^esen abgenomnien haben. Sie ist mit einer«getaner,! .«^schonen Hafen versehen / und wird von Ma-"NLere stä?/??b Mohren bewohnt. Ausser dem giebt es noch viel»oie darmnen / als Cvta / Mangate/ Marabis / Earo-
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bare.
bist. Inä. lib. XII. L«rLs/a, I!b. IX. c. 4. Lrv-
Canapo / (Joh.) Francisci I. Königs in FranckreichLeib-Artzt/ lebte an. 1^42. bs Croix äu Maine nennet ihn denöffentlichen Lcsemeister der Wund-Aertzten zu Lyon. Er übersetz-te verschiedene wercke der Alten/ und verfertigte auch stlbsten et-welche/ sowol in Lateinischer als Französischer spräche. L« c>or.-vL ä« e?ä/e? bibl. Lrsngoife.
, Canara / ein Königreich aufder halb-insul disseit des Gan-gis und des meer-busens von Bengala an der westlichen küste inNarfmga oder Bisnagar, etwa 50. Französische meilen von Goanach suden zu gelegen / ist dem grossen Moqol zinsbar. Barbo-sa nennet es Tulamar. Der fluß Gancerocora, welchen es ge-gen mittag hat, scheidet es von Malabar/ gleichwie es durchden fluß Aliga / welchen es gegen norden hat / von dem König-reich Cuncan abgesondert wird. Ostwärts giebt es gebürge /wodurch es von dem eigentlichen Bisnagar geschieden ist / undgegen abend hat es das Indianische meer. Es begreift die Kö-nigreiche Onor und Baticala an der küste in sich / und wei-ter hinein auf dem besten lande Borcopa, so bis an die gebür-ge Gata reichet. Der Konig und ein grosser theil seiner Unter-thanen find Heyden / die übrigen aber Mahometaner. DieCanarianer fuhren stets mit den Malabarern krieg. Sie sindgute soldaien / und verstehen sich wohl aufs miniren. Die wer-ft/ wormit sie ihre grosse fest-tage begehe«/ ist wunderlich. Sieführen nemlich ihre götzen auf einem mit blumen gezierten wa-gen herum. Die rader daran haben grosse haken, so an diespeichen angemacht sind / worauf sich diejenigen / welche einensonderbaren andachts-eifer sehen lassen wollen, legen, und alsomit dem rade herum drehen lassen. Andere legen sich auf dieerde / um todt gefahren zu werden ; wodurch sie hossen unsterb-lich zu werden. Den Übelthätern binden sie Hände und füsse /ziehen sie nackend aus/ und legen sie also an die sonnen - Hitze/daß sie von fliegen gestochen / eines langsamen und schmertzlichentodes sterben müssen. Obwol dieses Königreich sehr klein ist, soist es doch treflich fruchtbar-/ wie es denn den grösten theil vonEuropa mit reis verstehet / ausser dem was noch in die insuln äs1a Sonde und in andere morgenländifthe gegenden versendetwird. Als an. 1714. der König von Canara die Portugiesenbeunruhiget / haben sie ihn mit n. schiffen angegriffen/ die Le-itungen Barcelot / Calianabor / Catapal / Molcqnin / Comu-ra/ Goecorma/ und Misseo angegriffen/ Barcelot bombar-diret / alle Plätze ruiniret/ und grossen schaden gethan.reist, äes Inäes Orient.
* Canarane / eine stadt in Asien / auf einer insul an demfluß Pegu / welcher in den Golfo von Bengala fällt / jenseitdes Ganges gelegen/ ist sehr groß / und die Haupt-stadt des Kö-nigreichs Canarane / oder Caypuno / muß aber der stadt Avaschatzung geben. , Diät. 6eo§r.
Canarins / siehe Cannares.
(kanarische insuln, befinden sich auf dem Atlantischen meere,nicht weit von Africa / westwärts / werden von den Alten dieglückseligen insuln genennet / und liegen Mauritanien / undzwar insonderheit den vorgebürgen Bogador und Non / gegenüber. Es sind deren 7. oder wie andere zehlen 12 , die Altenaber haben von weniger» gewust; sintemal Plutarchus ihrernur 2. Ptolemäus 6. und Proclus 10. setzet. Die wichtigstedarunter ist Canaria / welche eine stadt gleiches nahmens hat.Diese insul hat 18. oder 20. Französis. meilen im umfange, undist die vornehmste/ nicht allein wegen ihrer fruchtbarkeit, sondernauch / weil der Gouverneur darinnen seine residentz hat. Diestadt Canaria / oder die sogenannte Palmen-stadt/ ist groß ,schön und wohl bewohnt. Die andern städte sind Tedle, Gel-der und Guja. Es giebet auch 12. zucker-mühlen in dieser in-sul. Man erndtet darinnen des jahrs 2. mal getreyde ein /nemlich im febr. und majo / und ist an allen orten ein grosserÜberfluß an allerley früchten zu finden; fürnemlich bringt es gu-ten wein, davon allein nach Engelland jährlich bey 16000. saßverführet werden. Die andern rnsuln sind Teneriffa, die msulPalma/ Ferro, Forteventura / Gomera, und Lancelote / wor-zu einige noch die insul Madera, die insul der Wilden, ls Roc-ca und Graciös« rechnen. Plinius zeiget, daß schon vor seinerzeit eine dieser insuln wegen der grossen menge Hunde, weicheman darinn angetroffen, und zwar auch von ungememer grosse/deren man zwey dem König Juda gebracht Habe, von dem La-teinischen Worte csnis, Lsnsris genennet worden. Vor demXIII. sseculo waren sie den Europäern noch unbekannt, undmeldet die Genuesische Historie, daß an. 1291. Dona und Vil-vando mit den andern see - räubern begleitet, eine reise nachden Africanischen küsten mit galeeren angefangen, allein manhat nach der zeit keine Nachricht von chnen erhalten. Gleichesunternehmen soll auch Ludovicus äs 1s Cerda Graf von Ver-mont , Alphonsi äs ls Cerda enckel, welcher ein enckel AlphonsiX. Königs von Castilien war - vorgehabt haben. Denn nach-dem er von den Genuesern und Catalomern gehört, daß sie bisin diese insuln geschifft, entschloß er sich an. i;^. selbige zu su-chen, welche ihm auch von Elemente VI. gefthencket, und er zuAvlgnon zum Koniae darüber gecronet wurde. Es unterließaber äs ls Cerda dieses vorhaben, und begab sich in den krtca,Franckreich wider Engelland zu dienen, /steronnmus Sm-ita,der fast eben dergleichen berichtet, meldet auck°?daS au i rseLudovicus äs ls Cerda, Graf von Vermont, mildem bedinge
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