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zum Könige von Canarien gecrönet worden, 'daß er sie erobern,und den Christlichen glauben daselbst predigen lassen sollte, wel-cher Vorschlag aber nicht von statten gegangen. An. mach-ten sich die see-räuber von Guipiscoa und Andalusien auf, dieseinsuln zu entdecken, und plünderten Lancelote, nebst etlichenandern aus. An. 1401. gab König Henricus III. von CastilienRoberto von Braquemont commißion, diese instiln einzuneh-men , welcher aber solche erpedition seinem vetter Johann vonBethencourt überließ, der auch den titul eines Königs von Cana-rien erlangte, auf der insul Lancelote eine vestung bauete, undverschiedene Nachfolger in dieser regterung hatte. Anjetzo abergehören die Canarische insuln den Spaniern, welche allda einBißthum haben. Die insul Ferro ist sehr berühmt wegen einesgewissen baums, von welchem man saget, daß er die einwoh-ner mit Wasser versorgen könne, indem sonst kein quell in der gan-tzen insul anzutreffen. Es wird nemlich eine wolcke allezeitüber dem bäum gesehen, woraus wasser herab tröpfelt, welchesauf des baums blätter, und von daunen in gewisse behältnisseherab fällt, wohin nachmals die einwohner kommen, und zuihrer nothdurft daraus schöpfen. Der umfang des stammes andiesem bäume, welchen die vpanier den heiligen bäum zunennen pflegen , begreift 12. schuh in sich. Die höhe von un-ten an zu rechnen macht 40. schuh, seine äste aber breiten sichbey 120. schuh auf beyden feiten aus. Er träget eine frucht miteinem kern, welcher einer eiche! ähnlich siehet, und einen vor-treflichen gewürtzhafftigen geschmack hat. Die natürlichen ein-wohner sind eines guten Humors, treflich geschwinde und hur-tig , aber darneben so alber und unwissend, daß sie, als mandiese insuln entdeckte, nicht einmal mit.dem feuer umzugehenwüsten. Sie kommen alle darinnen uberein, daß sie einenGott, der die weit erschaffen habe, glauben. Sie wüsten auchnichts von eisen, welches sie dahero hoher als sicher und goldschatzeten. kV/v. lib. VI. c. Z2. bist. cie nuuv. mcmcls.
bist. lies Illäer. Comment, in itiner. Lnto-
nini Lc. * >
Canatha, ein brunnen in Morea, unweit Nauplia, so an-jetzo Napoli äi Romania heißt, wovon Pausanias berichtet, daßsich Juno jährlich darinnen gewaschen habe,, und wiederum ei-ne sungfrau worden sey, lib- VIII. Ptolemaus gedencket aucheiner stadt Canatha in Cölefyrien, woselbst hernach ein Bi-schoffthum unter Bostra gehörig gewesen.
Canavese, oder II Lanavew, eine Italiänische landfchafft inPiemont zwischen der stadt Jvrea und dem flusse Po, soll dennahmen von dem Hausse, der daselbst sehr haufiig wachst, be-kommen haben. Vor diesem gehörte es zu Montferrat; anjetzoaber ist es ein stück von Piemont, seit dem es dem Hertzog vonSavoyen, vermöge des Chierasquischen Vertrags an. i6;i.überlassen worden.
Canaye, (Philippus la) Herr von Fresne und Staats-Rath, war zu Paris an. 1551. gebohren. Sein vatter warJacobus 1s Canaye, ein berühmter Advocat, welcher ihn sorg-fältig auferziehen ließ. Als er 15. jähr alt war, bekannte ersich zu der Reformirten religion, welche er aber hernach wiede-rum verlassen. Dem elende der innerlichen kriege in Franck-reich zu entgehen, nahm er eine reise nach Teutschland, Jta,Iren und Constantinopel vor, von welcher letztem reise er einedeschreibung unter dem titul: Lpkemsriäez heraus gegeben.Nach seiner zurückkunft in Franckreich machte er sich als ein Ad-vocat im Parlemente zu Paris bekannt, kam auch bey den Kö-nigen Henrico III. und IV. in ansehen, und erhielt von demerstem eine stelle im Staats-Rathe, der letzte aber gebrauch-te ihn in wichtigen geschäfften. Nachdem er Gesandtschafftennach Engelland, Teutschland und Venedig abgeleget hatte,ernennete ihn der König an. 1594. zum Cammer - Präsidenrenin dem halben theil von Castres. Er befand sich auch auf demgefpräche, welches zwischen dem Bischoff von Evreux, nach-mals Cardinal Perron, und dem Herrn von Pleßis - Mornayan. 1600. zu Fontainebleau gehalten wurde, und war einer vonden vornehmsten, welche die fache entscheiden foüten. Er sollaber seinen zutritt zur Catholifchen religion damalen schon ver-sprochen haben. Das folgende jähr schickte ihn der König alsAmbassador nach Venedig, und war er so glücklich, daß er zubeylegung der strettlgkeiten zwischen dieser Republick und Pau-lo V. viel beytragen konnte, welcher auch dafür erkenntlichwar. Endlich langte er wiederum in Franckreich an, und starbdaselbst den 27. febr. an. 1610. Er hat verschiedene wercke ge-gefchrieben, und sind allem von seinen Ambassaden III. wmim fol. heraus gegeben worden, welchen sein leben im erstencomo vorgesetzt ist. Er war sonderlich ein grosser freund vonJsaaco Casaubono, wie dann mehrere gedruckte briefe desCasauboni an ihn dessen ein genügsames zeugnis geben.*
* Canaye , (Joh.) ein Jesuit von Paris, gebohren an.r?94. lehrte anfangs zu Paris die Humaniora , war hernachReÄor der LoUegiorum zu Blois und Moulins, endlich aberbey 22. zahren als Mlftonarius bey der armee. Er ist den 26.pbr. an.167o. zu Rvuen gestorben, und hat in Französischerspräche blc^mm Vcwovwi XIII. keM 6 a 1 Iiw , cis oapta ku-xella geschrieben; ingleichen eine sammlunq von allerhand brie-
^ E eitclkett heraus gegeben.
* Caftsalle, ein grosser flecken in der provintz Bretagne, ju
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Franckreich, 4. weilen von St. Malo, ist mit einem!ftn versehen. ^
* Cancellariis, (Stephanus Bubalus äs) ein Jesuit vRom, war kkilofopblie und Theologie krokellor daseioi 'wie auch fteÄor des Römischen LollsM, und kcLimeuuarl rstarb an. Iü;4. den 28. apr. seines alters 72. jähr, und vern »
Lommentatäonum Lrigslicarum in universam Lngelici twris Traäkstionem 6e itngslis tom. primum; Orat. clo rsl»Dow. bibl. IIom. s
* Cancellotus, (Joh. Bapt.) ein Jesuit, war an.
in der Ancomtanischen Marck gebohren, und wurde »Alexandri VII. Beicht-vatter. Er starb zu Nom den 27. uu -an. 1670. Unter seinen schristen sind die ^nnales Mriam c.vornehmste, seine lebens-beschreibunqen aber der beyden ocder St. Severini und St. Äictorini sind zu Rom an. 164^.,4. gedruckt. bibl. Icrixt. 8.^. cacal. w
k. II. p. izo. «. livv
* Cancer, (Hieronymus) einer von den Höflingen M'Ades vierten, Königs in Spanien, ein Spanischer Poet, weher in der kunst, luftige einfülle artlich anzubringen, wc..seines gleichen hatte, und ist ihm vor vielen andernangekommen, lustige getichte zum zeit-vertreib zu sclMv ^Obschon der Hof des Königs zu seiner zeit mit bergiem"kurbweiligen Räthen und Lichtern angefüllet war, so
sich doch in dieser komischen schreid-art über alle seine nE'sder hervor gethan. Sein gröstes talent aber bestünde sinn Iehe wort-spiele, und zweydeutige redens-arten hervor zugen , welche art seinen geist zu zeigen damals in Spanienauch in gantz Europa) sehr im schwang gieng, und n»e ,romanische, Spanische und Ritterliche verliebte Rodonion»den in der heroischen schreib - art -beliebt, waren, so, ma^tin dem kurtzweiligen genere dieses den grösten theil eines l.genannten Lsl-Llprits aus. Sonsten hat er noch eorEgeschrieben, welche bey den Spaniern sehr geachtet wer" ^Er starb zu Madrid an. 16;;. feine wercke sind an. i6;l-4. gedruckt worden. X'rco/. bibl. scrixt. Hiff. wn'
x. 4z c>. 4Z7. .g.
* Cancerinus, (Nicolaus) ein Würtembergischer
8U8, studirte zu Tübingen, ward kalior zu Riechwitzen / ^in der Grafschafft Hornburg, im Elsaß, Superintendent. ^florirte um das jähr i;?o. und schrieb : Rettung der Augi^rzischen Confeßion, wider Tossanum; item ein buchdem titul: Der alte Glaube von der Rechtfertigung der Mschen fÜr GOtt. memor/sbeol. vfürtemb. - . in
* Cancerms, (Jacob) ein ILmZ, war zu BalbamV^^Aragonien aus einer vornehmen familie entsprossen,
zu Salamanca und Huesca, florirte um das jährschrieb Varia« ftesolutiones )uris Lkelarei, kolltiÜLÜ ^ .
cipalis krincipatus Latalonia: in III. tom. Lc.
Canche oder la Canche, lat. tzuemia und Lantw»'fiuß in der Picardie, entspringet in Artois bey Blavmco^g,gehet bey Ligney nach Hesdin, wo er die Ternois in sich w' pgsendlich bey Montreuil und Estaples vorbey , da er sichmeer ergießet.
Cancheu oder Rancheu, eine grosse stadt in der PietistKiangsi in China, und zwar die Haupt-stadt in einemgleiches nahmens, welche über n. andere städte zu v''-ei"hat. Sie liegt nahe am flusse Kan, und zwar eben a»^ypeort, da er sich in den fluß Chang ergeußt, welcheflusse zusammen ein breites wasser, fast wie eine see, w"
Es ist eine gute handels-stadt. Der Vice-König reM-I^iuinnen, welcher einige städte von den provintzien Fockien,tung und Huquang , so nahe bey Cancheu sind, cow''ret. Dieser Vice-König ist nicht geringer als der min-der provintz Kiangsi, und in diese landfchafft deswE Esgesetzet, daß er die einfalle der räuber verhindern mU^ Eist eine feine drücke allhier, so auf 1 ;o. schiffe gebauet >1^che mit ehernen ketten an einander gefüget find. Aufsind ;. mühlen, welche den Italiänischen und Teutsch^ fe>"sind, und darzu dienen, daß sie die umher befindlicheder, so mit reis besäet sind, wässern. cwlcr-
Neuhofs Gesandtfch. nach China. . ztvh
* Cancker-Thal, liegt im Hertzogthum Ober-Crmu^jlenschen Crainburg und dem fluß Hydria. Es ist etwa ha>lang, und mit den höchsten schnee-bergen umgeben' ^ Mvon dem städtlein Can den nahmen, und wohnen
den bergen hin und wieder etliche baursleutye u ,
Candace, war ein nähme, welcher allen yM,zukam, die in einem theile von Aethiopien regrerien^ Enen das Haupt die insul samt der stadt Meroe war. ^wird eines Cämmerlings gedacht, so bey einer vonginnen in diensten gewesen. Selbiger war em^riE„se, und hatte zu Jerusalem im tempel seine andach vAls er wieder zurück reisete, tras ihn Mlüppus , Zu)den 7. viaconis an, von welchem ergetauftt wurve ^ Eneu-bekehrte soll nachgehends , wie St.Hleronymu ^ ^
lus Hicrosolvmicanus, Cusebius und verschieden . amAgchen-Lehrer berichten, in Aethiopia das Evangel-uw MSbreitet haben. Wo je alle erzehlungen Dorother "
wären, so hätte er noch ferner m Arabla fehc' Uno ^ e e
sul Taprobana gepredlget, und endlich die Marryr^