Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Dieser aber rüste Kayser Ottonem, welcher ihmVMffe kam, und Canossa entsetzte, ä/ardM» , üb. n.M? . ^2. tom. I. koript. Lrunluio. x. 689. leqo. Os»«r.^ " VUaMtb. ibiä. p. 6;;. segg. />» I. 64. La,

"ss 9;o. Es richtete derselbe auch eine kirche daselbstre/s Wd bekam darzu Christi dornen-crone, und des Märty-. Apollonii leib, hat auch so viele kostbarkeiten hineinU"ckt, daß, als Mathildis an. 1082. dieselben von dem Ab-«öfters abforderte, um sie dem Papste zu scheusten, amPfund siiber und 9. Pfund gold waren. ZumriWalent hat der Papst dem kloster unterschiedene capellentte/^ben. Es steht auch unter keinem Bischosse. äc/«r,o ^

apuä I. L. p. 688- leg. Oo^-rrss, I. c.

ren 64;. Mathildis pflegte oft auf diesem schlösse zu residi-er, j' wle denn auch an. 1077. allhier ( nicht aber zu Cano-dem Neapolitanischen ) Kayser Henricus IV. bey Papstivo^n " die absolution von dem kirchen-banne holen muste,er sonder zweifel aus raache an. 1092. Canossa, wiewolAr V?hch, belagerte. OsMrs«, 1. c. x. 671. Mit»

VI. 8- apuci I. c. tom. III. p. 746.

E Eanossa, (Ludovicus) ein söhn Bartholomäi aus einemda»" und adelichen geschlechte zu Verona, siudirte die.ssirs, kamwonach Rom, und fetzte sich bey Iulio II. in Hochachtung,dey dessen Nachfolger, Leone X. von welchem er dasLxbchM Tricarico erhielt, und als Nuntius äpostolious intt^Ieich gebraucht wurde. Seine gute aufführung dabeyh- lhm von dem Könige Francisco I. die Bischöfflichewür-da^.?"Bayeur, und die charge eines Königlichen Raths, jage-Nao> TFrancifcus schickte ihn an. 1527. als seinen Gesandten-Venedig, wo er, bis der friede in Italien erfolget, sub-sollte. Allein er wurde gefährlich kranck, und ließ sichhup Verona bringen, wo er an. 1529. gestorben.p 'Lron. k. II. p. 972. , Ital. lscr. tom. VII.

s^anotio, (Lanrentius) ein Mahler von Padua, wo er ver-ß«M?nes gearbeitet hat, und an. 147°. gestorben ist; seine stuckeder M"Uich hochgeachtet. Seine grabstatte ist in dem kloster* "rche Nel Santo.

G^Sanovia, ein kleines ländgen in Albanien, zwischen demHe ^rin und der stadt Scutari. Es hatte vor zeiten ri-ll iine^stadt eben dieses nahmens, wo ein Bischoff war, ders, yMeii fitz zu St. Juanilla von Medea hat, und nur überr>v'rn°k ^-spiele das aufsehen hat. Baudrand will haben , dervder a"W ort in diesem lande sey nun Badiuchi, ein dorf"ecken, so man nicht auf den charten findet, äckar.7, viel.

be^""statt, Cantftatt, eine stadt im Hertzogthum Würtem-Zlite!«"ne stunde von Stuttgard am Neckar , auf einem vonEbers! ^n und körn fruchtbaren boden gelegen. Hertzogeilie M Ludwig hat gedachten fluß schiffreich machen , undHeck« erläge daselbst aufrichten lassen, welches die vorigenlvesxss^"vnWürtemberg schon unterschiedene mal willens ge-burck! auch von dem Kayser die freyheit erhalten. Da«Holland Handlung in die Pfaltz, auf Franckfurt, in"'ehr-t """ die Niederlande auf und ab um ein grosses ver-bog ' und werden alle waaren, die in Ober-Schwabendein HM herauf gehen, daselbst abgeflossen, nachdem sie aufda« ,>ecrar bis dahin gebracht worden. Man vermeynet,TeutiÄ diese gegend die Romcr bey ihrem eiubruch in«n tzM.ud ihre sommer-lager gehabt, und ziehet zum beweisdeg. Kchische iEriptianes, so man um diese gegend gefnn-uier ' da es sich schwerlich erweisen käst, daß die Rö-Aritstw Allemannier zeiten von dieser gegend her viel indie hi^and eingebrochen, so hat man mehr zu glauben, daßbey h-.Wndliche Römische stein-schriften von denjenigen legio,des g» Mmen, welche zu Verwahrung der äussersten grentzenQ daherum gelegen sind, wie dann das sogenannteMt M"? unstreitig bis an diese örter gereichet hat. DieUvjz I " den nahmen von L. änt. 8rat. oder Lsji ämonü 8ta-"liliev^w Gnige wollen, daß Canstadt anfänglich der fa-Eaysta.,u'Tchlllingzugehöret, davon sie sich noch Schilling vonden ;i,««Delbell. Es ist aber viel gewisser,daß dieses geschlechtMh a„ ?,bulen von Canstadt allein wegen einem adelichen frey-en hat »?uunen, so es vormalen allda in der stadt besef«das vri'-,Au. i;;4. hat Kayser Ludwig der Bayer der stadtVeit Minium ertheilet, daß sie mit Eßlingen gleiche frey-em g "tthte geniessen solle. Ohnweit der stadt ist ein von^ige fssf vekanntes bad das Sultzbad genannt, welches vorAn daNMiten gut ist. Zu ansang des XVIII. lieculi hat"n>hnlick, v/hlele gebeine, sowol sehr grosse als auch unge-^rd in ni» ansgegraben, welche man theils nach Stritt-en nicbt^'. kunst-cammer genommen, und wissen die Gelehr«"swrx sie daraus machen sollen: Ov es ein lulus

Mein , oder gebeine, die von der sündfluth oder

aeg!!!sscheu lager übergeblieben.^ Es finden sich auch in

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"och viele Heydnische muntzen. Ferner ist daselbst?Nch a,,Ä^chcke über den Neckar. Im XV. Lcuic, wurde

fgerichtel.

rinn.

Kayserl. post-amt amd ln monatl. unterred. *

^ie M Uegt nur eine stunde nord-ostwärts von Stuttgard.hatt-"a- Vorstadt jenseit des Neckars. Um das ,ahr""Nr Canstadt einen streit mit dem Abt zu Lorch, wegen

des fisch-fangs in dem Neckar, welcher von Graf Ulrich vonWurtembrrg beygeleget worden. Zu ansang des aprils an.1519. wurde sie von dem Schwäbischen bund erobert. An.2688. und 169z. wurde sie von den Franzosen hart bedrängt,mrmulcripc-i.

Eanstein, eine Freyherrljche familie, deren stamm-schloßgleiches nahmens in der Marck Brandenburg befindlich ist.Sie hat sich auch in Westphalen niedergelassen, wie dannMordran an. i e?o. daselbst gelebet, dessen söhn Raban an.1 ;88. auf der Academie zu Wittenberg mit tobe abgegangen.Em anderer diests nahmens war an. 1658. Chur-Brandenbur-Eb"^^L^imer Rath, Cammer-Präsident, und nachgehendsOber-Marschall. Friedrich Rudolph Ludwig aus Blumbergbeklewete an. 1689. die charge eines Brandenburgischen gehei«men Raths und Amts-Hauptmanns zu Müllenhof. An. 17--8.^.ich, Kontgl. Preußischer Obrister, in derWacht bey Oudenarde. Carl Hildebrand, von dem in fol-gendem artlckut mlt mehrerm , starb den i9.aug. an. 1719.nachdem er in sernem leben dem Hallischen Waysenhause vielgutes gethan, und solches auch durch sei» testament reichlichbegäbet hat. äs reb. gsü. k. XVilK. *

* Laustem, (Carl Hildedrand, Freyherr von) Erbherr aufCanstein, Schönberg, Neukirch, Blumberg, Eiche, Dahlwitz rc.war an. 1667. gebohren, und begab sich an. 168;. nach Franck-furt an der Oder, allwo er drey jähr dem studiren oblag, undunter vamuele Stryckiv äe Liü L Lmhoriwre )uris XomiinIin Ions Oermrmiiv disputirte. Hierauf that er mit seinem bru-der, Philipp Ludwig, eine reise, und besähe Holland, Engelland,Franckreich, Italien, Oesterreich und Böhmen, von da er ami688> wieder zu Berlin ankam. Das folgende jähr ernennteihn der Churfürst Fridericus III. zum Cammer-Juncker, wel-che bedlenung er nach etlichen jähren wieder aufgab , und alsVolontäre in den Niederlanden mit zu selbe qienq. In wäh-render dieser campagne verfiel er zu Brüssel in eine schwerekranckhert, da er ein gelubde that, GOtt sein lebenlang zu die-nen, und sich aller weltlichen bedienungen zu entschlagen, wenner von seinem gefährlichen lager aufkommen wurde. Diesemzufolge machte er bey feiner Wiederkunft nach Berlin mit Dr.Spenern, und den Ideolo^is zu Halle vertraute sreundfchafft,legte sich auch mit besondern: fleisse auf die Theologie, wiedavon seine zu Halle an. 1718. in fol. heraus gegebene Har-monie, und auslegung der IV. Evangelisten zeugen kam Erstarb an. 1719. den iy. aug. und ließ von Bartha Sophia vonKrosick, die er sich an. 2707. beygelegt, keine kinder. Ihm hakman es zu dancken, daß von an. 1712. bis 1722. von dem NeuenTestamente 1;0000. und von der gantzen Bibel 12-1002. stückzu Halle gedruckt worden, maßen er so viel schristen giessenlassen, daß man die gantze Bibel vollkommen absetzen, und sol-cher gestalt allemal zum abdruck fertig haben kan. r/«-».

* Lanssetter, (Tobias) war an. 162?. in Ober-Riexingen,

einem Würtembergischen stadtgen, gebohren, und wurde, nach-dem er zu Tübingen studiret, anfangs zu Lausten Diaconus,kam hieraus nach Ober-Riexingen, und etliche jähr darauf alskxüor, wie auch lolpeclor nach Brackenheim. Er starb an.1668. M4Z. jähre seines altcrs, und ließ ein buch von bösengedancken, unter dem titul: Trüber Brunn und verderbte Quel-le des menschlichen hertzens. msmor. Tsisol. NVür-

tsmb.

* Land Rank, eilte kleine stadt an der Weistritz, in dem Für-stenthum Breßlau gelegen, und dem Dom-Capitul daselbst zu-ständig. In dem darzu gehörigen districte, welcher seinen eige-nen Lands-Hauptmann hat, sind feine Ritter-sitze, als Groß-Peterwitz, Furstenau, und andere. Hertzog Conrad zu Oels, derschwartze genannt, residirte am 14z i. an diesem orte, undführte davon den nahmen. Lucä Schles. ehron.

E/IXIiILNI, ein altes polck in Spanien, welches ei«gentlich in dem heutigen Guipuscoa und Biscaya wohnete.Als sie sich zu des Kaysers Augusti zeiten wider die Romer em-pörten, oder vielmehr bis dahin noch nie recht waren gedampfekworden, gieng er in eigner person in Spanien, und zwang sie,nachdem er sie etliche mal, geschlagen , daß sie sich auf das ge-bürge und in die wüsten orter retiriren musten. Er nähme diestadt Aracillum, und den berg Vinnius nach scharfer gegen-wehr ein. Und endlich belagerte er U. 729. HIN. ;9;y.L. L. 2;. den Überrest dieses volcks auf dem berg Medullus,umficng denselben mit einem graben , derm die izooo. schrjstim Umgang hatte, und brachte sie endlich durch Hunger da,hin, daß sie sich selbst umbrachten , mdem sie lieber sterben alSdienstbar seyn wollten. Augustus fiel m wahrendem diesenkriege in eine kranckheit, und übergab deswegen Cajo Antistiodas commando; ausser welchem,auch Furnius und Agrippübey denen hernach erfolgten emporungen dieses volcks dienstegethan haben L'-- l.b llll.LUV. ^ ^ ^

lib.xi.iv. äug. ^«1. Lrv. in

epit. *

Cantal, iss der nähme eines gebürges, so fast stets mitschne-.brdeckt liegt, m der Französisch^

Am

LantaliLs,