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Cantalrce, eine kleine stadt in Italien, in bemHertzog-thum Svoleto, auf einem berge, nicht wett von Riet», ge-legen. Es ist der geburts-ort des heiligen Felicis u Cantatt-cio. Siehe Felix.
* Cantalupus, (Nie.) aus dem Hertzogthum Walles gebür-
tig, ein Carmelit, war dem orden an verschiedenen orten für-gesetzet, und starb den 27. fept. an. 1441. Sein buch äs Lml-ouicare L OriZine Ilniversitatis Lantabrigisnsi8 hat ThomasHearne des Sprotti Lbronicre zu Oxford 1719. in 8. beydru-eren lasten, 1721. msnsi ociobr.
(santara, ein stuß in Sicilien, siehe Canrera.
* (santarini, (Simon) ein berühmter mahler, war zu Pe-zaro an. 1612. gebohren. Sein vatter widersetzte sich anfangsdessen neigung zu der Mahlerey, deswegen er sich nach Vene-dig begeben. Nachgehends aber ward er zu Claudio Ridolfi,einem mahler zu Verona, gethan. Endlich begab er sich nachBononien , und übte sich unter dem bekannten Guido , allwoer auch zuletzt gearbeitet, und andre unterwiesen. Er starbaber an. 1648. aus Verdruß, weil ihm die abbildung des Her-tzogs zu Mantua nicht wohl gelungen war.
Eantazaro, eine Bischöffliche stadt in Calabria olera,und der sitz des Gouverneurs dieser provintz, liegt an demGolfo äi Squilace zwischen der stadt dieses nahmens undBelcastro.
Cantecroy, ein kleines Fürstenthum in Brabant, im quar-tier von Antwerpen gelegen, worinnen Lier und Cante-croy die vornehmsten orter sind. Das schloß Cantecroy istvon dem Hertzoge Philippo in Burgund erbauet, und nach-gehends an. 1570. zur Grafschafft gemacht worden. An.1-49. verkaufte Heinrich von Pontalllicr, Cantecroy NicolaoPerenetto, dessen nachkommen absonderlich Antonius Pere-vottus, Cardinal und Ertz-Bischoff zu Mecheln, über 8- dör-fer dazu gebracht haben. Nachgehends ist diese Grafschafftzu einem Fürstenthum gemacht worden. c-Vana-?, in anrig.Lmvvsrp. c. topoZr. 6erm. inksr.
Cantelberg, (Thomas von) siehe Decker.
* Cantelius,(Peter Joseph) ein Jesuit im 17. jahrhun-
dert, hat ein artiges büchelgen äs konum» Hepukliss, Paris1684. in ir. Utrecht 1688. in 8. 1691. 1696. 1707. in 12.Venedig 17; l. und lVlerropolitsiEUM Ilrbium Hilkorism, Pa-ris IÜ84. in 4. geschrieben. LrL/rsrl-. xoly-
lnlt. tom. I. 1ik>. V. e. 2. n. 4.
Cantelmi, eine ansehnliche familie in dem Neapolitani-schen, welche den Herzoglichen titul von Popoli und Petto-rano führet. Sie hat ihren Ursprung von des Schottländi-schen Königs Duncani I. söhne, Eberhards, der wegen sei-nes starcken kopfs und treflichen Verstandes, Kanteln' oderKanclam beygenahmet worden. Derselbe begab sich, nachdemsein vatter durch den Meuchelmörder Machbet um das jähr1040. hingerichtet ward, zu dem Engelländischen Könige Eduar-ds dem heiligen, und von dar zu seinen anverwandten indie Normandie. Hieraufgieng er mit den Normännern in dasgelobte land, und nachdem er daselbst seine tapferkeit wider dieungläubigen hatte sehen lassen, ließ er sich bey seiner zurück-kunft, weil in Schottland noch alles verwirret durch ein-ander lief, in der Provence nieder. Sein söhn nennte sichCantelmum äs Scotia, wie auch einen Herrn von Luc undTrilli, und zeugte Restainum, welcher den vätterlichen nah-men Cantelmus zu seinem zunahmen annahm, worinnenihm seine nachkommen beständig gefolget. Dieser Restainusbekam von seiner gemahlin , Phanetta äs Beaux, einen söhn,nahmens Menappum , der mit Sibylla äs Sibren, einer ade-;liehen Dame aus Anjou, Jacobum und Bertrandum zeu-get«, welche beyderseits mit Carolo von Anjou nach Neapolisgegangen, und demselben ansehnliche dienste geleistet. Die-ser bekam unterschiedliche stadte in der landschafft Abruzzo, je-ner aber brachte die stadt und das schloß Popoli an sich, wardzweimal Vice-König in Neapolis, commandirte hernach die ar-mer: in der Lombardie,erhielt endlich die stelle eines Gouverneursin Abruzzo , und legte eine Gesandtschafft an den Kayser Ru-dolphnm l. ab. Er hinterließ Rostanum oder Restainum,welcher an. 129^. das Gouvernement von Abruzzo erhielt,und da er den Komg Carolum von Ncapoli nach Rom beglei-tete, hatte er dre ehre, daß ihn der Papst, dem er ehemalsindem Colonnesischen krnge gedtenet, zu einem RömischenRathsherrn ernennete. .Erstarb an. izio. als CapitainvonNeapoli. Sein ältester söhn, Jacobus II. war ^uttieisrius undGeneral-Capitain in Abruzzo. Als die Republick Florentz sichan. iziz. auf ;.jahr unter dle herrschafft des Neapolttani-schen Königs Roberti begab, ward er zum Statthalter dahingeschickt, und stund dieser charge rühmlich vor. Sein ur-enckel, Jacobus, erhielt von dem Komge Ladislao von Nea-polis die würde eines Grafen von Popoli, und erbte nachseines vatters bruders tode die GrafschafftAlvito. Erwarbrln groß-vatter Nicolai und Casparis Onuphrii, deren jederAne absonderliche linie aufgerichtet. Nicolai söhn, PetrusJohann Paulus , erster Hertzog von Alvito und fünfter Grafvon Popolr, conspirirte zweymal wider den König, und mü-sse deswegen ftm vatterland mit dem rücken ansehen; erwurde zwar beydemal restttmret, muste aber doch endlich sein le-ben zu Ferrara m großer durftigkeit endigen. Dessen bruders
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söhn, Rosianus, ein berühmter General, welchen an.sein eigener Priester bey der nacht ermordete, hinterließ ^hannem Josephum Bonaventuram, ersten Hertzog von Popo»/der anfangs Generalißimus über die Päpstlichm trouppmnachgehends aber Vice-König in Sicilien gewesen. Er vc»an. i;6o. seine linie beschlossen, und seine güther der vo»Caspare Onuphrio gestifteten und noch jetzo florirenden »»»vermacht, welche zuerst nur den Herrn-tttul von Pettora»^geführet, bis sie den Hertzoglichen von Popoli geerbet.derselben hat sich vor andern Andreas, als einer der gross»!Generalen, hervor gethan, von welchem ein eigener artia«»handelt. Seines bruders Josephi söhn, Fabricius, ward wsgleich erster Fürst von Pettorano, und ließ nach sich 1.)fephum, welcher ohne männliche erben verstorben; 2.)cobum, von welchem ein absonderlicher artickul zu findch'.) Restainum, achten Hertzog von Popoli, und drittenen von Pettorano, welcher als General-Major in Aftn»/Sicilien, Spanien und Flandern'gedienet, und an. 169°-I»charge eines Generals der artillerie in Neapolis erhalten Yj»'Philippus V. dessen partey er beständig gehalten, legte ihm U1701. die würde eines Grande bey, Carolus III. aberihm an. 1708. alle seine in dem Neapolitanischen befind»»/güther conflsciren. An. 1690. vermählte er sich mit seinesders Josephi tochter, Beatrix, welche ihm einen Printzen,sephum von Pettorano, gebohren. im/-«/. §ene-ll. kam.
L ll isp. 8uppl. 1. ,
Cantelmi, (Andreas) ein berühmter General, gebm»svon Neapoli, ein söhn des Hertzogs von Popoli. Seinegehörige bestimmten ihn zu dem geistlichen stände; dochsich liessen sie geschehen, daß er semer eigenen neigung, EAihn zu den Waffen trieb, folgte, Die ersten proben mproseßion legte er in dem Valtelintschen kriege ab. Her»Ucommandirte er in Teutschland zwey compagnien von c<E irie, doch unter keines andern, als des General - C<W» ,,„gober - commando, und befand sich mit bey der belagere«von Halberstadt. Daraufdiente er in Ungarn wider den HAsten von Siebenbürgen, Brthlen Gabor, und bey seiner zm» §kunft half erden Protestanten in Teutschland, derenauch damals auf einem schlimmen fuß stunden, vielen l»^rden thun. Von bannen gieng er in Italien, und ließ lssl> xzweymaligen belagerung von Casal, ingleichen bey ME^gebey Ponte Stura seine tapferkeit sehen. Nachgehends wo» ^er als ölsliro äi L-lmxo unterschiedenen actionen in M W-bey, und marschirte von daraus zum andern mal in Tc»» pland, da erFranckenthal entsetzen , Speyer einnehmen/ Ze-dern Könige Gnstavo Adolphs von Schweden das harw^sten half. Bey Stephanswerth auf einer insul in derbauete er eine vestung, die er nach seinem nahmen C»»» sonennete, vor welche sorgfalt, gleichwie auch vor diejew»er in beschützung des Hertzogthums Eleve erwiesen, die^tin Clara Jsabella Eugenia ihm eine ansehnliche verehr»»LFgeld zuschickte, die er aber anzunehmen sich wegerte. , sichnach diesem entsetzte er Mastricht und Löven, und Vl» her-unter dem commando des Cardinal - Jnsanten dermE»vor, daß er das Gouvernement von dem Hertzogthums, ,,ii-burg erhielt; da er denn unterschiedene verlohrne mgU/Msgeachtet sich der Marschall von Chatillon mit einer H«h-mannschafft ihm entgegen setzte, wiederum eroberte, .^pe»dem die Holländer Äerrebroek und Calloo nahe beyeingenommen hatten, und von daraus dieser letzterestadt sehr beschwerlich fielen, griff er sie widerder andern Generals an, erlegte sie, und vertrieb sie»gedachten örtern. Zweymal hatte er glückliche seimn? ä»die Franzosen, und an. 1640. da er als General - ss' fti>»Lrunpo bey Arras commandirte, würden die Sp»»' m,e ee/Niederlage erlitten haben, wenn die andern eben so / ^ jaRihre schuldigkeit in acht genommen hätten. Das folge»ehe der Cardinal-Jnfant mit tode abgieng, ward w'p M-5. andern das Gouvernement von Flandern und Burg»getragen. Hiernächst bekam er die stelle eines Gener^tEzeugmeisters, und zwar mit grössern Verzügen,, -vor ihm gehabt. Endlich erhielt er die würde ernes ^ tzßMFeld-Marschalls in Flandern, und indessen daß der Fe»" se>»eGeneral von Harcourt vor St. Omer gieng, wAgsslick sszorts einen einfall in Franckreich, war auch nichtung'«gen den Printzen von Oranien. Nachdem er, aufss"» sse ev- /begehren, in Spanien gegangen, widerfuhr ihm Mund auf sein einrathen ward Lerida eingenommen. ^nach ward er zum Gouverneur und General-Capttam pon E,lllonien erklärt; da er denn eine lange zeit dem Grate»court die Passage über den fluß Segre disputirte, denäs 1 a Mothe die belagerung von Tarragona beM^/hl:-
te, und Balaguer einnahm. Alle diese unaufhörliche.. ,
gen in staats-und kriegs-geschäfften zogen ihm »"TstjnesAii,llche kranckhett zu,woran er «.1646. in dem vintecl^»,,.
starb. Er hat von der kriegs-kunst einige schrtfte».^,st.p- 2 ^
welche hoch geschätzt worden. äi Lspw. ^^hre» ^
Eantelmi, (Jacobus) ein Cardinal-Priester,^^. ^ scr
Neapolis den 2;. jun. an. 164;.. Diersten jähren einiger Massen versäumt, . , ,als er nachgehends in Rom solche nachzuholen .
dem Cardinal Francisco Barbarini in eintrelbung ^
den zu Neapolis war behulflich gewesen, so reeom Her»
. Die studien hatte ^^w^eaumt, so, daß es E l^esi^be nai-kuubolen l^^Mer ssHil