Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Half ihm harzn, nach dem abgang Theophlll, -es sohns Ions-lhan, welchem Canthara nachfolgete. Er genösse diese wurdegegen 2. jähren in 2. verschiedenen malen., Zuerst fast ein gan-tzesjahr, und zwar von an. 4044. bis 404?. alsdann warder gezwungen, zu gunsten Matthias, des sohns Anani, dieselbeabzulegen. Das andere mal folgte er an. 4048. dem Elimeus;aber in dem nemliche» jähr nahm ihm Herodes , der König zuChalcide, diese würde wieder, und gab sie Joseph dem söhn Ca-mith. s. c?rr/-rr^e, viel.

* Conthorus, ein Griechischer Poet / von geburt ein Athe-nienser, von welchem man nicht eigentlich weiß - wann er gelebt/dieses ist bekannt/ daß er etliche comödien geschrieben, nem-lich die lVleclesm, den ffüskeum , die 8vlrmisLüism, und derglei-chen ; es war auch ein verrühmter betrüger zu Athen / der diesennahmen geführt / von welchem das sprüchwort hergekommen:Listiger als Lonthorus. 8/,/^-.

* Cantherus / (Andreas) ein bruder Wilhelmi und Thcodo-ri, folglich auch ein söhn Lamberti Cantheri / übertraft sie allein der gelehrtheit. Scldenus sagt / es habe Andreas Canthe-rus in dem zehenden jähr seines alters es in allen schönen wis-senschafften, in der Gottsgelehrtheit und in den Rechten schonso weit gebracht gehabt / daß er öffentlich das Alte und NeueTestament / das ßo« Livlls und Liraonionm zu gröster erstau-nung seiner zuhörern nicht nur gründlich crklärete / sondern auchdie darüber vorgelegte schwereste fragen bündigst beantwortete.Der Kayser schrieb ihm einen eigenhändigen sehr gnädigendrief zu / berufte ihn zu sich naher Wien / versprach ihm anbeyden voäkors - grad und eine anständige stelle an semem Hof.

, eloge« cke« üoromss Isvsns, tom. III. p. 82. eckit. IIoII.

1715-

Contillono / ist ein kleiner ort in Andalusien /;. bis 4. Mei-len nord-ostwärts von Sevilien / an den: rechten user des Gua-dalquivir gelegen. Der König Philippus III. hat ihn zu einerGrafschafft erhoben. Co/»re/E, ckelic. cks I'Lkp. p. 44;.

* Cantrlupo / (Thomas cke) Bischoff zu Hereford in Engel,

land / war ein söhn des Barons Wilhelmi von Cantilupo / mitder Gräfin von Horch Milicenta erzeuget. Er ftudirte anfangszu Oxford / hernach zu Paris / wo er auch d/IsMsr wurde /legte sich aber nach seiner rückkunft zu Oxford auf das ffis Ls-noniLiim und die Theologie / wurde darauf Qoclor, und derUniversität Cantzler, endlich an. 127z. abgedachten orts Bi-schoff. Man rühmet ihm eine grosse Heiligkeit und sehr vielewunder nach / die er alle in gar kurtzer zeit gethan haben soll/weswegen ihn auch Johannes XXII. unter die Heiligen gesetzet.Er starb auf seiner reise nach Rom zu Monte Fiascone den 2;.aug. an. 1282. wiewolen andre vorgeben/ daß es etliche jährespäter geschehen, cke Lxileop. Lngl. k. I. x. ;;6.

* (santilupo / (Walterus cke) Bischoff zu Worchester an.12;-?. erwehlr. Er war ein bruder des vorherstehenden, undvon sonderbarem muthe. Dahero / als der Cardinal Otto / wel-cher damals als Päpstlicher Legat in Engelland sich aufhielte/eine summe gelbes von der dasigen Geistlichkeit zu schneiden imsinne hatte / und zu dem ende einen 87nockum anstellen lassen/auf-welchem er einigen die rechtmäßigkeit ihrer wähl / andernhingegen das befügms / mehr als ein Bißthum zu besitzen/ dispu-tirlich machte, stund dieser Cantilupo gantz allein von der Ver-sammlung auf / und hielte eine so nachdrückliche rede an denLegaten / daß dieser aus forcht / die fache möchte schlimm ab-lausten / von seinem vorhaben abließ. Dergleichen hertzhafftig-keit bewies er auch an. 12;;. als ein anderer Päpstlicher Lega-te / nahmens Rustandus / auf dem veranlaßten 8vnocko eine an-sehenliche summe gelbes / davon er dein Könige die helfte zugeben versprochen / von der Geistlichkeit haben wollte/ die er auchbereits durch drohungen und Versprechungen auf seine feitengebracht. Denn da trat Cantilupo abermalen auf/ und schaltmit unerschrockenem muthe nicht nur sehr heftig auf den ausergangenem polluftro hervorblickenden unersättlichen geld-geitz,sondern endete auch seine rede mit diesen Worten: Er wolle lie-ber am galgen sterben / als seine einwilligung darzu geben.Woraufdie andern ein Hertz fasteten / und dem Legaten fern an-sinnen schlechterdings abschlugen. Als er nachgehends an. 1257.eine Legation m Franckreich thun muste / ließ er bey gelegen-heit nicht geringern muth von sich spüren. Die gröste probe da-von aber gab er an. 1264. zu erkennen / da er nach vergeblicherbemühung / den (neben zwischen dem König und den aufrüh-rischen Barons herzustellen, dieser ihre partey erwehlte / und ander spitze der armee den soldaten / welche alleweil ins treffengehen wollten / den Himmel als gantz gewiß versprach / wenn sieihr leben in so gerechter fache verlieren sollten. Er soll abernoch kurtz vor seinem tobe/ welcher oen 5. febr. an. 1267. er-folget / solches letztere beginnen / darüber ihn der Päpstliche Le-gat in den bann gethan/ sehr bereuet / auch von dem KönigeHenrico III. deshalben Verzeihung erlanget haben.

äs Lpise. k. I. p. ;i2.

. * Cantimpre, oder Continpräs / eine reiche Abtey L-mo-niLornm XeguiLrinm Augustiner-ordens, und von der Congrega-tlon St. Vietoris zu Paris, welche von Hugone von Oisy, Ca«stellan zu Cambray in der Grafschafft Artois, gantz nahe bey-er stadt Cambray gestiftet worden. Der dasige Abt war auchemer von selbiger provmtz Land-Ständen. Als aber an. 158°.dieses kloster durch die H-ranzosen gäntzlich zerstöret worden /

c a n

ward dieser Convent genöthiget, sich um das jähr i? 87 . ,,dem Priorat Bellinghen in Hennegau, nicht weit vonHamiwelches an. 1182. mit Cantimprs war vereiniget worden, mbegeben, da denn dieses gleichfalls den nahmen Cantimprs ^hielte. ^/r^rnorit. eccl. 11z. i;z. 1Z7. ke<z. 148. i?6.suppl. ckiplom. k. III. e. 110. Foppe»/ aä sum I. e.

* Cantin, (Lsüo) ein vorgebürg im Königreich Marock

in Africa, wo der fluß Tensisti in das Atlantische meer in» -Es wird von einigen vor des Ptolemäi kromomorinm Üercvgehalten, , noeit. ork. snrig. IV. 7. (. 21. ^

siehe Thomas

818 . .

Contire, eine halb-insul in dem mittägigen theile von SehAland , wird zur Grafschastt Argyle mit gerechnet. Die einwogner erhalten sich von der vieh-zucht. Sie giebet auch derenge, welche sie von der gegen über liegenden Irländischenschafft Trim scheidet, den nahmen.

Contiunculo, ( Claudius) ein Rechtsgclehrter, geburnssvon Metz. Er studirte, und lehrte auch einige zeit zu Basel, "(Vwurde hernach Cantzler zu Ensisheim im Ober-Elsaß.mus gedenckct seiner rühmlich. Auch war Cornelius Agrffssein guter freund. Er ist sonst von dem Römischen Königedinando in unterschiedenen Verrichtungen gebraucht, und mst>'sderheit zu einer Versammlung einiger Reichs-Stände in Cobtztzvund Worms an. i; ;4. und z z. wegen der Münsterischen um'"?verschicket worden. Er hat einige wercke hinterlasten, als r Vkoteltare ksxne, Imperstori« L Ooneilii; kLrsvürsses in I"'bw8 Priors« Inltirutionum siuüinisni; cke Olüeio Juckisi^FV/i/ür«/, irr Liceron. JtZ/'/xp/i/ili Spill, ^

prosop. 6srm. siLt.Jac'at-- bibl. konlik. tllssk

Sucher, üb. III. H. 26. aääit. 2.

* Cantius , oderCantiensis / ( Johannes) ein vockorstlkroksssor ssbeoloZi« zu Cracau, von Cant aus Schießt ^bürtig, daher er seinen nahmen geführet. Erstarb

in hohem alter, und hinterließ verschiedene reden, wre - ^einen Onmmemgrium über den Matthäum. Er war diV',gen so feind, daß er einst räuber, die ihm das seine gcnoMV ^hatten , zurück rüste, und bey ihnen um Verzeihung bat/fasihnen in der bestürtzung etwas von dem, so er bey sich soverläugnet, welches er nunmehr von sich gab, worüber dA. §erstaunten, daß sie ihm alles wieder gaben, und noch fuM /x-abbitte thaten. Er ließ auch sonst alles unrecht über siwgehen. Und weil sein cörper viel jähr nach seinem tode ^zehrt gefunden worden seyn soll, wurde er unter diegerechnet. ftript. Lolon. cent. , VI'

Lamü, Cracau 1628. in 4.

Canton, die Haupt-stadt in der provintz Quantung in 'siehe O-uantung und O.uangcheu.

Canton, ist der nähme, welchen man den 1;. confoEa^Oertern giebet , aus welchen die Schweitzerische Repubstch^tzhet, kommet her aus der Italiänischen spräche. Siehetzerland.

* Cantomus, (Petrus) ein Mus und ssmigusrias^j.

Mayland, lebte im Xvi. sesulo, schrieb läbrum äs s! - ^itione, und starb in höchster armuth. , 1a biodv

Nilano. ^l>els

* (santu, oder Conto äs Serra Volle, eine stadtMayländischen nicht weit von Como, wo die Maylanos. Ali-die aus der stadt Lodi an. nü6. einander ein treffen

re« ftauäenft« spuck tom. I. ftcipr.

suic. p 841-

* Conu , (Petrus) ein Prediger - Mönch aushatte zu Paris studirt / und war allda ssüeologusnachmals aber um das jähr 1562. Prior in seinem

worden, wo er auch den 1in manuscnpt hinterlassen

nov. an. 1571. gestorben- gz Bäcknotatiouss iivs ftecu pgpl,vsria 8sripturX 8. looa, pr-xssitim in I. LpillalaM '-:^/^

über welche er zu Paris pro üicsmis gelesen. V'/r,krcckioators Larnut. , cke script. 0. ?. tow- .

Convey, ehemals Convermos und Counos seußst,,eine insul, eine starcke Teutsche meilc lang, und den ou h/Mdeoso breit, welche in dem munde des flusses Thames M Aa-und zu der Englischen Grafschafft Effex gerechnet wo - Mrfleisch und die milch von den schaafen, welche man^,,„imenge darauf weidet, soll sonderlich delicat seyn-, aNl.Lfluth ftarck ist, so überschwemmet sie die gantze insul,liche wenige Hügel, aufderen einem eine capelle steyei-

Lritannia. ckslic. cke I'LnZI. p. 7;.

C- Conulejus, ein Zunftmeister des Römische."war wegen seinem grossen eifer, damit er sich demte, bey der gemeinde sehr beliebt. Er dränge nach haft pje vfs.stand der kstrioiorurn endlich an. ;oy. durch, daß a > ^ vuvolck sich unter die Patricischen geschlechtrr verheur»^ten. Florus will, er habe um dieses zu erzwingen ^

redt, die stadt zu verlassen, und sich aufden berg ch"begeben. Andere aber zeigen genug an, daß oui^, .

vä

auf den Janiculum eigentlich aus anlas dervie-eni i ^schehen, womit das Römische volck überhaujftlaber soll Canulejus ein anderes den L/tr/bu« nv ^

Mittel gebraucht haben; daß er nemlich bey emgei