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tzet. Er starb ums jähr 1202. Gerne gemahlin war Rixa ,
eine tochter Henrici Xeonis, Hertzogs zu Sachsen.
kill. Dan. Vanäslis. stutor ckron. OaniK <Lc. p.48- Xg.
Canutus, König der Obotriten, ein söhn Erici Ili. Königsin Dänemarck, muste seiner jugend wegen mit dem Hertzog-thvm Schleßwich vorlieb nehmen, und ftines vatters bruder,Nrcolao, die Königliche regierung überlassen. Er erhielt aberan. n;z. von dmr Kayser Lothario , an dessen Hofe er warerzogen worden, gegen ein stück gelbes die Wendische kröne,doch als ein vasall des R. Reichs, da er denn die 2. vornehm-ste Wendische Fürsten, Pribislaum und Niclotum, veste setzte,bis sie auf das Königreich renuncirten. Allein im folgendenjähre wurde er von Nicolai Printzen Magno ermordet, weil erihn in verdacht hatte , als wenn er nach derWänischen Cro-ne strebte. Siehe NwolaUS. Xr-a-rerri V-mäol.stFe«r/ri kiX.Oini.
Canutus, König von Schweden, war Erici IX. des heili-gen söhn. Er muste erstlich bis aufs 8. jähr sich in Nor-wegen aufhalten , weil ihm der neue König Carl eines dervorigen Suercheri II. söhn , welchen die Schweden nachErichs tod fast wider ihren willen hatten zum König an-nehmen müssen, nach dem leben stunde. Aber nach verflos-sener zeit kam er unversehens wieder ins land, überstel Carlnzu Wisingfö, und tödtete ihn unterm vorwand, daß auch ervormals seinen, des Canuts, vatter umgebracht hätte, weilener sonsten kein recht an Carln haben mochte, zu einer zeit,da Schweden noch ein Wahl - Königreich war. Doch haltesich Carl vorher wegen dieses mords sehr entschuldiget. Ca-nut regierte hernach 2z. jähr mit sonderbarem rühm und gluck,und starb ums jähr HY2. 0 /a«- , kill. 8uee. Lsece-
kill. 8uec. lib. III. pufendorffs Schweb, hist. rc. *
* Canutus, ein söhn Henrici, Königs der Slaven im II.
keculo, nach dessen tobe er mit seinem bruder Zuentepolco umdie regierung stritte, weil dieser ihn davon ausschließen wollte.Er belagerte auch mit hülffe der Holsteitter Canutmn im schlosssePlon, welcher aber durch Vorstellung seiner gerechten fachedie Holsteiner bewog , daß sie die beyden brüder mit einanderaussöhnten, und das land getheilt wurde. Nicht lange daraufwurde Canutus zu Luttickenburg umgebracht, und sein landes-theil fiel an den bruder Zuentepolcum. 48.
»pucl tom. II. foript. Lrunfuia. p. 578.
* Canutus, König in Iütland, war ein söhn des GrafenArfinni von Holstein, welchen derselbe mit seiner leiblichen schwe-ster gezeuget hatte. Er würbe von seinem vatter weggesetzet,und von den bedienten des Inländischen Königs Gormonis I.gefunden, welcher ihn zu seinem söhn annahm. Nachdem! erdemselben succedirt, führte er eine löbliche, wiewol kurtze, regie-rung, und belohnte seines vatters knechte, die ihn wegsetzen müs-sen , reichlich , weswegen er Threla Knutt, der knechte freund,genennt wurde. Er starb im VIII. sseeulo, und hinterließ sei-nen söhn Gormonem II. zum Nachfolger.
* Canutus, (Ioh.) von Lenna, 2. Meilen von Upsal ge-bürtig , deswegen er auch bisweilen Lenäus heißet. Er studie-re zu Wittenderg, Helmstädt und Rostock, wurde darauf zuUpsal kroksllor kogices, wie auch der Griechischen und Hebräi-schen spräche, promovirte vocliores Ibeologise, und bekamendlich des Ertz-Bißthum des Königreichs Schweden. Er starbden 25. apr. an. 1669. im 96. jähr stines alters. Seine
schriften sind : XoZioa Peripatetiea ; Lommentarius in Xvan-xelinmfnsnnis L stäla stpollolormn, Lanonieas Xpillola«cobi, ketri, foannis, L fucl-e; IrsÄstM äs furs Xessio in Lc-clefialticis; äs Verimte L Xxcellentia Llnilliance Xeligionis;Upsal i6;8. Stettin 1642. Coburg 1702. in 12. Diese schriftist auch nebst andern zu Zerbst,721. in 8. ausgelegt worden.Hifpursrionss ; Leichen-predigten. äisr. kioZr. it.mein.Tbeol. , cle ver. rel. LkriX. zo. p. 552.
Cantzler, ist eines von den, ansehnlichsten ämtern in ver-schiedenen Kayscrthümmern , Königreichen und andern provin-tzcn. Anfangs hat zwar ein Cantzler nicht viel zu sagen ge-habt , bis auf die zeiten des Kaysers Carini, da diese würdehöher gestiegen. Einige Leula hernach hat sie sich ein rechtgrosses ansehen zuwege gebracht, indem ein Cantzler eben dieseswar, was ehedessen bey den Römern t^uwilor läcri palarü,und bey den Griechischen Kaysern Xogochem gewesen. Andem Päpstlichen Hofe aber hat ein Cardinal, so dabey Cantzlerwar, gleichen rang mit dem Papste selbst prätendiret; daherosich die Päpste selbst diese wiirde vorbehalten und nur Vice-Cantz-ler haben sollen. Unter den Konigen in Franckreich ist diese digni-tät nicht weniger considerabel gewesen , sonderlich aber unterdem Capetingischcn stamme, da die Cantzler zugleich Cron-Sie-gei-Bewahrer worden. Am allermeisten aber ist sie in dem Teut-schen Reiche merckwürdig, allwo der Churfürst von Mayntz Ertz-Cantzler durch Germanien, der von Trier durch Gallien unddas Königreich Arelat, und der von Coln durch Italien ist,wiewol die beyden letztem wegen der dem Teutschen Reicheentrissenen provintzen wenig übrig behalten haben. Der Chur-fürst von Mayntz aber, so das Ertz-Cantzler-amt, aus Verlei-hung Oltonis I. durch Germanien verwaltet, hat deswegensonderbare gerechtsame. Denn ausser das einige WestphälifchefrledenstMstrument, so der Churfürst von Sachsen, wiewolnicht ohne Widerspruch auf Chur - Mayntzischer feite besitzet,verwahret er alle übrigen Reichs-acten und andere Urkunden,desgleichen die Reichs-matnculn. Ferner kommt ihm auch zu,die Relchs-clscreia zu recognosclren , zu siegeln und zu unter-schreiben , doch verrichtet das letztere meistentheils der Reichs-Vice-Cantzler, welchen,er an seiner statt an dem KayserlichmHofe hat. Welche wurde fast gleichen Ursprung mit den
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Ertz-Cantzlern sechsten hat, wiewol dieses prädicat ihr mAüber anderthalb hundert jähr beygeleget worden, indem vor-her nur gemeiniglich der titul Cantzler des Kayserlichm MZ.gebräuchlich gewesen, ausser daß man von dem einigen BsschUzuWürtzbura, Conrado, findet, wie ihm auf einer grabschrmder nähme Cantzler des H. Römischen Reichs gegeben weroc-Im übrigen muß derReichs-Vice-Cantzler die Reichs - sieget ver-wahren , und selbige bey der crönung eines Kaysers einem vollden Ertz-Cantzlern zustellen. So bald aber selbige vollendet,besagter Ertz-Cantzler gehalten, die sieget durch einen gewstst"mann ihm wieder einzuliefern, da denn der Reichs-Vice-CEler das pferd, worauf der Überbringer geritten, ingleichm v«silbern stab, woran die siege! gehangen, vor sich behalten dachEs hat auch die Römische Kayserin ihren Ertz-Cantzler, welEvermuthlich von der Kayser Ottonum zeiten her der Abt des r»sters Fulda zu seyn pfleget. Dessen Verrichtung bestehet darin-nen , daß so oft eine Kayserin gecrönet wird, oder sonstrem Kayserlichm Habit zu erscheinen pflegt, der Abt selbiger mcrone entweder von dem Haupt nehme, oder wiederum aufstA'Übrigens hat der Kayser auch an seinem Hofe wegen des Ko» tz,reichs Böhmen einen Obristen Cantzler, der einen Cantzler u»Vice-Cantzwr unter sich hat, und wegen der Oesterreich^^lande einen Hof-Cantzler ; ferner haben auch Ungarn " v.Siebenburgen ihre eigene Cantzler daselbst. In FranckEist der Cantzler das Haupt der justitz, und präsidirt in den RKULollegus im nahmen des Königs, welchem er, wenn dem Vzugegen ist, zur lincken Hand sitzt. Sie sind insgemein WSiegel-Bewahrer, und fuhren den titul Epcellentz, welcher jv»wenigen daselbst gegeben wird. in vicsLsu»^
lib. Xl. vsri-ir. c. 6. vits Lsroli w'
kirkoso eciitg. in LonfuLtnä. x. 12;. sturen bull» c-^
LLM. Lc L?«/vr«r<r,in kexic.fur.stt«Z»,äe
tu reZion. 6erm. c. 4. cle LlecV. L Luräin. prLLe '
u. 9. clefcript. orb. lib. VI. Lr/s/ck. tbef. praöt.
vmr, cie Isucstis uIÜ8gue Vrancise Lsueellorüs. nstrcki-Lancellur. 8. X. Imper. in uotit. 8. X. Imper. ^»er. op. Uernlä. lib. I. cax. 64. u. 17. in oiXovN^
äs oKeiiil. 8. X. I. e. 2. leg. <Lu.
* Canzo , eine kleine siadt auf dem Lago cli Pußiano,
dem Ursprung des flusses Lämbro, zwischen der Mayländu^Graftchafft Como und Lecco. steE»». ^
* Caor, ein Asiatisches Königreich in Indien, jenst"-.^-uß Ganges, nebst einer stadt gleiches nahmens. Sie lE.fluß Caor, welcher in den Golso von Bengala fällt, und Mdem Konig von Ava und Arracan zu. r/»rver/ü/-/.e^r^-
Caorle , siehe Cahorle.
* Caorsms,oder Lorsins, ein nähme,den man in
ner gewissen gattung handels-leuthen gegeben, welche sor>^MHngelland sich ihres besondern und
in Franckreich und ___
gen Wuchers wegen bekannt gemacht haben. Der König perder heilige ließ an. 12; 6. (und nach ihm Philipvus. grn^^fffreche) ein gebot wider sie ausgehen; Heinrich III. verM.^pan. 1240. aus Engelland, und da sie dessen ohngeacht si«) w'einschlichen,wurden sie <111.1251. zum andern mal daraus v^ ^So that auch Heinrich III. Hertzog von Brabant, wfnv^,jgan. 12Ü0. aus den Niederlanden bannete, und Carl ll-in Sicilien, that an. 1289. das nemliche, sein land von iM , perzu behalten. Einige meynen, sie haben ihren nahmenstadt Caors oder Cahors bekommen, wo sie grossen handch^ ge-ben haben, andere holen denselben von einem Florentimtzvschlecht, nemlich denen Coarsini oder Corsini her, welchesseinen Handel fast in gantz Europam ausgedehnet hatte ' ^,eman nennete zwar alle Italiänische kaufleuthe Lombarde»'meisten besondern societaten und gemeinschasstlichen ha>wf^se,aber hiessen sich nach einem oder dem andern berühmten ic.als da waren die Amanati, die Acciaoli, die Bardi, die Vv^hjgeeMan kan aber hierbey mercken, daß andere den urspru«» ^>111-benennung von einem sprüchwort herleiten;man pflegss "zösischen zu sagen, einen entführen wie einen He»IE.g,vocfwie einen Corstn, allwo das Wort Lorps Linc, und pich»Lorliu, in der aussprache fast gleichlautend ist. Dann ° .^0^zeiten die,wuchernden kaufleuthe öfters in der stille Wpere ^men,entführt,und in das gefangnis gebracht wurden, jaklären es wahrscheinlicher, als wollte man würckstch Egemeinen so leicht als einen HeiligenwegtragE p, sevsin schachteln liegen, und da nur ihre gebeine vvrya»f .^sch-leicht können getragen werden, s« eiostärium ^
Caours , ein kleines unten an einem Hügel gelegen^ Ain Piemont mit einem vesten schloß oben auf dem berg- l)"'zwischen Villefranche, Pignerol und Ausarque. An- Heck'Hertzog Amadeus VIII. Ludwig den bastart von,Achaia<„f,Evon Raconls, wegen seinen geleisteten treuen dtemss» jeret'^Herrschafft beschencket. An. 149°. wurde es von der rW erHertzogin von Savoyen nach einer 7. monatlichen z.
oben, da es dann seinem Herrn Ludwig von Savoye' ^^ g.»gediehen, dessen nachkommen haben die Herrscham »»'Savoyen um 10000. Rthlr. wieder verkauft. A». " »y,^
dieser ort von dem Französischen General äseiner 20. tägigen belagerung erobert, aber an.
Hertzog Carl Emanuel wieder ein. An. i 6 ; 9 - b-setzt-Printz Thomas eingenommen, und mit Spamern , un» ^dem er aber hernach die Spanische partey vernn, ^44./^Französische angenommen, als ward es von ihm a ' ^
andern mal eingenommen und mit Franzosen veiev ^ ^ r- ^platz bis zum erfolgten friedens-schluß behalten. ^fchreib.Sav.und Piem. x.454.^