Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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EWen, beweisen wollen, und des Grafen eigener sthn Hai««vitz davor gehalten, daß sein vatter, und zwar vermuthlichFranzösischen Cammer-Diener, den er im gefängnisschabt, und den man nach der Hand nicht weiter ge«Eingerichtet worden. Hingegen hat des Grafen hinter-denWttib und bruder bezeuget, daß sie allen den dißfalls aufNl,,.Mfgeworffenen verdacht ungegrundet, und hingegen diesick^^ung, daß sich der Graf selbst um das leben gebracht,ein? .^funden , zumal derselbe den selbst - mord allezeit alsve^Mlibte fache angesehen, und die, so solchen begangen,r-Mdtgt gehabt. Es war übrigens der Graf von Effex einein r, verständiger, beredter und hertzhaffter mann, und«>" bwiser feind der Catholischen religion. Von seinem bruder,rxNco Lord Capelok Tewskburyist gleichfalls bekannt, daßkan!? ablichten des Hofs in Unterdrückung der Prote-bill a? widersetzt, und im Parlcment heftig vor die exclusions-leitet, auch deswegen die geheime Raths - würde ver-^evol ' dick. ä'ünglet. IX liiü. äe8 äernier.

* ä'Lngler. Xouvesux memoires äs T'em/'/e.

, (Richard ) ein Engelländischer Ilieologus, ge-füllte «V Glocesteran. i;86. war Prediger zu Estingthon, ver-stärkt hernach auf ein land-guth, Pitchcomb genannt, undLe^LW,l6?6. den ri. sept. Er hat in Englischer spräche vonbe,i '"Wichen Versuchungen, wie auch einige predigten geschrie-ben'^, söhn, Daniel, war erst Prediger an unterschiede,llehm?« , wurde aber, weil er die Englische Liturgie nicht an-ciren'-." wollte, abgesetzt, worauf er in der Medicin zu practi-"Mng, und endlich um das jähr 1679. starb. Er hat, Asäicum äs Vsriolis geschrieben,jU P^kl, (Will).) ein sehr gelehrter und beredter Neäicu-rrie U'W siorirte um das jähr 1584- schrieb einige bücher , gabU^woirez derer Herren von Bella» heraus , und übersetztelrveUi krincixem ins Französische. La Ä«hciN'lan, ein gebürge, zwölf tagereisen von Siren, derdien ?"dt des Königreichs Pegu, in der halb - insul von Jn-stchbe des Golfo von Bengala. Es ist daselbst eine stein-r>nd vw eine grosse menge rubinen, gelbe topasier, blaueSeste«? rtze sapyire, Hyacinthe, amelhisten und andere edel-ssan, gwbet. Taverniers reise-beschreibung.vig vb?E emEhur - Trierisches städtlein am Rhein, ein we-vu>w?,, ^w Coblentz gelegen, allwo noch verschiedene überblei-8 e Römischen gebäuden zu sehen sind. Wie denn eini«strs b-,-HEen, daß es der Alten Vious LmbiLcinus, des Kay-guia geburts - ort gewesen sey. 6 erman. nur.

d«n, HA, (Algernon) Graf von Esser, Vicomte äs Mal-L von Hadham, war an. 1670. gebohren. Sein"61. ,,,-°.Acthur Capell, Baron von Hadham, welcher an.

jn W Grafen von Essex, und an. 167». zum Lvrd-Lieute-Mn aus,?-gemacht, hernach aber an. 168;. wegen einerve>n gxfÄfvmdeten conspiration gefangen, und bald darauf in!Wden wAx ven r;. jun. mit abgeschnittener gurgel todt ge-^wfen vnn^cü' Siehe Essep. Die mutter war Elisabeth, des§^nvn wm. Rorthumberland, Algernon Percy, tochter. Al-tgone,-. ltlich Oberster und Brigadier über ein regimentk d, und ssn rd hernach Siegel-Bewahrer der Grafschafft Hert-^wähite ^"nestable auf dem Tower zu Londen. An. 169-.

Portlank t wit Maria, Williams Bentings, Grafen„Lter tochter, mit welcher er einen söhn und zweyAchter Er starb den 21. jan. 1710. und hat ihmfuccedlret. Einleitung zur heutigen histo-

(p- k>- ;oi9. *

(Galeazius) sonst Galeazius Flavius Capraseine,,?Mayland an. 1487. gebohren, und brachteMa"/v seiner er vor einen der gelehrtesten

omnc. gehalten wurde. Er kam dahero bald bey

Tnatze, 8 --II. damaligen Hertzog von Mayland, in grosseWd ihn ^um 8soremrio des Raths daselbst machte,

^ Carl n?. ,?^^^"dten an die Venetianer schickte. Als Kay-r-Mben i?/' Mayland eingenommen hatte, bestätigte erMs z» w stmer Secretariat - stelle, und brauchte ihn gleich-endem W^denen Gesandtschafften, wodurch er sich auchin Dr in gnaden setzte. Dabey schrieb er vieles,p'cht meKvÄ^^rr als Italiänischer spräche , davon aberals folgende schriften ans licht kommen sind : Veit'

,üd äs v ^ ^lWirä äslls Öonne; äe kecko Nulliano liber,-^ .

. - pro relliturione kr^ncikci II. lVIeciiol.Ml dem W eracht büchern die Historie des krieges zwischenMeide, kr und Francisco l. von an. 1521. bis ic;c>. be-iWfzig starb zu Mayland an. i;;?. in einem alter von

.5 seine und ward in die kirche der Servilen begraben,"Lsrrnin ^^v-schrift besindlich. lbentruin.

^adaura^ Martianus Mineus Felix) war gebürtig vonschhss'wk einen ^nßiodorus bezeuget^ wiewol er sich selbst an

zu geschri-k?« ^"rthago müsse auferzogen styn. Er hatiUiui^^lten des ^ wie es sehr wahrscheinlich ist, und zwarUiark^ bey jabr-«Kaysers Leonis Ibr-rcis, da er denn schoneiuA- Er wird^^^v^wiewol ihn Voßius etwas jünger

Mtt,^d"^u Liumaum der stadi Elissä nennet^ "dahe'Wman

wanlivvnWt unter die kroconkulLres gezehlet, und warHiilQn gelehrsamkeit. In seiner harten schreib-

"vr. Theil.

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art verräth er sich, daß er ein Africaner sty, auch hat er versteingemischet, welcher art zu schreiben hernach Boethius gefol-gt. Seine 8at>rn bestehet aus neun büchern, davon die bey-den erstem 6s Xuptiis Philolog!» L lVIercurii tractirek , in denübrigen aber findet man einen knrtzen unterricht und lobspruchder freyen künste, als der Lrummatic», OislelstiL», Xketoric»,Leometri», üllrolobi-e, ürichmetic» und H->rmonicre. Esist dieses buch zum oftern aufgeleget worden, doch ist die edr-tion Hugonis Grotii, welche er im vierzehenden jähre seinesalters heraus gegeben, die beste. , äs Ulk. I.ar. lib. III.

äs kclent. lVlLriiem. L äe kost. I-LtlNi /'«Lr rk/«,, in biblio-tli eca I-stins,

* (Lapelka, ein berühmter Redner, lebte in dem II. I»culs,und war einer von denen, so der Kayser M. Aurel. Antoninusrlülokoolw8 für die auferzichung seines Printzen Commodiauseriehen hatte, welcher aber von seines vattets Und der lehr-meistern guter Vorsorge wenig nutzen schasste. ü»

Lonunoäo.

* Lapella , (Andr. ) ,ein Spanier von Valentia, war ersteine zeillang in der Societät derJesuiten, und wahrend dessenpoenirenriLriu8 Üx>oüolicn8 zu Rom, nahm aber hernach, umstrenger zu leben, den Carthauser-orden an. 1569. an. DerKönig in Spanien, Philippus II. brauchte ihn wegen seinesexemplarischen lebens hin und wieder kloster zu visitiren, undden emgmssenen Unordnungen abzuhelffen, machte ihn auchendlich, nachdem er unterschiedenen klostern vorgestanden, zumBischofs von Urgel in Catalonien. Er starb den 12. sept. an.1610. und ließ: Lomment. in. ZsrenÜÄM; und m Spanischerspräche Lxerciria kpiricunliL; Lolloguium interius cum Lbri-üo Lo. ^«ro»r«r, bikl. Hilpsn.

* (tapellari, (Michael) ein Italiänischer Poet im XVII.

Ileculo, gebohren zu Beüuno, übte sich zu Padua in der Ju-risprudentz und Theologie, besonders aber der Ticht-kunst, giengdarauf nach Rom, woselbst er ein ansehnliches geistliches Le-nsüsium erhielte, und von dem Kayser Leopolds zum Baron,von dem König Ludovico XIV. in Franckreich zum Ritter, undvon der Königin Christina zu ihrem 8ecremrio gemacht wur-de. Erschlug die kiokeilionem HumLniorum zu Padua, unddie Bischöffliche würde zu Feltri und Belluno freywillig auS,und lebte vor sich, bis er an. 1706. den 19. febr. zu Paduaim 86. jähr seines alters starb. Seine getichte sind zu Paduaan. 1697. in 8. heraus gekommen, unter welchen eines unterdem titul: Lliriüin38 keu Lkrilims illullrsw, zum lob erwehnster Königin verfertiget ist, und auch besonders zu Venedig 170«.in 4. gedruckt worden. Kick. 67E. kar. II.

bibl. volilnt. Äe Ä'/raÄ«, rom.XXVHI. excr.

Gel. Zeit. 1718. x. H4- kec^q.

Is Capelle, eine kleine bevekigte stadt in der Picardie, undzwar in derjenigen gegend, so Tierache genennet wird, gegendie Hennegauischen grcntzen zu, ungefehr eine meile von demflusse Oyse. Es ist diese vestung im XVI. Lculo erbauet, umdie Niederländer dadurch zu verhindern, daß sie nicht in die Pi-cardie einfallen möchten. Die Spanier nahmen sie an. 16; 6.weg, das nächstfolgende jähr aber wurde sie von dem Cardinaläs 1» Valette wieder erobert, und sonst auch noch mehrmalsverlohren und wieder eingenommen.

* Eapelle, des Königs in Engelland. Dieser Monarchhat eine Capelle in seinem pallast zu St. James, oder St. Ja-cob , über welche ein Dechant gesetzt ist. Dieser hat sie nach be-lieben zu besorgen, und hat darinnen niemand als den Königüber sich, denn desselben pallast von aller geistlichen und welt-lichen (ausgenommen des Königs) gerichtbarkeit befreyet ist.Man haltet täglich dreymal gebät darinnen, und neben denbesondern fest - tagen wird sonntags zweymal darin» gepredigt.Der Dechant ist insgemein ein Bischoff, und erwehlt selbstendie, so bey dieser Capelle einige bedienung haben, als da sind,der Unter-Dechant, zwölf Geistliche, welche der ordnung nachdorten predigen, und den übrigen gottesdienst versehen, unddann zwanzig Canter und zwölf Chor-knaben der kirchen - musicbeyzuwohnen. Einer obgemeldter zwölf Geistlichen ist ins be-sondere den Höflingen gewiedmet, welche des Königs Haus-be-diente sind. Dieser muß ihnen täglich das gebät halten, dre, sounter ihnen kranck sind,besuchen, sie zum Abendmahl bereiten rc.deswegen nennen ihn etliche den Beicht - vatter des KöniglichenHauses. Die tüchtigsten unter den sangern müssen die Chor-knaben in der music belehren, und zwey darunter sind dre Or-ganisten der Capelle. Des sonntags, da der Kömg m ferner or-dens-kleidung, oder wenigstens mit dem Hosenband zu erscheinenpflegt, werden die menschen-stimmen mrt einer instrumental-nm»sic begleitet. Die opfcr-tage sind r. der Weyhnachts-tag, Ostern,Pfingsten und aller Heiligen, da der Konrg das Lelsm (das istein goldstück, so von Byzantz den nahmen her hat, wo es zuerst geschlagen worden) opfert, welches chm der Groß-Ceremo-nienmeister oder ein andrer, so das recht hat, den weissen stab mtragen, darreichet, s. An dem neuen Jahrs-und auf dre»Königen-tag opfert der Komg, in drey besondern beuteln, aoll^weyhrauch und myrrhm. z. Auf Lichtmeß, den Qster-donner-stag, St. Johann, St. Michael rc. aber nichts M aold D -tage, an welchen der Konrg seinen orden von dem blauen Hoftu-band tragt, und nicht opfert, sind die feste ünd asnnmae dieWeyhnachten durch,und sein aeburtö.tag,Ä auch de?Mathia^

Nn r Oster-