Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Clerisey verfaßten ; so -aß letztlich -er nähme Capltulsris denVerordnungen gegeben wurde, darinnen die Lsximls von kir-chen-sachen enthalten. Diejenigen, so Carolus AI. heraus ge-geben , hat Ansegisus Lsubienlis Abbss; des Ludovici kii aberund seiner söhne, Benedictus Levita zusammen colligiret; wor-unter gleichwol verschiedene Verordnungen von weltlichen fa-chen enthalten. Ansegisi collectiv» bestehet aus, 4. und Bene-dicti aus büchern, denen noch 4. oder 5. bücher üääitio-num hinzu gefüget. Die Lspitulsris Caroli Lslvi hat Sir-mondus im XVII. Lculo insonderheit ediret. Die vollkom-menste edition aber aller Lsximlsrium ist diejenige , welche Ste-phanus Baluzius ans licht gestellet hat. liiü. ,fur. Lsn.

äs oiig. M. Osrm. c. 14. L i;. Oerm.

meäis äillert. ;. s

Wenn in dem Teutschen Reiche einRomrscher Kayser oder König erwehlet wird, pflegen demsel-ben gewisse artickul vorgelegt zu werden, die freyheit des Teut-schen Reichs, wie auch die xrivilegis der Stände betreffende,welche er unverbrüchlich zu halten schwören muß, und diesesnennet man eine Kapitulation. Von dem Ursprünge diesergewohnheit haben zwar die Gelehrten unterschiedene Meynun-gen , doch ist kein exempel einer schriftlichen Kapitulation vor-handen , welche älter wäre, als diejenige, so die Stände desReichs mit Carolo V. aufgerichtet. Es ist aber sehr wahr-scheinlich , daß auch bereits vorhero von der zeit an, da manangefangen die Kayfer zu erwehlen, und die macht der Stän-de gewachsen, diese sich bey solchem stände zu erhalten, wer-den bedacht gewesen seyn: denn auch sonst in souveramen Rei-chen gewöhnlich ist, eydliche Versprechungen von den künfti-gen Regenten bey antritt ihrer regierung zu fordern, wodurchdie Unterthanen ihrer Privilegien können gesichert seyn. Danun nach dem tobe Maximiliani I. sonderlich dessen enckelCarolus in constderation kam; die Stande des Reichs aberwegen dessen grosser macht um so viel mehr Ursache hatten, ih-re rechte zu defendiren, liessen sie eine solche Kapitulation auf-setzen. Diesem exempel hat man hernach beständig bey allenfolgenden Kayser-wahlen gefolgt. Im übrigen haben bisherodie Churfürsten dergleichen Kapitulation allein verfertiget, wie-wol man sagen kan, daß sie solches allezeit im nahmen derübrigen Stände des Reichs gethan. Hernach aber haben dieübrigen Stände gleichfalls an Verfertigung der Kapitulationmit theil haben wollen. Es wurde diese controvers bey demWestfälischen friedens-schlusse untersucht, und selbige zu schlich-ten aufs tapet gebracht, daß von den gesamten Ständen desReichs eine formul einer xerpetuss Lspitulstionis sollte aufge-setzt werden. Man zog auch diese fache bey dem nächst-folgen-den Reichs-tage aufs neue in constderation, doch konnte mannicht zum stände kommen. Und ob gleich hernach in dem Kon-vent zu Regenspurg die fache aufs nene vorgenommen,. auchbereits in dem Churfürstlichen LolleZio ein project einer sol-chen Kapitulation entworffen worden; so hat man sich hier-über dennoch nicht vergleichen können. Der innhalt aber derKapitulation bestehet hauptsächlich darinnen, daß der Kayser-je kirche beschützen, das Reich und dessen gesetze erhalten,insonderheit die fundamental-gesetze, als die güldene bulle, denland-und religions-frieden, den Westfälischen friedens-fchluß,rc. aufs genaueste beobachten; die jurs und piivilegis derChurfürsten und übrigen Ständen ihnen conserviren, keinererblichen succeßion in der Kayferlichen würde sich anmassen,und die adminiftration des Reichs nach dessen gegenwärtigenzustand attemperiren wolle, rc. Da denn nach beschaffenheitder fachen in einer und der andern Kapitulation etwas pfleget ge-ändert zu werden. Wie solches aus den bishero gemachtenOLxiwlstionibus, welche bis auf Ferdinandi III. zeit inclulivevon Joh. Limnäo heraus gegeben, und mit notis illustriret sind,wie auch aus Christian Müldners Lsxiwlstions Ksrmonicsmit mehrern erhellet. fron. 8xir. lib. II. c. 4.

äs üstu rsIiZ. lib.I. circa kn. Prolog, sä Ls-

xit. leck. ;. p. 7. (?«^,2or>. äs lege regis c. r. lsct. 8-L c?o»rr«F. in äillert. äs Lspitulst. äs listn Imx.

6erm. c. 8- sä lVlonrarnl). p. 67. öcc.

Eapivaccio, (Hieronymus) von Padua, einer von denvornehmsten Aleäicis des XVI. Lculi, welcher dabey in Dra-chen , Hmnsrnorlbu8 und der Philosophie wohl erfahren war.Er lehrte ;z. jähr zu Padua, und obgleich der Groß-Hertzogvon Florentz ihn m» ansehnlichen offerten nach Pisa berief,wollte er doch sein vatterland nicht verlassen, und starb daselbstan. i;8y. Man sagt, daß chm ein gewisser lilirologus dentod prophezeyet habe, )venn er rn seinem alter sich auf eine rei-se machte, worüber er aber dazumal gelachet. Gleichwol ister, nachdem erden Hertzog von Mantua in einer kranckheitbesucht, und wieder nach Haufe gekommen, gleich darauf voneinem heftigen sicher überfallen worden, auch daran innerhalbwenig tagen gestorben. Seine bücher sind: Aleäicina krs-fcs; äs Netboäo Lnstomics; äs visterentiis vnfinsrum«L. II. äs 6vmnss. kstsv. elog. c?«/le/.

vit. Aleäis. äs lcr. Alsä. 6ec.

' khedessen Capitium, eine der vornehmsten ehe-m Sicilien, bey dem Ursprung -es Symme-orst I^in"verrsm Lsxitinos nennetk. /'ro/ettr.

Capnio, siehe Reuchiinus.

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ein zunähme, den man vorzeiten^Mysiern gegeben hat. Sie waren ein Asiatisches volck, fbekamen diesen beynahmen, dieweil sie sich vor andern dar««'legten, die götter zu ehren. Ihre einzige arbeit war de»A»ter-dienst, und mischeten sich in keine weltlichen bemuhuE.sie äffen kein fleisch, noch anders, was leben gehabt hat; ^se, milch und Honig war ihre einzige speise. Das wort MNaber kommt vom Griechischen, und heißt von Wort zu wor .einer der den rauch in die hohe steigen macht,ohne Zweifel auf die viele opftr und rauch-altare zielet, deren >sich bedienet haben. , lib. VII.

dkO, siehe LL80.dkO LIAXL0, siehe Basso.

* Capobianco, (Petr. Antonius) ein Mricius aus Be«

vent, studirte zu Rom, und ließ sich sowol in kbilolofMals TbeoloZicis öfters äilputsnäo hören. Alexander VU-9ihm an. i66;. das Bißthum Lacedogna, welches er aber«:1672. mit beybehaltung einer jährlichen pension von zzo.it«quittirte. Er lebte nach der zeit zu Rom, und stund bey"Schwedischen Königin Christinn, wie auch dem Cardmal xzlino wohl, starb endlich währender vacantz des Papst""stuhls. , Itsl. Iscr. tom. VIII. p. ; 5 2.

dkO LAXI8IK0, siehe Ampelusia oder rimpel^'

* Capoccius, (Alexander) ein Dockinicaner aus FlorEtrat allda, als er kaum ir. jähr alt war, in den orden,

sich nebst der Philosophie und Theologie ftarck auf dietalifche sprachen, darinnen er es sehr weit gebracht. ^ - s47. jähr das Predig - amt verwaltet, dabey er ein sehrleben geführet, ist auch zuletzt Prior in feinem kloster Sl-riä Novelle worden, aber nicht lange darnach in dem 6?- isschzseines alters an. i;8i. gestorben. Sein leben hat FralM'^Marchi beschrieben, und Dom. Maria Marchesinus

biges seinem visrio sä nienlem oü. extracts - weife elnv g,bet. Man hat von ihm im Italiänischen Virsm Alsrise 1.6se, welches Dan. Papebroch Lateinisch übersetzt.lib. IV. x. 597. lcript. 0. k. tom. II. p. sät-

LLkO dU, siehe Acila.

dLO VI ciXdl.l.0, siehe Lircello.

SftkO VL dLVX, siehe Aphrodisium.d?0 VI 8. xklk»^10. siehe Acamente. ^

* Capoferreus, (Will).) äs 8. Victors zugenannt,

aus der viosces Kasino, und anfangs Ikelsursrius zu .0.in Franckreich und Päpstlicher dlotsrius, worauf er an-"von Benedicto XII. das Bißthum Chieti erhielt. Er rhak ^i;49. Franciscum äs Turre, einen feiner Vasallen, in den»'weil er viele Bischöffliche güther an sich gezogen, urw -i-so geist-als weltlichen standcs, die es nicht mit ihm hallen ^len, hingerichtet, ja ihn, den Bischofs selber, von Mvertrieben hatte, weswegen der Ertz-Bifchoff von Neapo«'befehl Clementis VI. die excommunication und conftscan" Mil-ler güther des äs Turre vollziehen muste. Es starb KaMan. i;;r. Itsl. lscrs, tom. VI. x. 74l.

ssI60I.O. siehe Actium.

LftkO ä'I81KIft. flehe Iftrra.

LftkO VI I.L88I, siehe Leccr. - heiH

Capollt, (Gaudentz) ein sehr gelehrter, mann "xfreuadelichen gefchlecht dieses nahmens in Graubundten, Nan. 1644. ward etliche mal in Gesandtschafften gebraua/^ys,ner zu verschiedenen malen zum Land-Richter des ober« -A. *und L. mal zum Lands-Hauptmann des Veltlins erwevLftkO MftslO, siehe Malio. .0^6-?

* (sapone, (Hieron.) ein Mus, TKeologus

lor krimsrius von Neapolis , in der mitte des X V"- bä IV-schrieb: tzuselkiones Regstes äs Lote ; Kommentarlib. Inüitut. Lsnonicsruin ; Trsätsrum cls ksätis«nibus; Oisceptstionss koreufes Lcclelisliicsr; l-onkorenles utriufguo ^uris; Lurlum lbegslem ve>k

, bibl. Xsp. .»K

* Caporellus, (Petr. Paulus) ein Franciscaner« ^

tenza, von grosser gelehrsamkeit, ward den " «gt a'nBischofs zu Crotona, und starb 4. jähr darnach. ^ sseßavizzi. zu Neapolis in 4. (Zureltionem cls MtriwonäneUre heraus gegeben. äsIcript. orä. :.

/«/, Itsl. Iscr. tom. IX. p. ;87- , bibl. öoatei-

MO 8A6« O. siehe Ampelusia oder Ampeln8k)(kddl.0 , siehe AbMdkOLM, siehe Cappochi. . .^g,

Caporalis, (Cäsar) ein Poet von Perus-agedv iva1e vortreflrche einfülle, und einen lebhafften vera hochLzauch dabey sehr lustig, weswegen semeschätzet wurden. Er hat ein getichte^von ^VeM '

egeven. Er starb an. isoi. am oc». ^ vc^Meckey Astanio Marchese von Corma, welcher t

-er freund aeweien. L-v^E.PM. ^

ster freund gewesen.ä'IImbris,